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Test zu 7th Dragon III Code: VFD - Nintendo 3DS

  • Deutschland Deutschland: 7th Dragon III Code: VFD
Plattform
Nintendo 3DS
Erscheinungsdatum
01.12.2016
Vertrieb
SEGA, Koch Media, Deep Silver
Entwickler
SEGA
Genre
RPG
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Durchbreche Zeit und Raum und besiege das mächtigste Geschöpf, das unseren Planeten je betreten hat!

Von Stefan Schotten ()
Wir schreiben das Jahr 2100 - Drachen sind auf der Erde eingefallen und die Menschheit lebt nun in Gnade dieser schrecklichen Monster. Doch noch ist nichts verloren und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Mit diesen wenigen Informationen lässt sich das JRPG 7th Dragon III Code: VFD kurz und knapp zusammenfassen, wobei hinter dem Spiel von SEGA noch eine Menge mehr steckt, was ich euch in diesem Test einmal näherbringen möchte und euch auch erkläre, warum hier ein kleiner Geheimtipp für den Nintendo 3DS auf euch wartet. Doch kommen wir noch kurz auf die 7th Dragon-Serie zu sprechen. 7th Dragon III Code: VFD stellt den vierten Teil der Serie dar, welche seit 2009 in Japan publiziert und nun zum ersten Mal im Westen veröffentlicht wird. 7th Dragon III Code: VFD spielt zwar 80 Jahre nach den Geschehnissen von 7th Dragon I und II, ist aber dennoch als ein eigenständiges Spiel zu betrachten und ihr braucht euch glücklicherweise keine Gedanken darum zu machen, ob ihr die ersten drei Ableger der Reihe kennen müsst, da dies in keinster Weise der Fall ist. Nachdem dies geklärt ist, können wir uns also ohne weitere Probleme ins Abenteuer stürzen.

7th Dragon III Code: VFD spielt zwar 80 Jahre nach den Geschehnissen von 7th Dragon I und II, ist aber dennoch als ein eigenständiges Spiel zu betrachten.

Zu Beginn des Spiels dürft ihr gleich einmal den Traum eines jeden Spielers leben: Mit dem VR-Spiel 7th Encount erklimmt ihr die virtuelle Realität in Tokio der Gegenwart und begebt euch in den Kampf gegen virtuelle Drachen. Dabei stellt sich jedoch heraus, dass ihr so talentiert seid, dass ihr von den Drachenjägern von Noden Enterprises rekrutiert werdet. Noden Enterprises ist eine Videospielfirma, deren Bestimmung es ist, die Herrschaft der Drachen zu stoppen. Während ihr euch mit der Videospielfirma verbündet, erhaltet ihr die ersten Informationen zum allzerstörenden Drachen mit dem Codenamen "VFD". Eure Aufgabe ist es nun, mit der Hilfe von anderen Drachenjägern und mit Noden Enterprises im Rücken, durch drei unterschiedliche Epochen zu reisen, um die Macht der Drachen zu schwächen, bevor es am Ende zum großen und finalen Kampf gegen "VFD" kommt.

Das Menü des Spiels ist übersichtlich und per Knopfdruck schnell zu erreichen.

Während der Handlung entdeckt ihr in drei Zeitaltern verschiedene Gebiete. Darunter befindet sich das sagenumworbene Königreich von Atlantis, die futuristische Hauptstadt Eden und Tokio in der Gegenwart. Im Verlaufe der Handlung erlebt ihr hin und wieder spaßige Momente, so manchen Charakter, den ihr so schnell nicht mehr vergessen möchtet und vor allem eine interessante Geschichte, auf die ich zu einem späteren Zeitpunkt noch etwas genauer eingehen möchte. So trefft ihr in dem Spiel einfache Passanten, Wissenschaftler von Noden Enterprises, Einheiten der internationalen Verteidigungskräfte und viele weitere unterschiedliche Personen, Wesen und natürlich auch Drachen. Besonders hervor sticht dabei der etwas andere Navigator Nagamimi, der euch und euer gesamtes Team das ganze Spiel über begleiten wird.

Genau hier liegt auch eine der größten Stärken des Spiels, da ihr eure Teammitglieder fast schon nach eurem Belieben selbst gestalten könnt. Zu Beginn des Spiels könnt ihr aus vier Klassen wählen, während vier weitere noch freigeschaltet werden können. Darüber hinaus gibt es noch 96 Outfit-Varianten und 40 Sprachoptionen. Bei den 40 verschiedenen Sprachoptionen stehen 20 weibliche und 20 männliche Sprachen zur Auswahl, die allesamt von 40 unterschiedlichen Sprachschauspielern eingesprochen wurden. Während euer Team zu Beginn noch aus drei Mitgliedern besteht, könnt ihr es im Verlaufe des Spiels auf insgesamt neun Mitglieder erhöhen, was sich übrigens auch in den Kämpfen zu eurem Vorteil entwickeln kann und auch wird. Doch bevor wir uns an die Kämpfe wagen, folgt hier noch der genaue Überblick über die im Spiel enthaltenen Klassen:
  • Samurai
  • God-Hand
  • Agent
  • Duelist
  • Rune-Knight
  • Fortuner
  • Mage
  • Banisher

Mit zwei Feuer- und einer Lichtkarte auf der Hand, ist es dem Duelist nicht möglich Eis zu verwenden.

Jede Klasse hat natürlich ihre Vor- und Nachteile und spätestens bei etwas stärkeren Drachen solltet ihr euch über die Auswahl der Klassen Gedanken machen. Vor allem die Duelist-Klasse sticht aufgrund ihres frischen Prinzips hervor und setzt sich von den anderen Klassen ab. So werden euch zu Beginn des Kampfes zwei zufällige Karten zugewiesen, welche sich in Feuer, Eis und Licht unterteilen. Mit jeder Runde zieht ihr eine weitere Karte, bis ihr die maximale Anzahl von fünf Karten erreicht habt. Diese Energiekarten könnt ihr jederzeit einsetzen und somit Feuer-, Eis- oder Lichtattacken ausführen. Das klingt zwar vielleicht nicht wirklich fesselnd, sorgt aber für eine Menge Unterhaltung.

Von einer Stärke des Spiels geht es nun direkt zur nächsten Stärke, den Kämpfen. Natürlich erfindet das rundenbasierte Kampfsystem des Spiels das Genre in keinster Weise neu, jedoch bietet es alles, was ein rundenbasiertes Kampfsystem heutzutage bieten sollte. Ihr könnt normale Angriffe starten, euch in die Verteidigung begeben, bestimmte Fähigkeiten einsetzen, die sich je nach Ausrüstung und natürlich auch je nach Klasse eures Charakters unterscheiden oder Items, wie Heilitems verwenden, um dem drohenden Tod eines Charakters zu verhindern oder gar rückgängig zu machen. Solltet ihr im weiteren Spielverlauf mehr als drei Teammitglieder besitzen, können diese nach einer bestimmten Anzahl an Runden und den dadurch mindestens zwei von drei gefüllten Balken auch am Kampf teilnehmen, in dem sie die Feinde angreifen, während sie im gleichen Zug besondere Effekte, wie die Heilung eines Charakters hervorrufen können. In ganz engen Kämpfen wird euch derweilen auch die ultimative Runde aushelfen, in der alle neun Teammitglieder von euch in ein und derselben Runde zuschlagen können. Um diese nützliche Gelegenheit in Anspruch nehmen zu können, müssen jedoch alle drei Mitglieder des ersten Teams lebendig sein und die anderen sechs Charaktere zwei von drei Balken gefüllt haben, die sich wie bereits erwähnt nach einer bestimmten Anzahl an überstandenen Runden füllen. Und ja, es gibt auch Statusänderungen, die sich auf den Kampf auswirken können und zu einem späteren Zeitpunkt im Spiel auch definitiv werden.

Die allergrößte Stärke des Spiels liegt jedoch in der Handlung selbst beziehungsweise dem Setting mit den Drachen und den unterschiedlichen Völkern aus den drei verschiedenen Zeitepochen. So stellen sich im Verlaufe des Spiels immer mehr Fragen, die euch immer mehr in die Welt der Drachen und Völker eintauchen lassen. Wie entsteht überhaupt ein Drache? Was für Arten von Drachen gibt es? Gibt es Zusammenhänge mit den Geschehnissen der Vergangenheit und den Umständen in der Zukunft? Wieso handelt ein Charakter so wie er handelt und was hat es mit seinem Vorhaben auf sich? Diese und viele weitere Fragen sorgen dafür, dass ihr bis zum Schluss eine spannende Handlung erleben werdet. Neben der Haupthandlung besteht übrigens auch noch die Möglichkeit tiefer in die Geschichte einzutauchen, indem ihr bestimmte Nebenmissionen erfüllt. Die besagten Nebenmissionen sind zwar zum größten Teils keine allzu große Mühe und Innovation, sorgen jedoch dafür, dass ihr euch mehr und mehr mit der Geschichte befasst und dadurch noch mehr Informationen sammeln könnt. Insgesamt gesehen sind sie eine gute Abwechslung zur Haupthandlung und innerhalb von zwei Unterkapiteln müsst ihr sogar einige Nebenmissionen erledigen, die euch noch weitere Abschnitte aus den Orten präsentieren. So lernt ihr durch eine Nebenmission zum Beispiel den Untergrund von Tokio kennen und müsst euch dort zum Beispiel auf die Jagd nach Katzen begeben, wobei die Drachen natürlich nicht lange auf sich warten lassen.

