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Test zu Phantom Trigger - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Phantom Trigger
  • USA USA: Phantom Trigger
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
10.08.2017
Vertrieb
tinyBuild Games
Entwickler
tinyBuild Games
Genre
Adventure, Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 0
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Phantom Trigger: Das erste Videospiel für Hipster?

Von Dirk Apitz ()
Pixelspiele gibt es nun wirklich genug. Phantom Trigger sieht auf den ersten Blick auch nicht besser aus und doch lohnt sich da ein zweiter Blick. Denn schnell wird klar, dass auch noch andere Hintergründe zu sehen sind und dass man sich beim Design richtig viele Gedanken gemacht hat. Allerdings kann ich das nicht wirklich vom Rest sagen, wobei ich hier nicht alles schlecht reden will. Denn am Ende erscheint mit Phantom Trigger ein interessantes und solides Spiel.

Eine durchgekaute Story-Suppe bitte!

Die Geschichte wird mit kleinen Einspielern voran geführt, auch gern mitten im Kampf.

In diesem Spiel spielt ihr Stan und eine weitere Figur, die sich in einer anderen Welt befindet. Stan selbst kämpft gegen eine gefährliche Krankheit und wird einer sehr merkwürdigen Behandlung unterzogen. Die andere Figur, dessen Name uns nicht verraten wird, befindet sich derzeit im Land der Verzweiflung (damit ist nicht Sachsen gemeint!), wo man kurz nach der Ankunft eigentlich stirbt. Doch scheint es, dass diese Figur der "Auserwählte" ist, von dem alle immer sprechen. Was hat das eigentlich jetzt mit Stan zu tun und warum reden hier alle nur in Rätseln? Diese Frage klärt sich im weiteren Spielverlauf.

Das hört sich gut an und auch spannend. Am Anfang ist die Geschichte sogar sehr fesselnd und interessant erzählt. Den Twist bekam ich aber schnell raus, weil die ganze Story leider schon zu oft erzählt wurde und überhaupt nichts Neues bietet. Das ist besonders deswegen schade, weil die restliche Aufmachung etwas völlig anderes verspricht. So ist sie nur schön verpackt, aber der Inhalt wird dadurch nicht besser. Gut, es ist besser eine Geschichte zu haben, als gar keine Geschichte zu haben. Es wirkt hier eher so, als hätten sich die Entwickler auf andere Dinge konzentriert und wollten es dennoch mit einer Geschichte versuchen. Dies geht leider nicht ganz auf, so war es mir auch egal, was mit den Charakteren passiert.

Wir verzichten auf die obligatorischen Vergleiche mit Dark Souls...

Die Endbosse einer Welt sind im Vergleich zum restlichen Spiel relativ einfach.

Das Gameplay ist komplexer als am Anfang angenommen. Nach und nach erlangt ihr neue Fähigkeiten und damit auch neue Combos, die relativ schwer zu meistern sind. Mit der B-Taste könnt ihr euch teleportieren und mit Y,X oder A Schläge ausführen, die jeweils auch unterschiedliche Farben und Elemente besitzen. Dies wird für Rätsel oder Gegnertypen sehr wichtig. Zudem levelt ihr durch die jeweiligen Aktionen auch die Fähigkeiten hoch. Dadurch verkommt das Spiel nicht zu einem simplen button-mashing. Neben neuer Fähigkeiten gibt es auch noch verschiedene Ressourcen, damit eure Waffen besser werden. Eure Energieleiste kann nicht aufgebessert werden. Nur ihr selbst werdet, auch durch neue Combos, immer besser und stärker. Dies erhöht den Schwierigkeitsgrad enorm und macht das Ganze schwieriger, als es ohnehin schon ist. Den voreingestellten "Hard"-Modus solltet ihr am Anfang jedenfalls meiden. Es gibt zudem kein Tutorial oder weitere Erklärungen und es braucht ein wenig Zeit, bis man das Spiel verstanden hat. Wer das Kampfsystem, was auch relativ frustrierend ist, einmal drin hat, der wird viel Spaß damit haben. Leider lässt das Spiel einen auch hier im Regen stehen.

