Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

Test zu Severed - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Severed
  • USA USA: Severed
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
08.08.2017
Vertrieb
DrinkBox Studios
Entwickler
Drinkbox Studios
Genre
Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
Besitzt du dieses Spiel?
Anmelden
Magst du dieses Spiel?
Jetzt kaufen und ntower unterstützen
eBay

Atmosphärischer Dungeon Crawler mit Schnitt

Von Dennis Gröschke ()
Stellt euch vor, eure Familie ist verschwunden und ihr seid das einzige Mitglied davon, welches noch übrig ist. Ganz ehrlich, das mag man sich nicht vorstellen, oder? Doch genau in dieser Ausgangssituation findet ihr euch bei Severed wieder. Zu allem Überfluss seid ihr extrem angeschlagen, euch fehlt ein Arm und euer Körper ziert viele Wunden und Narben. Woher diese Wunden stammen? Ihr wisst es nicht. Wer sich eurer Familie bemächtigt hat? Ebenfalls unbekannt. Ihr seht euch nun im Spiegel an, seht eine junge, stark verletzte Frau namens Sasha und euer einziges Interesse besteht darin, euren Bruder, eure Mutter und euren Vater wiederzufinden. Euer Elternhaus wurde niedergebrannt und ist eingestürzt. Ihr steht nun in den Ruinen dieses Hauses, schaut euch im Spiegel an, als euch eine unbekannte Kreatur von hinten mit unheilvollen Geräuschen anspricht…

Ihr spielt Sasha, die auf der Suche nach ihrer Familie ist.

Severed von den drinkbox Studios aus Kanada hatte ich bisher überhaupt nicht auf dem Schirm. Letztes Jahr durfte unser Max das Spiel auf Wii U und Nintendo 3DS testen und gab ihm eine gute Note. Dabei habe ich den Vorgänger im Geiste, Guacamelee, durchaus gerne gespielt und fand das Art-Design sehr ansprechend. Severed ist davon viel mehr, wagt sich aber an ein Genre, was heutzutage nicht mehr allzu populär vertreten ist. Dungeon Crawler in der Ego-Perspektive waren in den 90ern des vergangenen Jahrhunderts durchaus beliebt. Hauptsächlich auf dem PC wurde dieses Genre bekannt. Schaut man in der Historie der Nintendo-Spiele zurück, lässt es sich evtl. am ehesten mit der Etrian Odyssey-Serie vergleichen. Severed greift dieses Schema auf und ergänzt es durch ein schauriges Szenario, welches nicht mit stimmungsvollen, aber auch skurrilen Gegnern geizt. Macht euch auf eine Reise gefasst, die euch so manche Schauer über den Rücken jagen wird.

In der Ego-Perspektive durch das Zwielicht.

Das Spiel läuft komplett in der Ego-Perspektive ab, dabei steuert ihr eure Bewegungen wahlweise mit dem linken oder rechten Stick. Auf eurer Reise könnt ihr nicht nach oben oder unten sehen, sondern bewegt euch lediglich auf der horizontalen Achse. Dabei werden jeweils einzelne Bildschirme geladen, es findet also keine nahtlose Bewegung statt. Jedoch müsst ihr euch keine Sorgen um Ladezeiten machen, das Spiel ist in dieser Hinsicht flüssig und lädt den nächsten Bildschirm nahtlos. Dabei ist es durchaus möglich sich frei umzusehen und ihr könnt auch mehrere Bildschirme in die Ferne schauen, seht also auch, worauf ihr zulauft. Weiterhin unterstützt euch eine Kartenfunktion, welche alle euren Bewegungen aktuell in der oberen rechten Bildschirmecke protokolliert. Von oben und unten droht euch keine Gefahr, alles geschieht auf einer Sichtachse. Ebenso könnt ihr euch nicht rückwärts bewegen, dazu ist es nötig sich umzudrehen, falls ihr in die Richtung gehen wollt, aus der ihr soeben gekommen seid.

Grafik und Sound-Design tragen zur schaurig-schönen Atmosphäre bei.

So seht ihr bereits schon in der Ferne, wenn sich Gegner auf eurem Weg befinden. Diese bewegen sich nicht selbstständig, sondern verbleiben an Ort und Stelle. Es ist also an euch zu entscheiden, ob ihr euch der Begegnung stellen wollt. Allerdings habt ihr auch die Chance, wenn es die Architektur des Spieles zulässt, euch zunächst woanders umzusehen, um euch eventuell vor dem Kampf zu stärken. Die Gegner werden zudem auch grafisch mit einem schwebenden Symbol in der Luft dargestellt, ihr wisst also nicht, welche und wie viele Gegner euch erwarten. Doch schon relativ bald stellen sich euch Gegner in den Weg, denen ihr nicht mehr ausweichen könnt. Das Spiel zeigt euch dann die einzelnen Gegner nacheinander und deren Position um euch herum. So kann es passieren, dass ihr auf einmal von 4 Gegnern umzingelt seid. So befinden sich plötzlich in jeder der vier möglichen Bewegungsrichtungen Gegner, die besiegt werden müssen, um aus dem Kampfmodus wieder heraus zu gelangen.

Wurden euch alle Gegner präsentiert, springt das Spiel wieder in den Ausgangsmodus und ihr habt die Chance anzugreifen. Dabei offenbaren die Gegner in der Regel eine oder mehrere Schwachstellen, die sich für einen Angriff anbieten. Hier ist keine Hektik angebracht, sondern taktisches Vorgehen und auch mal Abwarten angesagt. Einige Gegnertypen ändern ihre Position auf der Stelle durch Bewegungen und offenbaren dadurch erst einen Angriffspunkt. Weiterhin ist es sinnvoll nicht immer nur einen Gegner anzugreifen, sondern die Angriffe aufzuteilen. Gehen wir mal von den angesprochenen 4 Gegnern aus, was offensichtlich schon den Maximalwert an gleichzeitigen Widersachern darstellt.

Selbst mehrere Gegner habt ihr gut im Griff.

Da ihr in der Regel nicht überall eure Augen habt und sich der Roundhouse-Kick nicht im Bewegungsrepertoire der Protagonistin befindet, haben sich die Entwickler etwas einfallen lassen. Alle Gegner werden am unteren Bildschirm durch kreisförmige Symbole dargestellt, die den Gegnertyp und auch die Position anzeigen. Dieser Kreis ist komplett rot und zeigt euch hiermit die verbliebene Lebensenergie an. Im Verlauf des Kampfes füllt sich eine gelbe, ebenfalls kreisförmige Leiste um das Gegnersymbol herum, die euch signalisiert, welcher Gegner euch als nächstes angreifen wird. Ist diese gelbe Leiste vollständig geladen, wird euch dieser Gegner versuchen anzugreifen. Also wechselt ihr durch Druck auf das Symbol als nächstes zu diesem Widersacher und versucht seinen Angriff zu blocken. Dadurch ist es euch möglich, mehrere Gegner auf einmal im Blick zu behalten – einfach die Kreise am unteren Bildschirmrand beobachten.

Bei den Gegnern gilt es, die entsprechende Schwachstelle zu finden und zu nutzen.

Die Kämpfe laufen in Severed komplett über die Touchscreen-Funktion der Switch ab, wie auch schon in der Wii U- und Nintendo 3DS-Version. Ihr schnetzelt euch in Severed also in bester Fruit-Ninja Manier durch die Dungeons und blockt in dieser Form auch die Angriffe eurer Gegner ab. Könnt ihr mehrere Treffer hintereinander landen, füllt sich eine Fokusleiste auf, die es euch ermöglicht, dem Gegner final die Körperteile abzuschneiden und ihn zu besiegen. Diese Körperteile liegen dann auf dem Boden und können von euch eingesammelt und später für Verbesserungen eingesetzt werden. So könnt ihr im Lauf der Zeit euer Schwert bzw. den Helm verbessern und erhaltet weitere Rüstungsteile im Verlauf eurer Reise. So steigert ihr beispielsweise euren durch das Schwert zugefügten Schaden oder regeneriert schneller das euch zur Verfügung stehende Mana. Dieses Mana setzt ihr ebenfalls im Kampf, aber auch zur Ablenkung von Gegnern ein, welches euch dann Zeit verschafft zu reagieren.

Metroidvania mit Touchscreen-Steuerung.

Abseits der Kämpfe erkundet ihr natürlich auch die umliegenden Gebiete, in die euch das Spiel nach und nach entlässt. Im Stile eines Metroidvanias erkundet ihr die Wälder, Berge und natürlich Dungeons und stoßt dort auch auf verschlossene Gebiete. Es lohnt sich hier, im Zweifel mit Hilfe der Kartenfunktion, wirklich jeden Bildschirm abzusuchen, um verborgene Gegenstände (Schlüssel) oder Körperteile ausfindig zu machen. Diese Körperteile erhaltet ihr nämlich nicht nur durch besiegte Feinde, sondern auch durch Zerschlagen von Krügen und Kisten, die diese in sich verbergen. Aufmerksames Absuchen stellt also einen Großteil der Spielmechanik dar, denn oft passiert es, dass ihr eine Kleinigkeit überseht und dann die bekannten Abschnitte nochmals absuchen müsst.

Mit Hilfe der Karte orientiert ihr euch und seht auf einen Blick, welche Türen geöffnet sind.

Severed macht sich die Touchscreen-Steuerung geschickt zunutze und legt einen Großteil der Spielelemente auf diese Steuerungsweise. Jedoch kommt es nicht komplett ohne die Joy-Con aus und ehrlich gesagt: Ich bin froh darüber. Die Fortbewegung möchte ich doch bitte auf Knöpfe beziehungsweise Analog-Stick gelegt haben und auch für weitere Funktionen sind physische Tasten einfach unentbehrlich. Nichtsdestotrotz geht das Konzept von Severed selbstverständlich auch auf der Nintendo Switch auf, wie schon auf Wii U und Nintendo 3DS. Die schaurige Grundatmosphäre, die sich durch Grafik und Sounddesign präsentiert, zieht einen im Handheld-Modus viel mehr in den Bann, als über den TV-Modus. Dieser wird im Umkehrschluss auch nicht unterstützt und seien wir ehrlich, das Spielen im Tisch-Modus ist zwar möglich, macht aber keinen Sinn. So haltet ihr das Abenteuer von Sasha in euren Händen und erlebt die Suche nach eurer Familie aus unmittelbarer Nähe.

Redaktionswertung

8

Spiele-Hit

Zum Wertungssystem

Unser Fazit zu Severed

Meinung von Dennis Gröschke
Das Kernthema in Severed ist die Trennung. Zum einen die Trennung der Protagonistin Sasha von ihrer Familie, zum anderen auch die (Ab-)Trennung von Körperteilen als spielerisches Kernelement. Sasha besitzt nur noch einen Arm, mit dem anderen kämpft und schneidet sie sich durch die Umgebung und sammelt die übrig gebliebenen Körperteile ein. Den Entwicklern ist hier das Kunststück gelungen, die wahnsinnig dichte Atmosphäre in eine Touchscreen-Steuerung zu implementieren. Wurde ich früher immer wegen meines sogenannten PlayStation-Daumens aufgezogen, gibt sich hier mein Zeigefinger die Ehre und entwickelt eine Hornhaut ("Severed-Finger"). Ein wenig mehr Abwechslung hätte ich mir bei der musikalischen Untermalung der einzelnen Abschnitte gewünscht. Ebenso musste ich einige Abschnitte im Spiel mehrmals aufsuchen, weil ich doch den entscheidenden Hinweis übersehen hatte. Auch wenn das Teil des Spielkonzeptes ist, stehen diese beiden Punkte einer höheren Wertung im Weg. Aber ich habe überhaupt kein Problem damit, die Wertung der Wii-U- und Nintendo 3DS-Version von Max zu bestätigen. Severed ist und bleibt auch auf der Nintendo Switch kein zweischneidiges Schwert, sondern bietet euch für ein paar Stunden gute Unterhaltung. Wenn ihr auf schaurig-schöne Atmosphäre mit ein wenig Unwohlsein steht, schnappt euch Severed auf der Nintendo Switch und rettet eure Familie.
Mein persönliches Highlight: Die teils drastischen grafischen Elemente passen hervorragend zum Thema des Spieles und unterstützen die gesamte Stimmung im Spiel.

Kommentare 21

  • Taneriiim Son of a Switch - 18.08.2017 - 13:45

    Ich checke diese Touchscreenspiele einfach nicht für die Switch. Wer kauft sowas, wenn sie schon ein Smartphone oder Tablet haben?

    Also dann soll Nintendo doch gleich seine Smartphone Apps auch auf die Switch bringen, dann ist es ein echter Hybrid und fertig.
  • EdenGazier Prinzipal der Spiele - 18.08.2017 - 13:56

    Sauber Herr Gröschke,

    Nach ihren Test, haben sie mich Neugierig gemacht. So dass ich heute Abend es mir ziehen werde und Teste. Ich bin gespannt ob ich Ihre Meinung zum Spiel teilen darf. Wenn nicht, so werde ich sicherlich nicht die Schuld bei Ihnen suchen :D
  • Pascal Hartmann Ta da da daaaaaaa - 18.08.2017 - 15:18

    @Taneriiim
    Bei jedem Spiel mit ausschließlicher Touchscreen-Steuerung dieselbe Leier :rolleyes:

    Ich ziehe den Kauf in Erwägung, gerade da ich es auf Wii U verpasst hatte. Mal schauen, wann ich die Zeit dafür finde.
  • Taneriiim Son of a Switch - 18.08.2017 - 15:24

    @Pascal Hartmann

    Kaufs lieber auf Android oder iOs. Ist fast 50% günstiger und wurde auch für diese Geräte designed.

    Es sei denn du hälst Sparen auch für eine Leier.

    Switchspiele sollten Joy Cons nutzen, meine Meinung.
  • EdenGazier Prinzipal der Spiele - 18.08.2017 - 16:18

    @Taneriiim

    Dann verstehe ich nicht warum die Switch ein Multi Touch Panel hat. ?(

    Ironcast hat joycon Unterstützung, trotzdem bevorzugte ich die touch Steuerung :whistling:
  • USER0815 Loading... - 18.08.2017 - 16:24

    @Taneriiim Stimmt!
    Ich nutze meine Switch zb. super selten als Handheld.
    ABER grade das Spiel ist da die Ausnahme!
    Das Gameplay funktioniert halt nur per Touchscreen. Und das ist super umgesetzt worden.
    Da jetzt ne halbgare Alternative Steuerung zu machen hat halt null Sinn, weil das Spiel Gefühl nicht mit Sticks transportiert werden kann. Doch gibt es ja anscheinend noch genügend Leute die es noch nicht erworben haben! Somit ist es doch nichts Schlechtes!
    Bisher ist ja auch nur das Spiel hier und so RhythmusSpiel mit V als only Touchscreen Spiel erschien.
    Und bei den beiden passt das doch. Wobei man Touchscreen irgendwie auch wegnehmen könnte.
    Dann hätten wir nur 2 Spiele weniger und ne günstigere Switch... :D
  • Taneriiim Son of a Switch - 18.08.2017 - 16:33

    @Joe Schippert

    Es geht mir eher um das Review. Man muss da auch mal kritisch sein. Überleg mal: Das Spiel kostet für iOS nur die Hälfte. Jetzt sag mir mal, in wiefern sich das Spiel qualitativ von der Switch unterscheidet?

    Touchscreen Spiele mögen auch ihre Existenzberechtigung haben auf der Switch. Vielleicht verfolgt Nintendo hierbei die Hybrid-Strategie und plant gar keinen 3DS Nachfolger, und macht hier quasi Konsole- und Smartgerät in Einem. Aber dann muss man Touchscreenspiele auch entsprechend anhand der Konkurrenz bewerten, und das ist in dem Fall iOS und Android.

    Und warum sollte ich 14,99 EUR für ein Touchscreenspiel bezahlen, wenn ich es für die Hälfte auf einem anderen Tablet- oder Smartdevice kriege (auch noch mit höherer Auflösung)? Das muss dann auch mal in ein Review mit einfließen und nicht immer mit "hauptsache irgendetwas kommt auf der Switch" argumentieren.

    Ich glaube als Gamer sollte man dennoch ein paar Ansprüche haben. Und dieses Spiel ist viel zu teuer auf der Switch, vieeeel zu teuer! Doppelt so teuer wie auf einem iPad!
  • Dennis Gröschke Anung un rama - 18.08.2017 - 17:07

    @Taneriiim
    Erstmal vielen Dank für deine Kommentare zum Test und Spiel.

    Leider kann ich deiner Kritik bezüglich des Preises und der Verfügbarkeit auf anderen Plattformen nicht ganz zustimmen. Es kann ja durchaus sein, dass ein Spiel auf anderen Plattformen günstiger ist, als auf der Nintendo Switch, jedoch hinkt dein Vergleich ein wenig.

    Zum einen, warum sollte ich mich in meinem Review auf eine andere Plattform beziehen, die ich gar nicht besitze (ich hab ein Android-Smartphone kein iOS-Gerät) und zum anderen sind wir ja eine Nintendo-Seite, also wäre da nicht Wii U und 3DS naheliegender?

    Das Spiel kostet im App Store aktuell 7,99€ für iPads, ist aber dort auch schon knapp ein Jahr draußen, kann also auch schon längst im Angebot sein. Du siehst der Vergleich hinkt, denn wir sprechen ja nun hier über eine Neuveröffentlichung auf einer völlig anderen Plattform. Außerdem hat nicht jeder Mensch ein aktuelles Tablet oder Smartphone und spielt dort auch noch gerne drauf.

    Du siehst, jede Menge wenn und aber, ich kann und werde mich in Zukunft nur auf den Test auf der Plattform konzentrieren, für die ein Spiel verfügbar ist und gegebenenfalls Vergleiche zu naheliegenden Veröffentlichungen ziehen, wenn sich die Möglichkeit ergibt.

    Was meinst du?
  • Taneriiim Son of a Switch - 18.08.2017 - 17:26

    @Dennis Gröschke

    Kannst du gerne machen, aber mir ist nicht bekannt, dass das Spiel bereits im Angebot auf iOS begünstigt wurde.

    Touchscreen-Spiele sind meiner Meinung nach Mobilspiele, die auf die Switch portiert werden. Und diese sollten dann auch mit Mobilplattformen verglichen werden. Du würdest ja auch Sonic Mania auf der Switch mit der PS4 Version vergleichen. Dafür musst du ja keine PS4 besitzen. Es geht eigentlich nur um eine objektive Konsumentenberatung. Stell dir vor, Sonic Mania kommt mit höherer Auflösung für die PS4 für nur 10 EUR raus. Ich denke schon dass das eine Erwähnung Wert ist.

    Ich finde deine Arbeit super, versteh mich nicht falsch, wahrscheinlich würde ich es nicht halb so gut testen wie du, aber ich finde 14,99 EUR für dieses Spiel viel zu hoch. Geringere Auflösung, schlechterer Touchscreen, liegt grober und kantiger in der Hand als ein iPad oder iPhone und doppelt so teuer. Ich finde das sollte man auf keinen Fall einfach mal so außer Acht lassen. Ein Spiel sollte auch im Kontext des Marktes analysiert werden.

    Und um den ursprünglichen Vergleichspreis einer Konkurrenz-Plattform zu recherchieren ist glaube ich nicht so problematisch.

    Die Switch schwebt zwischen der Mobil- und Konsolenwelt. Die PS4 z. B. schwebt zwischen der Konsolen- und der PC Welt. Oftmals erscheinen Vergleichsvideos zwischen PC und PS4 Version. Ich denke es schadet nicht hier etwas plattformübergreifend zu denken, weil du ja auch nicht wissen kannst, ob nicht eventuelle Leser bereits ein iOS Gerät besitzen. Es geht hierbei ja nicht nur um dich, sondern auch im die Leser.
  • Dennis Gröschke Anung un rama - 18.08.2017 - 17:50

    @Taneriiim
    Ja aber Preise sind doch relativ subjektiv. Für dich ist ein Preis von 14,99 € auf der Switch für das Spiel zu hoch, da das Spiel für iOS nur die Hälfte kostet. Allerdings darf man auch nicht außer acht lassen, dass ein Tablet oder Smartphone von Apple auch gut das Doppelte dessen kostet, was für die Switch veranschlagt wird. Wenn ich nun keines der Geräte besitze, sind 14,99 dann doch kein schlechter Preis für die Switch oder? Seien wir ehrlich, das Spiel wird niemanden dazu anregen ein Produkt von Apple nur deswegen zu kaufen.

    Ich erwähne ja auch den Test von Max in meinem Test, der sich letztes Jahr die 3DS und Wii U-Version vorgenommen hatte. Beide Systeme haben ebenfalls Touchscreens, und eines davon ist mobil, da ist doch ein Vergleich da?

    Ich verstehe deinen Gedankengang ja und ich bin ganz weit bei dir, wenn es darum geht, den Konsumenten Argumente aufzuzeigen. In diesem Fall habe ich bewusst nicht erwähnt, dass es eine iOS-Version gibt, weil mir das zu den Nintendo-Plattformen naheliegender schien.
  • Taneriiim Son of a Switch - 18.08.2017 - 17:59

    @Dennis Gröschke

    Naja, kann aber auch sein dass Menschen bereits ein iOS Gerät besitzen :) Also von daher stellt sich die Frage nach einer Anschaffung nicht.

    Ist ja auch egal, machen wir es nicht länger als nötig. Du machst deinen Job hier auf jeden Fall schon immer ordentlich, darum gings mir jetzt nicht. Ich wollte vielleicht noch eine andere PErspektive, Kleinigkeiten einbringen. Du bist dein Boss, und du entscheidest. Ich fände es halt nur toll, wenn wir bei Touchscreenspielen mehr darauf achten. Ich habe bereits ein iPhone, und ich hätte es halt super gefunden das zu wissen, bevor ich mich nachher ärgere. Aber ich weiß, dass du da keine bösen Absichten hattest. Deswegen ja auch dieses Gespräch.

    Man kann ja am Ende vielleicht nur den eigentlich gängigen Satz erwähnen: "Severed auf der Switch macht Spaß und ist sein Geld Wert. Wer bereits ein iOS Gerät besitzt kann sich hierbei die Hälfte sparen und bedenkenlos auch im App Store zuschlagen. Das Spielerlebnis ist das Gleiche." Fertig, eigentlich nur ein Satz, danke :)
  • Roman Dichter Redakteur - 18.08.2017 - 18:19

    Es geht halt nicht immer nur ums Geld. Klar kann man einfach nach der günstigsten Version Ausschau halten und damit glücklich werden. Ich persönlich verpüre aber gar keinen Reiz, Spiele auf dem Smartphone zu spielen. Für PC gilt übrigens dasselbe. Das kann man irrational nennen, aber man hat halt seine Lieblinge. :D
  • Prinzenroller Turmheld - 18.08.2017 - 18:19

    Habe ich hier gerade eine sachliche Diskussion mit gegensätzlichen Positionen und vernünftig hervorgebrachten Argumenten zwischen Moderator und Konsument verfolgt, ohne dass persönliche Angriffe erfolgt sind? Musste erstmal checken, ob die URL im Browser noch stimmt.
    :thumbup:
  • Roman Dichter Redakteur - 18.08.2017 - 18:26

    @Taneriiim

    Zitat von Taneriiim:

    Man kann ja am Ende vielleicht nur den eigentlich gängigen Satz erwähnen: "Severed auf der Switch macht Spaß und ist sein Geld Wert. Wer bereits ein iOS Gerät besitzt kann sich hierbei die Hälfte sparen und bedenkenlos auch im App Store zuschlagen. Das Spielerlebnis ist das Gleiche." Fertig, eigentlich nur ein Satz, danke

    Sowas wirst du bei uns eher nicht finden. Zum einen sind wir ein Nintendo-Magazin und beschäftigen uns daher nicht mit anderen Versionen, zum anderen können wir nicht garantieren, dass das Spielerlebnis das gleiche ist, wenn wir diese Version nicht ebenfalls getestet haben. Selbstverständlich ist es nicht verboten, in Kommentaren oder im Forum andere Versionen zu diskutieren, aber unsere Tests beziehen sich eben auf die jeweils getestete Version und nichts anderes. Und mit Preisen ist es sowieso so eine Sache. Heute kann man vielleicht sparen, zu einem späteren Zeitpunkt gibt es vielleicht Preissenkungen oder Rabattaktionen und schon sieht die Lage wieder anders aus. Wir schreiben die Tests ja nicht nur für einen Tag. :)
  • Cyd Turmbaron - 19.08.2017 - 17:39

    Zitat von Taneriiim:

    Kaufs lieber auf Android oder iOs. Ist fast 50% günstiger und wurde auch für diese Geräte designed.
    nur so am Rande: Das Spiel ist nie für Android erschienen, sondern nur für iOs und eben Konsolen (Vita, 3DS, WiiU, Switch).
    Für viele werden daher höchstens die Konsolen als Alternativen in Frage kommen.
  • Captnkuesel Turmbaron - 19.08.2017 - 22:37

    Spielt man das auf der Switch dann am besten wenn man die joycon abnimmt?
  • Dennis Gröschke Anung un rama - 19.08.2017 - 23:15

    @Captnkuesel
    Nein, eher im Handheld-Modus, du brauchst den Touchscreen im Kampf und um die Karte und das Inventar aufzurufen. Mit den joycon kannst du dich nur bewegen oder das Spiel beenden und ähnliches.

