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Test zu Ironcast - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Ironcast
  • USA USA: Ironcast
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
10.08.2017
Vertrieb
Ripstone Publishing
Entwickler
Dreadbit
Genre
Strategie, Puzzle
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Ein Mal Puzzle-Spiel mit Rollenspiel- und Strategie-Elementen zum Mitnehmen bitte!

Von Max Kluge ()
Das Spiel Ironcast von Dreadbit verschlägt euch in das auslaufende 19. Jahrhundert, in dem ein verbitterter Krieg zwischen den Engländern und den Franzosen tobt. Auslöser der nunmehr zehn Jahre andauernden Auseinandersetzung ist ein besonderer Stoff, der massive Energie in sich trägt und es ermöglicht, sogenannte Ironcasts, riesige stählerne Roboter, zu betreiben. Ihr kämpft hierbei auf Seiten der Engländer, die verzweifelt versuchen die Franzosen davon abzuhalten, ihre Insel zu betreten.

Im Knotenpunkt-Raster versorgt ihr euch mit notwendigen Ressourcen.

Das Gameplay des Spiels ist eine interessante Mischung aus allerhand verschiedenen Elementen. Vor jeder Mission dürft ihr euch zunächst einmal einen Kommandanten und einen Ironcast aussuchen, mit dem ihr euch später in die Bresche schlagt. Hier steht euch zunächst nur ein Charakter und ein Roboter zur Verfügung. Im Verlauf des Spiels könnt ihr dieses Aufgebot jedoch deutlich erweitern. Schließlich ist es euer Ziel in verschiedenen Missionen möglichst viel Geld zu erbeuten, euren Ironcast zu verbessern und Arbeitskräfte zu generieren.

Die Missionen kommen dabei mit verschiedenen Zielen daher. Meistens müsst ihr schlicht einen oder mehrere gegnerische Ironcasts besiegen. Manchmal wird von euch aber auch verlangt, zu überleben oder bestimmte Güter zu sammeln. Ein anderes Mal steht ein Handel im Vordergrund, dieser stellt eure Wortgewandtheit auf die Probe. Die Auswahl ist hier wirklich gut gewählt und bringt ordentlich Varianz ins Spiel. Zudem muss man sich auf jede Mission neu einstellen und kann nicht bei jeder Aufgabe die gleiche Taktik benutzen.

Im Zentrum des Gameplays steht dabei jedes Mal ein Feld von Ressourcenknoten. In jeder Runde dürft ihr zwei Mal beliebig viele Knoten der gleichen Farbe miteinander verbinden und bekommt die jeweiligen Ressourcen schließlich gutgeschrieben. Diese könnt ihr schließlich aufwenden, um eure Schilde zu laden, euren Motor in Gang zu setzen, Waffen abzufeuern, euren Ironcast herunterzukühlen oder bestimmte Parts eures Roboters zu reparieren. Hinzu kommen diverse aktive und passive Fähigkeiten für euren Charakter und den Ironcast, die ihr bei einem Level-Up freischaltet und die euch in euren Missionen Vorteile gegenüber euren Gegnern geben.

Ironcast bietet einen interessanten Mix aus verschiedenen Genre-Elementen.

Schnell offenbart sich euch hier der Tiefgang des Spiels, denn man kann viele verschiedene Strategien und Synergien ausprobieren. Es gibt zum Beispiel eine Fähigkeit, die euren Waffenschaden bei einer Überhitzung eures Ironcasts verdoppelt. Das bedeutet zwar, dass euer Roboter aufgrund der Überhitzung auch Schaden erleidet, ihr eurem Gegner aber mächtig eins auf die Zwölf geben könnt. Gepaart mit einer Fähigkeit, die dem Gegner fünf Kühlmitteleinheiten klaut, kann man sich schnell wieder von seinem Hitzeanfall erholen und den Sieg für sich beanspruchen.

Ähnlich verhält es sich mit den Waffen, die ihr nach euren Missionen, vor allem dann, wenn ihr einen gegnerischen Ironcast erledigt habt, freischalten könnt. Hierbei teilt das Spiel grob in Projektil- und Energiewaffen ein, die alle verschiedene Eigenschaften besitzen und von euch nach Belieben kombiniert werden können. Jede Waffe, der Antrieb sowie die Schildsysteme haben zudem einen Slot, in dem ihr eine besondere Fähigkeit registrieren könnt, um euren Ironcast noch weiter zu personalisieren.

In der Werkstatt repariert ihr euren Ironcast, kauft euch neue Waffen und andere Verbesserungen.

Eine möglichst effiziente Strategie zu finden und seinen Roboter möglichst robust und in sich geschlossen zu bauen, ist eine der Hauptaufgaben des Spiels. Beißt ihr nämlich ins Gras, dann war es das – eure Kampagne endet und ihr dürft neu beginnen. Jedoch könnt ihr mit den Auszeichnungen, die ihr im Verlauf eurer Missionen erlangt habt, weitere Charaktere, Ironcasts und Verbesserungen freischalten, die euch im nächsten Durchlauf zugutekommen. So entsteht ein Spiel, welches zwar repetitiv ist, aber auch wahnsinnig süchtig macht. Schließlich möchtet ihr immer mehr ausprobieren, um weiterzukommen, als beim letzten Mal.

Dass die Handlung dabei nicht so ausgefeilt ausfällt, wie man vielleicht zu Beginn des Spiels denkt, ist zwar schade, aber auch irgendwo verständlich. Die Figuren haben wenig Tiefe und auch die Dialoge lassen teilweise zu wünschen übrig, aber die Stimmung und Atmosphäre, die das Spiel vermitteln möchte, werden dadurch dennoch übertragen. Dies ist nicht zuletzt auch dem großartigen Soundtrack und den wunderbaren Soundeffekten geschuldet. Diese passen nämlich wie die Faust auf‘s Auge und klingen so authentisch, wie es eine Triple A-Produktion nicht besser hinbekommen hätte.

Der Soundtrack und die Soundeffekte von Ironcast sind außerordentlich gut gelungen.

Auch die Grafik des Spiels ist ein eindeutiger Pluspunkt. Der Teslapunk-Stil der verschiedenen Charaktere und Roboter, die heruntergekommenen und zerbombten Umgebungen und die tollen Menü-Designs schlagen alle in die gleiche Kerbe und präsentieren sich als extrem stimmiges Gesamtkonzept. Das muss man Ironcast wirklich hoch anrechnen. Eine kleine Beanstandung gibt es an dieser Stelle allerdings dennoch: Die Schrift ist im Handheld-Modus etwas klein geraten. Das liegt aber auch daran, dass man schlicht viel Text auf dem Bildschirm unterbringen musste.

Der Umfang des Titels ist hingegen ein wenig schwieriger zu beurteilen. Ich hatte in vielen Kampagnen-Durchgängen unheimlich viel Spaß und habe rund zwölf Stunden in das Spiel investiert. Wenn ihr jemand seid, der wirklich alles freischalten und jede Mission erkunden möchte, könnt ihr vermutlich auch von der doppelten Spieldauer ausgehen. Sein Geld ist Ironcast daher auf jeden Fall wert, man sollte allerdings wissen, dass einem hier ein recht arcade-lastiger Titel erwartet, der eben auch viel mit Wiederholungen spielt.

Redaktionswertung

8

Spiele-Hit

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Unser Fazit zu Ironcast

Meinung von Max Kluge
Ironcast ist ein sehr interessanter Arcade-RPG-Strategie-Mix, der wunderbar authentisch daherkommt und mit einem frischen Spielkonzept zu punkten weiß. Jedes Mal, wenn man in einer Kampagne gestorben ist, möchte man gleich eine neue starten, um aus seinen Fehlern zu lernen und weiterzukommen. All das wird untermalt von einem fantastischen Soundtrack, der gleichermaßen episch und bedrückend ist und somit die Kriegsthematik wunderbar einfängt. Auch die optische Präsentation des Titels ist sehr stimmig. Einzig die Handlung hätte vielleicht etwas spannender ausfallen können.
Mein persönliches Highlight: Der Soundtrack und die Soundeffekte.

Kommentare 3

  • EdenGazier Prinzipal der Spiele - 21.08.2017 - 10:09

    15€ für 15 Missionen von den zwei Bosse sind.

    Da bieten andere Spiele mehr. Puzzle Quest hat es vor gemacht.

    Wartet bis es reduziert angeboten wird.

    Seine 8 Punkte ist verdient. bis man es durch hat. Dann versteht ihr wieso ich ernüchtern nur 5 geben würde.
  • Splatterwolf Flop-Weltstar seit 1889 - 21.08.2017 - 10:29

    Ich muss sagen, dass schon das Setting mir nicht so zusagt.

    Grundsätzlich bin ich solchen Spielen nicht abgeneigt, da muss dann aber alles passen.
    Meist ist das dann doch nur für zwischendurch.
  • Zyraxx Turmheld - 21.08.2017 - 10:58

    ich hätte 3 Punkte vergeben. Den Permadeath hätts nicht gebraucht. So wiederholt sich alles viel zu schnell, man klickt die Dialoge nur noch weg. Ich finde, dass das eigentliche Spiel, das Sammeln der Knotenpunkte viel zu kurz kommt.

    Zudem wirds einfach künstlich schwerer gemacht, indem man bei späteren Kömpfen einfach weniger Munitionssteine aufs Spielfeld bekommt.

    Ich hab Puzzlequest hoch und runter gespielt, aber hier fehlt mir einfach das itensive Knotenpunktesammeln. Mir gefällts nicht so gut. Für den Vollpreis würd ichs nicht empfehlen.