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Test zu Dragon Ball Xenoverse 2 for Nintendo Switch - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Dragon Ball Xenoverse 2 for Nintendo Switch
  • USA USA: Dragon Ball Xenoverse 2 for Nintendo Switch
  • Japan Japan: Dragon Ball Xenoverse 2 for Nintendo Switch
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
22.09.2017
Vertrieb
Bandai Namco Entertainment
Entwickler
Bandai Namco
Genre
Action, 3D
Spieleranzahl
Lokal: 6 - Online: 6
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Der Super-Saiyajin Gott ist uns hold

Von David Pettau ()
Erinnert ihr euch noch an die brillante Cell-Saga aus Dragon Ball Z? Dr. Gero hatte seinerzeit im Dragon Ball-Universum eine nicht weniger brillante Idee: Im Zuge eines ambitionierten Projekts wollte er den perfekten Kämpfer erschaffen, indem er Zellen eines jeden der stärksten Kämpfer des Universums in einem Wesen vereinte – zwar war es sein Computer, der dieses Werk zu einem Abschluss brachte, doch das Ergebnis konnte sich durchaus sehen lassen: Mit den besten Techniken von Kämpfern wie Son Goku, Freezer oder Vegeta im Gepäck, war mit Cell eine lebendige und vollkommene Kampfmaschine geboren. Warum ich euch das alles wieder ins Gedächtnis rufe? Nun, die Dragon Ball Xenoverse-Reihe, die mit Dragon Ball Xenoverse 2 für die Nintendo Switch nun erstmals auch ihren Weg auf eine Nintendo-Plattform findet, baut auf einer recht ähnlichen Idee auf.

Ikonische Szenen wie diese dürften natürlich in keinem Dragon Ball-Spiel fehlen. Mach's gut, Boo!

Dragon Ball-Spiele gab es schon zuhauf – meistens handelt es sich dabei um Beat ’em ups, in denen ihr euch mit einem der zahlreichen Charaktere, die die Dragon Ball-Reihe hervorgebracht hat, in den Kampf stürzen könnt. Auch Xenoverse 2 ist ein solches Beat ’em up, nur kommt es mit einem besonderen Twist daher: Ihr erstellt euch einen eigenen Charakter, der im Handlungsverlauf des Spiels ordentlich Schwung in den eigentlich bekannten Plot von Dragon Ball Z bringt. Dabei bedient sich Xenoverse 2 zahlreicher rollenspieltypischer Elemente: Ihr steigt in eurem Level auf, wachst in euren Fähigkeiten und habt die Möglichkeit, euch in verschiedene Richtungen zu entwickeln.

Das spannende an Xenoverse 2 ist es dabei, dass euer Charakter nahezu alle der aus Dragon Ball bekannten Techniken und Fähigkeiten direkt von deren Meister erlernen kann. So könnt ihr im übertragenen Sinne euren eigenen Cell kreieren – einen Kämpfer, basierend auf all den Fähigkeiten der Meister der Kampfkünste, für die ihr euch entscheidet.

Euer eigener Dragon Ball-Held

Alles beginnt mit der Wahl einer von mehreren aus der Vorlage bekannten Rassen. Zwar fallen diese Auswahlmöglichkeiten nicht sonderlich umfangreich aus, doch sind mit den Erdlingen, den Saiyajin und den Namekianern die wahrscheinlich bekanntesten Vertreter dabei. Neben besagten Rassen stehen euch noch die Majin (Boos Rasse) und der Freezer-Clan zur Verfügung. Die verschiedenen Rassen unterscheiden sich dabei nicht nur in ihrem Aussehen und ihren Grundwerten, sondern auch in ihren Möglichkeiten im Angriff, wie Dragon Ball-Fans allerdings bekannt sein sollte. Falls möglich, könnt ihr euch sogar für ein Geschlecht entscheiden – diese Wahl fällt bei Namekianern und der Spezies von Freezer selbstverständlich weg. Für die Erstellung eures Helden habt ihr anschließend eine große Auswahl an optischen Merkmalen, für die ihr euch entscheiden könnt – die detaillierten Charaktermodelle stellen auch den großen grafischen Trumpf des Spiels dar.

Wer schön sein will, muss leiden. Dragon Ball-Fans wissen, wie ich das in diesem Zusammenhang meine.

Nachdem ihr das Aussehen eures Charakters nach Herzenslust angepasst habt, geht es auch schon los. Über die Geschichte von Dragon Ball Xenoverse 2 will ich nicht allzu viel erzählen – einerseits, weil ich mich angesichts der diverser Zeitebenen und Canon/Non-Canon-Diskussionen nicht bei fachkundigen Fans blamieren will und andererseits, weil diese weder besonders spannend, noch besonders relevant ist. Wichtig ist nur folgendes: Der Story-Ansatz ermöglicht es dem Spiel, euch quer durch den aus hauptsächlich Dragon Ball Z bekannten Plot zu jagen. Als Zeitreisender greift ihr dort in wichtigen Schlüsselmomenten ein und helft beispielsweise Son Goku auf Namek bei seinem Kampf gegen Freezer. Dabei kommt es zu einigen Raum-Zeit-Verzerrungen, die die Geschichte, wie man sie eigentlich kennt, verändern, was zu einigen absurden und auch unerwarteten Momenten führt. Prinzipiell wird der komplette Plot aus Dragon Ball Z samt einiger Filme, wie beispielsweise Kampf der Götter oder Resurrection F, in Xenoverse 2 abgedeckt. Das breit gefächerte Spektrum an Charakteren, die man in Xenoverse 2 antreffen oder spielen kann, geht dabei noch einen Schritt weiter: Egal ob Kämpfer aus dem originalen Dragon Ball, Dragon Ball GT oder auch Dragon Ball Super, fürs Dragon Ball-Fanherz wird einiges aufgefahren. Die Geschichte selbst wird abseits des Gameplays in Ingame-, vorgerenderten und teilweise sogar Anime-Zwischensequenzen präsentiert – Trunks und der alte Kaioshin sind im Laufe der Geschichte besonders prominent vertreten.

Wie viel Sinn es nun macht, dass ein unbekannter Kämpfer an der Seite von Son Goku auf Namek gegen Freezer kämpft, sei dahingestellt – während des Spielens schaut ihr über die Sinnhaftigkeit solcher Ereignisse gerne hinweg. Grund dafür ist der Spaßfaktor, den das Spielen mit einem eigenen Charakter mit sich bringt – die Rollenspielelemente fügen sich nicht nur wunderbar ins typische Dragon Ball-Beat 'em up-Gameplay ein, sie sorgen wirklich dafür, dass ihr euch mit eurem Charakter identifiziert. Das liegt vor allem an den angesprochenen Techniken verschiedener Kämpfer, die euer Charakter erlenen kann.

Ein weitläufiges Hauptmenü

Die Oberwelt ist sehr abwechslungsreich gestaltet und bietet sehr viel Platz für Spazierflüge.

Eine der großen Besonderheiten der Xenoverse-Reihe ist die offen gestaltete Hub-World, die ihr frei erkunden könnt – ab einem gewissen Spielfortschritt könnt ihr dort sogar frei umherfliegen. Von diesem offenen Areal aus startet ihr Missionen, besucht Geschäfte, unterwerft euch Trainingseinheiten bei einem der zahlreichen potenziellen Trainer, die ihr dort antreffen könnt, startet diverse Mehrspieler-Aktivitäten oder sammelt rollenspieltypisch allerlei Gegenstände, die dort in Massen herumliegen. Was ihr dort alles tun könnt, hängt dabei von eurem Spielfortschritt ab, der auf zwei Aspekten aufbaut: Einerseits müsst ihr in der Haupthandlung des Spiels voranschreiten, um beispielsweise neue Trainer freizuschalten, die in dem zuletzt gespielten Teil des Plots vorkamen, andererseits habt ihr mit dem ansteigenden Level eures Charakters die Möglichkeit, Fortschrittstests zu absolvieren, um in einen neuen Rang aufzusteigen. Alle Fähigkeiten, die ihr von potenziellen Trainern erlernen könnt, hängen von eurem Rang ab – besonders starke Techniken, wie beispielsweise Vegetas “Final Flash“, könnt ihr erst erlernen, wenn ihr einen hohen Rang erreicht habt.

