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Test zu Lovers in a Dangerous Spacetime - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Lovers in a Dangerous Spacetime
  • USA USA: Lovers in a Dangerous Spacetime
  • Japan Japan: Lovers: Minna de Susume! Uchuu no Tabi
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
03.10.2017
Vertrieb
Asteroid Base, Super Rare Games
Entwickler
Asteroid Base
Genre
Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 0
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Lovers in a Dangerous Spacetime: Jetzt gibt es auch auf der Nintendo Switch viel Liebe!

Von Dirk Apitz ()
Wir schreiben das Jahr 2015, als ein kleines aber feines Indiespiel erschien, was sämtliche Preise abräumte und als das beste Koop-Spiel des Jahres galt. Die Rede ist von Lovers in a Dangerous Spacetime. Die Mischung aus Shooter und Metroidvania, zusammen mit einem einfachen aber interessanten Koop-Konzept, machen dieses Spiel zu etwas Besonderem. Dabei habe ich hier noch gar nicht über die Grafik gesprochen, die ebenfalls sehr schön aussieht. Nun kommt das Spiel auch für die Nintendo Switch und kein System scheint besser dafür geeignet zu sein.

Verbreitet die Liebe!

Irgendwo im Universum ist es jemandem gelungen, die größte Kraft des Universums in eine Maschine zu packen: Die Liebe! Love is in the air? So könnte man das Ganze wohl beschreiben. Mit der Energie dieser Maschine, die bestimmt nicht zufällig an ein Herz erinnert, vereinen die Wissenschaftler alle Planeten der Galaxie miteinander, während die sogenannten Lovers als Spezialeinheit zum Schutz dieser Maschine ausgebildet werden. Hach, das klingt nicht nur zum Verlieben. Die Geschichte mag sehr simpel sein, ist aber dennoch auf eine verrückte Art und Weise sehr charmant und passt zu diesem Spiel, wo es am Ende auch um die Zusammenarbeit geht. Doch bald ist diese Idylle vorbei. Durch einen Fehler in der XOXO-Matrix (nein, das ist nicht das neue Album von Casper) dringen die Bösewichte der Anti-Liebe in das Universum vor und nehmen kleine süße Häschen als Geiseln (jetzt hört es aber auf!!!). Zudem wird auch noch der Reaktor zerstört, ihr müsst als Retter der Liebe die Geiseln befreien (was bei so süßen Hasen wirklich gern getan wird...) und die Teile des Reaktors wiederfinden.

In charmanten (süßen!) Zwischensequenzen, wird die Geschichte erzählt

Das Gameplay ist, wie die Geschichte selbst, ziemlich simpel aber im Kern genial! Zwei Spieler, ein Raumschiff und ein großes Abenteuer erwarten euch. Der eine Spieler besetzt einen Schützenturm, der andere lenkt das Schiff und wenn gerade notwendig, wechselt dieser Spieler dann schnell zu den Schilden oder zur Karte. Das ist einfach erklärt, ist im richtigen Spiel dann aber doch etwas komplexer, als ihr denkt. Die richtige Taktik und auch die perfekte Absprache führt euch zum Ziel. Spätestens wenn aus der Liebe eher Panik wird und ihr euch gegenseitig anschreit, damit ihr von den bösen Angriffen nicht geplättet werdet, bleibt kein Auge trocken. Dabei macht das Spiel natürlich einzeln nicht so viel Spaß, wie im Koop-Modus. Alleine könnt ihr mit dem Drücken der "X"-Taste der künstlichen Intelligenz eine Aufgabe zuweisen, nur lenken kann sie dabei das Schiff nicht. Weiterhin ist auch noch zu beachten, dass das Spiel auch auf der Nintendo Switch keinen Online-Modus bietet.

Musiknerds wird auffallen, dass das Spiel stark an den Titel "Lovers in a dangerous Time" von Bruce Cockburn erinnert. Damals erreichte der Song den 25. Platz in den kanadischen Charts (1984) und vier Jahre später hat die bekannte Band U2 diesen Song zitiert, indem einige Zeilen in den Song "God Part II" eingeflossen sind. Der bekannte Radiosender CBD Radio One hat dann "Lovers" als einen der größten kanadischen Songs aller Zeiten gekürt. Was hat das mit dem Spiel zu tun? Nun, dem Spieler kann diese Referenz egal sein. Dennoch ist es bestimmt kein Zufall, dass die Entwickler Asteroid Base ebenfalls aus Kanada sind.

Wer will auch schon alleine lieben?

Gehen wir etwas mehr ins Detail. Das runde Raumschiff, die Kaugummi-Station, hat vier Geschütztürme, ein im Kreis schwenkbares Schild, ein Kartenterminal, ein Ruder und eine automatisierte Waffe. Diese könnt ihr nur abfeuern, sie bewegt sich aber von alleine im Uhrzeigersinn. All das könnt ihr steuern. Das Innenleben des Schiffs ist dabei etwas verzweigt und ihr solltet die genauen Wege kennen, ansonsten verliert ihr zu viel Zeit. Mit nur einem Tastendruck auf "Y" übernehmt ihr die Kontrolle dieser Einrichtungen. Dabei lenkt ihr das Schiff durch eher zufällig generierte Welten, was ein weiteres Durchspielen nicht sinnlos macht. Asteroidenfelder und Planeten wirken wie kleinere Labyrinthe und machen die Suche nach den Hasen nicht einfacher. Immer wieder werdet ihr dann dabei von Aliens attackiert oder müsst kleinere Schalterrätsel lösen. Wenn ihr eine bestimmte Anzahl der Hasen gerettet habt, könnt ihr per Herzchen-Teleport zum nächsten Level reisen. Habt ihr dabei eine Galaxie, hier in Form von einem Sternbild, geschafft, wartet ein Endboss auf euch. Immer wieder will man die jeweiligen Level erkunden oder erforschen und dadurch, dass die Level zufällig generiert werden, ist ein mehrmaliges Spielen auch immer wieder eine neue Erfahrung.

Am Anfang habt ihr ein kleines aber feines Tutorial, einfach nur um das Konzept zu verstehen.

Ist es am Anfang noch ruhig und jeder hat seine Aufgaben, schreit man sich später panisch zu und erlebt das pure Chaos. Doch genau davon solltet ihr euch nicht befallen lassen. Die perfekte Absprache und eine gute Aufgabenteilung sind elementar. Auch solltet ihr das Schiff gut kennen und wissen, wie ihr am schnellsten zur gewünschten Position lauft oder was welcher Terminal genau bewirkt. Wenn ihr mitten in einem Gefecht seid und die Karte öffnet, dann wird das euer Partner wohl nicht so liebevoll aufnehmen. Liebevoll ist definitiv auch nicht der Schwierigkeitsgrad. Es gibt Momente, besonders wenn die Lebensenergie weiter unten ist und ihr an Selbstschussanlagen oder Alien-Horden vorbei müsst, wo ihr euch fragt, ob das Spiel nicht eher "HATERS in a dangerous Spacetime" heißen sollte. Dabei sollte aber gesagt sein, dass die Gegner, Welten und auch Momente immer wieder ein anderes Design aufweisen und viel Abwechslung bieten.

Wenn ihr eine Kiste zum Explodieren bringt, so wie immer, und plötzlich von irgendwas angezogen werdet, dann ist das sehr überraschend und am Anfang geratet ihr dann nur noch mehr in Panik. Solche Momente gibt es häufig, so gleicht keine Welt der anderen und ständig wird man mit neuen Situationen konfrontiert. Deswegen mag eine gewisse Taktik oder ein gewisser Ablauf mit dem Partner gut funktionieren, in diesen Situationen müsst ihr euch immer wieder neu erfinden, um diese Herausforderung zu meistern.

Schnell ins Herz!

Euer Raumschiff kann zudem mit Extras erweitert werden. Durch sogenannte Kristalle könnt ihr das Schiff noch mit Raketenwerfern, einem größeren Schild oder gar einem Morgenstern ausrüsten. Auch weitere Schiffe, mit anderen Anordnungen der Waffen könnt ihr freispielen. Das ist in manchen Situationen nicht verkehrt, aber hat den Nachteil, dass ihr das Innenleben immer wieder neu studieren müsst. Deswegen solltet ihr euch gut überlegen, ob eine Neuanschaffung wirklich so sinnvoll ist. Auch könnt ihr neue Charaktere freispielen, was euch allerdings nur äußerlich verändern wird. Das Schöne an der Nintendo Switch ist ja, dass ihr mit den Joy-Con ganz einfach zu zweit spielen könnt. Durch die simple und einfache Steuerung ist das hier natürlich ein Segen und erleichtert das kooperative Spiel ungemein.

Auch wenn es auf dem kleinen Bildschirm manchmal zu hektisch oder zu klein werden kann, spielt sich dieses Spiel im Tisch-Modus ebenfalls sehr gut und auf der großen Glotze verliebt man sich in das Spiel. Auch könnt ihr auf der Nintendo Switch mit insgesamt vier Spielern den Weltraum erkunden. Hier ist das Chaos natürlich vorprogrammiert, macht aber ebenfalls gleich mehr Spaß. Jederzeit können weitere Spieler einsteigen und ihr müsst nicht immer einen neuen Spielstand erstellen. Auch ist, wie bereits erwähnt, die Steuerung so einfach, dass auch Neulinge ihren Spaß daran haben werden.

