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Test zu ACA NeoGeo: Shock Troopers - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: ACA NeoGeo: Shock Troopers
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  • Japan Japan: ACA NeoGeo: Shock Troopers
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
03.03.2017
Vertrieb
HAMSTER
Entwickler
HAMSTER, SNK
Genre
Action, Shooter, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 0
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Eine Dschungel-Olympiade für Nerds!

Von Dennis Gröschke ()
Mit Shock Troopers veröffentlichte SNK im Jahr 1997 einen sogenannten Top-Down-Shooter der klassischen Art. Dabei sitzt ihr nicht in einem Raumschiff, sondern übernehmt die Rolle eines Soldaten und ballert euch euren Weg durch allerlei abwechslungsreiche isometrische Umgebungen.

Panzer kreuzen deinen Weg.

Zu Beginn wählt ihr aus einer Auswahl von 8 Soldaten einen aus, dabei unterscheiden sich die Charaktere nicht nur in ihrem Aussehen, sondern führen auch unterschiedliche Primär und Sekundärwaffen mit sich. Von der Funktion her ähneln sich die Sekundärwaffen (Handgranate oder Bogen mit Explosions-Pfeilen seien als Beispiele genannt), dennoch sind die Unterschiede zu bemerken, zum Beispiel im Explosionsradius. Habt ihr euch für einen Charakter entschieden, wählt ihr aus zwei unterschiedlichen Modi aus: Lonely Wolf zum einen und Team Battle zum anderen. Bei Lonely Wolf spielt ihr euren Charakter bis zum Ende des Spiels, beim Team Battle wählt ihr drei Soldaten (oder auch Soldatinnen) für eure Mission aus. Stirbt dann ein Soldat im Lauf der Mission, dürft ihr mit dem nächsten Soldaten an derselben Stelle weiterkämpfen. Habt ihr euch für einen Kämpfer entschieden, dürft ihr nun noch eine Route zum Bösewicht wählen. Zur Auswahl stehen hier „Jungle Route“, „Mountain Route“ sowie die „Valley Route“. Jede Route beinhaltet andere Level zum Ziel, ein gewisser Wiederspielwert ist also gegeben.

Auf dem Weg zum Ziel findet sich schon noch ein Raketenwerfer

Eine neue Weltordnung - nicht mehr und nicht weniger!

Nun also mal rein in die Action, bitte! Kein Problem. Ihr ballert euch euren Weg durch die Level, dabei scrollt das Geschehen in so ziemlich alle Richtungen, also auch mal von unten nach oben und umgekehrt (Sidescroller, take this!). Auf eurem Weg durch die Gegnerhorden sammelt ihr noch neue Waffen oder andere Items ein, die euch beispielsweise zu Heilung verhelfen. Immer wieder begegnen euch anstatt der unterschiedlichen Gegnertypen auch größere Fahrzeuge wie Panzer oder Helikopter, die dann mit schwerem Geschütz auf euch losgehen. Hier ist Bewegung angesagt, wer stehen bleibt, wird leicht zur Zielscheibe. Diese Fahrzeuge vertragen dann auch die eine oder andere Granate mehr aus eurem Repertoire, also auch hier schön immer eine Position einnehmen, an der ihr schwer getroffen werden könnt und feuern was das Zeug hält. Besonderen Spaß bringt der Flammenwerfer, da dieser bei den Soldaten nach einmaligem Kontakt dazu führt, dass sie nicht mehr auf dich schießen, sondern damit „beschäftigt“ sind zu brennen. Zwischen den einzelnen Leveln wird die Geschichte (nennen wir es der Einfachheit halber einmal so) in Standbildern mit ergänzenden Texten erzählt. Dies passt zur Stimmung und fügt sich nahtlos ein.

Wie möchten sie ihr Steak? Blutig im inneren, außen roh!

Nicht einmal in Ruhe klettern darf man hier.