Prinzipiell macht es großen Spaß, das offen gestaltete Areal zu bereisen, doch kann diese Aufmachung der Funktionalität des Spiels auch im Weg stehen – besonders dann, wenn ihr zusammen mit Freunden spielen wollt. Dragon Ball Xenoverse 2 bietet einen umfangreichen Mehrspieler-Aspekt, der sich in mehrere Bereiche aufteilt, die über die gesamte Oberwelt verstreut sind. Das Spiel bietet euch die Möglichkeit, gegen andere Spieler in bis zu drei gegen drei-Matches zu kämpfen, Quests zu absolvieren oder an großen Bosskämpfen für sechs Spieler teilzunehmen. In all diesen Aktivitäten könnt ihr euren Charakter frei auswählen, seid also nicht an euren eigens erstellten gebunden. Das alles gestaltet sich durch die Art und Weise, wie man diese Aktivitäten startet, als unnötig kompliziert. Ihr müsst immer zum jeweiligen Punkt der Oberwelt reisen, könnt dort eine Lobby erstellen oder der Lobby eines anderen Spielers beitreten und von dort aus die jeweilige Aktivität starten – innerhalb einer Lobby könnt ihr aber beispielsweise nicht von einem Kampf zu einer Quest wechseln.

Mit bis zu sechs Mitspielern könnt ihr euch besonders starken Bossen widmen.

Dieses Lobby-System erschwert auch die Spielersuche ungemein. Wenn ihr beispielsweise an einem Kampf teilnehmen wollt, so habt ihr mehrere Auswahlmöglichkeiten, die die Chance, dass ihr einen willigen Gegner findet, extrem verringern. Ihr habt zunächst einmal die Wahl, ob das Level des eigenen Charakters im Kampf eine Rolle spielen soll oder nicht. Dann könnt ihr euch für die Art des Kampfes entscheiden – eins gegen eins, zwei gegen zwei oder drei gegen drei. Diese Optionen sorgten wohl dafür, dass es mir nicht ein einziges Mal gelang, eine Lobby eines zufälligen Mitspielers zu finden. Als ich jedoch selbst einen Raum erstellt hatte, kamen die Mitspieler geradezu in Scharen – dies macht auf mich den Eindruck, dass zwar Mitspieler vorhanden wären, dass allerdings niemand gewillt ist, einen Raum zu eröffnen. Hier wäre eine zusätzliche Matchmaking-Option, die automatisch Räume erstellt, sobald sich zwei Spieler auf der Suche nach einem Match befinden, durchaus sinnvoll.

Die Matches selbst, hauptsächlich eins gegen eins Kämpfe, liefen zu einem guten Anteil reibungslos ab. Nicht wenige Matches gab es jedoch auch, die nahezu unspielbar waren – dies will ich dem Spiel allerdings nicht ankreiden. In einer Lobby wird die Verbindungsqualität eines jeden Spielers angezeigt – leider war diese bei den meisten Spielern, mit denen ich mich gemessen habe, nicht außerordentlich gut. Wie im Beat’em up-Genre üblich kann man beim rasanten Gameplay von Dragon Ball Xenoverse 2 natürlich keinerlei Verzögerungen was die Internetverbindung angeht verschmerzen, wenn man gegeneinander spielt. Das führt mich allmählich zum Kerngameplay des Spiels, das prinzipiell genau das bietet, was man sich vorstellen würde – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Die Kunst des Kampfes

Ob es eine gute Idee ist, mit dem wütenden Boo in den Nahkampf überzugehen? Was sagt denn Gotenks dazu?

