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Test zu Astro Bears Party - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Astro Bears Party
  • USA USA: Astro Bears Party
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
28.09.2017
Vertrieb
QubicGames
Entwickler
QubicGames
Genre
Party
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 0
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Die linienscheue Bärensippe gibt Gas!

Von Roman Dichter ()
Im Nintendo eShop der Nintendo Switch könnt ihr inzwischen schon eine ganze Menge interessanter Indie-Titel finden, die für die kurzweilige Unterhaltung zwischendurch sorgen. Mit Astro Bears Party ist jetzt ein weiteres Spiel dieser Art erhältlich, das sehr minimalistisch daherkommt, aber auch sehr unterhaltsam sein kann. Schauen wir uns das Ganze einmal genauer an.

Das Spiel allein – oder: Snake 3D

Wie das Wort „Party“ im Titel vermuten lässt, könnt ihr mit mehreren Spielern aktiv werden, aber auch allein lohnt es sich, die Software zu starten. Das Spiel ohne Freunde lässt sich auch ganz einfach so beschreiben: Snake 3D! Wer noch nicht weiß, wovon ich rede, bekommt jetzt in aller Kürze eine kostenlose Geschichtsstunde. Vor vielen Jahren – ich selbst war noch Schüler – kam es langsam aber sicher zur Entwicklung, dass immer mehr Menschen eigene Handys besaßen (keine Smartphones, wohlgemerkt). Bis dahin war es noch üblich, sich per Festnetz-Telefon zum nachmittäglichen Treffen zu verabreden. Ich selbst hatte damals noch kein Handy, sah aber bei meinen Klassenkameraden auch schon die ersten Handy-Spiele. Videospieler war ich schon immer, aber Handy-Spiele waren im Vergleich belangloser Unsinn (ein Vorurteil, das ich mir bis heute bewahrt habe). Trotzdem gab es ein Spiel, das ich ganz unterhaltsam fand und das damals in aller Munde war: Snake!

Umrundet den Planeten und weicht der Linie aus, die ihr selbst hinterlasst.

Bei Snake bewegte man einen automatisch über den Bildschirm wandernden Strich (quasi eine Schlange) in vier Richtungen und sammelte dabei kleine Punkte auf. Diese wurden dann zu einem Teil der Schlange und sie wurde mit jedem Punkt länger. Man durfte aber nicht mit dem Schlangenkopf den Rest der dahinter hergezogenen Linie berühren, was natürlich immer schwerer wurde, zumal die Schlange immer länger wurde und somit immer mehr Fläche des Bildschirms durch die Schlange ausgefüllt wurde, also weniger Platz zum Ausweichen da war. Auf diese Weise versuchte man, so lange wie möglich durchzuhalten und die eigenen Rekorde zu brechen. Das war schon sehr motivierend, was man auch an den vielen Snake-Spielern sehen konnte.

Dieses Spielprinzip wird nun wieder aufgegriffen und von den „Astro Bears“ in die dritte Dimension verlagert. Ihr wählt einen der lustigen Bären aus und bewegt euch mit ihm über einen Mini-Planeten. Dieser ist so klein, dass ihr ihn in kürzester Zeit umrundet habt. Zudem wird er transparent dargestellt, sodass ihr auch sehen könnt, was sich auf seiner Unterseite befindet. Konkret gibt es zwei Dinge zu sehen: Zum einen hinterlasst ihr beim (automatischen) Laufen eine Linie, die ihr (genau wie bei Snake) nicht berühren dürft. Ganz am Ende baut sie sich aber auch wieder ab, als würdet ihr sie hinter euch herziehen. Allerdings verlängert sich die Linie, wenn ihr kleine, sich bewegende Vehikel einsammelt (das andere, was auf dem Planeten auftaucht). In jeder Runde wird euch eine bestimmte Anzahl dieser kleinen „Raumschiffe“ vorgegeben, die ihr einsammeln müsst, ohne die Linie zu berühren. Seid ihr erfolgreich, startet die nächste Runde, ihr bewegt euch etwas schneller und müsst noch mehr dieser Gegenstände einsammeln.

Wenn ihr frontal auf eure Linie zulauft, aber nach links oder rechts keine Ausweichmöglichkeit findet, bleibt euch noch ein beherzter Sprung. Eine Art Raketenrucksack hält euch auch für eine kurze Weile in der Luft, bis der dafür vorgesehene Energievorrat verbraucht ist. Je nach ausgewähltem Bär könnt ihr länger oder kürzer in der Luft bleiben und der Energie-Balken lädt sich nach der Landung schneller oder langsamer wieder auf. Durch eure Sprünge eröffnet ihr praktisch eine zweite Ebene des Geschehens, denn auch in der Luft hinterlasst ihr eure Linie. Mit einem Hüpfer formt ihr so eine Art Tor, durch das ihr hindurchlaufen könnt. Dagegen wäre ein Sprung fatal, wenn sich bereits eine Linie über euch befindet. Das Spielprinzip ist sehr einfach, die Präsentation sehr unspektakulär, aber man kann nicht behaupten, dass es nicht auch packend sein kann. Früher oder später kommt immer der Moment, an dem es verdammt schwierig wird, unbeschadet durch den selbst kreierten Hindernisparcours zu navigieren. Auf diese Weise hat also jeder Spieler die Möglichkeit, sich selbst auf dem eigenen Niveau herauszufordern und die eigenen Rekorde zu brechen.

Das Spiel mit Freunden – die Bären-Party startet

Dieses grundsätzliche Spielprinzip kann auch auf den Wettkampf zwischen bis zu vier Spielern übertragen werden. Allerdings gibt es kleine Unterschiede. Jeder Spieler wählt einen der Bären aus, die sich nicht nur bezüglich der Jet-Kapazität und Regeneration, sondern auch in Punkto Geschwindigkeit und Wendigkeit unterscheiden. Insgesamt gibt es vier der Pelztier-Astronauten zur Auswahl: Neil (ein heldenhafter Bär mit ausgeglichenen Werten), Igor (ein stolzer Ehemann und Vater, der lange in der Luft bleiben kann), Xiaoli (das einzige Mädchen, sehr schnell und wendig) und Bishnu (sieht mit heraushängender Zunge sehr lustig aus und regeneriert die Jet-Energie sehr schnell). Neben den Charakteren wählt ihr auch, ob euer Planet klein, mittel oder groß sein soll und wie viele Punkte zum Sieg benötigt werden.

Spielen zwei, drei oder vier Spieler, dann sind sie auf demselben Planeten, verfolgen ihren eigenen Bären aber per Splitscreen.

Dabei erhaltet ihr immer 4 Punkte, wenn euer Gegner die Linie berührt, ihr aber geschickt ausweicht. Sind mehr Spieler als zwei Bären im Match, läuft die Runde weiter, bis nur noch ein Spieler übrig ist und die Punkte werden danach verteilt, wer zuerst raus ist, wer als zweiter und so weiter. Ein direkter Zusammenstoß zweier Bären führt zu einem Unentschieden. Ihr bewegt euch also alle auf demselben Planeten, verfolgt aber den Weg eures eigenen Bären per Splitscreen. Grundsätzlich sind die Linien aller Bären, die gleichzeitig hinterlassen werden, für jeden Spieler tabu. Im Gegensatz zum Einspieler-Modus verschwinden die Linien nicht an deren Ende und ihr müsst auch nichts einsammeln. Hier geht es darum, euren Gegnern geschickt den Weg zu verbauen, aber zugleich selbst unbeschadet durch den schnell zugepflasterten Planeten zu navigieren.

Auch dem Mehrspieler-Modus liegt also ein sehr einfaches Konzept ohne viel Schnickschnack zugrunde. Mehr Spieler bedeuten zugleich auch mehr Chaos und kürzere Runden, trotzdem versprechen sie auch viel Spaß und Schadenfreude. Wenn man gerade selbst schelmisch grinst, weil man den Mitspieler aus dem Rennen gekickt hat, aber in der nächsten Sekunde selbst von einem Gegner in die Enge getrieben wird, kommt schnell Freude auf. Für einige Runden ist das auch wirklich sehr motivierend und lässt die „REVANCHE“-Rufe erschallen, aber auf Dauer kann Astro Bears Party dann doch nicht fesseln. Dem Spiel fehlt es einfach an Substanz, zusätzlichen Modi, Online-Funktionen oder anderen Erweiterungen, die mehr Tiefe verleihen könnten. Als kleines Spielchen für zwischendurch ist es aber durchaus empfehlenswert. Die ebenfalls sehr einfache Grafik (Bären, Linien, eine Kugel und Weltraum – fertig!) und der unspektakuläre, aber auch nicht nervige Elektro-Sound sind kaum der Rede wert.

Redaktionswertung

6

Überzeugend

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Unser Fazit zu Astro Bears Party

Meinung von Roman Dichter
Astro Bears Party ist ein wirklich unterhaltsamer Titel, der sowohl alleine (eine Art 3D-Version des Handy-Klassikers „Snake“) als auch mit bis zu vier Spielern sehr packend und kurzweilig sein kann. Am Spielprinzip selbst gibt es nichts auszusetzen (über die Frage, warum Bären eigentlich beim Rennen eine für sie gefährliche Linie hinterlassen, sehen wir mal großzügig hinweg) und für die kurze Runde zwischendurch kann ich eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen. Leider hat das Spiel kaum Tiefe und lässt Abwechslung, Online-Funktionen (auch Highscore-Vergleiche) und vielfältige Modi vermissen. Insgesamt wirkt Astro Bears Party wie ein Minispiel aus einer Minispiele-Sammlung, das sehr gelungen ist, aber nur begrenzt lange fesseln kann. Für den schlanken Preis von 4,99 Euro ist das schon in Ordnung. Spätestens, wenn das Spiel mal im Angebot sein sollte, darf man guten Gewissens zuschlagen.
Mein persönliches Highlight: Die putzig designten Bären
Meinung von Ilja Rodstein
Astro Bears Party ist ein gutes Beispiel für einen gut umgesetzten Minimalismus. Auch wenn der Titel wirklich nicht umfangreich ist, hat er mich für eine kürzere Zeit unterhalten. Alleine das Menü lädt einen schon zum Spielen ein, wenn man die knuffeligen Bären betrachtet. Am Ende ist das Spiel zwar wie Snake, doch durch die unterschiedlichen Bewegungsmöglichkeiten fühlt es sich ziemlich gut an. Klar, ein Online-Highscorevergleich hätte dem Spiel echt nicht geschadet, doch auch so macht das Spiel Spaß. Für diesen geringen Preis empfehle ich euch das Spiel, wenn ihr eine längere Fahrt oder einen Flug vor euch habt.
Mein persönliches Highlight: Als ich meine russischen Wurzeln in Igor, dem Bären wiederentdeckt habe.

Kommentare 2

  • CptnPrtn Turmritter - 07.10.2017 - 16:23

    Mir gefällts richtig gut! Nicht sehr umfangreich, aber das kann man für 5€ auch nicht erwarten. Meiner Meinung nach das perfekte Spiel für Zwischendurch im Bus oder Zug. Die Entwickler haben auf Reddit auch schon angekündigt, dass es ein kostenloses Update geben wird, welches einen neuen Spielmodus beinhalten wird.
  • WHAT I MEAN YouTube Channel - 07.10.2017 - 21:05

    Mehrere Minispiele mit den Bären wäre hier sinnvoller !