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Test zu Thimbleweed Park - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Thimbleweed Park
  • USA USA: Thimbleweed Park
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
21.09.2017
Vertrieb
Terrible Toybox
Entwickler
Terrible Toybox
Genre
Adventure, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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TestTron 3000: Execute_Test

Von Sebastian Schewe ()
In Thimbleweed Park wurde eine Leiche gefunden! Deine Aufgabe ist es nun, herauszufinden was es damit auf sich hat, indem du Beweismittel und unnütze Gegenstände sammelst und geschickt kombinierst, was denn genau geschehen ist. Ein klassisches Point & Click-Abenteuer mit viel Humor und Witz, einer tragischen Geschichte von zwei suspekten FBI-Agenten, einem ver*biepten* Clown sowie einer von ihrer Familie verachteten Spiele-Entwicklerin und ihrem etwas durchsichtigen Vater, das alle zwei Minuten einen Witz enthält!*

Achtung, kann Spuren von Ransome, dem ver*biepten* Clown enthalten!

Die wichtigste Entscheidung im ganzen Spiel!

Am Anfang des Spiels stehen euch nur zwei der fünf Charaktere zur Verfügung, Junior Agent Reyes aus dem Büro in Albuquerque (da gibt es gar kein Büro des FBI...) und Agent Ray, eine eher zynische Frau. Jeder der beiden hat sein eigenes Inventar, was jedoch untereinander austauschbar ist. Um zwischen den Charakteren zu wechseln, gibt es zwei Wege: den einfachen per ZL- und ZR-Taste oder den, den nur ver*biepte* Idioten nutzen. Beim Letzteren bewegt ihr einfach den Cursor in die obere rechte Ecke und wählt den gewünschten Charakter aus. Am unteren Bildschirm findet ihr das Interface, was auf den ersten Blick vielleicht überwältigend aussehen mag, wenn ihr diese Art Spiel nicht gewohnt seid, jedoch eigentlich ganz simpel ist. Die Befehle "Öffne", "Nehme", "Drücke", "Schließ", "Schaue", "Ziehe", "Gebe", "Rede" und "Nutze" machen genau das, was sie aussagen. Wollt ihr einen von ihnen ausführen, habt ihr erneut zwei Möglichkeiten: Ihr wählt den Befehl und dann den Gegenstand/die Person, auf den/die ihr ihn anwenden wollt, oder ihr bewegt den Cursor zum gewünschten Ziel und drückt die B-Taste. Bei Letzterem wird der nächste logische, aber nicht immer benötigte Befehl ausgewählt, sodass eine Mischung aus beiden Möglichkeiten sinnvoll ist.

Neben den Befehlen seht ihr das Inventar, welches im Prinzip genauso funktioniert, wie alles auf dem eigentlichen Spielbildschirm. Auch auf diese Gegenstände lassen sich die Befehle anwenden. Wer damit nicht klarkommt, sollte sich ver*biept* nochmal ein anderes Genre suchen! Um euch durch die Gegend zu bewegen, drückt ihr einfach an den Ort, an den ihr gehen wollt, bei einem Doppelklick bewegt sich die Figur sogar schneller.

Der diabolischste Job der Welt!

Um den Fall zu lösen, müsst ihr drei Maschinen mit bestimmten Dingen füttern: Den Bloodtron 3000 müsst ihr mit einer Blutprobe der Leiche sowie etwas, was zum Identifizieren des Blutes fungiert, zum Arbeiten bringen. Der FingerprintTron 3000 will, neben dem generellen Fingerabdruck-Register, einen Fingerabdruck von der Tatwaffe haben. Zu guter Letzt braucht ihr für den FaceTron 3000 ein Foto der Leiche sowie deren Ausweis. Das alles mag simpel klingen, doch um an all diese Dinge zu kommen müsst ihr nicht nur zwischen Charakteren wechseln, sondern auch die ganze Stadt auf den Kopf stellen. Dazu gehört es natürlich auch etliche ver*biepte* Rätsel zu lösen, doch Anfängern kommt das Spiel mit einem einfachen Modus entgegen, der manche dieser Rätsel etwas entschärft. Dabei gibt es Rätsel, die euch direkt logisch erscheinen und auch solche, bei denen ihr eher unkonventionell denken müsst. Generell gilt aber, dass ihr auf jede Lösung kommen könnt und nicht irgendwelches Wissen benötigt, dass nicht vom Spiel selbst übermittelt wird. Manchmal hilft es auch, einfach etwas rumzulaufen und verschiedene Dinge auszuprobieren oder sich zunächst anderen Dingen zuzuwenden, denn nicht jedes Rätsel lässt sich sofort lösen.

Glücklicherweise erhaltet ihr später auch eine Möglichkeit zur Schnellreise, die viele Wege vereinfacht. Mit der Zeit fragt ihr euch dann auch, ob die mysteriöse Leiche wirklich das große Geheimnis ist, oder ob nicht mehr dahintersteckt... Und wenn ihr wirklich mal nicht weiterkommt, sucht euch einfach ein Telefon und wählt die Nummer 4468, die spoilerfreie Tipps zum Weiterkommen gibt. Auch ein Blick auf die Notizbücher bzw. To-Do-Listen der Charaktere kann euch helfen.

