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Test zu Pro Evolution Soccer 2009 - Wii

  • Deutschland Deutschland: Pro Evolution Soccer 2009
  • USA USA: Pro Evolution Soccer 2009
  • Japan Japan: Winning Eleven: Play Maker 2009
Plattform
Wii
Erscheinungsdatum
26.03.2009
Vertrieb
Konami
Entwickler
Konami
Genre
Sport, Fussball
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 8
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Unser Test zum Spiel: Pro Evolution Soccer 2009

Von Dennis Meppiel () Wir schreiben das Jahr 2008. Konami brachte mit Pro Evolution Soccer 2008 eine revolutionierende Steuerung für Fußballspiele auf den Markt, in der man seine Spieler dank der Pointer-Funktion wie in einem Strategiespiel über das Fußball-Feld kontrollieren konnte. Das Konkurrenz-Produkt FIFA 09 All Play machte dies natürlich mit einer etwas anderen Steuerung nach – jedoch ohne Erfolg. Jetzt hatte Konami ein Jahr lang Zeit, die kleinen Kinderkrankheiten, die PES 2008 damals noch besaß, zu beseitigen. Ob der Torschuss verbessert oder sogar die Grafik aufpoliert wurde, erfahrt ihr im unteren Abschnitt!

Wer gern die Grundlagen der Steuerung wissen möchte, kann ruhig das Review zu Pro Evolution Soccer 2008 lesen. Grundlegend hat sich außer ein paar Kleinigkeiten wie zum Beispiel beim Torschuss sowie des jetzigen Supports des Classic-Controllers nicht viel verändert. Ihr klickt immer noch einen Spieler mit der A-Taste an und schickt ihn an die gewünschte Stelle auf dem Rasen. Auch bei der Defensiv-Einstellung wurde nachgebessert. So könnt ihr mit Hilfe von Z mehrere Abseitsfallen aufstellen und somit verhindern, dass euer Gegner in die Nähe eures Tors gerät. Wenn ihr selber vor dem Tor steht, schießt euer Spieler nicht wie beim 2008er einfach auf das Tor, sondern ihr könnt mit der Pointer-Funktion auf eine Stelle des eckigen Kastens zeigen und braucht dann nur noch mit dem Nunchuk zu schütteln. Somit fallen auch die Tor-Chancen viel höher als beim Nachfolger aus. Doch nicht nur diese Sachen wurden verbessert. Auch Standardsituationen wurden noch einmal gründlich in die Mangel genommen. So können Freistöße und Eckstöße kontrollierter und präziser ausgeführt werden.
Aber neben der innovativeren Variante besitzt Pro Evolution Soccer 2009 außerdem noch Classic-Controller Support. Und hierzu muss man sagen, dass man dank der Unterstützung des Zubehörs das gute alte Pro Evolution Soccer Feeling wieder zurückbekommt. Subjektiv gefiel die klassische Variante etwas besser als die Pointer-Steuerung, denn euch wird sogar geboten, die Stärke des Schusses selbst zu bestimmen, und auch eine schnellere Reaktion mit dem Spieler wird garantiert.

Eine sehr große Veränderung, die man auch bemerkt, ist, dass die KI der Spieler noch einmal hochgeschraubt wurde und so ein flüssigeres und schnelleres Spiel bietet, was man beim Vorgänger leider vermisst hatte. Aber nicht nur die KI der CPU-Spieler ist wichtig, denn auch eure Freunde, Verwandten usw. können jetzt aktiv in das Spiel eingreifen und euch somit zum Sieg führen! So kann man zum Beispiel ein Spieler den Ballführenden kontrollieren und an der Seite rennen, während euer Kollege die Spieler eurer Mannschaft in die Mitte schickt, damit auch ein Anspielpartner bereitsteht.

Letztes Jahr bot Pro Evolution Soccer 2008 den Champions Road Modus und ein paar andere Kleinigkeiten. Die diesjährige Version bringt euch nicht nur ein paar Verbesserungen an der Steuerung, sondern sorgt auch gleichzeitig für mehr Umfang. Neben dem Champions-Road-Modus, welcher auch einige Neuerungen erhalten hat, dürft ihr mit eurer Lieblingsmannschaft sogar an der Champions-League teilnehmen. Zwar ist der Modus sehr gut gehalten, aber leider fehlen auch hierbei die wichtigen Team-Lizenzen. Hier spielt ihr mit eurer Mannschaft das ganz normale Champions-League-System durch. Von der Tabelle bis zum Finale müsst ihr es schaffen, um den silbernen Pokal zu erhalten. Doch kommen wir noch einmal zu den ganzen Lizenzen. Leider bietet PES 2009 weniger Lizenzen als zuvor, doch um nach und nach die Lizenzen der Mannschaften zu erweitern, hat man im Nintendo WFC Bereich eine Möglichkeit bereitgestellt, sein Spiel mit dazugekauften Lizenzen zu aktualisieren. Das ist eine sehr nette Idee, die für den PC oder die HD-Konsolen auch so ähnlich angeboten wird. Doch wer seine gefälschten Lieblingsteams an sein richtiges Team anpassen möchte, kann dies auch im Editor-Modus tun. Letztes Jahr hattet ihr nur die Möglichkeiten gehabt, die Namen und Teamnamen zu ändern. Jetzt ist es jedoch so, dass ihr neben den bereits vorhandenen Funktionen sogar eure Spieler statistisch und körperlich verändern könnt. Das heißt, ihr könnt zum Beispiel die Schusskraft eurer Spieler verstärken oder sie einfach vergrößern, um die besten Kopfbälle hinzukriegen.

Kommen wir aber wieder zurück zu einem der größeren Modi, nämlich dem Champions Road Modus. Im Vorgänger konntet ihr euch eine Mannschaft aussuchen und mit dieser Turniere in verschiedenen Ländern bestreiten. Dabei steigt der Schwierigkeitsgrad im späteren Verlauf an und ihr könnt neue Spieler erhalten, die euer Team verbessern. In der neueren Version könnt ihr neben den bereits vorhandenen Dingen zusätzlich noch Gebäude ausbauen, was sich auf eure Mannschaft auswirkt. Ansonsten könnte man wie beim Vorgänger auf viele Einzelheiten eingehen, die wir uns jetzt aber ersparen wollen. Wer mehr wissen möchte, dem sei noch einmal der Test zum Vorgänger empfohlen.

Neben den 08/15 Turnier- und Pokal-Modi enthält die Serie auf der Wii zum ersten Mal den Meisterliga-Modus. Ähnlich wie beim Champions Road Modus müsst ihr hier in einer großen Liga gegen viele Mannschaften antreten. Das Ganze erinnert aber mehr an einen Manager-Modus, in dem man Nachrichten erhält und sich komplett um die Mannschaft kümmern muss. So muss man Transfers vollziehen, Termine mit anderen Mannschaften für Spiele vereinbaren oder sein Team ständig verbessern. Je besser eure Mannschaft in der Liga ist, desto höher steigt eure Popularität und ihr lehrt dem Gegner das Fürchten.

Auch ein Online-Modus ist wieder mit von der Partie. Da ja letztes Jahr mehrmals Beschwerden aufkamen, dass der Online-Modus nicht so flüssig läuft, wie man es haben möchte, hat man auch diesen noch einmal komplett überarbeitet. In der 08er-Version hat es im Online-Bereich so einiges an Umfang gefehlt, doch jetzt wurden ein paar Funktionen mehr eingebaut. So ist es möglich, neben der Freundesliste auch eine Rivalenliste zu führen. In dieser Liste werden die Spieler angezeigt, gegen die ihr schon angetreten seid; ihr könnt ihnen auch entsprechende Noten verleihen. Wenn ihr Gegenspielern schlechte Noten verleiht, gelangen diese auf die schwarze Liste. Ebenfalls ziemlich cool gemacht ist, dass man jetzt sieht, aus welchem Land eure Gegner kommen. Aber gleichzeitig ist das auch eine Vorwarnung für die bevorstehenden Lags. Denn wenn ein Spieler zum Beispiel aus Frankreich oder Italien kommt, ist die Chance größer, dass es zu Lags kommen wird. Ausgenommen sind Spieler, die aus eurem Land kommen, aber selbst da gibt es keine hundertprozentige Bestätigung, dass das Spiel flüssig laufen wird.

Grafisch hat sich Pro Evolution Soccer 2009 bis auf ein paar mehr Polygone kaum verändert. Das Publikum ist immer noch so platt wie eine Flunder und die Spieler sind, wie auch im letzten Teil, sehr steif bei der Sache. Insgesamt ein sehr enttäuschendes Ergebnis in Sachen Grafik, da man ein ganzes Jahr Zeit hatte, die Optik des Spieles zu erneuern. Auch  fehlt es wieder etwas an Schärfe. Nichts desto trotz unterstützt Pro Evolution Soccer 2009 den HDTV- und 60 Hz-Modus.

Wie auch im letzten Jahr gibt es in Pro Evo 2009 keine originalen Songs, sondern selbst komponierte Lieder, die weder negativ noch positiv heraus stechen. Wolf Christoph Fuss und Hansi Küpper unterhalten euch wie auch in den letzten Versionen mit dem selben Geschwafel, machen ihre Arbeit dabei aber nicht schlecht. Auch im Stadion ist trotz Teppich-Publikum die Hölle los und ihr könnt das gewisse Stadionfeeling erhalten. Für eine bessere Atmosphäre sorgt wie immer der Dolby Pro Logic 2 Modus.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Pro Evolution Soccer 2009

Meinung von Dennis Meppiel
Konami konnte mit Pro Evolution Soccer 2009 endlich die gewissen Kinderkrankheiten der Steuerung ausmerzen und somit einen würdigen Nachfolger auf dem Markt veröffentlichen. Trotz nicht verbesserter Grafik und Soundkulisse überzeugt das Spiel gerade steuerungstechnisch nochmals und kann mit dem Classic-Controller Einsatz hoch punkten. Auch die Möglichkeit, via Wifi-Connection die neusten Lizenzen herunter zu laden, ist eine sehr gute Idee. Für das nächste Jahr sollte sich Konami jedoch vornehmen, die restlichen Negativpunkte zu entfernen, um damit ein paar Prozente mehr einsacken zu können. Fans des vorigen Teils, sowie Leute, die sich für Fußball interessieren, können ohne Probleme zugreifen, da das Spiel nichts an Reiz verloren hat.