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Test zu Rayman: Raving Rabbids - Wii, Wii U

  • Deutschland Deutschland: Rayman: Raving Rabbids
  • USA USA: Rayman: Raving Rabbids
  • Japan Japan: Rabbids Party
Plattform
Wii
Erscheinungsdatum
08.12.2006
Vertrieb
Ubisoft
Entwickler
Ubisoft
Genre
Party
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 0
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Bwaaaaah!

Von Marco Kropp ()
Dank der E3 2017 wissen wir, dass das Crossover-Projekt zwischen Mario und den Hasen von Ubisoft, den Rabbids, in Form von Mario + Rabbids Kingdom Battle wirklich existiert. Umso interessanter ist es, dass ausgerechnet ein Wii-Spiel namens Rayman Raving Rabbids, welches 2006 veröffentlicht wurde, im Juli 2017 im Nintendo eShop der Wii U als Virtual Console-Titel erschien. Und da im Sommer nicht viel los ist, schnappte ich mir Wii-Fernbedienung und Nunchuck und startete das Spiel.

Da die Rabbids keine Zahnpasta kennen, müssen wir die Würmer aus den Zähnen mit der Wii-Fernbedienung greifen und zur Seite hin wegziehen.

Rayman Raving Rabbids ist eine Art Party-Spiel mit circa 70 Minispielen. Man sollte unbedingt mit dem Abenteuer-Modus starten, um nicht nur alle Minispiele für den Punkte-Modus freizuschalten, sondern um auch einige Kostüme zu erhalten. Dabei ist die Handlung recht simpel: Rayman sitzt an einem wunderbaren Sommertag mit einigen Globox-Babys für ein schönes Picknick auf der Wiese. Doch plötzlich gräbt sich etwas durch die Erde und entführt die Globox-Babys und schlussendlich taucht ein großes, gorilla-artiges Wesen auf, welches den armen Rayman in ein Kolosseum voller wütender und schreiender Rabbids, wirft. Dabei muss man als Rayman diverse Spiele absolvieren, vier an der Zahl, um in einem großen Endspiel einen Pömpel zu gewinnen.

Die Routine mit den vier Minispielen und dem Endspiel wiederholt sich im Abenteuer-Modus und man bekommt immer einen weiteren Pömpel nach Abschluss des Endspiels. Dadurch bekommt Rayman irgendwann die Idee, sich mit Hilfe der Pömpel einen Weg nach oben, zum einen Fenster in seinem Verlies, welches im Laufe des Spieles immer hübscher wird, zu bauen. Durch das Absolvieren von allen vier Minispielen in der jeweiligen Runde (man benötigt insgesamt in den späteren Runden drei davon, um zum Endspiel zu gelangen), erhält man verschiedene Musikstücke und Kostüme. Somit kann man Rayman unterschiedlich verkleiden. Doch, "was sind eigentlich die Minispiele?", fragt ihr euch.

"Hasen mögen keinen Möhrensaft" heißt dieses Minispiel, wo man durch schlagen mit dem Nunchuck den Möhrensaft pumpt und mit der Wii-Fernbedienung zielt, um die Taucherbrillen der Hasen volllaufen zu lassen.

Ich will nicht alle vorstellen, aber einige, die mir in Erinnerung geblieben sind, anreißen. Da wäre zum Beispiel das Spiel "Hasen essen für vier", wo man mit der Wii Fernbedienung, die einen Stift im Spiel darstellt, verschiedene Gerichte innerhalb des Abbrennens einer Kerze nachzeichnen muss. Beim Spiel "Hasen melken keine Kühe" muss man die Wii-Fernbedienung und das Nunchuck schnell auf und ab bewegen, um so möglichst schnell die Kühe zu melken und drei Gläser voll zu bekommen. Dieses Prinzip findet bei einigen anderen Minispielen öfters Anwendung.