Ein Anschluss unter dieser Nummer...

Das Herzstück dieses Spiels, welches von den Monkey Island-Machern entwickelt wurde, ist der Humor. Und der kommt wirklich nicht zu kurz und deckt viele Humor-Gebiete ab, sodass jeder etwas zu lachen haben sollte. Dazu gehören auch Anspielungen wie die auf ein gewisses, pinkes Tentakel beispielsweise. Blöde Insiderwitze lassen sich sogar in den Optionen abstellen, für alle, die Spiele wie Monkey Island oder Maniac Mansion nie gespielt haben. Bevor ihr das Spiel startet, ist es jedoch am wichtigsten in den Einstellungen das Kreuz bei "Klopapier vorne" zu setzen, damit alles Klopapier im Spiel auch richtig herum hängt. An alle, die der Meinung sind, dass das Klopapier nach hinten hängend gehört: *biept* euch doch! Doch nicht nur die Macher zeigen ihren Humor, in den Telefonbüchern des Spiels findet ihr die Telefonnummern der Backer der Kickstarter-Kampagne, die ihr (natürlich nur in-game) anrufen könnt, um eine gesprochene Nachricht von diesen zu hören. Auch solltet ihr immer nach Staubkörnern (einzelne, weiße Pixel) Ausschau halten, denn wenn ihr diese sammelt, dann [Diese Information ist für Spieler, die das selber nicht auf die Reihe kriegen, nicht geeignet]! Das ist doch eine unglaubliche Sache, die ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen solltet! Möglicherweise habe ich sogar innerhalb dieses Tests ein solches Staubkorn versteckt... Gebt mir Bescheid, wenn ihr es findet!

Wer watschelt, der gewinnt!

Grafisch bietet das Spiel eine klassische Point & Click-Erfahrung, die an die Anfänge dieses Genres erinnert. Ihr solltet Pixel natürlich mögen, wenn ihr die Grafik dieses Spiels genießen wollt, aber was die Künstler an Animationen erschaffen haben, kann sich wirklich sehen lassen. Ihr erkennt bei allem, was es sein soll, außer natürlich man soll das gar nicht erkennen, und die gewählten Farben passen zu dem Neo-Noir-Setting. Nichts ist zu hell, nichts ist zu dunkel. Dazu ist alles mit düsteren Melodien untermalt, die euch das richtige Feeling verpassen. Auch die erwähnten Staubkörner sind von allem anderen unterscheidbar, was nicht heißen soll, dass sie total ins Auge stechen, aber wenn ihr aufmerksam seid, findet ihr sie. Die Sprachausgabe, die auf englisch ist, wurde wirklich gut umgesetzt und die gewählten Stimmen passen wie Mario auf Yoshi. Die deutschen Texte wurden gut lokalisiert, sodass bei Sprichwörtern beispielsweise eine sinngemäße Übersetzung, statt einer direkten erfolgt. Es werden also im Deutschen gebräuchliche Sprichwörter genutzt, die jeder ver*biepte* Typ kennen sollte. Es gibt sogar ein paar wenige gesprochene Zeilen, die auf deutsch sind. Aber wie ihr euch die anhören könnt, lass ich euch selber herausfinden. Warum? Weil ich ver*biept* nochmal Spaß daran habe euch leiden zu sehen!

Das generelle Handling des Spiels ist so gut, wie es auf einer Konsole bei einem Point & Click-Adventure eben sein kann. Man merkt, dass es mit einer Maus wohl leichter wäre, aber mit den gegebenen Werkzeugen wurde das bestmögliche rausgeholt, zudem kommt der Touchscreen der Maus sehr nahe, wenn ihr diesen verwenden wollt. Alles in allem macht Thimbleweed Park enormen Spaß, sowohl in der Rumrätselei, als auch mit seinem Humor!

*keine Garantie!

Redaktionswertung

9

Geniales Spiel

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Unser Fazit zu Thimbleweed Park

Meinung von Sebastian Schewe
Schon damals bei Monkey Island 3, welches mein erstes Point & Click-Adventure war, konnte mich der Humor und das Gameplay fesseln. Daraufhin habe ich einige Point & Clicks gespielt und war sehr froh zu hören, dass Thimbleweed Park für Nintendo Switch erscheinen wird. Und Mann, wurde ich bedient! Ich hatte so viele Lacher bei diesem Spiel. Die Rätsel waren teilweise recht hart, aber nie fühlte ich mich unfair behandelt. Besonders die Mechanik mit den Charakteren, die man frei wechseln kann, hat mir gefallen. Ich kann es jedem, der nicht vollkommen von solchen Spielen abgestoßen wird, empfehlen! Und nicht vergessen: Die Signale sind stark heute Nacht.
Mein persönliches Highlight: Die Unterhaltungen zwischen Ray und Reyes.

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