In der Sky Lounge kommen sich die Teammitglieder auch gerne mal etwas näher.

Um die positiven Dinge des Spiels auch mal hinter uns zu lassen, sei noch gesagt, dass die Orte zwar simpel, dafür aber schön gestaltet sind. Dies spiegelt sich darin wieder, dass ihr in Tokio zum Beispiel gerade einmal zwei Gebäude wiederfinden werdet. Allerdings findet ihr dort den Hauptsitz von Nodens Enterprises, welcher zu Beginn des Spiels noch aus wenigen Stockwerken besteht. Im Verlaufe des Spiels könnt ihr Stockwerk für Stockwerk mit unterschiedlichen Einrichtungen, wie mit einer Bibliothek, einer Sky Lounge, einem Katzencafé oder Evakuierungsstationen füllen und somit nach und nach mehr Aktivitäten, wie zum Beispiel kurze Dates zwischen zwei Teammitgliedern, für euch entdecken. Es besteht zudem die Möglichkeit und auch die Notwendigkeit die Stockwerke oder den Shop, in welchem ihr Items und Ausrüstungen kaufen könnt, auf ein höheres Level zu heben, in dem ihr ein Upgrade durchführt. Zudem ist die Musik in vielerlei Hinsicht ein Leckerbissen und das Fähigkeitensystem bietet all das, was das Herz begehrt, um eure Fähigkeiten nach einem Levelanstieg stetig zu verbessern.

Mit grundlegenden englischen Sprachkenntnissen sollte die fehlende deutsche Textausgabe zu verkraften sein.


Natürlich ist auch bei diesem Spiel nicht alles Gold was glänzt. Die fehlende deutsche Textausgabe möchte ich dabei nur mal erwähnt haben und dem Spiel nicht als Kritikpunkt anrechnen. Mit grundlegenden englischen Sprachkenntnissen solltet ihr die manchmal etwas in die Länge gezogenen Dialoge ganz einfach nachvollziehen können und außerdem würden manche Stellen in der deutschen Textausgabe wahrscheinlich nicht so rüberkommen, wie sie es in der englischen Textausgabe schaffen. Mit an Bord ist zudem die japanische Originalsprachausgabe, wobei man hier nicht von einer richtigen Sprachausgabe sprechen kann, sondern sich viel mehr auf bestimmte Geräusche einstellen sollte.

Neben den etwas lang gezogenen Dialogen enthält das Spiel zudem keinerlei 3D-Effekt und damit ist auch wirklich keinerlei 3D-Effekt gemeint. Besonders vermissen werdet ihr einen 3D-Effekt allerdings beim besten Willen nicht, da dieser dem Spiel keinen Mehrwert bieten würde. Viel mehr würdet ihr euch in manchen Situationen eine Kameraeinstellung wünschen, die ihr selbst ausrichten könnt, da die festgelegte Perspektive in manchen Situationen nicht wirklich hilfreich ist. Dies kommt allerdings eher selten vor und in den meisten Situationen seid ihr, auch dank der übersichtlichen Karte auf dem unteren Touchscreen, Herr des vollständigen Überblicks. Diesen sollten manche Passanten aus dem Spiel übrigens auch mal verschafft bekommen, in dem sie etwas mehr auf die Gefahr eines mächtigen Drachen reagieren. Versteht mich nicht falsch, die Passanten reagieren zum größten Teils mit einer ängstlichen Reaktion auf die Drachen, aber dennoch fehlt das übermittelnde Gefühl einer Bedrohung, wenn am Rande dennoch einige Passanten in aller Ruhe stehen bleiben, während sich andere vor Schock auf dem Boden liegend wiederfinden.

