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Test zu Safecracker: Das ultimative Puzzle Abenteuer - Wii

  • Deutschland Deutschland: Safecracker: Das ultimative Puzzle Abenteuer
  • USA USA: Safecracker: The Ultimate Puzzle Adventure
Plattform
Wii
Erscheinungsdatum
05.12.2008
Vertrieb
The Adventure Company
Entwickler
Kheops Studio
Genre
Adventure, Puzzle
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Unser Test zum Spiel: Safecracker: Das ultimative Puzzle Abenteuer

Von Holger Wettstein () Mit Safecracker bringt die Adventure Company zusammen mit JoWood eine PC-Umsetzung auf die Nintendo Wii. Die ursprüngliche PC-Version kam Ende 2006 heraus und war bereits zu diesem Zeitpunkt ein Remake des gleichnamigen Puzzle-Adventures aus dem Jahre 1997. Diesmal soll uns das Re-Remake auf dem heimischen TV-Bildschirm erfreuen. Ob es sich dabei nur um eine einfache und schnell umgesetzte Adaption handelt oder um eine waschechte Wii-Version, erfahrt ihr jetzt in unserem Review zum etwas anderen Adventure.

Duncan Walter Adams, Millionär und extrem fanatischer Entwickler von Tresoren, ist ohne offizielles Testament verstorben. Trotzdem vermuten die Angehörigen, dass Duncan sein Testament in seiner Villa hinterlassen hat. Doch diese ist nur so vollgestopft mit verwirrenden Rätseln, Panzerschränken und Codeschlössern, die ihr nun als Spezialist knacken müsst. Von der Familie beauftragt, begebt ihr euch in das Haus um den letzten Willen zu finden.

Nach dem Hauptmenü und der Vorgeschichte seid ihr bereits direkt im Haus und erforscht die Umgebung. Dabei fällt auch schon gleich auf, dass es sich hier weniger um ein klassisches Adventure handelt. Hier gilt es weniger, Items zu finden, die man für Lösungen kombinieren muss, sondern primär um kleine aber harte Rätsel, die euch den Weg versperren. Das gesamte Gameplay innerhalb des Hauses ist sehr gradlinig. So müsst ihr immer das entsprechende Rätsel lösen, das Schloss oder den Tresor knacken, um innerhalb des Hauses weiter zu kommen. Die Rätsel basieren meistens auf bekannten Mechanismen wie Mathematik-, Logik- oder Schieberätseln. Allerdings begegnen euch im Laufe des Spiels auch richtige Hardcore-Safes, die einem die Frustration förmlich ins Gesicht drücken. So gibt es zum Beispiel einen Panzerschrank, an dem das Schloss defekt ist. Dieser ist echt zum Haaren raufen, denn die Kombination aus Zufallsgenerator, Merkaufgaben und dem Trial & Error Prinzip zerrt ungemein an den Nerven. Insgesamt gilt es über 35 Hindernisse zu überwinden, die manchmal schnell gehen oder sich auch mal in die Länge ziehen. Knobelfreaks kommen hier sicherlich auf ihre Kosten, wer aber nichts mit wirklich knackigen Rätseln anfangen kann, wird sehr schnell seine Schwierigkeiten bekommen. Zwischen den ganzen Kopfkrachern findet man hier und da noch Zettel, die euch stückweise die eher langweilige Story näher bringen. Diese bestehen oftmals aus ellenlangen Texten, die nicht wirklich nennenswert sind oder das Abenteuer besonders voran treiben.

Gesteuert wird der Panzerknacker aus der Ego-Perspektive mittels Wii-Fernbedienung und Nunchuk. Mit dem Analogstick des Nunchuks bewegt ihr eure stufenlose Kamera in alle Richtungen und mit der Pointerfunktion den Mauszeiger über den Bildschirm. Ähnlich wie in Agatha Christies Abenteuer wechselt dieser sein Aussehen, je nachdem über welches Objekt ihr fahrt. Allerdings gibt es hier viel weniger Cursor-Varianten. Neben dem neutralen habt ihr noch einen Bewegungszeiger, der eine Laufrichtung anzeigt, einen Action Cursor, bei dem ihr interaktiv agiert und einen Cursor, der euch anzeigt, dass ihr hier etwas machen könnt aber noch durch irgendetwas daran behindert werdet. Zusätzlich gibt es einen Mauszeiger, der anzeigt, dass ihr den Gegenstand aufnehmen könnt und einen View Cursor, mit dem ihr Objekte näher betrachtet. Die Bewegungssteuerung der Wii kommt allerdings überhaupt nicht zum Einsatz. Diese hätte man wenigstens zum Objekte drehen, für spezielle Rätsel oder Türen nutzen können.

Ansonsten habt ihr noch ein Inventar-Menü, in dem ihr alle gesammelten Gegenstände begutachten und einsetzen könnt. Außerdem findet ihr hier auch noch eine Karte, die euch das erkundete Territorium anzeigt. Ich habe diese aber fast nie benötigt. Dafür ist das Spiel einfach zu gradlinig. Denn Laufwege zwischen den Räumen fallen zwar ab und zu an, aber die Distanz ist für Verwirrungen zu gering. Die Speicherfunktion ist vorbildlich, da ihr jederzeit im Spiel speichern könnt.

Wie man es von der Adventure Company gewohnt ist, sind alle Hintergründe komplett vorgerendert. Doch diesmal hat man quasi einen Pseudo 3D Effekt eingebaut. Befindet man sich in einem Raum, so kann man sich jederzeit wie bei einem Panoramafoto in alle Richtungen umsehen. Eigentlich wurde das auch ganz nett gelöst, doch sind die Hintergründe sind zwar sehr detailreich, allerdings wirkt alles durch die komplett fehlenden Animationen sehr steril und leblos. Auch merkt man dem Setting schnell an, dass es schon 2 Jahre auf dem Buckel hat. Denn dieses stammt 1:1 von der PC-Version aus dem Jahre 2006. Ansonsten bekommt man den üblichen Durchschnitt ohne große Höhepunkte.

Die vorhandenen Tracks sind atmosphärisch gelungen und gehen ins Ohr. Doch die Länge der Songs ist viel zu kurz. Oft gibt es dann auch noch Pausen, in denen gar nichts zu hören ist. Irgendwie ist da kein richtiger Fluss an Musik vorhanden, was wiederum die Atmosphäre kaputt macht. Der Sprecher des Spiels ist leider so langweilig wie eine Socke. Die Texte werden wie in der Tagesschau ohne Emotionen heruntergerasselt. Das hatten die Entwickler in Agatha wesentlich besser im Griff. Die sonstigen Sounds sind belanglos, und die ganzen Bieps, Boings und Plonks hat man überall schon einmal gehört. Auch der fehlende Dolby-Modus trübt leider den musikalischen Hörgenuss.

Redaktionswertung

5

Für Genre-Fans

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Unser Fazit zu Safecracker: Das ultimative Puzzle Abenteuer

Meinung von Holger Wettstein
Safecracker gehört zu den besseren PC-Umsetzungen für die Wii. Zwar hätte ich mir eine liebevollere Anpassung an die Konsole gewünscht, doch ist das Spiel auch auf der Nintendo-Maschine problemlos spielbar. Nur sind die teilweise brutal schweren Rätsel streckenweise echt frustrierend und drücken das Gameplay in die negative Richtung. Für hart gesottene Rätselfreaks ist der Titel sicherlich interessant, alle anderen sollten entweder die PC-Version einmal anspielen oder zu einem eher klassisches Adventure greifen.