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Test zu New Frontier Days: Founding Pioneers - Nintendo Switch

Germany Deutschland: New Frontier Days: Founding Pioneers | USA USA: New Frontier Days: Founding Pioneers | Japan Japan: Shinou Kaitaku Jidai: Machi o Tsukurou / 新大開拓時代 街をつくろう
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
03.03.2017
Vertrieb
Arc System Works
Entwickler
Arc System Works
Genre
Simulation
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Mobile Aufbau-Strategie für die Nintendo Switch

Von Dennis Gröschke ()
New Frontier Days „Founding Pioneers“ wurde entwickelt von Arc System Works, einem japanischen Entwickler, der unter anderem für die Spiele aus der BlazBlue- oder auch der Guilty Gear-Reihe bekannt ist und schon seit 1988 in der Branche tätig ist. Das Spiel ist seit dem Launch-Tag der Nintendo Switch für 9,99€ im eShop der Konsole erhältlich.Bei New Frontier Days handelt es sich um ein Aufbau-Strategiespiel im Sinne der Siedler-Serie, die in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts ihren Höhepunkt hatte.

Pioniere sind fleißige Menschen, denen nie langweilig wird.

Eure Aufgabe ist es, mit einer Reihe von Pionieren ein neues Land zu besiedeln. Dazu verwendet ihr unterschiedliche Materialien wie Holz und Erz, die selbstverständlich zunächst von euch erarbeitet werden müssen. Zu Beginn stehen euch drei Modi im Spiel zur Verfügung:

Drei Spielmodi stehen euch im Hauptmenü zur Verfügung.


  • Im „Story Modus“ besteht eure Aufgabe darin, eine florierende Stadt zu erstellen, indem ihr allerlei Hindernisse überwindet und Aufgaben erledigt.
  • Im „Survival Modus“ (Überleben-Modus) bekommt ihr die Möglichkeit einen von fünf Schwierigkeitsgraden vorab auszuwählen und die Kampagne zu erleben.
  • Im „Freien Spiel“ könnt ihr endlos spielen und bereits erworbene Erfindungskarten geschickt im Spiel einsetzen.

Exemplarisch möchte ich hier die Spielinhalte anhand des Story-Modus vorstellen, da sich die grundlegenden Abläufe in den einzelnen Modi ähneln.

Ihr schickt eure Pioniere also los, um die entsprechenden Ressourcen zu erarbeiten. Doch bevor ihr euch in die handwerklichen Arbeiten stürzt, erklärt euch Jessica in einer Art Tutorial die grundlegenden Mechaniken. Selbstverständlich gibt es hier keine Sprachausgabe, sondern die Erläuterungen werden in Textform eingeblendet und müssen von euch gelesen und bestätigt werden, um im Spiel weiter voranzukommen. Diese Prozedur nimmt bereits die ersten 10 Minuten im Spiel ein, in denen ihr nur selten einmal eine Aktion ausführen dürft und dann sofort wieder unterbrochen werdet. Hier stutzte ich bereits das erste Mal, dachte mir aber nichts dabei und stellte die Hintergrundmusik aus, da diese mir bereits nach 2 Minuten Spielzeit derart auf die Nerven ging, dabei mag ich mit Folklore-Klängen angereicherte Musik durchaus.

Einmal von Jessica befreit, verteilt ihr Aufgaben an eure ersten Siedler, die diese auch erledigen. Dabei wählt ihr zunächst den Pionier aus, dem ihr eine Aufgabe geben wollt und schwenkt dann mit dem Zeiger zu der Stelle, an der die Arbeit verrichtet werden soll. Zur Auswahl stehen zunächst Bäume fällen, Steine abbauen, Schafe scheren, Fischen und Wildschweine jagen. Nach kurzer Zeit, die mit einem kleinen Balken über dem jeweiligen Pionier entsprechend visualisiert wird, erhaltet ihr die ersten Ressourcen. Je nach Tätigkeit arbeitet der Pionier (oder wahlweise auch die Pionierin) selbständig weiter, bis ihr eine neue Aufgabe verteilt, oder die Figur meldet sich akustisch (ebenfalls durch eine Animation unterstützt) bei euch, dass die Arbeit nun erledigt wurde und neue Aufgaben erwünscht sind. Inzwischen widmen wir uns unserem Basis-Gebäude und schauen es uns durch einen Klick darauf etwas näher an. Dort haben wir zunächst die Möglichkeit, entweder einen weiteren Pionier (Pionierin) zu generieren, einen bereits arbeitenden Pionier wieder nach Hause zu schicken (wozu das auch gut sein soll), oder die nächste Entwicklungsstufe einzuleiten. Diese Handhabung empfinde ich als ein wenig umständlich, denn ich muss die Aktion zunächst durch Knopfdruck auswählen, diese Auswahl dann auf das „Ausführen“-Areal ziehen und dann noch den Fortschrittsbalken abwarten, bis sich meine Auswahl auf dem Spielfeld manifestiert.


Wenn es mal nicht so gut läuft, ermahnt uns Jessica und beendet das Spiel unter Umständen auch.