    Das Spiel ist schon für den Handheld-Modus optimiert und konzipiert.
  • Captnkuesel Turmbaron - 19.08.2017 - 23:20

    Ja ich dachte eben Handheld ohne joycon, damit man auch überall hin kommt auf den Touchscreen. World of goo habe ich auch so gezockt.
  • Rincewind Bergungstaucher - 19.08.2017 - 23:53

    Meiner Meinung nach ist es irrelevant, ob es ein Spiel auch für IOS und/oder Android gibt. Ich möchte erst mal nur wissen, ob es auf der Switch gut umgesetzt wurde. Wenn eine IOS oder Android Version eine Option für jemanden ist, dann kennt derjenige in der Regel auch das Spiel. Viele wollen ihr Smartphone aber auch gar nicht als Spielgerät nutzen. Zumal der Speicherplatz begrenzt ist, wenn man ein günstigeres Gerät hat. Da sind dann ein zwei Spiele drauf (wobei eines dann oft Candy Crush, Angry Birds oder was ähnliches ist) und gut ist es. Die wenigsten kleistern ihr Handy mit Spielen zu. Von daher halte ich die Kritik für unberechtigt. Das hier soll keine Werbeplattform für IOS oder Android sein und wer Smartphonegaming interessant findet ist eh über die Spiele informiert.
  • Dennis Gröschke Anung un rama - 20.08.2017 - 10:48

    @Captnkuesel
    Wie du das Spiel spielst, bleibt natürlich dir überlassen ;)
    Du kannst die Joy-Con auch abmachen und legst dir den Bildschirm in den Schoß, so hast du auch beide Möglichkeiten der Interaktion. Du benötigst aber bei der Switch-Fassung beide Eingabemöglichkeiten, nur Touchscreen oder nur Joy-Con funktioniert nicht.

    Viel Spaß!
  • EdenGazier Prinzipal der Spiele - 25.08.2017 - 13:34

    Ich hab nun das Spiel durchgespielt. Nach 4:35 Stunden kam der Abspann. Und ich bin zwei geteilt. Die Steuerung ist Erfrischend, aber als Linkshänder war sie teilweise etwas tricky gewesen. Ich konnte mich einfach nicht darauf einstellen mit rechts zu steuern. Also hab ich mit links gesteuert und auch mit links gekämpft.

    Story ist schnell erzählt und die Aufmachung würde ich sagen ist Geschmacksache. Ich fand sie nicht schlecht. Die Atmosphäre war für mich immer etwas drückend gewesen.

    Leider ist es mit seinen 3.5 Dungeons echt sehr kurz. Rätsel solide aber nicht was mir Gehirnschmalz gekostet hatte.

    Ich finde das Spiel einfach zu teuer für den Umfang was es bietet. Die Bosse, waren alle vorhersehbar in ihrer Bewegung gewesen. Einzige Schwierigkeit für mich wo ich in schwitzen gekommen bin, war wenn Adds noch hin zu kamen. Wegen halt meines Handycap.

    Nicht desto trotz ist es ein solides Indiespiel, das leider aber sein Preis nicht rechtfertigt.

    Einzig der Soundtrack ist sehr gut und der Endboss hat mir tierisch viel Spaß gemacht und Schweiß auf der Stirn bereitet.

    Mehr als 6/10 Punkten würde ich dem Spiel nicht geben. 6 auch nur weil der Song im Credit Abspann sensationell gut ist, ansonsten nur 5.

    Wenn der Titel unter 10€ kosten würde, wäre ich zufrieden. Spiele die man unter 5 Stunden durchspielen kann sollten nicht so teuer sein. Aber das ist Ansichtssache.