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Test zu Death Squared - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Death Squared
  • USA USA: Death Squared
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
13.07.2017
Vertrieb
Noch keine Angaben
Entwickler
SMG Studio
Genre
Action, Puzzle
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 0
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Die Würfel sind gefallen

Von Dennis Gröschke ()
David: Guten Morgen, IRIS.
IRIS: Guten Morgen, David. Hast du gut geschlafen, David?
David: Oh, naja es geht so, ich brauch erstmal einen Kaffee. In der Zwischenzeit starte doch bitte einmal das Testprogramm.
IRIS: Testprogramm wird gestartet, soll ich dieselben Parameter laden wie gestern?
David verbrennt sich den Mund am heißen Kaffee: Ja, bitte.
IRIS: Lade Testprogramm für David Valenzuela – Testing Technician…
David: Dann wollen wir doch mal sehen wie sich die Künstliche Intelligenz heute so schlägt, komm schon Rot, beweg dich!

Bewegt den Würfel zum Ziel

Ihr habt also den Story-Modus gestartet und steuert einen farbig markierten Würfel durch futuristisch designte Level zu einem entsprechend eurer Farbe markierten Zielpunkt. Klingt simpel? Ist es auch, jedoch befinden sich auf dem Weg zahlreiche Hindernisse und die Plattformen, auf denen ihr euch bewegt, sind nicht begrenzt, ihr könnt also an den Seiten herunterfallen und müsst dann das Level von vorne beginnen. Das Setup ist also klar, bringe den Würfel vom Start zum Ziel, überwinde dabei mögliche Hindernisse und falle nicht von der Plattform. Gesteuert wird der Würfel mit dem Analog-Stick, klingt gewöhnungsbedürftig, gestaltet sich aber ganz einfach und in der Regel ist nicht das Spiel Schuld daran, dass euer Würfel zerstört wird, sondern ihr selbst.

Keine Angst, das Spiel beginnt mit einfachen Levels, steigert sich aber schnell.

Im Laufe der ersten Level lernt ihr also die grundlegenden Mechaniken des Spieles kennen, dabei trefft ihr auch auf Spitzen, die aus dem Boden schießen und den Würfel zerstören und Aufzüge, die euren Würfel auf eine höhere oder niedrigere Plattform transportieren. Auch kleinere Plattformen die auf der vertikalen Ebene hin und herfahren, sowie Laserkanonen, die euch unter Beschuss nehmen, wenn ihr in deren Radius gelangt, sind bereits in den ersten Levels zu finden. Die einzelnen Level sind dabei immer komplett im Bild zu sehen, es gibt also kein Scrolling, allerdings schwingt die Kamera je nach Level mal ein wenig näher ran oder entfernt sich leicht von euch, je nachdem wie umfangreich das jeweilige Level ist. Ich muss euch allerdings jetzt noch gestehen, dass ich euch noch nicht die ganze Wahrheit erzählt habe. Als ich weiter oben davon sprach, dass es eure Aufgabe ist, einen Würfel durch die futuristisch designten Level zu steuern, habe ich wohl vergessen zu erwähnen, dass es sich um zwei Würfel handelt?

Sorry, aber ihr habt doch nicht etwa gedacht, es wäre so einfach? Na gut, ihr steuert also einen roten Würfel und einen blauen Würfel durch die Level, jeden auf seinen entsprechend farbig markierten Zielpunkt. Dabei steuert ihr den roten Würfel mit dem linken Analogstick, den blauen Würfel mit dem rechten Analogstick, beide simultan oder aber auch nacheinander. Dabei entfaltet das Spiel seinen Reiz dadurch, dass ihr auf eurem Weg mit dem einen Würfel auch Schalter aktivieren müsst, die den Weg für den zweiten Würfel freigeben, oder umgekehrt. Ein wenig hinterhältig wird es dann, wenn durchsichtig farbige sogenannte „Holocubes“ ins Spiel kommen. Diese Holocubes befinden sich in einigen Levels anstelle des festen Bodens, können dann aber nur mit der jeweils gegenteiligen Farbe passiert werden.

Ein Beispiel – Level 02 von Death Squared

Level 02 – Start Setup

Anhand der Beschreibung eines Beispiel-Levels aus dem Spiel möchte ich versuchen, euch den Ablauf ein wenig verständlicher zu machen. Dazu seht ihr folgend drei Screenshots aus dem Spiel, die in etwa das zeigen, was ich hier nachstehend beschreibe. Auf der linken Seite befindet sich der rote Würfel hinter einer Mauer, lediglich ein Feld von seinem Ziel entfernt, auf den Feldern hinter ihm, befinden sich zwei blaue Holocubes. Es stehen zwei rote Zielpunkte zur Verfügung, für den blauen lediglich einer. Der blaue Würfel befindet sich auf der äußersten rechten Seite und soll sich nach links auf seinen entsprechenden Zielpunkt bewegen. Steuere ich nun den blauen Würfel auf direktem Wege nach links in Richtung Ziel, schiebe ich automatisch (ist mit meiner Aktion verbunden) den blauen Holocube nach unten, der den roten Würfel dementsprechend nach unten vor sich herschiebt. Dadurch gelangt der rote Würfel auf seinen Zielpunkt, wodurch beim blauen Würfel eine Spitze aus dem Boden schießt und diesen zerstört.

Level 02 – Zerstörung

Also nochmal alles auf Anfang, ich steuere den blauen Würfel nun erstmal nach unten und dann erst zur linken Seite, dadurch erreiche ich zwar ebenfalls, dass der rote Würfel die Spitzen (ja es sind mehrere auf der Plattform nach oben geschossen) zum Vorschein bringt. Nun kann ich den blauen Würfel galant um die Spitzen herum navigieren. Pustekuchen! Je weiter ich den blauen Würfel nach links bewege, desto mehr schiebt der blaue Holocube den roten Würfel nach unten, auch über den Rand hinweg. Na toll, noch ein Neustart. Ich mache alles so wie eben, allerdings bewege ich den roten Würfel vorher noch auf den zweiten roten Zielpunkt ganz außen und weiche somit dem blauen Holocube aus, der mich nun nicht mehr von der Plattform schmeißt. Nun stellt sich kurz vor dem Ziel des blauen Würfels noch heraus, dass ich auf meiner Zielgeraden nach oben automatisch den zweiten blauen Holocube nach unten bewege und Gefahr laufe, meinen roten Würfel von der Plattform zu schmeißen.

Level 02 – Kurz vor Schluß

Also schnell noch den roten Würfel nach rechts auf das erste Zielfeld bewegt und dann mit dem blauen Würfel das Level abgeschlossen. Puh! Was ich eben so langwierig in schriftlicher Form beschrieben habe, stellt das zweite Level im Spiel dar, also so ziemlich den Beginn. Auch wenn sich das alles kompliziert liest, hier ist vorsichtiges herantasten gefragt, überhaupt eine Empfehlung von mir. Bewegt eure Würfel gemächlich über die Level hinweg und beobachtet, was sich in der Umgebung verändert. So lauft ihr nicht Gefahr in eine Falle hineinzugeraten und könnt eure Bewegungen auch an neue Parameter anpassen. Und nur nochmal zur Orientierung und als Erklärung für den Anfang dieses Testberichtes. Euer Spiel stellt für David und IRIS die Künstliche Intelligenz dar, ihr seid also für die beiden Protagonisten (wobei davon nur einer menschlich ist, IRIS ist der Computer) das Testobjekt. Im Verlauf der Level kommentiert David eure Aktionen (oder auch wenn ihr gerade nichts macht) mit englischen Voice-overs. IRIS kommuniziert ebenfalls auf Englisch mit David und interagiert mit ihm. Das passiert alles nur im Hintergrund während oder zwischen den Levels und ausschließlich mittels Sprache. Ich wurde davon nicht abgelenkt und sonderlich stören tut es auch nicht. Dabei gibt es erstaunlich wenig Wiederholungen der Samples, es sei denn ihr benötigt bei einem Level viel mehr Zeit zum Überlegen, dann kann es schon mal sein, dass sich die Samples wiederholen.

Death Squared entfaltet im Multiplayer sein volles Potential

Da ich zu den Gefahren und Hindernissen nicht alles im Test verraten möchte, kommen wir nun zu den spielerischen Aspekten. Die Steuerung ist sehr präzise, wenn euch Fehler passieren, so liegt es zum Großteil an euch. Die Präsentation ist minimalistisch aber zweckmäßig, in den Levels ist alles soweit immer gut zu erkennen und die Kamera in den meisten Fällen gut positioniert. Ihr habt keine Möglichkeit selbst die Kamera zu steuern, es ist also nicht möglich, so wie in Captain Toad: Treasure Tracker, mit der Kamera um das Geschehen herum zu manövrieren. In einigen Fällen wünscht man sich die Kamera wäre näher am Geschehen dran oder auch weiter vom Geschehen entfernt, immer dann wenn zum Beispiel ein Zielpunkt aufgrund der nahen Perspektive nicht mehr sichtbar ist, kann das zu Problemen führen. Insgesamt ist das aber alles noch schaffbar und macht das Spiel keineswegs schlechter, auch in den Multiplayer-Levels ist das Geschehen immer gut sichtbar, auch wenn es da schon ein wenig wuselig wird.

In den späteren Multiplayer-Levels kann es schon mal unübersichtlich werden!

Der Multiplayer-Aspekt sollte nun auch nochmal gesondert behandelt werden. Wie bereits beschrieben, könnt ihr den Story-Modus sowohl allein, als auch zu zweit absolvieren. Spielt ihr allein, bewegt ihr je einen Würfel mit den beiden Analogsticks der Joy-Con oder mittels des Pro Controllers. Spielt ihr gemeinsam mit einem Freund, bekommt jeder einen Joy-Con und steuert jeweils einen Würfel, dabei wird empfohlen den Joy-Con waagrecht zu halten. Alleine im Story-Modus warten 80 Level darauf, von euch gemeistert zu werden, Absprache ist hier natürlich vonnöten und der Couch-Koop-Spaß kann beginnen. Habt ihr eine größere Couch, könnt ihr euch auch an die Party-Level für 4 Spieler wagen. Schließt ihr alle Level im jeweiligen Modus ab, stehen euch unter Vault noch ein paar exklusive Nintendo-Switch-Level zur Verfügung, sowohl für den Story- als auch für den Party-Modus. Bleiben wir aber beim Party-Modus, dort warten 40 weitere Level darauf, von euch gelöst zu werden.

Diese Level unterscheiden sich auch von denen im Story-Modus, sind also speziell auf die Möglichkeiten und Herausforderungen für 4 Spieler ausgelegt. Auch diese Level sind zunächst einfach zu lösen, steigern aber ihren Anspruch und erfordern auch mehr Absprache. Dabei ist es positiv hervorzuheben, dass ihr nicht zwingend 4 Joy-Con benötigt, habt ihr (so wie ich) nur die Switch mit den beiden Joy-Con und einen Pro Controller zur Hand, ist es trotzdem möglich, den Party-Modus zu absolvieren. Dabei teilen sich zwei Spieler den Pro Controller (am besten sitzen die beiden Spieler auf der Couch nebeneinander) wobei jede Person einen Analog-Stick zur Steuerung übernimmt. Ältere Spieler mögen sich da gerne noch an die Micro Machines-Spiele aus den 90ern erinnern, wo es ebenfalls möglich war, sich den Controller für Multiplayer-Sessions zu teilen. Ich finde das sehr gut gelöst und da viele Level auch die Möglichkeit bieten nacheinander zu agieren, stellt das eigentlich kein Problem dar.

Für 9,99 Euro im Nintendo eShop erhältlich, bekommt man mit Death Squared ein wirklich rundum tolles Rätsel-Puzzle-Spiel mit insgesamt über 120 Levels. Zugegeben der Wiederspielwert ist nicht sehr groß, da bei den einzelnen Levels, wenn der Kniff einmal gefunden wurde, die Luft raus ist. Dennoch lohnt sich die Nintendo-Switch-Variante meines Erachtens insofern, als dass sie derzeit günstiger als auf den anderen Plattformen ist und mit der Nintendo Switch durch die Joy-Con gleich zwei Controller zur Hand sind. Man könnte noch monieren, dass es keinen Online-Multiplayer-Modus gibt, aber dafür ist das Spiel meines Erachtens auch nicht ausgelegt. Der Couch-Kooperations-Modus ist einfach immer noch ein Modus, den viel zu viele Spiele vernachlässigen, umso besser, dass dieses Genre hier mit einem tollen Spiel für ein paar Abende Spaß bedient wird.

Redaktionswertung

8

Cooles Spiel

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Unser Fazit zu Death Squared

Meinung von Dennis Gröschke
Ich mache in der Regel einen großen Bogen um Rätsel- oder Puzzle-Spiele. Bei Death Squared habe ich zum Glück eine Ausnahme gemacht, einfach weil mich der Multiplayer-Aspekt im Trailer schon so begeisterte. Der Trailer hält was er verspricht, im Couch-Koop-Multiplayer ist Death Squared einfach ein tolles Spiel, um gemeinsam eine gute Zeit zu haben. Die Absprache zwischen den Spielern (und natürlich auch die Missverständnisse) machen dabei einen Großteil des Reizes aus. Aber auch allein macht das Spiel eine Menge Spaß. Für mich sehr angenehm: Das Spiel setzt einen nicht unter Druck. Man kann in Ruhe überlegen und ausprobieren, auch wenn der unsichtbare Protagonist David dann schon mal einen Spruch bringt. Die Präsentation ist unaufgeregt erfüllt aber ihren Zweck. Dabei braucht man für ein Level gerade mal nur ein paar Sekunden, manchmal aber auch mehrere Minuten. Das macht Death Squared ideal für ein paar Runden zwischendurch, gerne auch unterwegs.
Mein persönliches Highlight: Zu sehen, dass die gemeinsame Idee funktioniert, ist im Multiplayer-Spiel einfach großartig.

Kommentare 7

  • kaputten10 Turmbaron - 15.07.2017 - 15:58

    Klingt ganz cool, für Multiplayer Runden. Für 10 € kann man auch echt nicht viel falsch machen.
  • Aya Turmbaronin - 15.07.2017 - 18:44

    Da ich leider kein Multiplayer spielen kann und an sich nicht so der große Puzzle Spiel Fan bin, ist das nichts für mich. Dennoch vielen Dank für die Informationen/den Test! :thx:
  • burning~Eagle Turmknappe - 15.07.2017 - 19:34

    Klingt interessant, werde es Mal im Auge behalten. Bisschen Couch Coop ist immer gut. Auch deshalb hab ich mir die Switch geholt.
  • air Turmritter - 15.07.2017 - 20:13

    @Aya ist auch solo spielbar. Jeder analogstick steuert einen der beiden Cubes.
  • Anime90 Turmheld - 15.07.2017 - 20:30

    kauft es euch geht aber nur multiplayer sehr sehr geiles spiel
  • Deny Turmheld - 16.07.2017 - 00:17

    spiel ist (bisher) super.
    Aber im Test hat sich ein Fehler eingeschlichen, oder ich hab den Text falsch verstanden.

    Der clou an der Story ist, dass David (Mensch) und IRIS(AI) eine dritte bzw. Eine dritte und vierte künstliche Intelligenz testen, diese ist der oder die Spieler ^^
  • Dennis Gröschke Streifenkarl - 16.07.2017 - 10:14

    @Deny
    "Euer Spiel stellt für David und IRIS die Künstliche Intelligenz dar, ihr seid also für die beiden Protagonisten (wobei davon nur einer menschlich ist, IRIS ist der Computer) das Testobjekt."

    Mag sein, dass das hier nicht eindeutig klar wird, aber man muss ja auch nicht alles verraten... ;)