Eines vorweg: Egal, welche Aktionen ihr in Dragon Ball Xenoverse 2 vollführt – ihr seht dabei immer cool und authentisch aus. Wie auch viele Dragon Ball-Kampfspiele vor ihm schafft es Xenoverse 2, das “Dragon Ball-Feeling“ der Kämpfe punktgenau einzufangen. Egal, ob ihr euren Gegner als Volleyball benutzt und euch selbst Vorlagen oder Schmetterbälle zupfeffert, ob ihr riesige Energiestrahlen und Projektile umherschleudert oder ob ihr euch im Falle eines gegnerischen Angriffs so schnell hinter euren Kontrahenten bewegt, dass man meinen könnte, ihr würdet euch teleportieren – Dragon Ball-Fans werden alleine an der Präsentation des Spielgeschehens eine Menge Freude haben. Das liegt einerseits in der visuellen, andererseits an der akustischen Inszenierung des Kampfgeschehens. Wilde Kamerafahrten fangen eure verrückten Kombos wunderbar ein, viele Soundeffekte mit ordentlich “Wumms“ stammen direkt aus der Anime-Vorlage. Das mächtige Geräusch des Aufladens einer Kamehame-Ha, gefolgt von einem riesigen Energiestrahl, geht bis unter die Haut.

Doch wie spielen sich die Kämpfe nun? Prinzipiell ist das Grundgerüst des Kampfsystems ein sehr simples: Mittels zwei Angriffstasten für jeweils leichte und schwere Schläge baut ihr eine von mehreren Kombo-Möglichkeiten auf. Dazu müsst ihr keine Listen auswendig lernen, stattdessen läuft das ausführen dieser Kombos sehr intuitiv ab, nachdem ihr in das Spielprinzip hineingefunden habt – umfangreiche, optionale Tutorials lassen dabei auch keine Fragen offen. Dieses Grundgerüst wird von mehreren Möglichkeiten ausgebaut, die sich euch während dem Ausführen einer Kombo eröffnen – beispielsweise könnt ihr euren Gegner zu einem beliebigen Zeitpunkt wegkicken, und ihn nach einer kurzen Verfolgung entweder von vorne oder von hinten attackieren. Den schweren Schlag könnt ihr zu jeder Zeit aufladen, womit ihr beispielsweise Verteidigungsstellungen durchbrechen könnt. Mit beiden Angriffstasten könnt ihr einen besonders starken Schlag ausführen, der gutes Timing erfordert – führt ihr einen Solchen erfolgreich aus, verliert der Gegner für kurze Zeit all seine Ausdauer.

In einigen Aufträgen der Namekianer müsst ihr Dragon Balls sicherstellen – bei der Suche hilft euch das Dragon-Radar mit seinen typischen Piep-Geräuschen.

Auf eure Ausdauer solltet ihr während des Kampfgeschehens tunlichst achten. Viele Aktionen, wie schnelles fliegen oder das Teleportieren hinter den Gegner, benötigen Ausdauer – sollte sie komplett aufgebraucht sein, so seid ihr eurem Gegner für eine kurze Zeit hilflos ausgeliefert. Die andere Ressource, die für den Kampf entscheidend ist, ist euer Ki – eine Art Leiste für Spezialattacken. Diese besonderen Techniken kommen in mehreren Varianten daher – zunächst einmal basiert jeder Superangriff auf einer der Kategorien Schlagfähigkeit, Ki-Explosion oder Sonstiges. Dann gibt es verschiedene Abstufungen dieser Techniken: Euren Charakter könnt ihr mit bis zu vier normalen Superangriffen (beispielsweise Vegetas Gallikstrahl), zwei ultimativen Angriffen (beispielsweise Cells perfekte Kamehame-Ha), einer Ausweich-Fähigkeit (beispielsweise dem Sonnenblitz) und einer Erwachen-Fähigkeit ausrüsten, die Verwandlungen hervorruft (beispielsweise die Transformation in einen Super-Saiyajin). Ultimative Angriffe verbrauchen dabei die größte Menge an Ki, tragen ihren Namen aber auch keinesfalls zum Spaß – diese Angriffe hauen mächtig rein und sehen dabei noch spektakulär aus.

Selbst, wenn zwei Techniken auf dem Papier derselben Kategorie angehören, können sie sich sehr stark voneinander unterscheiden. Einige Techniken müssen aufgeladen werden, andere wiederum werden sofort aktiviert. Die Auswahl an verschiedenen Spezialangriffen ist wirklich riesig, und es macht unheimlich viel Spaß, all diese Angriffe auszuprobieren, bevor sich eure Favoriten, die eurem Spielstil besonders zugutekommen, herauskristallisieren.

Kleines Rätsel: Wie heißt dieser pompöse Angriff? Kleine Hilfestellung: Gogeta.

Auch eure Ausrüstung hat direkten Einfluss auf euren Spielstil. Die vielen verschiedenen und kombinierbaren Outfits, die ihr in einem Geschäft kaufen oder durch Quests freispielen könnt, sehen nicht nur verdammt cool aus, weil sie sich teilweise auch direkt an der Vorlage bedienen, sie beeinflussen eure Charakterwerte maßgebend. Des Weiteren müsst ihr euch für eine sogenannte “Superseele“ entscheiden: Neben bestimmten Statboosts, die sich von Superseele zu Superseele unterscheiden, legt ihr damit die Art der normalen Ki-Explosionen fest, die ihr im Kampf per Tastendruck auslösen könnt, um euren Gegner auf Distanz zu halten.

Insgesamt sorgt das Kampfsystem, kombiniert mit den Rollenspiel-Mechaniken, für jede Menge kurzweiligen Spaß. Die Probleme des Spielprinzips entpuppen sich dann, wenn man beispielsweise gegen andere Spieler antritt. So bieten die Kämpfe wenig Möglichkeiten, sich wirklich tiefgehend damit auseinanderzusetzen und scheinen auch nicht auf den Spieler gegen Spieler-Kampf ausgelegt zu sein. Dies liegt hauptsächlich daran, dass sich die Kämpfe fast ausschließlich dann gut anfühlen, wenn ihr einen Gegner in eurer Kombo gefangen haltet – in Matches mit einigermaßen gleichguten Spielern kommt es aber so gut wie nie vor, dass sich eine Kombo über eine zweistellige Anzahl an Treffern erstreckt. Gegen computergesteuerte Gegner gibt es wiederum ein ganz anderes Problem: Nach einer gewissen Spielzeit habt ihr eure Lieblings-Kombos gefunden und nutzt diese fast nur noch ausschließlich. Auf potenzielle Unvorhersehbarkeiten müsst ihr dabei nur dann reagieren, sollte sich der Gegner im Laufe der Kombo hinter euch teleportieren – abseits davon haben die Kämpfe keinerlei Überraschungen mehr zu bieten, hat man sich erst einmal darin eingefunden.

Da bekommt selbst Beerus Gänsehaut: Die Verwandlung in einen Super-Saiyajin.

Der Story-Modus leidet zusätzlich noch unter eigenen Problemen: Hier kommt es nicht selten vor, dass ihr beispielsweise einen Gegner besiegen müsst, ab einem gewissen Punkt aber keinen Schaden mehr anrichten könnt, da der Story-relevante Dialog zwischen anderen Charakteren, der zeitgleich abläuft, noch nicht beendet ist. Hin und wieder wirken die Story-Sequenzen auch absolut nicht stimmig – beispielsweise habt ihr Cell ohne Gnade verprügelt, ganz so, wie es das Missionsziel verlangt hat, um in einer darauffolgenden Zwischensequenz zu sehen, wie euer völlig erschöpfter Charakter dem immer noch fitten Cell gegenübersteht und so getan wird, als hättet ihr keine Chance gegen Cell. Das ist weniger ein Problem der Sequenzen, als vielmehr ein Problem der Schwierigkeitsbalance des Spiels: Diese ist sehr inkonsistent und stimmt selten mit dem überein, was einem der Plot des Spiels eigentlich sagen will. Hin und wieder, in sehr unregelmäßigen Abständen, werdet ihr wirklich von euren Gegnern gefordert. Zwei Mal kam es vor, dass ich eine Mission wiederholen musste – einmal sogar mehrfach. Nicht etwa zum Ende des Spiels hin, nein, sondern ungefähr nach dem ersten Drittel der Hauptstory.

Ein gelungenes Gesamtpaket

Auch die neuesten Entwicklungen der Dragon Ball-Reihe werden in Xenoverse 2 behandelt.

