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Test zu De Mambo - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: De Mambo
  • USA USA: De Mambo
  • Japan Japan: De Mambo
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
13.07.2017
Vertrieb
Noch keine Angaben
Entwickler
The Dangerous Kitchen
Genre
Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 0
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Die Nintendo Switch bekommt ihr Super Smash Bros.?

Von Ilja Rodstein ()
Wie ihr bereits am Titel erkennen könnt, hat De Mambo wirklich etwas mit Super Smash Bros. zu tun. Es ist nicht nur Inspirationsquelle, sondern auch das Gameplay ähnelt dem Spiel. Doch die Entwickler schaffen es auch dem Spiel eine eigene Note zu geben. Wir haben das Spiel durch unser eigenes Fließband-Testlabor laufen lassen. Was wohl dabei herausgekommen ist?

Eine spannende Entwicklungsgeschichte

Das Spiel De Mambo wurde von drei Entwicklern des neugegründeten Studios The Dangerous Kitchen entwickelt. Dieses Spiel hat eine sehr interessante Entwicklungsgeschichte, denn die Entwickler haben gemeinsam ein Animationsstudium abgeschlossen, wussten jedoch überhaupt nicht wie man richtig programmiert. So haben diese erfolgslos nach einem Programmierer gesucht und letztendlich musste sich einer der drei dafür opfern. So hat sich ein Entwickler mit YouTube-Unity-Tutorials eingearbeitet und zu dritt haben sie sich zum ersten Projekt mit dem Namen De Mambo begeben. Das Spiel ist mehr oder weniger auf Laptops in einer Hotel-Lobby entstanden, denn dort hat die Arbeitsatmosphäre besonders gestimmt. Inspiriert wurde das Spiel durch ein "Iwata fragt"-Interview mit dem Super Smash Bros.-Entwickler Masahiro Sakurai. Das Ziel der Entwickler war es, so minimalistisch wie möglich ein tiefgründiges Spiel zu erschaffen.

Kommen wir zum Spiel: Es wurde in viele Sprachen übersetzt, darunter auch deutsch. Die Übersetzung ist gut gelungen, auch wenn es dort wirklich nicht viel zu übersetzten gibt. Mit über 500 MB ist De Mambo ein gar nicht so minimalistisches Leichtgewicht, denn in dem Spiel ist ganz schön viel Umfang drin. Beim Spielstart fällt direkt die sehr interessante Menüführung auf. Diese ist zwar etwas in der Steuerung verwirrend, denn es wird nicht mit dem Steuerkreuz, sondern durch das Drücken der A-Taste geblättert. Das Design ist jedoch sehr cool gemacht und selbst das Einstellungsmenü wirkt ziemlich witzig gestaltet. Oft muss man sich aber überlegen, wie man überhaupt durch die Menüpunkte kommt, denn die Übersicht ist durch dieses Design manchmal verloren gegangen.

Die Angriffsarten in De Mambo

In De Mambo steuert ihr einen runden Ball, dem ihr eure Wunschfarbe verleihen könnt. Dieser Charakter hat neben dem Springen drei Attacken drauf. Durch einen einfachen Tipper auf der Angriffstaste wird ein leichter Angriff losgeschickt. Wenn man die Taste kurz hält und danach loslässt, erfolgt ein Drehangriff. Wird die Taste sehr lange gehalten, so werden in alle vier Himmelsrichtungen vier gerade Angriffsstrahlen losgeschickt. Hält man die Angriffstaste zu lange, so wird man erschöpft und für kurze Zeit steuerungsunfähig. Die Steuerung ist dabei wirklich super direkt und damit sehr gewöhnungsbedürftig. Schon ein kleiner Tipper mit dem Analogstick reicht aus um durch den halben Bildschirm zu düsen. Mit der Zeit gewöhnt ihr euch daran, doch macht es schon ein Stückchen Schwierigkeit aus, punktgenau auf einer Position zu landen.

Die Steuerung ist dabei mit jeder Taste und jedem Controller möglich. Ihr möchtet euch mit dem Analogstick bewegen? Kein Problem! Ihr seid Fan des Steuerkreuzes? Kein Problem! Angreifen mit den Schultertasten? Kein Problem! Das Beste ist, dass es kein Einstellungsmenü dafür gibt, sondern euch direkt alle Tasten zur Verfügung stehen. Das Spiel umfasst übrigens auch eine HD-Vibration bei erfolgtem Angriff, was eine nette Zugabe darstellt. Wird man von einem Gegner getroffen, so wird man für kurze Zeit unkontrolliert weggeschleudert und zerstört dabei Wände, sofern man auf diese trifft.