Zum Schluss folgen noch ein paar Worte zum Umfang und Schwierigkeitsgrad des Spiels. Möchtet ihr nur die Haupthandlung durchspielen, so benötigt ihr ungefähr 20 Spielstunden, während ihr mit dem Erledigen aller Nebenmissionen und der über 250 im Spiel enthaltenen Drachen mit mindestens 30 Stunden rechnen solltet. Aufgeteilt ist das Abenteuer nach dem Tutorial in sieben Kapitel und zwei Unterkapitel, in denen ihr bestimmte Nebenmissionen erledigen müsst. Vom Schwierigkeitsgrad stehen euch zu Beginn des Spiels zwei Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung. Entweder spielt ihr das Spiel im leichten oder im normalen Modus. Im normalen Modus ist der Schwierigkeitsgrad gut gelungen. Während ihr zu Beginn noch leicht durch die Kämpfe kommen werdet, steigt der Schwierigkeitsgrad in späteren Kapiteln an, hält sich jedoch zu aller Zeit im optimalen Rahmen, sodass Anfänger und Experten auf ihre Kosten kommen dürften.

Redaktionswertung

8

Cooles Spiel

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Unser Fazit zu 7th Dragon III Code: VFD

Meinung von Stefan Schotten
Mit 7th Dragon III Code: VFD hat SEGA vieles richtig gemacht und mich als Fan der Serie gewonnen, sodass ich mir wünschen würde, die nächsten Serienableger auch im Westen sehen zu können. Neben den schön gestalteten Orten und der spannenden Hintergrundgeschichte der Völker, sorgen vor allem die Handlung und das gesamte Setting mit den abwechslungsreichen Drachen dafür, dass Fans von Rollenspiele, welche der englischen Sprache auch nur im Ansatz mächtig sind und gerne an ihren Charakteren basteln, unbekümmert zum Titel greifen können. Lediglich der Kameraeinstellung, den manchmal etwas langen Textpassagen und teils nicht gerade innovativen Nebenmissionen gilt es bei einem weiteren Ableger entgegenzuwirken.
Mein persönliches Highlight: Die spannende Geschichte und der Soundtrack!

Kommentare 8

  • DarkStar6687 Meister des Turms - 02.12.2016 - 01:00

    Sehr schön, ist zusammen mit SMT VI Apocalypse schon unterwegs. :D
  • Flipperkugel Turmheld - 02.12.2016 - 08:35

    Die Demo war schon sehr gut. Finde es dennoch immer wieder schade, dass gerade solche japanische Perlen oder auch Games wie Etrian Odyssey oder SMT nicht lokalisiert werden. Es mag sein, dass viele Spieler sich nicht an der fehlenden Übersetzung stören. Aber ich habe mich manchmal richtig durch Etrian Odyssey gequält, obwohl ich diese Spielereihe liebe. Es ist eben einfach entspannter, wenn man ein Game in seiner Muttersprache spielen kann. Klar hat heute normalerweise jeder englische Grundkenntnisse, aber wenn man diese nicht täglich im Job anwenden kann, bleiben es eben Grundkenntnisse. Und gerade die teilweise ausufernden Text-Sequenzen in ATLUS-Games sind dann nicht mehr lustig :(
  • BANJOKONG Turmfürst - 02.12.2016 - 10:03

    Die Demo hatte ich auch schon durch gerusht:-)
    Die ganzen Bewertung sind aber sowas von verschieden auf mehreren gamer seiten. Da weiß man jetzt nicht wirklich ob es gut ist oder ein passables jrpg????
    Aber bis jetzt hatöten die ntower Tests gepasst :P
    Wie schon bei smt 4 a test habe ich die beiden bestellt.
    Kurz vor switsch reales gebe ich wieder Geld aus anstatt zu ;( sparen.
  • Schoettchen Only socialize with Nintendo - 02.12.2016 - 11:28

    @BANJOKONG Wenn dir die Demo gefallen hat, dann wird dir der Rest auch gefallen. Es kommen noch einige Elemente hinzu, die das, was du von der Demo kennst, im positiven Sinne erweitern.
  • wonderboy Turmheld - 02.12.2016 - 11:35

    keine lokalisation - kein kauf!
  • BANJOKONG Turmfürst - 02.12.2016 - 12:02

    @ Stefan Schotten

    Da hast du schon recht, wenn mir schon das Demo gefallen hat den werde ich auch mein spass haben.
  • RPGKING.FOREVER Turmbaron - 02.12.2016 - 14:41

    Freu mich schon richtig drauf es zu Spielen. :) :D :thumbsup: :love: 8) :thumbup: :rolleyes: :mario: :luigi: :wario: :mldance: :rover: :kirby_happy:
  • Tingel - 02.12.2016 - 20:35

    Demo war gut, aber wie schon erwähnt...keine lokalisation->kein kauf. hab da zu wenig energie abends, wobei die schulische quali locker ausreichend wäre. ist mir schlichtweg zu müssig in englisch. sorry :)