Ebenso fehlt ein Tutorial wie es mit den sogenannten "Chucks" funktioniert oder wie die Ressourcen überhaupt eingesetzt werden. Das Spiel setzt einfach voraus, dass man es wissen muss. Gerade am Anfang wurde ich dadurch völlig überfordert und viele andere werden daran ebenso schnell die Lust verlieren. Zudem werden natürlich relativ schnell die Feinde stärker und das Einzige was dir dagegen hilft, ist das Studieren der Bewegungen und Fähigkeiten, nur so habt ihr später eine Chance. Das Gleiche gilt für die Bosse, die ironischerweise meistens einfacher sind, als der jeweilige Abschnitt selbst. Was helfen kann, ist das Spielen mit einem Freund. Im Koop-Modus könnt ihr euch das Spiel etwas einfacher machen und gemeinsam Spaß haben. Insgesamt bekommt man, wenn man das Spiel drauf hat, gute Slasher-Action geboten. Dennoch sei gesagt, dass der Schwierigkeitsgrad nicht für jeden Zocker etwas ist und manche schlichtweg keinen Spaß daran haben werden und schnell gefrustet sind.

Der Style dieses Spieles ist das absolute Highlight und motiviert sogar, alles einmal gesehen zu haben.

Der Soundtrack ist am Anfang sehr spannend und gut. Doch schnell ist auch hier die Enttäuschung groß, denn es gibt im Grunde nur zwei Songs. Einen Song findet man im Hauptmenü und den anderen im Spiel, das war es. Dabei wäre viel mehr drin gewesen, hier wird an der falschen Stelle gespart. Denn die Präsentation ist ganz klar die große Stärke und erzeugt mit diesem Grafikstil eine spannende Atmosphäre. Die Entwickler entschieden sich nicht einfach einen simplen Pixel-Look zu entwerfen, sie arbeiteten zudem noch mit anderen Grafik-Stilen. Pixel sind nur dann zu sehen, wenn sie dort auch sein sollen. Dadurch entsteht eine sehr einzigartige Optik mit Neon-Farben und Electro-Look. Man könnte meinen, dass das Spiel die sogenannten Hipster ansprechen will und diese werden sogar manchmal auch auf den Arm genommen. Ich selbst bin auch ein großer Fan von Neon-Farben und der Einsatz wirkt hier nie deplatziert. Auch die Welten unterscheiden sich optisch und bieten etwas Abwechslung. Dies kann man vom Design der Gegner, die aber selbst wenigstens interessant wirken, nicht sagen. Sehr schnell wirken diese sehr ähnlich oder gar gleich. Dennoch ist das Spiel wenigstens in seiner Optik besonders schön und wirklich ein Hingucker.

Redaktionswertung

6

Überzeugend

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Unser Fazit zu Phantom Trigger

Meinung von Dirk Apitz
Zwei Menschen haben dieses Spiel entwickelt und dafür sieht es wirklich unglaublich aus. Auch ist das Spiel komplexer als man denkt und wenn man das Kampfsystem verstanden hat, macht es wirklich Spaß. Da ist aber schon das Problem. Das Spiel ist überhaupt nicht zugänglich und es braucht sehr lange, eh man mit diesem Spiel zurechtkommt. Lässt man sich nicht entmutigen, bekommt man ein solides und schönes Spiel. Viele werden das Spiel aber gefrustet von der SD-Karte löschen. In Sachen Soundtrack und Story lässt das Spiel auch viel Potenzial liegen. Schade, dass die Entwickler ihre Arbeit nicht selbst belohnen und das Spiel abrunden.
Mein persönliches Highlight: Die Grafik und das komplette Design sind wirklich sehr umwerfend.