Drei völlig unterschiedliche Spielmodi

Insgesamt umfasst das Spiel drei Spielmodi. Es empfiehlt sich erstmals die einfachste Schwierigkeitsstufe im Solo-Modus als eine Art Tutorial zu spielen. Normalerweise gibt es im Pause-Menü eine Erklärung der Steuerung, ironischerweise ist diese im Einzelspieler-Modus deaktiviert. Kein Problem, denn durch simples Ausprobieren erklärt sich die Steuerung durch das Spielen der einzelnen Level von selbst. Die Einzelspielerkampagne gibt es jeweils auf vier Schwierigkeitsstufen und die höheren haben es wirklich in sich. Die Stufen sind in unterschiedliche Level eingeteilt und erinnern ein wenig an die Wario Ware-Klassiker, denn simple Missionen, wie "Zerstöre" oder "Überlebe" sind überraschend abwechslungsreich, was nicht nur durch das gut gelungene Leveldesign begründet werden kann.

Ziel ist es alle Gegner in der Zeit aus dem Bildschirm zu werfen. Dies sieht einfacher aus, als es ist!

Das Problem ist aber, dass sich mit jeder Schwierigkeitsstufe die Anzahl der Level und der Versuche vervielfacht. Es kann auch nicht mittendrin abgespeichert werden, sodass man teilweise mehr als eine Stunde an den Leveln dransitzt und schließlich alle Versuche verliert. Dies sorgt für Frustmomente und demotiviert einen sehr. Besser wäre es, wenn man die Level einzeln eingeteilt hätte, sodass man jederzeit das Spielen unterbrechen kann. Selbst eine Speicherfunktion hätte auch ihr Bestes getan. Zusätzlich weiß man als Spieler nicht wirklich, wie viele Level einem noch bis zum Ende fehlen, denn das letzte Level wird erst sichtbar, sobald es erreicht wurde. Besonders innovativ fielen aber beim Gameplay die Bosskämpfe aus. Die Bosse können durch ein bestimmtes Schema besiegt werden, welches jedoch gar nicht so einfach zu erkennen ist, und oft braucht ihr mehrere Versuche, um dieses zu durchblicken. Lange sitzt man am Einzelspieler nicht dran, doch hatte ich überraschend viel Spaß mit diesem Modus. Einige Bugs und Glitches waren zwar in dem Modus auch erhalten, diese traten aber auch sehr zufällig auf und sollten (sofern es nicht den Sieg von der Niederlage trennt) auch nicht sehr störend auffallen.

Ein weiterer Modus ist der Koop-Überlebensmodus. In diesem muss man auf einfachen Plattformen die Gegnerwellen aufhalten, denn die Gegner möchten die Plattformen unter euch zerstören oder sogar einfach mitnehmen. Alleine oder mit bis zu vier Spielern versucht ihr den höchsten Highscore zu knacken. Die Gegner kommen dabei in Wellen und fallen sehr abwechslungsreich aus. Wenn man gestorben ist, muss man auf seine Teamkameraden hoffen, die die Welle überstehen sollten. Sobald die Welle überstanden ist, werden alle gefallenen Teammitglieder wiederbelebt. Der Modus wirkt nur wie ein kleiner Zusatz, denn viel Abwechslung ist nach mehreren Spielpartien nicht gegeben. Alleine wirkt der Modus ziemlich langweilig, doch sobald man diesen mit mehreren spielt, wird das sogar spaßig.

Der Smash-, nein, der Mambo-Modus!

Das Herzstück des Spiels ist der Modus mit dem Namen Mambo. Dieser ähnelt nun Super Smash Bros. am meisten, denn in hitzigen Mehrspielergefechten geht es darum, den Gegner aus dem Bildschirm herauszukatapultieren. Gespielt wird dabei in den unterschiedlichsten Arenen, die aber auch teilweise den Spielspaß stark absenken können. Es gibt beispielsweise Arenen, bei denen man im kleinen Raum startet und sich durch das Kämpfen und das Zerstören der Umgebung bis zum Bildschirmrand durcharbeiten sollte. Diese Arenen wirken sehr öde, denn es gibt anfangs keine Möglichkeit, den Gegner zu zerstören, sondern nur, diesen gegen Wände zu katapultieren.

Der Mambo-Modus zu dritt. Während sich die beiden Spieler ein hartes Gefecht liefern, wartet Spieler drei unten auf den Schienen, um einen der beiden aufzufangen.