In "Hasen mögen keine Fledermäuse" muss die Wii-Fernbedienung wie ein Schlüssel gedreht werden, um die Fledermaus nach links oder rechts zu drehen, während man mit "B" fliegt. Durch einen Schlag mit dem Nunchuck kann man schneller werden. Das Ziel ist es, drei Schweine innerhalb von einer Minute und 40 Sekunden zu fangen und in einen Stall zu werfen. Bei allen Runden gibt es immer ein Rhytmus-Spiel, wo man von rechts und links Hasen kommen sieht. Wenn ein Hase auf der linken Plattform ist, muss man mit dem Nunchuk schlagen, wenn ein Hase auf der rechten ist, mit der Wii-Fernbedienung. Wenn Blaue Hasen auf die Plattformen kommen, muss man beide Hände nach unten schlagen. Treffer füllen eine Leiste, welche auch durch Fehlschläge reduziert wird. Ziel ist es, die Leiste im grünen Bereich zu halten, damit man Punkte bekommt.

In Rail-Shooter-Minispielen kann man auch im Punkte-Modus zu zweit gleichzeitig spielen, um die Hasen mit seinen Pömpeln abzuschießen. Der mit den meisten Punkten gewinnt.

Die Endrunde ist meist länger als ein normales Minispiel und ist entweder eine Art Rail-Shooter oder ein Rennen. Beim Rail-Shooter spielt man Rayman aus der Ego-Perspektive und hat ein Pömpel-Gewehr mit 5 Schuss. Durch Schlagen des Nunchucks lädt man nach, während das Zielen mit der Wii-Fernbedienung und das Schießen mit B erfolgt. Ziel ist es, möglichst viele Hasen abzuschießen und sich zum Ende durchzukämpfen, um das Globox-Baby zu befreien. Dabei wird man automatisch durch das Level geführt und trifft auf allerlei Gegner, Hilfs-Items wie Schnellfeuer und sogar Boss-ähnliche Maschinen. Beim Rennen muss man ein Warzenschwein mit dem Analog-Stick schnell innerhalb einer bestimmten Zeit über eine Strecke navigieren. Dabei hat man drei Sprints verfügbar, die durch einen Schlag mit dem Nunchuk ausgelöst werden.

Auch, wenn das Spiel viele unterschiedliche Ansätze hat, so sind manche, eigentlich spaßige Aufgaben zu einfach und leider zu schnell abgehakt, andere wiederrum durch ein knappes Zeitlimit sowie von einigen Erkennungsproblemen der Bewegungen der Wii-Fernbedienung und des Nunchuks mühselig. In meiner Spielzeit überwiegte der Anteil an Frust den des Spaßes, da ich, vor allem zum Ende hin des Abenteuer-Modus, auf eine Vielzahl bekannter Minispiele traf, die etwas erschwert wurden, sei es durch zusätzliche Objekte, Steuerungseingaben oder durch ein knappes Zeitfenster. Auch die Rhythmus-Spiele haben das Problem, dass, obwohl einige wirklich Spaß machen, bei anderen der Rhythmus nicht erkennbar ist und man so oft danebenhaut.

Mit der Wii-Fernbedienung müsst ihr die Linien nachzeichnen. Doch Achtung: Im Minispiel: "Hasen essen zu fünft" verschwindet die Vorlage in regelmäßigen Abständen.

Nachdem ich mich über einige Minispiele und dem groben Ablauf des Abenteuer-Modus ausgelassen habe, komme ich nun zu dem Punkt, wo ihr gemeinsam mit anderen Spielen könnt, den Punkte-Modus. Dort habt ihr Zugriff auf alle (bisher freigeschalteten) Minispiele. Dadurch könnt ihr mit bis zu drei weiteren Spielern spielen. Und das beste: Man benötigt nicht zwingend eine zweite Wii-Fernbedienung mit Nunchuk. Ich habe mir wieder einen Freund eingeladen, welcher glücklicherweise eine Wii-Fernbedienung und ein Nunchuk hatte. Doch leider enttäuschte der Modus etwas. Nur wenige Minispiele ließen sich gleichzeitig spielen. So zum Beispiel die Rail-Shooter-Segmente und das vorhin erwähnte "Hasen können keine Kühe melken". Eine Vielzahl an Minispielen sind nacheinander, was leider schade ist, gibt es doch einige gute Ideen, die auch zusammen funktioniert hätten. Andere wiederrum funktionieren zusammen. Hat man nur eine Wii-Fernbedienung und Nunchuk für mehrere Spieler zur Hand, spielt man immer nacheinander, die Controller tauschend. Einige Spiele versprühten zwar im Mehrspieler Spaß, doch war aufgrund der von mir ausgewählten Minispiele oft Warten angesagt, bis der zweite Spieler dran ist.

