Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

Test zu Of Mice and Sand - Nintendo 3DS

  • Deutschland Deutschland: Of Mice and Sand
  • USA USA: Of Mice and Sand
Plattform
Nintendo 3DS
Erscheinungsdatum
08.06.2017
Vertrieb
Circle Entertainment
Entwickler
Arc System Works
Genre
Simulation
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
Besitzt du dieses Spiel?
Anmelden
Magst du dieses Spiel?
Jetzt kaufen und ntower unterstützen
eBay

Mit Mäusen auf dem Weg nach El Dorado

Von Max Kluge ()
Der Titel Of Mice and Sand von Arc System Works ist vor kurzer Zeit im Nintendo eShop erschienen und lockt mit seinem günstigem Preis von 7,99 € und einer interessanten Prämisse: Die Welt, wie wir sie kennen, gibt es nicht mehr. Eine riesige Wüste bedeckt das ganze Land und die Menschheit ist als herrschende Lebensform in den Hintergrund getreten. Dieser Platz wurde von Mäusen eingenommen, die nun dem Leben in der Wüste trotzen, sich in Außenposten zusammenschließen und mit riesigen Sandschiffen die trostlose Umgebung bereisen.

Mit eurem Schiff durchquert ihr die Wüste auf der Suche nach El Dorado.

Als Captain eines solchen Schiffes ist es euer Ziel, euren eigenen Mäusestamm aufzubauen, für ihn zu sorgen und mit den kleinen Nagern anschließend die legendäre Stadt El Dorado zu finden, welche irgendwo in der Wüste versteckt sein soll. Of Mice and Sand kommt dabei als Worker Placement- und Resource Management-Spiel daher. Im Verlaufe eurer Reise bekommt ihr immer mehr Mäuse, welche ihr in euer Schiff aufnehmen könnt.

Diesen könnt ihr verschiedene Aufgaben zuweisen: Manche sind am besten als Koch geeignet und versorgen die Mannschaft mit Essen, andere wiederum klemmen sich direkt hinter die Werkbank und basteln aus den Ressourcen, die ihr in der Wüste findet, neue Gegenstände, mit denen ihr euer Schiff weiter ausbauen könnt.

Das Wichtige dabei ist, dass ihr stets auf euren Tank, den Hunger eurer Mäuse und den Zustand eures Schiffes achtet, denn sonst kann es euch schnell geschehen, dass ein Mitglied eurer Crew ins Gras beißt, oder euer Schiff von marodierenden Sandkäfern oder Katzen-Rebellen zerstört wird. Diese Grundprämisse ist unheimlich spannend und kommt mit allerhand Tiefgang daher.

Beginnt ihr zunächst nur mit einer recht übersichtlichen Auswahl an Räumen, die ihr in eurem Schiff bauen könnt, so bekommt ihr mit der Zeit immer mehr Optionen. Ein eigenes Labor auf eurem Schiff? Check! Eine Schneiderei und eine Kneipe? Check! Alle diese Räume haben einen ganz spezifischen Nutzen, manche sind optional, können euch das Spiel aber erleichtern. Sollte euch eines Tages der Platz auf eurem Schiff ausgehen, ist das auch kein Problem, denn ihr bekommt im Spiel öfters die Möglichkeit zu einem größeren zu wechseln. Gegen eine ordentliche Gebühr, versteht sich.
Die Prämisse von Of Mice and Sand ist interessant und kreativ.

Geld erlangt ihr, indem ihr in den verschiedenen Außenposten Quests erledigt. Diese verlangen von euch zumeist eine bestimmte Anzahl an Gegenständen, welche mal schwer, mal leicht zu finden oder produzieren sind. Dabei versorgen euch einige dieser Aufgaben allerdings auch mit wertvollem Proviant und Treibstoff, den ihr sonst teuer auf dem Markt erwerben könnt. So schlagt ihr euch Schritt für Schritt, Außenposten für Außenposten, in der Wüste vor, um die sagenumwobene Stadt des Goldes zu finden.

Weitere Streckenabschnitte, Tipps und Raumpläne bekommt ihr dabei im Gespräch mit anderen Mäusen an den Außenposten. Hört ihr euch die Gerüchte an, die sich die lokale Bevölkerung erzählt, treibt ihr euer Abenteuer also voran. Diese Informationen lassen sich die geizigen Mäuse allerdings mal wieder etwas kosten. Ihr seht also, Geld ist in Of Mice and Sand eine eher knappe Ressource. Aber auch die anderen notwendigen Gegenstände sind häufig Mangelware und so müsst ihr wirklich gut mit ihnen haushalten. Der Titel ist daher wahrlich kein leichtes Spiel, motiviert einen aber, sich tiefer in die Materie einzuarbeiten.

Nach einem Angriff kann euer Schiff durchaus ramponiert aussehen.

Die Steuerung und die Organisation der Menüs sind zwei nicht ganz unbedeutende Defizite des Titels. Hier fehlt es noch an einer guten Prise Feinschliff: Während man das Wüstenschiff auf dem oberen Bildschirm des Nintendo 3DS nämlich in seiner ganzen Pracht betrachten kann, sind die verschiedenen Räume auf dem unteren Bildschirm in Nahaufnahme dargestellt. Das Problem ist hierbei, dass man auf dem oberen Bild keine Details erkennt und der untere Ausschnitt zu weit herangeholt ist und man schnell den Überblick verliert. Eine Option, mit der man den Zoom verstellen kann, wäre hier super gewesen.

Bei den Menüs ist es ebenfalls so eine Sache. Die Schrift des Spiels ist ohnehin sehr klein, in den verschachtelten Aufgaben-Menüs der einzelnen Räume, wo ihr die Tätigkeiten eurer Mäuse überwacht und einstellt, wird es daher häufig ziemlich unübersichtlich. Man versteht nicht auf Anhieb, was die verschiedenen Abkürzungen bedeuten und welche Items für welche Produktionen benötigt werden, geschweige denn, was sie einem überhaupt nutzen.

Das führt zu einem weiteren Problem des Spiels: Man kann sich zwar im Item-Guide über bestimmte Gegenstände informieren, dort stehen allerdings nur die drin, die man bereits erschaffen hat. Wenn man nun also einen Gegenstand benötigt, den man noch nicht gefunden hat, dann hat man keine Ahnung, woher man ihn beziehen soll. Hier helfen manchmal die Gerüchte, welche ihr an den Außenposten in der Wüste aufgreifen könnt, manchmal findet ihr sie aber auch einfach zufällig. Ein bisschen mehr Transparenz wäre hier schön und definitiv weniger frustrierend gewesen!
Der Soundtrack des Spiels ist sehr gelungen.

Die Präsentation des Titels hingegen ist tadellos. Die Grafik ist im Pixel-Stil gehalten und kann durch liebevolle Charaktermodelle und schöne Hintergründe überzeugen. Zwar hat man stets das Gefühl, dass Of Mice and Sand ein wenig spartanisch daherkommt, aber das ist angesichts des Preises auch nicht wirklich verwunderlich. Auch der Soundtrack des Spiels ist wirklich wunderbar. Je nach Wüstenabschnitt, in dem ihr euch gerade bewegt, gibt es einen anderen Track, der die Weite und Einsamkeit der Umgebung wunderbar widerspiegelt.

Der Umfang des Spiels ist für seinen geringen Preis und den Fakt, dass es sich hierbei um ein Indie-Spiel handelt, wirklich absolut angemessen. Wenn man die komplette Wüste erforschen, und alle Geheimnisse, die sie birgt entdecken möchte, so benötigt man sicherlich mehr als zehn Stunden. Jeder unter euch, der ein actionreiches Abenteuerspiel sucht, wird mit Of Mice and Sand vermutlich eher enttäuscht werden. Die langen Reisen durch die Wüste können zwar im Falle eines Angriffes auch mal spannend werden, sind aber eher beruhigend und die Planung eurer Produktion strengt eure grauen Zellen an.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

Zum Wertungssystem

Unser Fazit zu Of Mice and Sand

Meinung von Max Kluge
Of Mice and Sand ist ein interessantes Strategiespiel, in dem ihr mit euren Ressourcen haushalten und stets auf die Gesundheit eurer Mäuse achten müsst. Die spannende Prämisse, der tolle Soundtrack und die gelungene Grafik werden leider von einigen hakeligen und unübersichtlichen Menüs überschattet, die dem ein oder anderen unter euch vielleicht den Spielspaß rauben werden. Wer sich hier durchkämpft, bekommt allerdings ein kleines charmantes Nintendo eShop-Spiel, mit dem man durchaus einige Stunden verbringen kann.
Mein persönliches Highlight: Der Soundtrack und die Stimmung, die das Spiel verbreitet.

Kommentare 2