Das Spiel geizt nicht mit Gewalt, aber das ist ja auch kein Wunder, schließlich handelt es sich um einen Shooter. Die Animationen der Soldaten und Fahrzeuge sind vollkommen in Ordnung, reichen aber beispielsweise nicht an eine Qualität eines Metal Slug heran. Auch Blut fließt hier massenweise, selbstverständlich in Pixel-Optik, aber die Freigabe ab 16 kommt nicht von ungefähr. Dabei ist das Spiel natürlich nicht mit aktuellen Spielen aus diesem Bereich vergleichbar, dazu reicht die Immersion (das Identifizieren mit der Spielfigur) nicht aus. Aber das einzige Spielziel ist es, alle Gegner auf dem Weg zu töten, das fällt dann mit einer USK 12 schon schwer. Wer nicht so auf Blut steht, kann diese Funktion auch ausschalten, es ändert sich am Gameplay natürlich nichts, da lediglich die Blut-Pixel rausgefiltert werden, das Spielvergnügen bleibt also erhalten. Und was für ein Vergnügen das ist! Das Spiel schafft es auch so alte Haudegen wie mich sofort in seinen Bann zu ziehen. Shooter sind schon seit einiger Zeit nicht mehr mein bevorzugtes Genre, aber ich habe ein Faible für Pixel-Retro-Optik. Mit den abwechslungsreichen Leveln, der Auswahl an Charakteren und jeder Menge Action kann man hier nichts verkehrt machen. Schnappt euch einen Mitspieler, drückt ihm einen Joy-Con in die Hand und los geht’s!

Ein einfaches Spielprinzip, konsequent umgesetzt

Das habt ihr nun davon: Anstatt euch ein Ticket zu ziehen, müsst ihr euch den Weg auf dem Zugdach freiballern!

Zusammen mit dem emulierten Spiel stellt euch die Hamster Corporation, die den Vertrieb der ACA NEOGEO-Serie übernommen hat, eine Menge Optionen zur Verfügung. So ist es zum Beispiel möglich, Bildschirmkonfigurationen vorzunehmen um Scanlines einzufügen, den Bildschirm ein wenig zu verbreitern oder die Position des Bildes zu verändern. In der Spielkonfiguration können ein Zeitlimit gesetzt, unterschiedliche Schwierigkeitsgrade ausgewählt sowie die Sprache geändert werden. In der Tastenkonfiguration können die einzelnen Tasten neu belegt werden und unter dem Menüpunkt Handbuch findet ihr ein paar Seiten des Handbuches zum Spiel und dies sogar in deutscher Sprache. Abschließend bekommt ihr ergänzend dazu die Möglichkeit, mit der L1-Taste auf dem Controller sich jede Menge Credits zu holen (wir erinnern uns, es handelt sich um Arcade-Spiele, bei denen man Geld für Credits einwerfen musste), weiterhin wurde ein sogenanntes Online-Ranking eingeführt, bei dem ihr eure Ergebnisse mit Spielern aus aller Welt vergleichen könnt. Mit der Emulation haben sie einen guten Job gemacht, die Farben sind knackig und der Sound nach dem Update auch wie er sein soll.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu ACA NeoGeo: Shock Troopers

Meinung von Dennis Gröschke
Wow, was für eine kleine Retro-Perle, hier ist Non-Stop Action angesagt! Über den Umfang lässt sich streiten, nach 6 Leveln steht ihr bereits im Endkampf dem Bösewicht gegenüber. Allerdings ist der Weg bis dorthin mehr als abwechslungsreich. Neben den üblichen Gegnern gibt es hier und dort auch Zwischengegner, die einen ein wenig auf Trab halten. Insgesamt aber ein faires Spiel, auch dadurch, dass ihr euch hier in der emulierten Variante jederzeit neue Credits dazuholen könnt und dann einfach dort weiterspielt, wo ihr zuletzt gestorben seid. Auf dem Weg zum Endboss durchstreift ihr allerdings nur zwei der drei zur Verfügung stehenden Routen, es bleibt also eine Route übrig, die ihr ebenfalls erkunden solltet. Mich hat das Spiel positiv überrascht, gemeinsam mit einem Kumpel habt ihr ca. 2 Stunden unkomplizierten Ballerspaß und einfach eine gute Zeit!
Mein persönliches Highlight: Das Level auf einem fahrenden Truck, wo mich Fallschirmspringer und Helikopter abwechselnd angreifen!

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