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Test zu Butterfly Inchworm Animation II - Nintendo 3DS

  • Deutschland Deutschland: Butterfly Inchworm Animation II
Plattform
Nintendo 3DS
Erscheinungsdatum
26.01.2017
Vertrieb
Flat Black
Entwickler
Flat Black
Genre
Kreativ, Anwendung
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Zeichentrick selbstgemacht: Erstellt eigene Clips mit Butterfly: Inchworm Animation II

Von Roman Dichter ()
Liebe Freunde des Zeichentricks, wollt ihr selbst kreativ werden und eigene Clips erstellen, die eure selbst erstellten Werke zum Leben erwecken? Dann habt ihr ihr jetzt die Möglichkeit dazu! Mit Butterfly: Inchworm Animation II für den Nintendo 3DS kann jeder von uns kleine Kunstwerke erstellen. Wie man sich das genau vorstellen kann, erfahrt ihr, wenn ihr weiterlest!

Auf dem Touchscreen zeichnet ihr und könnt bei Bedarf auch die Position des Objektes im vorherigen Frame sehen.

Butterfly: Inchworm Animation II müsst ihr euch nicht wie ein Spiel vorstellen. Es ist wirklich ein Programm, mit dem man coole Animationen erstellen kann. Sicher wird sich nicht jeder von euch dafür begeistern können, darum solltet ihr euch über drei Punkte bewusst sein:
  • Die Unterhaltung kommt nicht von allein wie bei normalen Videospielen. Es ist eher so, als würdet ihr ein Bild malen: Ihr startet mit einem leeren Blatt und alles Weitere liegt bei euch, eurer Kreativität und eurer Bereitschaft zu üben und besser zu werden. Wenn ihr dann erste Erfolge erzielt und eure Bilder laufen lernen, dann beginnt der Spaß erst richtig!
  • Ihr erstellt keine abendfüllenden Spielfilme, sondern kurze Clips, die nach einigen Sekunden wieder vorbei sind. Aber auch in die Mini-Filme kann man sehr viel Zeit und Liebe investieren, längere Projekte würden einen riesigen Aufwand bedeuten. Und glaubt mir: Auch ein kleiner Clip kann viel Spaß machen!
  • Erst die Arbeit, dann das Vergnügen! Butterfly: Inchworm Animation II ist ein recht komplexes Programm mit vielen Möglichkeiten. Das bedeutet zum einen, dass eurer Kreativität nur wenige Grenzen gesetzt sind, zum anderen muss man sich in die zahlreichen Funktionen aber erst einarbeiten. Es gibt natürlich Einführungs-Texte (bitte beachtet: Englischkenntnisse sind sehr zu empfehlen, eine deutsche Sprachausgabe gibt es nicht), aber ich empfehle euch bei YouTube nach Tutorial-Videos zu suchen. Die können sehr hilfreich sein!

Nach diesen grundsätzlichen Infos solltet ihr ungefähr wissen, worauf ihr euch einlasst und freuen könnt, wenn ihr Butterfly: Inchworm Animation II kauft. Gehen wir also etwas mehr ins Detail und schauen, was mit dem Programm möglich ist. Wie gesagt, startet ihr praktisch mit einem leeren Blatt. Genauer gesagt sind es mehrere Blätter, die nacheinander abgespielt euren Film ergeben. Ihr könnt das Ganze auch ablaufen lassen und direkt im laufenden Film den Pinsel schwingen. So entstehen erste, einfache Animationen von sich bewegenden Punkten, die einen Schweif hinter sich herziehen. Ebenfalls für einen schnellen und einfachen Einstieg geeignet sind vorgefertigte Formen wie Herzchen oder Smileys, die ihr wie mit einem Stempel einfügen könnt. Das ist schon ganz lustig, aber nach den ersten Spielereien wollt ihr natürlich etwas Komplexeres basteln. Dafür lassen wir den Film nicht live beim Zeichnen laufen, sondern erstellen Frame für Frame unser Kunstwerk.

Ihr habt zahlreiche Werkzeuge und Optionen zur Auswahl, um ein Video ganz nach euren Vorstellungen zu erschaffen.

Nehmen wir ein einfaches Beispiel für den Anfang: Wir wollen einen hüpfenden Ball zeichnen. Dafür wählen wir den Pinsel aus und haben diverse Möglichkeiten, den Pinselstrich an unsere Wünsche anzupassen. Die Farbskala ist sehr umfangreich mit feinsten Abstufungen ausgestattet. Natürlich könnt ihr auch die Dicke der zu zeichnenden Linie anpassen. Zudem lässt sich ein individueller Grad an Transparenz einstellen und es gibt weitere Profi-Optionen wie die automatische Verbreiterung der gezeichneten Linie oder die Rotation von Objekten. Ihr merkt schon: Wer sich intensiv mit den verschiedenen Optionen auseinandersetzt, kann weit mehr zustande bringen als einen hüpfenden Ball. Da ich selbst aber kein derart großer Künstler bin, bleibe ich bei dem einfachen Beispiel, um das Prinzip zu veranschaulichen. Wenn wir einen Kreis gezeichnet haben, können wir ihn ausmalen oder das einfach durch die praktische „fill“-Funktion automatisch erledigen lassen. Fertig ist unser Ball! Wenn uns jetzt auffällt, dass er zu weit unten im Bild ist und er lieber von oben beginnen sollte herunterzufallen, dann können wir mit dem Hand-Werkzeug einfach das gerade gezeichnete Objekt verschieben.

Der Ball ist fertig und platziert, doch jetzt soll Bewegung ins Spiel kommen. Wie ihr euch sicher denken könnt, brauchen wir dafür auf dem nächsten Frame ebenfalls einen Ball, der sich ein kleines Stück weiter unten befinden soll. Jetzt könnten wir ihn also nochmal malen. Da es aber genau derselbe Ball ist, vereinfachen wir uns die Aufgabe: Der gezeichnete Ball wird markiert, kopiert und auf der nächsten Seite wieder eingefügt. Sehr praktisch ist dafür die Funktion „Onionskin“, bei der wir auf der nächsten Seite noch eine Art Schatten des Bildes sehen können, das wir auf der vorherigen gezeichnet haben. Auf diese Weise können wir den Ball sehr genau da platzieren, wo wir ihn für eine hübsche Bewegung haben wollen. Diesen Prozess wiederholen wir Seite für Seite. Jedes Mal wird der Ball ein Stück tiefer platziert, bis er schließlich den Boden erreicht. Dort angekommen, wollen wir ihn vielleicht etwas verformen, wie es die Schwerkraft ja auch bei echten Bällen macht. Darum wird nun nicht wieder kopiert, sondern neu gezeichnet. Da kann natürlich mal ein Strich danebengehen, sodass die neue Zeichnung dem Vorgänger auf dem letzten Frame zu unähnlich aussieht. Kein Problem: Ein Druck auf die B-Taste macht die letzte Aktion rückgängig. Leider gilt das nur für eine Aktion. Möchte man den Schritt davor ebenfalls zurücknehmen, hilft nur die Radiergummi-Funktion.

Auch Sound könnt ihr euren Videos hinzufügen.

Unser Ball hüpft! Aber irgendetwas fehlt… Richtig: Wir brauchen noch Sound! Auch in diesem Bereich lässt uns Butterfly: Inchworm Animation II nicht im Stich. Wir können vorgefertigte Sounds auswählen oder selbst welche mit dem Mikrofon des Nintendo 3DS aufzeichnen. Für unseren Ball wählen wir natürlich einen lustigen Hüpfsound, ähnlich dem eines springenden Klempners. Diesen können wir genau an den passenden Stellen platzieren, also immer dann, wenn der Ball den Boden berührt. Endlich sind wir zufrieden mit dem animierten Ball, der nun in einer Endlosschleife auf und ab hüpft. Nach anfänglicher Begeisterung sind wir aber mit dem gesamten Video noch nicht zufrieden. Es ist noch viel Platz auf dem Bildschirm, da könnte also noch einiges mehr passieren. Jetzt haben wir sogar die Möglichkeit, weitere Bestandteile auf einer neuen Ebene zu zeichnen und somit ein echtes 3D-Video zu erschaffen! Wenn also im Hintergrund ein Sack Reis umfallen soll, während vorne unser Ball hüpft, dann ist das gar kein Problem.

Die Möglichkeiten des Nintendo 3DS werden also sehr gut ausgenutzt. Wir können ein Zeichentrick-Video mit 3D-Bild und selbst aufgenommenem Ton erstellen. Aber wir können auch die Kamera des Handheld benutzen! Dafür nehmen wir einfach Fotos oder Videos auf, in denen wir eine Grimasse schneiden, und dieses Meisterwerk können wir anschließend noch mit weiteren Zeichnungen ergänzen. Wie gesagt: Unserer Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Manchmal ist die Kreativität aber sehr unverschämt und versteckt sich irgendwo, während wir auf das leere Blatt starren. Dann könnte es helfen, sich etwas Inspiration zu holen. Betretet einfach die Online-Galerie (dafür müsst ihr zunächst ein Benutzerkonto erstellen mit Nutzernamen, Passwort und Email-Adresse) und seht euch die Werke von anderen Spielern an, bewertet und kommentiert sie. Natürlich dürft ihr auch eure eigenen Clips dort präsentieren. Es ist schon toll zu sehen, auf welche schönen, außergewöhnlichen und witzigen Ideen manche Mini-Film-Macher gekommen sind. Vom einfachen Strichmännchen bis hin zum komplexen Kunstwerk ist alles dabei. Wer da nicht Lust bekommt, selbst etwas zu erstellen, ist wahrscheinlich bei diesem Programm falsch.

Redaktionswertung

8

Cooles Spiel

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Unser Fazit zu Butterfly Inchworm Animation II

Meinung von Roman Dichter
Butterfly: Inchworm Animation II ist ein umfangreiches Programm, mit dem sich kurze Animationsfilme erstellen lassen. Es ist kein Spiel für zwischendurch und man muss sich zunächst etwas mit den diversen Funktionen beschäftigen, um wirklich coole Clips hinzubekommen. Hier sind also kreative Köpfe richtig, die mit Muse und Muße etwas erschaffen wollen. Wer ein normales Videospiel erwartet, ist hier falsch! Wer aber ein Kunstwerk erschaffen möchte, hat dazu zahlreiche Möglichkeiten. Umfangreiche Zeichenoptionen lassen nur wenige Wünsche offen und das Erstellen von Sounds, 3D-Videos durch die Verwendung mehrerer Ebenen, sowie das Einbinden von Fotos und Videos, die mit der Nintendo 3DS-Kamera aufgenommen wurden, runden das Ganze ab.
Mein persönliches Highlight: Als ich meinen ersten eigenen Clip in Bewegung gesehen habe, war ich begeistert!

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