Bei dem Anblick, geht einem ja das Herz auf!

Verrückt! Selbst im Wasser kommen die Gegner! An die Geschütze!

Grafisch ist es natürlich ebenfalls eher simpel gehalten, ist aber dank seiner Farben und seiner liebevollen Gestaltung nicht nur schrill, sondern auch einzigartig. Wie bereits angesprochen, haben es die Entwickler zudem nicht nur bei einem Gegnertyp belassen oder sich nur darauf konzentriert, andere Farben zu verwenden, sondern mit viel Liebe und Mühe das Spiel gestaltet. Natürlich sind die Farben wie Rot, Lila oder Rosa dabei sehr prägend und immer wieder in Verwendung. Auch in den Schlachten passiert sehr viel und dennoch läuft dabei das Spiel immer flüssig.

Leider glänzt dafür der Soundtrack nicht ganz so. Dieser ist sehr generisch und fast schon belanglos. Das ist, besonders wenn man die Musik-Referenz sieht, sehr schade. Mit einem guten Soundtrack, der einige Ohrwürmer erzeugt, wäre das Spiel perfekt abgerundet. Ich will aber auch sagen, dass der Soundtrack nicht stört. Er ist schlichtweg egal und nur zweckmäßig da. Dies ist dann, besonders bei diesem Preis, dann aber wirklich ein zu vertretender Schwachpunkt.

Redaktionswertung

8

Spiele-Hit

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Unser Fazit zu Lovers in a Dangerous Spacetime

Meinung von Dirk Apitz
Ich liebe dieses Spiel! Schon auf der Xbox One hatte ich meinen Spaß damit und nun auch auf der Nintendo Switch! Immer wieder erkunde ich die Welten alleine oder zusammen mit Freunden. Trotz, oder gerade wegen, des simplen Gameplays, hat das Spiel mehr Tiefgang als zu erwarten ist und verspricht spaßige Weltraumschlachten. Nur der fehlende Online-Modus oder der Soundtrack trüben ein klein wenig den Gesamteindruck. Ansonsten ist dies wohl der bisher beste Koop-Ableger auf der Nintendo Switch! Bei so einem Spiel wird man automatisch zum Lover...
Mein persönliches Highlight: Die süßen kleinen Hasen *.*

Kommentare 8

  • rongar Turmbaron - 03.10.2017 - 20:02

    Kann ich nur zustimmen. Hab´s am Nachmittag gleich geladen und sofort mit den Kindern vergnügliche Stunden im All verbracht - die "Hasen" sind nach Mario Rabbids Kingdom doch schneller zurück als gedacht !!!
  • bign Turmbaron - 03.10.2017 - 20:46

    Leider machts nur mindestens zu zweit richtig Sinn, wenn ich das richtig verstanden habe?
  • Dirk Apitz Dr. Pepper - 03.10.2017 - 20:48

    @bign

    Alleine ist es schwieriger. Ist noch spaßig aber richtig gut an zwei
  • Albert Turmfürst - 03.10.2017 - 21:10

    "Zwei Spieler, ein Raumschiff und ein großes Abenteuer"
    Super Test! Ich werd es mir kaufen um gemeinsam zu spielen.
    Aktuell habe ich meine Switch verliehen :D
  • bign Turmbaron - 03.10.2017 - 21:27

    @Dirk Apitz

    Mal sehen, vielleicht hol ich es mir noch. Hab leider keine Mitspieler, bin der einzige mit Zockergenen hier.

    Danke für die Info.
  • billy_blob aka DelPadio - 04.10.2017 - 00:22

    Ich hab halt keine Freunde, um intensiv vor einem TV verschiedene Spiele auszuprobieren :D
    Mario Kart Abende mit paar Leuten zählen da nicht, für so ein Spiel muss man mal "einfach so" zusammen kommen und daddeln.

    Die Zeiten sind lange vorbei.
  • bartu Turmgeist - 04.10.2017 - 12:38

    Spiele es mit meinem Sohn... und es macht einfach Spaß! Bei schwierigen Abschnitten hilft sogar meine Frau (übernimmt z.B. das Schild).
    Als Einzelspieler habe ich es nur kurz angespielt und muss sagen dass es auch Spaß machen kann... da muss der Spieler dann halt sein Geschick zeigen.

    Meine kleine Tochter findet die ganzen Herzen toll und schaut gerne zu... (Außer wenn ein Boss kommt)
  • Albert Turmfürst - 15.03.2018 - 20:04

    Ich hab mir das Spiel die Tage gekauft. Es ist echt ganz witzig!