Kommentare 6

  • Herr von Faultier Turmbaron - 18.08.2017 - 00:46

    Das ganze klingt jetzt nicht unbedingt nachdem was ich unbedingt haben muss. Die Grafik hat mich im Gegensatz zu Dirk eher abgeschreckt und war der Hauptgrund dafür das Spiel nicht zu kaufen. Beim Schwierigkeitsgrad schätze ich mal wird es so ähnlich sein wie Gonner und das war mir echt zu dolle. Bei so einem hohen Frustfaktor verliere ich dann doch irgendwann den Spaß am Spiel, deshalb ist es gut, dass im Test mehrfach darauf hingewiesen wird. Es ist dann ja doch schade Geld auszugeben für ein Spiel was dann nur kurz angespielt wird, wobei der Preis hier ja noch o.k. ist.
    So dann bin ich aber trotzdem mal gespannt was andere die sich das Spiel gekauft haben dazu schreiben.
  • EdenGazier Turmbaron - 18.08.2017 - 05:38

    also ich war eher von der miesen Geschichte gelangweilt und von der Musik die wie eine Endlosschleife im Hintergrund rum dudelt. Von den recycelten Gegner ganz zu schweigen

    Es hat absolut nicht lange gedauert die Steuerung zu kapieren.

    1 Knopf Peitsche
    1 Knopf Schwert
    1 Knopf Fäuste
    1 Knopf shiften

    Auch hat schnell kapiert blau Schwert rot Faust
    Oder Kombis wie Schwert/Schwert/peitsche


    Bosse waren auch nicht unbedingt schwer wenn man kapiert wie sie laufen sie hatten bis kurz vor ihrem Tod ja immer den gleichen Ablauf. Erst kurz vo ihren ableben, ändern Sie etwas ihre Taktik.

    2-4 mehr ist das Spiel an Punkte nicht Wert
    Nicht für 15€
  • camora Werder + Hansa - 18.08.2017 - 08:00

    Ich finde es gut, dass das kleine Team nicht in die Bewertung geflossen ist. Sicher ist es eine große Leistung und man darf das würdigen, aber diese Leistung macht für mich persönlich ja ein Spiel nicht besser oder schlechter.
  • Zarathustra Handheld-Enthusiast - 18.08.2017 - 08:36

    Danke für den Test, der hat mir bei meiner Kaufentscheidung sehr geholfen. werde es nicht runterladen oder vielleicht mal in einem sale. habe mir dann gestern Ironcast runtergeladen, wollte kurz reinschauen, was dann drei Stunden geworden sind, das ist super.
  • EdenGazier Turmbaron - 18.08.2017 - 08:48

    @Zarathustra

    Leider ist das Spiel für das Geld zu kurz (15 Missionen / 2 Bosse)
    Mission Aufbau hätte auch vielseitiger ausfallen können. Gibt nur Kampf/Sammeln/Überleben/Beschaffen)
    Und das Spiel lässt einen unbefriedigend zurück nach dem man den Epilog hinter sich gelassen hat
    Leider ist das Spiel auch nicht balanced
    Durch die richtige combi (Commander/Ironcast)
    Ist man recht schnell over powered.
    Es sei den man hat komplett über mehre Runden kein Glück.

    Thema 7 Mal in einer Runde in 2 Zügen angreifen ohne den Ironcast up zu graden was anhand der Preise eh sich nicht Lohnt.

    Bevor ich durch hatte. Hätte ich 9/10 Punkten gegeben.
    Jetzt nur noch 5. Da Balance / Umfang und Ende im Verhältnis zum Preis nicht in Relation steht.

    Zudem wurde bisher kein Content Update von den Macher angekündigt. Und anscheint wird es auch nicht passieren. Wenn man den Ausreden von denen glauben mag. Bisher haben sie Außer Fehlerbeseitigung und Portierungen, kein Ansatz für Content Update gemacht. Für ein Spiel das seit 26. März 2015 auf STEAM gibt. Wird es wohl auch nicht mehr passieren.

    5 Punkte für die tolle Ansätze.
  • Zarathustra Handheld-Enthusiast - 18.08.2017 - 08:59

    @EdenGazier

    Werde ich sehen, ist dann aber auch nicht schlimm, hatte jetzt schon ne Menge Spaß und werde sicher auch noch einigen damit haben, deswegen wars definitiv kein Fehlkauf.