Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

Test zu Miitopia - Nintendo 3DS

  • Deutschland Deutschland: Miitopia
  • USA USA: Miitopia
  • Japan Japan: Miitopia
Plattform
Nintendo 3DS
Erscheinungsdatum
28.07.2017
Vertrieb
Nintendo
Entwickler
Nintendo
Genre
Simulation
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
Besitzt du dieses Spiel?
Anmelden
Magst du dieses Spiel?
Jetzt kaufen und ntower unterstützen
Amazon eBay

Im Angesicht des Gesichtsräubers

Von Sebastian Schewe ()
In Miitopia könnt ihr eine Welt voller Miis erforschen. Ihr selbst könnt bestimmen, wer in welche Rolle schlüpft, seien es Familienmitglieder, Freunde oder auch Videospielfiguren. So kann euer Abenteuer wirklich enorm witzig werden. Ihr seid zusammen mit drei Verbündeten auf einer Reise, um den Dunklen Fürst, der die Gesichter der Miis stiehlt, zu besiegen. Ein Rollenspiel der etwas anderen Art wartet auf euch!

Gesichter – Verloren und Gefunden

Alleine reisen wäre auch wirklich langweilig.

Um die gestohlenen Gesichter wiederzuerlangen, muss man sich in Dungeons begeben, die voller Monster sind. Diese Dungeons sind allerdings etwas anders, als man sie aus üblichen Rollenspielen kennt. Die Miis bewegen sich selbstständig auf einem Pfad, den man auf dem unteren Bildschirm sieht, durch die Dungeons. Auf dem oberen Bildschirm unterhalten sie sich, was oft lustige Ergebnisse hat. Alle paar Sekunden findet ein Event statt, welches nicht nur ein Kampf sein kann, sondern auch eine Schatzkiste oder eine Situation, in der ein Mii in der Wüste vor lauter Durst einen Kaktus für einen Stuhl hält, wodurch er HP verliert. Diese Events können auch zur Heilung eurer Miis oder zu Items führen und manchmal muss man eine Entscheidung treffen, wie zum Beispiel, ob man den linken oder rechten Hebel betätigt oder man muss schnell reagieren und den Touchscreen antippen, bevor das Event vorüber ist. Manchmal sind es aber auch nur Gespräche, die zur Unterhaltung des Spielers dienen und wirklich witzig sein können. Am Ende eines jeden Dungeons erwartet den Spieler ein Gasthaus, in dem man zahlreiche Dinge tun kann, später dazu mehr.

Fürchte miich Monster!


Dieses Monster ist ein richtiges A...lleinstellungsmerkmal.

Kämpfe laufen rundenbasiert ab. Jedoch habt ihr nur die Kontrolle über euch selbst, nicht über die anderen drei Mitglieder eures Teams, welche von alleine agieren. Dies klingt vielleicht im ersten Moment problematisch, aber in den meisten Fällen tun sie das, was man gebrauchen kann. Zudem trägt dieses System stark zur Persönlichkeit des Spiels bei, denn auch die Miis haben Persönlichkeiten und Beziehungen, die eine Rolle im Kampf spielen. Sind zum Beispiel zwei Miis im Streit, kommt es vor, dass der eine dem anderen ein Bein stellt, wenn dieser angreifen will, wodurch der Verbündete Schaden nimmt. Das macht es wichtig, die Beziehungen zu pflegen. Man selbst kann dann seine klassenbasierten Fähigkeiten selber auswählen, jedoch nicht die Fähigkeiten die man durch Beziehungen lernt (wie zum Beispiel das Anfeuern, das den Schaden erhöht) und die, die man durch seine Persönlichkeit hat. Zusätzlich erhält man auch spezielle Streuer, die HP oder MP heilen oder auch wiederbeleben können. Diese haben nur eine bestimmte Anzahl an Einsätzen, die sich nach jedem Dungeon wieder auffüllt. Man kann diese Füllung dadurch erhöhen, dass man Gesichter rettet. Jedes Monster hat ein geklautes Gesicht (oder einen Teil davon), also ist jedes besiegte Monster ein gerettetes Gesicht. Diese Gesichter sind, mit Ausnahme von Bossen, zufallsgeneriert, man begegnet also dem Mii dazu nicht. Das sorgt auch für wirklich witzige Kombinationen aus Gesicht und Monster. Nach dem Kampf erhält man Erfahrungspunkte und Geld, manchmal auch etwas zu Essen.

Gasthäuser gibt es überall

Wie ich zuvor erwähnt habe, gibt es am Ende jedes Dungeons ein Gasthaus. Da es auch Dungeons in Dungeons gibt, sind diese also an den seltsamsten Orten platziert. Im Gasthaus gibt es immer einiges zur Vorbereitung zu tun, aber sehen wir uns das einmal Stück für Stück an:

Nehmt euch doch ein Zimmer! Ach, habt ihr ja schon...

Gold ausgeben: Hier kann man den Miis, wenn sie einen Wunsch haben, das Geld dafür geben, sich diesen Wunsch zu erfüllen, vorausgesetzt man hat zuvor genug gesammelt. Auf diese Weise erhält man neue Ausrüstung, HP-Bananen und MP-Bonbons. Manchmal kaufen sie versehentlich das Falsche, aber man erhält das Geld, was sie nicht ausgegeben haben, zurück.

Futtern: Hier gibt man den Miis Essen, welches man auf seiner Reise erhält. Jede Speise erhöht einen oder mehrere Werte. Die Werte haben einen Balken, der vom Essen gefüllt wird, ist dieser voll, steigt der Wert dauerhaft um 1. Allerdings hat jedes Mii seinen eigenen Geschmack, mag er das Essen, gibt es eine Bonuserhöhung des Balkens, mag er es nicht gibt es einen Malus für diesen. Zudem können Miis nicht endlos viel essen, ein Magensymbol zeigt an, wann sie satt sind.

Nach dem Team sehen: Hier könnt ihr nachschauen, wie sehr sich eure Teamkollegen verstehen. Es können sich immer zwei Miis ein Zimmer teilen, was beim Übernachten ihre Beziehung fördert. Auch Aktionen im Kampf können die Beziehung fördern. Manchmal gibt es ein Event, bei dem die Miis, die sich ein Zimmer teilen, etwas gemeinsam in diesem tun, was auch ihre Beziehung verbessert. Zudem sollten streitende Miis sich ein Zimmer teilen, damit sie sich wieder Versöhnen.

Spielhalle: Hier gibt es zwei Minispiele. Bei Roulette könnt ihr Gegenstände, darunter auch Ausrüstung, gewinnen, bei Schnick, Schnack, Schnuck könnt ihr Geld gewinnen. Um zu spielen braucht ihr Spielscheine, die ihr unterwegs findet oder durch einscannen von amiibo bekommt.

Eine Welt voller Zeug


Er lässt euch erst durch, wenn ihr ihm sagt, ob ihr ein Junge oder ein Mädchen seid.

Die Oberwelt des Spiels ist aufgebaut wie ein Spielbrett, man hat verschiedene Punkte, die mit Linien verbunden sind, über die man sich bewegt. Die meisten dieser Punkte haben einen Dungeon unter sich, doch es gibt auch Städte, Schlösser, Tore und Zugänge zu größeren Dungeons, die ein eigenes System an Dungeon-Punkten haben. Außerdem tauchen manchmal besondere Monster auf, deren Besiegen mit viel Geld oder besonderes Essen belohnt wird. Der Nintendo-Fan findet sich auf der Karte eines jeden Königreichs in einem anderen Kostüm, bei ihm könnt ihr amiibo einscannen. Der Gourmet gibt euch besonderes Essen, der Quiz-Master lädt euch zu einem dreifragigen Quiz ein, besteht ihr es, erhaltet ihr Items. Neue Wege werden geöffnet, wenn ihr Dungeons meistert (manchmal auch einen speziellen Weg in dem Dungeon), in der Story voranschreitet oder bestimmte Gesichter findet. Da Dungeons teilweise mehrere Wege haben, erhält man für jeden, der zu 100% erforscht wurde, ein Goldfähnchen auf diesem Punkt. Immer, wenn man einen Abschnitt des Spiels schafft, wird man quasi resettet und muss eine neue Klasse wählen sowie neue Verbündete. Dies hält das Spiel sehr frisch, und alte Verbündete kann man später auch wiederbekommen, sie sind also nicht aus der Welt.

Völlig von der Rolle

Hier ist wirklich alles möglich.

Die Rollen der Charaktere dieses Spiels besetzt ihr selbst mit Miis, was das Herzstück des Spiels ist. Hierbei bestimmt ihr die Rollen wichtiger Charaktere, sofern diese auftreten, während nicht so wichtige Rollen wie zum Beispiel Dorfbewohner zufällig belegt werden. Diese Rollen lassen sich über das Menü auch jederzeit ändern. So können wirklich lustige Dinge entstehen wie Samus, die die Mutter des kleinen Aonuma ist. Auch die Rollen eurer Teamkollegen bestimmt ihr. Ich wählte dabei größtenteils Familienmitglieder, aber wenn ihr zum Beispiel schon immer mal mit Pikachu, Sonic und Kratos auf Reisen gehen wolltet, hier ist eure Chance! Zusätzlich habt ihr für euer Kampfteam gewisse Klassen zur Auswahl, die im nächsten Abschnitt erläutert werden.

Krasse Klassen

Jeder Charakter kann eine von insgesamt 12 Klassen wählen. Jede dieser Klassen hat ihre Eigenheiten, die sie auszeichnen. Hier möchte ich die Klassen gerne näher vorstellen:

Krieger: Der Krieger ist der typische Schadenausteiler. Er hat einen hohen Angriff und hauptsächlich Fähigkeiten, die dem Gegner Schaden zufügen. Er zieht mit Schwertern und Rüstungen in den Kampf.

Magier: Der Magier nutzt magische Angriffe, die sowohl auf einzelne als auch auf mehrere Gegner wirken können. Er bezaubert mit Roben und Stäben.