Da es nicht wie in Super Smash Bros. Prozentanzeigen gibt, macht es daher keinen Unterschied, ob man anfangs getroffen wurde oder einfach den Gegner gegen die Wand katapultiert hat. Zum Glück verändert sich die Arena, sobald das Duell zu lange dauert. Dabei löst sich die Arena zufälligerweise Block für Block auf. Dies sorgt für coole Aktionen, wenn man am Ende auf nur noch einem Block gegeneinander antritt. Es gibt aber auch noch jede Menge anderer Arenen, die durch unterschiedliche Elemente, wie Lava, Trampoline oder durch ständige Rotation aufgepeppt wurden. Hat man die richtige Arena gewählt, so macht das Spiel dann deutlich mehr Spaß. Die Wahl der Arena erfolgt simultan durch eine Abstimmung und die gespielte Arena wird dabei durch einen Zufallsgenerator der abgestimmten Arenen ausgewählt. Wichtig ist es zu erwähnen, dass dieser Modus nicht alleine gegen Bots gespielt werden kann, somit kann dieser Modus nur mit zwei bis vier Spielern lokal gespielt werden. Spielt man mit drei bis vier Spielern, so hat man die Möglichkeit, sich wiederzubeleben, nachdem man alle seine Leben verloren hat. Auf Schienen fährt man dabei als Korb am Rand entlang und kann den gegnerischen Spieler, der sich gerade am Spielrand aufhält, einsacken. Dadurch erhält man ein zusätzliches Leben. Der Modus kann derzeit nur mit drei Leben gespielt werden. Die Lebensanzahl zu reduzieren oder vielleicht sogar wie in Super Smash Bros. nach Zeit zu spielen, ist derzeit leider nicht möglich. Dieser Modus kann ein großer Spaß für Freunde des kompetitiven Mehrspielers sein. Es macht mit mindestens drei Spielern aber mehr Spaß, als zu zweit. Erwähnenswert ist es außerdem noch, dass man anfangs mit vier Arenen startet und nach und nach alle ein bis drei Spiele neue Arenen freischaltet.

Geehrt werden müssen letztendlich noch der Pixellook und der Soundtrack. Die Elemente sehen dabei in 16 Bit-Grafik sehr cool aus und die vielen Retro-Songs haben sogar einige Lieder, die euch noch etwas länger im Kopf bleiben. Ebenso muss man noch die kleinen Eastereggs loben, die im Spiel eingebaut wurden. So finden sich teilweise ziemlich witzige Texte, wie beispielsweise in der Beschreibung der Steuerung. Solltet ihr euch das Spiel kaufen, so vergesst auf keinen Fall diesen Menüpunkt auszuwählen. Die Entwickler haben außerdem versprochen weiterhin an Zusatzinhalten zu arbeiten. Vielleicht wird das Spiel um neue Funktionen und Modi ergänzt. Einen Online-Modus gibt es bislang noch nicht.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu De Mambo

Meinung von Ilja Rodstein
Das, was das unerfahrene Team hier aufgebaut hat, ist wirklich hervorragend. Die Entwickler haben in De Mambo sehr viel Mühe und Kreativität reingesteckt. Auch wenn das Spiel sehr von Super Smash Bros. inspiriert wurde, so ist auch hier die eigene Note zu erkennen. De Mambo ist ein Spiel, welches trotz einiger Schwächen ein sehr interessantes und positiv gesehen ein minimalistisches Spielprinzip verfolgt. Es kann sowohl in der Einzelspielerkampagne, als auch im Mehrspieler großen Spaß machen, doch ist das Spiel auch wirklich nur zu empfehlen, wenn man die Möglichkeit hat mindestens zu dritt in diesen schnellen und kompetitiven Matches gegeneinander anzutreten.
Mein persönliches Highlight: Das Blättern durch das Menü, in welches viel Charme und lustige Überraschungen versteckt wurden.

Kommentare 4

  • Skerpla 任天堂 - 16.07.2017 - 16:01

    Zuerst mal die wichtigste Frage: Sind die Kekse mit Fairtrade-Schokolade gebacken?

    Nun zum Test: Nun ja, nach dem Test ... überlege ich mir schon ob ich es mir vielleicht noch holen sollte. Es war ja dich eine ganz schöne Überraschung was daraus geworden ist. Besonders das mit dem "alle Gegner aus dem Bildschirm fegen" ist etwas was mich doch so ein wenig anspricht. Wenn es mal im Sale ist kaufe ich es mir vielleicht.
  • Switch - 16.07.2017 - 20:47

    Ich muss sagen der Solo Modus macht verdammt viel Spass es hat nen ganz kleinen Wario Ware Smooth Moves vibe spätestens da hatte es mich.
  • Ilja Rodstein Odyssey, Odyssey! - 16.07.2017 - 22:15

    Zitat von Skerpla:

    Sind die Kekse mit Fairtrade-Schokolade gebacken?
    NEIN, niemals!

    @Switch muss dir zustimmen, auch wenn es echt kurz ist, die idee ist schon sehr cool dahinter
    und es ist überraschend abwechslungsreich
  • Skerpla 任天堂 - 17.07.2017 - 12:16

    @Ilja Rodstein Dann her damit!!! :ugly: :thumbsup: