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Test zu Mighty Gunvolt Burst - Nintendo 3DS

  • Deutschland Deutschland: Mighty Gunvolt Burst
  • USA USA: Mighty Gunvolt Burst
  • Japan Japan: Mighty Gunvolt Burst
Plattform
Nintendo 3DS
Erscheinungsdatum
29.06.2017
Vertrieb
Inti Creates
Entwickler
Inti Creates
Genre
Action, Platformer, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Wenn Beck und Gunvolt zusammenarbeiten – Oder auch nicht?

Von Maik Dallherm ()
Mighty Gunvolt Burst ist der Nachfolger zu Mighty Gunvolt, das mehr oder minder als Bonus zu Azure Striker Gunvolt erschienen ist. Mighty Gunvolt Burst ist ein von Inti Creates Co. entwickeltes Crossover-Spiel zwischen Mighty No. 9 und Azure Striker Gunvolt, woraus sich auch der Name des Spiels zusammen setzt. Es ist als Retro-Spiel angedacht, nur in englischer Sprache verfügbar und ohne jegliche Online-Funktionen. Eine Sache sollten Spieler von Mighty Gunvolt schonmal wissen: Mighty Gunvolt Burst ist zwar pro Durchlauf nicht besonders lang, doch stellt es in Sachen Spielzeit, Umfang, Schwierigkeitsgrad und Dynamik seinen kurzen Vorgänger definitiv in den Schatten.

Das vielleicht bessere Mighty No. 9?

Die Story variiert mit dem Protagonisten. Wer steht denn dort gegenüber?

Anhand des Titels kann man vermuten, dass das Gameplay den beiden Reihen entsprechend ähnlich ist: ein Sidescroller-Shooter ala Mega Man. Und wie man ebenso vermuten kann, stehen euch die beiden Protagonisten der Titel entsprechend zur Auswahl: Gunvolt und Beck. Wählt euren Charakter mit Bedacht, denn eure Entscheidung ist an einen von acht möglichen Spielständen gebunden. Der Grund: Auch wenn das Spiel sich die gleichen Level teilt, so erzählt die Handlung je Charakter ein anderes Szenario.

Wo wir schon von den Leveln reden: Die meisten von ihnen können in einer unabhängigen Reihenfolge gespielt werden. Einen ansteigenden Schwierigkeitsgrad merkt man dennoch, weswegen die Auswahl wohl überlegt sein sollte. Habt ihr ein Level ausgewählt, so stürmt ihr durch dieses in einem nostalgischen 8-Bit-Retrostil und haut euren Gegnern mit den Blasterschüssen oder auch euren Spezialfähigkeiten, die je nach Charakter variieren, eines über den Kopf. Nach jedem Level wartet ein Bossgegner auf euch. Zwar etwas schwieriger als beim ersten Teil, können jedoch auch hier ihre Moves mit der Zeit durchschaut werden. Sind sie also zunächst zu schwer, macht sich nach wenigen Versuchen eine Lernkurve bemerkbar. Geht eure Energie zu Neige, könnt ihr im Pausemenü auf Heilmittel in Form von Nahrung zugreifen, die ihr im Laufe des aktuellen Levels gesammelt habt.

Eure Waffe kann in vielen Aspekten modifiziert werden.

Habt ihr ein Level erfolgreich beendet, könnt ihr euch nach der Rückkehr eine von drei besonderen Belohnungen aussuchen. Das können einerseits Pixelsticker sein, die gesammelt werden und auch als Profilicons dienen, oder auch Fähigkeiten für euren Charakter. Bei der Individualisierung stoßen wir nun auch auf ein besonderes Feature. Mit sogenannten CP (Customization Points) können die Schussprojektile komplett überarbeitet werden. Das heißt, ihr könnt beispielsweise die Geschwindigkeit, die Größe und das Verhalten der Schüsse modifizieren. Dabei kommen nahezu unzählige Kombinationen zustande, die verwendet werden können. Bessere Effekte bedeuten natürlich auch weitere CP-Kosten. Die Gameplay-Erfahrung ändert sich an dieser Stelle hingehend des ausgewählten Charakters. Spiel ihr mit Gunvolt, könnt ihr Skillpunkte (SP) benutzen, um besondere Fähigkeiten einzusetzen, die nur ihm zur Verfügung stehen. Beck kann allerdings mit Hilfe der CP den gesamten Typ seiner Schüsse verändern. Die Maximalzahl der CP können übrigens durch Belohnungen aus den Levels erweitert werden.

Das "Burst" im Titel hat übrigens auch seine Bedeutung. Dabei handelt es sich um ein neues Feature für das Spiel, das sich aber ausschließlich auf die Punktzahl auswirkt. Besiegt ihr einen Gegner, während sich dieser in unmittelbarer Nähe von euch befindet, gilt dies als ein Burst. Diese werden als Ketten (Burst Combo) gestapelt, bis sie durch eine reguläre Eliminierung unterbrochen werden. Je länger die Kette bestehen konnte, desto größer fällt die anschließende Punktebelohnung aus. Durch dieses Feature fordert das Spiel also den Spieler heraus, sich häufiger auf einen Nahkampf einzulassen, was natürlich auch ein größeres Risiko darstellt.

Gegner lauern überall. Zum Glück machen Gunvolts Fähigkeiten einem das Leben leichter.

Im Spiel stößt ihr auch auf Herausforderungen (Challanges). Diese kann man ähnlich wie Erfolge betrachten, mit dem Unterschied, dass ihr diverse Belohnungen aus diesen erhalten könnt. Die Herausforderungen sind wie auch die Pixelsticker nicht an den Spielstand gebunden, sondern werden über alle Spielstände übergreifend freigeschaltet, beziehungsweise gesammelt.

Technisch ist Mighty Gunvolt Burst nicht sonderlich anspruchsvoll. Wie bereits erwähnt ist es ein 8-Bit-Retro-Spiel, Ruckler oder ähnliches sind mir bislang nicht aufgefallen. Der New Nintendo 3DS wird zwar an sich unterstützt, aber besondere Vorteile gibt es nicht. Lediglich die ZL- und ZR-Knöpfe können manuell von den Einstellungen aus belegt werden.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Mighty Gunvolt Burst

Meinung von Maik Dallherm
Mighty Gunvolt Burst ist im Grunde eher minimalistisch präsentiert, doch punktet es besonders durch die vielen Anpassungsmöglichkeiten von Waffen und Techniken sowie das vom Charakter beeinflusste Gameplay. Die audiovisuelle Aufmachung spricht die Retro-Fans an, Mega Man-Kenner werden ohnehin schon interessiert sein und wen der Vorgänger interessierte, dem sollte gesagt sein, dass dieses Spiel jenem in jeder Hinsicht überlegen ist. Dennoch ist es relativ speziell und man sollte nicht mit zu vielen Erwartungen herangehen. Mighty Gunvolt Burst ist wie die meisten derartigen Spiele ein reiner Einzelspieler-Titel ohne Mehrspieler- oder Online-Funktionen.
Mein persönliches Highlight: Die Individualisierung und die Musik. Für 8-Bit habe ich nicht viel übrig, aber die Melodien sind cool.

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