Trotz der Schwächen von Dragon Ball Xenoverse 2, die sich keinesfalls leugnen lassen, hatte ich sehr großen Spaß mit dem Titel. Grund dafür ist natürlich auch die rosarote Fanbrille, ohne die man sich das Spiel ohnehin nicht zulegen sollte: Als Fan der Dragon Ball-Reihe bekommt man eigentlich alles, was man sich von einem Dragon Ball-Spiel wünschen könnte. Etwas schade ist es, dass der Soundtrack des Spiels nicht der Anime-Vorlage entstammt – die Tracks untermalen die Action zwar teilweise richtig gut, nach Dragon Ball klingen diese aber nur zum Teil. Optisch kann das Spiel überzeugen, wenn es auch kein Grafikwunder darstellt. Besonders die Modelle der ikonischen Charaktere wurden mit viel Liebe zum Detail entworfen, ebenso wie die zahlreichen effektvollen Spezialattacken. Auch Kampfanimationen werden genauso ausgeführt, wie man das aus der Anime-Vorlage kennt – mit all den Eigenheiten des jeweiligen Kämpfers.

Ein paar finale Worte betreffen den Handheld-Modus, dank dem ihr Xenoverse 2 auch unterwegs spielen könnt: In diesem läuft das Spiel spürbar schlechter als auf dem großen Bildschirm. Vor allem in der offenen Oberwelt kommt es dort zu Einbrüchen der Framerate. Prinzipiell würde ich allerdings sowieso einen Pro Controller empfehlen, um Dragon Ball Xenoverse 2 zu spielen – das Button Mashing-lastige Gameplay geht damit deutlich besser von der Hand. Erwähnenswert ist außerdem, dass ihr als Käufer von Dragon Ball Xenoverse 2 die gesamte Handlung des Erstlings nachspielen könnt, der nie für eine Nintendo-Plattform erschien. Diese Kampagne könnt ihr kostenlos im Nintendo eShop herunterladen.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Dragon Ball Xenoverse 2 for Nintendo Switch

Meinung von David Pettau
Von allen Dragon Ball-Spielen, die ich bisher gespielt habe, ist Xenoverse 2 mein Favorit. Das liegt vor allem am Rollenspiel-Aspekt, der mich zuvor immer eher abgeschreckt hatte. Seinen eigenen Kämpfer hochzuleveln und sich völlig an ihn zu gewöhnen macht einfach unglaublichen Spaß – so ist mir das Moveset meiner Saiyajin-Kämpferin mittlerweile komplett geläufig. Dazu kommen einige besondere Momente, durch die ihr euch wirklich mit eurem Charakter verbunden fühlt – beispielsweise die erste Verwandlung in einen Super-Saiyajin. Das Spiel bietet einen ansehnlichen Umfang, angesichts des nicht allzu tiefen Kampfsystems ist aber natürlich dennoch irgendwann die Luft raus. Für kurzweilige Matches, vor allem dann, wenn ich im Dragon Ball-Fieber bin, werde ich aber auch in Zukunft immer wieder auf Xenoverse 2 zurückgreifen.
Mein persönliches Highlight: Als man sich im Rahmen der Story aus heiterem Himmel zwischen Goku und Beerus teleportiert, als diese ihren Kampf der Götter austragen.
Meinung von Dennis Meppiel
Bislang habe ich wirklich schon sehr viele Dragon Ball-Spiele gespielt. Besonders Budokai Tenkaichi 3 für die Wii hatte mich damals fasziniert, auch wenn der Online-Modus leider nicht so gut gelungen war. Mit Xenoverse 2 für die Nintendo Switch habe ich mal wieder einen Blick riskiert. Und siehe da, ich wurde nicht enttäuscht. Die Einspielzeit gestaltete sich einsteigerfreundlicher als gedacht. Zwar erwarten den Spieler hier neben den Kämpfen sämtliche Rollenspiel-Aspekte, die aber wirklich super in das Dragon Ball-Universum eingebunden wurden. Dies wird bei mir bestimmt für eine große Langzeitmotivation sorgen. Die Stadt Conton City ist leider etwas zu groß geraten und da hätte ich mir ein Menü gewünscht, in dem man direkt zu den Online-Kämpfen gelangen könnte. Doch dafür sind die Prügeleien stimmig und funktionieren ohne Probleme auf der Nintendo Switch. Und ganz wichtig: Der Online-Modus ist super und läuft flüssig. So muss das sein!
Mein persönliches Highlight: Kameeee....hameeeee....haaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!

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