Technisch und grafisch sollte man von einem Wii-Spiel aus dem Jahre 2006 heutzutage nicht viel erwarten. Die Steuerung ist meist durch Schütteln oder Zielen umgesetzt, da bei der damaligen Veröffentlichung noch kein Wii Motion Plus existierte, um irgendwelche präzisen Bewegungen zu machen. Fehler habe ich nur einen im Punkte-Modus erlebt, wo die Vorsequenz des Minispiels "Hasen mögen keinen Möhrensaft" nicht geladen hatte. Auch die Nichterkennung diverser Aktionen ist leider schade, sodass dadurch einige Spielmomente frustrierend werden. Allgemein hielten sich diese aber in Grenzen und nur bei wenigen Minispielen, vielleicht auch wegen mir als Spieler, gab es dort einige Probleme. Die Grafik ist wie die eines im Jahre 2006 veröffentlichten Wii-Spieles, also für damalige Verhältnisse gut und auch zufriedenstellend.

Redaktionswertung

6

Überzeugend

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Unser Fazit zu Rayman: Raving Rabbids

Meinung von Marco Kropp
Rayman Raving Rabbids hatte einige tolle Ideen, die jedoch durch einige unausgewogene Elemente wie ein knappes Zeitlimit und zum Teil fragwürdiger Steuerung sowie Steuerungserkennung getrübt werden. Dabei bekommt man genau das, was man als Käufer einer Wii damals erwartet hätte: ein Spiel mit allerlei Bewegungen und Abwechslungen, was alleine, aber auch mit einigen Mitspielern Spaß macht. Der Mehrspieler ist leider nicht so, wie ich es erwartet hätte. Obwohl ich und mein Mitspieler einige spaßige Momente hatten, ist es nur eine solide Minispiel-Sammlung, die gute Ideen zum Anfang der Wii-Zeit umgesetzt hat, aber heute eher weniger beeindrucken.
Mein persönliches Highlight: Als ich bei einem der Rhythmus-Spiele das Lied "Girls Just Want To Have Fun" hörte und dazu die Wii-Fernbedienung und das Nunchuk wie beschrieben schlagen musste.
Meinung von Roman Dichter
Tja, da war unser Marco wohl nur mäßig begeistert von den Rabbids. In diesem Fall kann ich aber nicht einfach nur nicken und dasselbe mit anderen Worten schreiben. Mich haben die durchgeknallten Schreihälse schon damals auf der Wii voll überzeugt und meine Wertung wäre höher ausgefallen. Rayman Raving Rabbids ist ein äußerst unterhaltsames, abwechslungsreiches und urkomisches Spiel! Es bietet uns Bewegungssteuerung, wie ich sie mir von viel mehr Wii-Titeln erhofft hätte. Natürlich ist sie nicht perfekt, aber im Großen und Ganzen gut umgesetzt. Schon im Einzelspieler wissen die Minispiele zu unterhalten, aber mit Freunden kommt noch mehr Spaß auf. Unter allen Minispiel-Sammlungen befinden sich die Rabbids ganz weit oben auf meiner Favoritenliste. Und da Marco und ich uns einig sind, dass wir uns uneinig sind (und das ist ja nicht schlimm), frage ich einfach euch, liebe Leser: Was löst Rayman bei euch aus – Liebe oder Frust?
Mein persönliches Highlight: Das Elfmeterschießen, wenn Rayman Anlauf nimmt und mit voller Kraft am Ball vorbei tritt und stattdessen einen leidgeprüften Hasen ins Tor hämmert.

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