Priester: Wer sich am Leben halten will, sollte sich in Kämpfen heilen. Der Priester hat sich dies zur Aufgabe gemacht und lernt von daher alle möglichen Arten von Heilzaubern. Priester kleiden sich in Talaren und kämpfen mit Stäben. Letztere sind andere als die der Magier.

Am liebsten klaut er Erdnussflips. Sein Kopf ist dann immer ganz gelb.

Dieb: Diebe sind sehr flink und können alle Gegner auf einmal angreifen, jedoch fehlt es ihnen etwas an Kraft. Neben dem Stehlen gehört auch das Fallen legen zu seinen Fähigkeiten. Er klaut in Kluften und mit Dolchen.

Popstar: Eine unterstützende Klasse, deren Fähigkeiten die Gegner ablenken können oder den Verbündeten eine weitere Aktion in der Runde erlauben. Sie treten in Dressen und mit Mikros auf.

Koch: Ein weiterer Heiler für die Gruppe, der jedoch nur eine fixe Zahl an HP heilen kann. Dafür hat er mehr Abwehr und auch einige Offensive Fähigkeiten. Er kocht mit Pfannen und Uniformen

Katze: Miaumyaa mya miau. (Katzen sind schnelle und starke Kämpfer.) Myamya miau mya. (Sie können ihren eigenen Angriff erheblich steigern.) Miaumyamiaumya. (Sie krallen sich Pfoten und Catsuits für den Kampf.)

Unhold: Magische Angreifer, die auch die Abwehr des Gegners minimieren können. Zudem können sie HP und MP des Gegners absorbieren. Sie veralbern den Gegner in Kostümen mit Piksern.

Forscher: Nutzt Magie, die auf alle Gegner geht. Ansonsten kann er Verbündete verstärken und vor Statusänderungen bewahren. Vielseitig, verbraucht aber eine Menge MP. Er greift im Kittel zur Flasche.

Panzer: Ein hoher Angriff und eine hohe Abwehr zeichnen diese aus. Allerdings werden Verbündete gerne mal sauer auf ihn, da er sie als Geschosse benutzt. Er zieht mit Panzern und Geschossen in den Krieg.

Prinzessin: Sie unterstützt die Truppe indem sie MP heilt, Gegner ablenkt oder auch Statusveränderungen verhindert. Kleider und Fächer zeigen, dass sie über dem Pöbel steht.

Blume: Nutzt hauptsächlich Angriffszauber, aber auch ein paar Heilzauber. Ist sicher nicht mehr grün hinter den Ohren. In Blüten und mit Blättern blüht sie richtig auf.
Cast

Der Abenteurer – Rief (Ich selbst)
Die Magierin – Moby (Meine Frau)
Der Dieb – Dai-kun (Unser Kater)
Die Priesterin – Chiisa (Unsere Katze)
Die Katze – Chibi (Eine Freundin)
Der Forscher – Tingel (Mein Schwager)
Der Popstar – Gugel (Tingels Freundin)
Die Prinzessin – Tomo (Tomodachi Life-Charakter)
Der Panzer – Kouki (Tomodachi Life-Charakter)
Die Köchin – Hana (Tomodachi Life-Charakter)

Der Dunkle Fürst – Kyou (Unser verstorbener Kater)
Der Große Weise – Miyamoto
Der Briefträger – Alm (Fire Emblem Echoes)
Der Nintendo-Fan – Tetra (The Wind Waker)
Der König von Anfangs – Toad
Die Prinzessin von Anfangs – Zelda
Reicher Adliger, Zeldas Verlobter – Batman
Armer Adliger, in den Zelda verliebt ist und umgekehrt – Luigi
Der Lampengeist – Papyrus (Undertale)

Das Dorf Anfangs
- Gumba
- Samus und ihr Sohn Aonuma
- Turteltäubchen Pikachu und Yuki
- Bürgermeister Bowser

Die Schlosswache
Professor Eich
Vegeta
Mario
Heisenberg

Fesche Feen
Celica (Fire Emblem Echoes)
Midna
Melinda (Animal Crossing)

Redaktionswertung

8

Spiele-Hit

Zum Wertungssystem

Unser Fazit zu Miitopia

Meinung von Sebastian Schewe
Ich habe ein nettes, kleines Spiel erwartet, das für gelegentlichen Spaß sorgt. Doch man habe ich mich getäuscht. Miitopia bietet sehr viel mehr als Trailer es zeigen könnten, es hat viel mehr Inhalt als man es von einem Mii-Spiel erwartet. Ich wurde durchaus positiv überrascht, dabei waren meine Erwartungen schon sehr positiv. Ich konnte das Spiel kaum mehr weglegen. Vor allem kann man es auch sehr gut nebenbei spielen, während man eine Serie schaut oder dergleichen. Der Humor traf größtenteils auch meinen Geschmack, was aber auch an der Wahl meiner Charaktere liegt. Natürlich hat man keine total tiefgründige Story, aber das würde dem Spiel auch nicht gut tun.
Mein persönliches Highlight: Generell die Möglichkeit, die Rollen selbst auszuwählen.

Kommentare 8