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Test zu Kid Tripp - Nintendo 3DS

  • Deutschland Deutschland: Kid Tripp
  • USA USA: Kid Tripp
  • Japan Japan: Kid Tripp RUN!
Plattform
Nintendo 3DS
Erscheinungsdatum
27.07.2017
Vertrieb
Four Horses
Entwickler
Four Horses
Genre
Platformer, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Auto-Runner mit Suchtfaktor

Von Dennis Gröschke ()
Mein diesjähriger Sommerurlaub sollte etwas ganz Besonderes werden, die Planungen liefen bereits seit Herbst und ich hatte mir extra drei Wochen freigenommen. Warum nicht mal mit dem Flugzeug eine Weltreise machen? Sicher, den Auto-Führerschein habe ich als Kid natürlich noch nicht, das hielt mich aber nicht davon ab, den Pilotenschein zu machen. Der ließ sich ganz einfach als Kurs im Internet bestellen, die Praxisstunden absolvierte ich im Flugsimulator auf dem PC, was sollte da schon schiefgehen? Ich flog da also so vor mich hin und dachte mir nichts Böses, als ich auf einmal einen Giraffenhals vor mir erblickte. War ich doch zu niedrig geflogen? Gibt es Giraffen in Nordeuropa? Scheinbar vom Kurs abgekommen, kollidierte ich mit der Giraffe und stürzte ab. Ich überlebte knapp, befand mich aber seitdem auf der Flucht, da die einheimischen Tiere es auf mich abgesehen hatten und mich verfolgten.

DIe Sprungpassagen haben es ganz schön in sich.

Die Tierwelt hat es auf euch abgesehen!

Da ich zu lange im Flugzeug saß, mussten sich meine Beine erst einmal wieder an die ungewohnte Situation des Stehens gewöhnen und gehorchten mir noch nicht wieder. So kam es, dass ich gefühlt automatisch loslief und nicht mehr stoppen konnte. Zu allem Überfluss führte mich mein Weg allerdings über Stock und Stein, sodass ich gezwungen war, meine Sprungkraft einzusetzen und kleine Steine als Waffen einzusetzen, um mich den Gegnern auf meinem Weg zu widersetzen. Ich konnte also nicht aufhören zu laufen, immerhin war es mir möglich, die Geschwindigkeit zu reduzieren, sodass ich mich zwar bewegen musste, aber die Wahl zwischen gehen und laufen hatte. Würde ich es nicht besser wissen, würde ich behaupten, ich befände mich in einem Smartphone-Spiel auf einer bekannten Plattform mit einem Apfel als Logo. Weiterhin schien mein Kopf beim Absturz nicht ganz unversehrt geblieben zu sein, ich nahm meine Umgebung nun sehr grob, um nicht zu sagen pixelig wahr. Weiterhin schien ich von etwas oder jemandem beobachtet zu werden, denn ich wurde das Gefühl nicht los, dass mir jemand bei meinem Abenteuer zusieht. Dabei war unter mir nur eine große schwarze Leere, lediglich in dem Bereich wo ich und meine tierischen Gegner sich befanden, spielte sich das Geschehen ab. Zu allem Überfluss stellten sich bei mir zwischendurch auch weitere Wahrnehmungsstörungen ein, als ob jemand mit einem Regler die Umgebung, in der ich mich bewegte, plastischer erschienen ließ. Immerhin bekam ich von der plastischeren Umgebung keine Kopfschmerzen, im Gegenteil, ich fand mich in beiden Umgebungen gut zurecht.

Die Sprungpassagen haben es ganz schön in sich – hier noch relativ einfach.

Doch wie kam ich nun zurück von meinem Abenteuer wollt ihr wissen? Nun ja, ich habe es irgendwann geschafft, sonst könnte ich euch davon ja nicht berichten. Aber es war wirklich nicht einfach, das kann ich euch sagen. Auf meinem Weg durch die Wildnis, der mich über Seen, Lavalandschaften und durch Höhlen führte, stolperte ich über Münzen, die ich im Vorbeigehen einsammelte. Jedes Mal wenn ich 100 Münzen eingesammelt hatte, fühlte ich mich stärker und quasi wie Neugeboren. Jedoch gab es durchaus Passagen auf meiner Reise, die sich mir nicht sofort erschlossen. So kam es, dass ich nach gefühlten 10 Leben, die mir zur Verfügung standen, alle bereits eingesammelten Münzen abgeben musste, wollte ich meine Reise fortsetzen. Nicht weiter schlimm, wollte ich doch lediglich aus dieser Misere entkommen. Allerdings startete ich wieder zu Beginn des Abschnitts, ich dachte erst ich hätte ein Deja-vu, doch es war tatsächlich so. Ich malte mir bildlich aus, dass es bestimmt auch Menschen geben würde, die in dieser Situation alle Gegner erledigen und alle Münzen einsammeln würden – pfft Nerds!

Wie setzt man einen Auto-Runner auf dem Nintendo 3DS um?

Ich machte mir in meiner Not auf dieser Reise ein paar Gedanken, um mich abzulenken. Da ich gerne Nintendospiele mag, stellte ich mir vor, mein Abenteuer wäre ein Nintendo 3DS-Spiel und ich wäre der Protagonist. Ja ich weiß, heutzutage bringt man die Spiele auf die Nintendo Switch, aber wer will denn so ein Pixelabenteuer auf der neuesten Konsole sehen? Man bräuchte auf dem 3DS auch nur den oberen Bildschirm zu nutzen, das 3D wäre nicht notwendig, sähe aber gut aus und würde ein wenig (Achtung, Wortspiel!) Tiefe ins Abenteuer bringen. Da es sich um einen Auto-Runner handelt, bräuchte man sich um das Schiebepad und das Steuerkreuz keine Gedanken machen. Lediglich zum Rennen müsste man eines von beiden nach rechts gedrückt halten. Das Springen würde ich auf die A-Taste legen, Steine schleudern könnte man mit der B-Taste. Richtig cool, wenn man beide Tasten gleichzeitig drücken würde, könnte man springen und den weiter entfernten Gegnern schon mal mit der Schleuder einen Stein vor den Kopf knallen. Die Level würde ich nicht länger als 30 Sekunden gestalten, ist ja immerhin ein Port vom Smartphone, da ist die Aufmerksamkeitsspanne nicht so hoch.

In den Höhlen lauern viele unbekannte Gegner.

Meine Gedanken wurden jäh unterbrochen, als ich eine Lore bestieg, nun war ich auch noch Begebenheiten ausgesetzt, an denen ich nichts ändern konnte. Die Lore fuhr einfach so durch den Berg, ich konnte mich nur durch Sprünge in weitere Loren retten, um nicht gegen die Felsen zu stoßen, die sich mir in den Weg stellten. Immerhin gelang es mir den Kurs auswendig zu lernen und zu meistern, überhaupt gelang meine Flucht lediglich mit viel Trial & Error. In meinem Kopf machte sich zu allem Überfluss auch noch eine passende Retro-Musik breit, die ich nicht mehr aus den Hirnwindungen bekam. Sie änderte sich erst, als ich einen Abschnitt hinter mir ließ. Ich kann euch sagen, selbst die originellste Musik kann einem auf die Nerven gehen, wenn man diese einfach nicht vergessen kann. Als ich dann die Höhle wieder verlassen hatte und endlich wieder Tageslicht erblickte, fing es an zu schneien. Verrückt, oder?

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Kid Tripp

Meinung von Dennis Gröschke
Kid Tripp fesselte mich an den Bildschirm, wie schon kein anderes Spiel mehr in letzter Zeit. Nicht, dass es da keine Gelegenheit zu gegeben hätte, im Gegenteil, aber schnell stellt sich ein gewisses Suchtverhalten ein. „Das Level muss doch zu schaffen sein, das kann doch nicht wahr sein“ Die Präsentation minimalistisch pixelig, der Sound ebenso, aber der Schwierigkeitsgrad knackig. Wenn man ein Plattformer-Profi ist kann man das Spiel locker in unter 45 Minuten durchspielen. Das Spiel bietet dann noch einige Herausforderungen in den bestehenden Leveln, wie alle Goldmünzen einzusammeln oder bestimmte Achievements freizuschalten (Beende das Spiel mit weniger als 100 Leben). Für eine höhere Wertung hätte ich mir noch ein wenig mehr Abwechslung und Umfang gewünscht. Der 3D-Effekt ist für ein Spiel dieser Güte gar nicht mal schlecht, hat mich allerdings vom wesentlichen abgelenkt. Da es sich um eine Portierung vom Smartphone handelt, frage ich mich, wie dort die Steuerung so exakt nachgebildet wurde. Ich für meinen Teil bin immer froh physische Knöpfe zu haben, denn eines ist klar. Wenn ihr in diesem Spiel scheitert, liegt das nicht am Spiel, da gibt es sich sehr direkt und setzt alle Eingaben korrekt und schnell um. Es liegt an einem selbst, und das nagt dann doch am Ego. Mir hat es geholfen, das Spiel beiseite zu legen und es ein paar Stunden später nochmals zu probieren. Meist hat es dann auch beim ersten Versuch geklappt, aber leider nicht immer…
Mein persönliches Highlight: Das Gefühl wenn man ein Level nach gefühlten 100 Leben endlich beendet hat.

Kommentare 1

  • Zalpha - 10.08.2017 - 11:22

    Das Game ist für mich eine Enttäuschung
    Ich dachte es wäre ein gutes Jump&Run mit einer schon längst ausgeschlachtesten Pixel-Optik.
    Letzendlich es ist ein bockschwerer (oder ich bin einfach viel zu schlecht) Runner,wobei man alles auswenig lernen muss um einen Zentimeter weiterzukommen.
    Ich will einfach nichts mehr mit diesem Game zu tun haben :thumbdown: