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Test zu Rocket Fist - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Rocket Fist
  • USA USA: Rocket Fist
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
10.08.2017
Vertrieb
Bitten Toast Games
Entwickler
Bitten Toast Games
Genre
Action
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 0
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Rocket Fist - Es regnet Fäuste!

Von Ilja Rodstein ()
Rocket Fist ist ein Projekt von Daniel Snd, einem brasilianischen Spieleentwickler. Es war lange eine Ein-Mann-Projekt, bis später der Komponist Thiago Adamo dazukam und den Soundtrack komponiert hat. Daniel führte lange Zeit einen Blog auf Tumblr, in dem er täglich über die Entwicklung berichtet hat. Jede neu eingebaute Animation wurde da erwähnt. Das Spiel wurde mit Unity entwickelt und erschien 2016 erstmals für Steam. Eigentlich wurde geplant das Spiel auch für PlayStation 4, Xbox One und Wii U rauszubringen, doch ist dies bislang noch nicht erfolgt. Schließlich wurde das Spiel für die Nintendo Switch überraschend ohne große Vorankündigung rausgebracht.

In dem Spiel steuert ihr eine Figur, die ihr aus einer Top-Down-Ansicht betrachtet. Diese befindet sich auf einem Spielfeld, auf dem Fäuste in Form von kleinen Bällen verteilt sind. Diese Fäuste sind also quasi die Bälle, die ihr aufheben und auf andere Gegner werfen könnt. Es ähnelt schon sehr einem Völkerballmatch, in dem es darum geht seinen Gegner mit einem Ball abzuwerfen. Sobald ihr die Wurftaste drückt, während der Ball euch gerade trifft, fliegt ihr nicht aus dem Spiel, sondern fangt den Ball. Es ist wirklich schwer den Ball zu fangen, deshalb ist es schade, dass man bei diesem Manöver nicht den Gegner aus der Partie schmeißt, es ist eher dazu gedacht sich selber zu verteidigen. Im Übrigen werde ich in diesem Test die Fäuste auch Bälle nennen, denn sie sehen schon sehr ähnlich wie Bälle aus.

Kein großer Umfang, aber eine gute Mischung aus Minimalismus und einfach zugänglicher Spielspaß

Sobald das Spiel gestartet wird, ertönt ein ziemlich ausgeflippter Soundtrack. Und so startet das Hauptmenü, in dem zwei Modi zur Auswahl stehen. Die Wahl steht zwischen Abenteuer und Lokal, denn das Spiel protzt nicht mit einem großen Umfang, sondern mit einer guten Mischung aus Minimalismus und einfach zugänglichem Spielspaß.

Ein Bild aus dem Abenteuermodus. Ziel ist es hier alle Gegner auszuschalten, um eine Runde weiter zu kommen.

Der Abenteuermodus besteht aus sechs Sektoren. Bevor ihr allerdings startet, könnt ihr eurer Figur ein Design verpassen. Dabei wählt ihr aus insgesamt zwölf Designs aus. Von Santa Claus bis Pirat ist da alles dabei. Dies bringt da ein wenig Individualität rein. Als Doctor Who-Fan habe ich mir natürlich das Kostüm mit dem Fez angezogen, kurz danach die Farbe und einen der drei Schwierigkeitsgrade ausgewählt und mich in den nullten Sektor gestürzt.

Der nullte Sektor ist dabei ein Tutorial-Level, in dem die Steuerung zugänglich gemacht wird. Die Steuerung besteht übrigens nur aus zwei Tasten: zum einen aus dem Analogstick, mit dem ihr eure Figur bewegen könnt und zum anderen aus einer beliebigen Aktionstaste, mit der ihr Bälle werfen oder einen Ausweichrutscher in die Blickrichtung machen könnt, sofern ihr keinen Ball in der Hand habt. Das Spiel startet anfangs mit einer Geschichte, von der ihr eigentlich nie wieder was hören werdet. Dies ist wirklich schade, denn die Startsequenz wird ziemlich putzig dargestellt. Das Tutorial ist sehr kurz, denn ganz schnell werdet ihr in den ersten Sektor teleportiert. Ein Sektor besteht aus insgesamt fünf Leveln, wovon einer der Bosskampf ist. Die Level sind zufallsgeneriert und in diesen auch die Gegner. Doch steigt der Schwierigkeitsgrad mit jedem Sektor sehr steil an. Spätestens im vierten Sektor seid ihr schwer damit beschäftigt die Gegner aus dem Weg zu räumen. Die Gegner sind ziemlich abwechslungsreich geworden. Es gibt welche, die Bomben schießen, einige vermehren sich, sobald diese getroffen werden, andere werfen den Ball in einer sehr hohen Geschwindigkeit in eure Richtung. Für Abwechslung ist deshalb gesorgt. Lange sitzt ihr nicht an dem Modus dran, doch die kurze Zeit, die ihr damit verbringt, macht großen Spaß.

Hier seht ihr, wie knapp mein Gegner und ich uns verworfen haben. Jeder Treffer hätte die Partie entschieden, doch müssen wir wohl weiterzittern.

Das Herzstück des Spiels ist natürlich der lokale Mehrspieler-Modus. Mit bis zu vier weiteren Spielern kämpft ihr hier ums Überleben. Es können auch hier wieder Kostüme ausgewählt werden, aber es kann auch gegen Computergegner gespielt werden. Die Computergegner gibt es in vier Schwierigkeitsstufen und die höchste Stufe ist schon super unfair, denn die Gegner treffen einen super präzise, doch ist dies eine interessante Herausforderung. Besser ist der Modus natürlich mit drei weiteren Freunden auf der Couch. Eine Kombination aus Computergegnern und lokalen Mitspielern ist auch möglich. Auswählen könnt ihr zwei Modi, entweder "Todeskampf" oder "Überleben". Bei Todeskampf geht es darum, eine bestimmte Trefferanzahl zu erreichen. Die Punktzahl ist dabei vorher einstellbar. Bei Überleben geht es darum die Runde als letzter zu überleben. Man startet mit einer bestimmten Anzahl von Leben und sobald die Leben verbraucht sind, ist man ausgeschieden. Sieger ist der, der es schafft als letzter zu Überleben.

Insgesamt gibt es neun Arenen zur Auswahl, optional kann sogar Zufall gewählt werden. Das bedeutet, dass nach jeder Spielrunde die Arena automatisch wechselt. Trotzdem sind dies nicht genug Arenen für die nötige Abwechslung. Spielt ihr mit drei oder vier Spielern, könnt ihr einstellen, dass ein Spieler nach dem Tod als "Geist" auftreten kann. Das bedeutet, er ist ähnlich wie bei Bomberman am Rand der Karte und kann sich am Rand entlang bewegen. Dort kann dieser Blitze verschießen, die getroffene Spieler kurz lähmen. Leider hat der Spieler nichts von diesem Treffer. Bei Bomberman macht es Sinn diese Funktion zu nutzen, um ins Spielgeschehen wieder einzutreten, von daher ist es schade, dass es darin keinen wirklichen Zweck gibt. Sehr schön ist es, dass nach jedem Rundenende eine "Killcam" gezeigt wird. So sieht man in Zeitlupe den letzten erfolgten Treffer in der letzten Runde. Ebenfalls optional sind die Power-Ups, die ein Spiel noch drehen können. So könnte man die Bewegungsgeschwindigkeit erhöhen, das Match komplett in Zeitlupe laufen lassen, Gegner in der Umgebung verbrennen und vieles mehr. Diese Power-Ups passen super ins Spiel und wenn man keine Lust darauf hat, können diese auch einfach deaktiviert werden.

Der Soundtrack hat einen sehr eigenen Stil und passt wirklich gut zum Spiel

Insgesamt hat das Spiel einen sehr gut gelungenen Soundtrack. Dieser wirkt sehr modern und sehr passend zum Spielstil. Grafisch kann sich das Spiel zwar nicht abheben, doch passt der Stil auch ganz gut zum eigentlichen Spiel. Sehr merkwürdig ist die Knopfbelegung im Menü. Diese ist nämlich so angebracht, dass mit der Taste B nach vorne und mit A nach hinten geblättert wird. Also eine Anordnung wie X und O beim PlayStation-Controller. In einer Reddit-Fragerunde, schien der Entwickler überrascht zu sein, denn er behauptete vorher nie auf der Nintendo Switch gespielt zu haben. Er meinte er könnte dies in einem zukünftigen Patch beheben.

Es ist außerdem zwar verständlich, wenn der Online-Modus gestrichen wurde, denn dort würde man ohnehin kaum Spieler finden, doch ist es schade, dass der Karteneditor nicht enthalten ist. Dies hätte Rocket Fist wirklich gebraucht, denn es gibt dort leider viel zu wenig Karten. Doch kostet dieses Spiel auch nur 9,99 € und dies spiegelt sich selbstverständlich beim Inhalt des Titels wieder. Man muss natürlich immer noch beachten, dass das Spiel bis auf den Soundtrack quasi ein Ein-Mann-Projekt ist, was schon ziemlich beachtlich ist.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Rocket Fist

Meinung von Ilja Rodstein
Rocket Fist ist ein ziemlich minimalistisches und doch ein sehr elegantes Spiel. Es protz zwar nicht mit einem großen Umfang, doch ist dies auch nicht für so einen niedrigen Preis zu erwarten. Das, was dieses Spiel sehr gut macht, ist der lokale Mehrspielermodus, der mit Freunden, aber auch mit Computergegnern großen Spaß macht. Das Spiel ist sehr leicht zu lernen und so solltet ihr keine großen Hürden haben mit euren Freunden spaßige Partien auszuführen.
Mein persönliches Highlight: Diese rasanten Duelle, wenn jeder Ball knapp am Gegner und an einem selber vorbei fliegt und es hochspannend wird.

Kommentare 2

  • KingDDD Turmbaron - 24.08.2017 - 21:31

    Hab das Spiel gekauft und find es eher entäuschend... Aber war ja nicht teuer und für zwischendurch paar Runden geht es schon
    Aber verglichen mit Death Squared (welches ca gleich viel kostet) nicht so toll
  • Albert Turmfürst - 26.08.2017 - 14:43

    Ich hab es gestern anspielen können und es war mit 4 Spielern echt lustig. Aber man hätte das Spiel auf bis zu 8 Spielern auslegen müssen wie Super Bomberman R.