Angenommen ich wähle den Ausbau der Entwicklungsstufe, stehen mir danach neue Möglichkeiten (in diesem Fall die Errichtung eines Feldes für Getreideanbau) zur Verfügung. Ich verschiebe mittels der umständlichen Steuerung mit dem rechten Analog-Stick nun den Bildschirm und wähle mit dem linken Stick einen Platz für mein Feld aus, an dem ich es positionieren kann. Oh, ich vergaß zu erwähnen, dass ich die Option Feldausbau natürlich vorher noch aus einem Optionsmenü auswählen muss, welches sich durch die X-Taste aufrufen lässt. Nun steht unser Feld und soll bestellt werden, dazu wähle ich wiederum einen Pionier aus und gebe ihm die Anweisung sich zum Feld zu bewegen, um dort zu arbeiten. Doch halt, wieso winkt der Kerl denn dort angekommen so doof? Natürlich, ich muss dann nochmals den Pionier auswählen, ihn anklicken und dann die Aufgabe „plant wheat“ (pflanze Getreide an) erteilen, indem ich diese wiederum in das „Ausführen“-Areal ziehe. Nach weiteren 20 Sekunden wird dann tatsächlich auf dem Feld gearbeitet, puh! Moment, wieso stand denn dort „plant wheat" in der Tätigkeiten-Auswahl? Ach stimmt ja, das Spiel ist nur in den Sprachen Englisch, Japanisch, Koreanisch und Chinesisch spielbar, dies wird auch im eShop auf der Switch so angezeigt.

Touchscreen kommt vor Widescreen

So langsam floriert unsere Siedlung, dennoch fehlen uns noch einige Entwicklungsstufen.

Im Laufe der Zeit erhaltet ihr automatisch sogenannte Erfindungskarten, wenn sich eure Stadt weiterentwickelt. Diese Erfindungskarten ermöglichen es euch nach Auswahl zum Beispiel, für ein Jahr mehr Geld für Holz zu erhalten, sofern ihr sie entsprechend geschickt einsetzt. Nicht alle der Erfindungskarten sind allerdings positiver Natur, gelegentlich erhaltet ihr auch Erfindungskarten mit negativen Auswirkungen, die ihr taktisch eingesetzt dennoch zu eurem Vorteil einsetzen könnt. Nach und nach vergrößert ihr also eure Stadt und errichtet weitere Gebäude wie Webereien oder auch Sägewerke, um eure Ressourcen weiterverarbeiten bzw. verkaufen zu können. Die Animationen der Pioniere und der Umwelt fallen dabei nicht durch besondere Qualität auf, sie sind zweckmäßig designt, aber nicht allzu nett anzusehen. Insgesamt langweilt das Spiel schon bereits nach kurzer Zeit, da es weder akustisch noch grafisch interessant ist. Das wäre nicht weiter schlimm, solange das Gameplay überzeugen könnte, doch hier gesellt sich das nächste Problem hinzu, es macht leider keinen Spaß. Die Steuerungsmöglichkeiten sind vielfältig, alle drei Spielmodi der Nintendo Switch werden unterstützt und sogar die Steuerung mittels Pro Controller ist möglich (aber nicht sinnvoll). Wer sich, so wie ich, auf ein schönes kleines Strategie-Aufbauspiel gefreut hat, wird leider maßlos mit der Ressource Langeweile gequält, die sich leider nicht so schnell abbauen lässt.

Redaktionswertung

4

Erträglich

So werten wir

Unser Fazit zu New Frontier Days: Founding Pioneers

Meinung von Dennis Gröschke
Meine erste Begegnung mit dem Spiel fand gemütlich auf der Couch mit dem Pro Controller in der Hand statt. Voller Vorfreude auf einen möglichen kleinen Geheimtipp schaute ich bereits nach einigen Minuten relativ ernüchtert auf meinen Fernseher. Die Grafik auf dem „großen“ Bildschirm (37 Zoll sind heute nicht mehr groß) eher eintönig, die Musik schon nach kurzer Zeit an der Grenze zum Abschalten und die Steuerung gewöhnungsbedürftig. Auch wenn der erste Eindruck entscheidend ist, gab ich dem Spiel natürlich weitere Chancen und probierte im Lauf der Woche die anderen Spielmodi aus. Doch dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen, New Frontier Days ist eigentlich ein Free-to-play-Smartphone-Spiel, welches sich als vollwertiges Spiel in den eShop der Nintendo Switch geschlichen hat. Da ich selten auf dem Smartphone spiele kam mir dieser Gedanke erst, nachdem ich die Steuerung mittels Touchscreen ausprobiert hatte. Es stellte sich heraus, dass dieses Spiel auf diese Steuerungs-Methodik ausgelegt zu sein scheint, auch wenn einem das Spiel alle weiteren Spielmodi der Nintendo Switch anbietet.
Mein persönliches Highlight: Die Möglichkeit die Musik komplett auszuschalten und lediglich die Umgebungsgeräusche zu genießen.

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