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Test zu Binaries - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Binaries
  • USA USA: Binaries
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
28.09.2017
Vertrieb
Ant Workshop
Entwickler
Ant Workshop
Genre
Platformer, Puzzle, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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01010100 01100101 01110011 01110100 – Treffen sich zwei Kugeln...

Von Maik Dallherm ()
Es gibt diese Sorte von Jump-'n-Runs, bei denen es im Grunde auf ein einfaches Prinzip ankommt: Trial & Error. Diese Bezeichnung beschreibt das ständige Versuchen und Versagen, bis man es dann doch irgendwann geschafft hat. Ob durch Können oder durch Glück sei mal dahingestellt. Solche Spiele kennt man zum Beispiel als Super Meat Boy. Spiele, die eigentlich für den ersten Anlauf fast unmöglich schwierig sind. Binaries aus dem Hause Ant Workshop gehört auch zu dieser Art von Spielen. Zumindest fast...

Mal getrennt, mal zusammen: Das Terrain fällt bei jedem Level unterschiedlich aus.

Vom minimalistischen, stets zweifarbigen Leveldesign her ist Binaries aber eigentlich gar nicht so schwer. Klar, alle lieben Stacheln, aber es ist nicht so, dass nach jedem Sprung der sichere Tod lauern würde. Also wo ist das Problem? Was das Spiel erfordert, ist quasi Multitasking (eigentlich ja eben nicht). Mit nur einem Steuerungsset übernimmt ihr die Kontrolle von zwei Kugeln gleichzeitig: einer blauen Kugel und einer orangenen Kugel. Mit dem Satz "Meet Blue and Orange" kommt ihr womöglich auf ein anderes Spiel, das ebenso mit diesen Farben arbeitet... Meine Vermutung für die Idee von Binaries: Vielleicht sollte es ja ein Zwei-Spieler-Spiel werden und man vergaß, eine separate Steuerung einzurichten. (Es ist ein reines Solo-Spiel, also fragt nicht.)

Somit müsst ihr also jeden Zug überlegt oder das Konzept plus Steuerung einfach im Blut haben. Ihr müsst beachten, wo ihr mit welcher Kugel landet und daher auch zwei Bereiche im Blick behalten, sofern die Kugeln nicht gerade beisammen sind. Also hüpft ihr durch 101 Dalmatiner, äh, Level, um diese so schnell wie möglich zu beenden. Jeder Level ist individuell aufgebaut und zusammen bringen sie eine Vielfalt an abwechslungsreichen Aufgaben. Egal, wie gut ihr den vorigen Level gelernt habt, im nächsten geht das ganze Spiel von vorne los.

Der Boden ist Lava!

Das Spiel will aber, dass ihr scheitert. Immer und immer wieder. Okay, nicht immer, aber immer öfter. Also gibt es Gefahren. Wie schon gesagt: Wir alle lieben Stacheln. Die Level sind sowohl mit Stacheln als auch mit einer Art Geschütze bestückt, die kleine Sterne abfeuern. Diese Fallen sind ebenfalls wie die gesamte Umgebung in blauer oder orangener Farbe. Der Clou hier: Die Farben eines Hindernisses sind für die gegensätzliche Farbe irrelevant. So können orangene Stacheln und Sterne der Blauen Kugel nichts anhaben und auch die Boost-Felder (werden auch als Blockaden benutzt) haben keinen Einfluss.

Das hätte ja schon Potential für das nächste Splatfest, oder nicht?

Was in diesem Spiel zählt, sind Statistiken. Gut, Statistiken "zählen" immer, das ist ja nichts neues, aber Binaries hebt sie besonders gern hervor. In jedem Level werden eure Tode gezählt, zu sterben ist also keine Seltenheit. Entscheidend ist die benötigte Zeit. Natürlich reicht der bloße Abschluss eines Levels aus, um ihn zu bestehen und neue freizuschalten. Aber mit eurer benötigten Zeit werden Ränge versehen: S (bester Rang), A, B oder U (falls die Zielzeit überschritten wird).

Musikalisch begleitet euch das Spiel mit einer Auswahl von stimmigen, Electro-angehauchten Soundtracks. Sie sind nicht allzu melodisch und eher als kurze Loops geeignet, aber genau das macht sie passend für Binaries, wo oftmals eure volle Konzentration verlangt wird. Solltet ihr aus dem Konzept geraten und längerfristig hängenbleiben, so schaltet die Musik einen Gang runter und spielt ruhigere Stellen, damit ihr euch eventuell besser konzentrieren könnt. Der Soundtrack zum Spiel kann auch separat erworben werden (über Steam). Ein Teil des Soundtracks wurde auch von Ant Workshop selbst hochgeladen:



They die. A lot.

Um euch Motivation zu geben, (oder um sie euch zu nehmen), unterhält Binaries euch mit verschiedenen Kommentaren oder auch Punchlines. Denn auf diese Weise möchte das Spiel euch auch neben dem Spielspaß noch etwas gute Laune und ein paar Lacher bescheren. Leider sind diese unabhängig von der verwendeten Sprache nur auf Englisch verfügbar, aber durchschnittliche Kenntnisse sind absolut ausreichend, um sie zu verstehen. Ant Workshop scheint es gerne auch etwas zu übertreiben, sobald man an einer Stelle nochmal genau in die Statistiken schaut...

Natürlich Retro! Schließlich ist es ein Indie-Spiel!

Kramen wir zuletzt noch etwas in den technischen Aspekten rum. Binaries verwendet die Unity Engine und die Leistung des Spiels ist optimal, unabhängig von der verwendeten Spielweise. Wie schon einmal erwähnt, ist der visuelle Stil minimalistisch. In den Optionen kann man zwischen verschiedenen Darstellungsarten auswählen, um so die Farben zu verändern. Aber Vorsicht: Teilweise behindern diese Stile die Sicht, was zu einer noch schwierigeren Spielerfahrung führt.

Etwas verwirrend wird es mit den genutzten Controllern. Eigentlich werden alle Controller unterstützt: Einzelne Joy-Con, die Joy-Con-Halterung und der Nintendo Switch Pro Controller. Ironischerweise werden aber mit jedem Spielstart die vereinten Joy-Con aufgeteilt. Spielt ihr also mit der Halterung, müsst ihr nach jedem Start die Controller im Home-Menü wieder zusammenfügen. Auch das Buttonmapping im Menü wird bei Verwendung der Halterung falsch angezeigt, da die Tasten einzelner Joy-Con verwendet werden. Zuletzt hat die deutsche Übersetzung einen kleinen Patzer, aber wegen einem "s" zu viel (habe ja gerne mal "70 Todes") geht es mir auch nicht an den Kragen.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Binaries

Meinung von Maik Dallherm
Binaries: Ein knackiges Multitasking-Jump-'n-Run, das sich nicht die Möglichkeit entgehen lässt, sich auch selbst mal auf den Arm zu nehmen. Das Prinzip, zwei Kugeln mit einem Controller zu steuern, bringt eine einzigartige Herausforderung für ein Spiel mit einem Trial & Error-Konzept. Für euch bedeutet das, dass ihr aber auch die Geduld aufbringen müsst, ein Level schlimmstenfalls hunderte Male zu spielen, bis ihr es endlich geschafft habt. 101 Level werden euch einige Zeit lang auf Trab halten, vorausgesetzt, der Preis von 12€ ist es euch wert.
Mein persönliches Highlight: Selbstverständlich die schlechten Witze. Wer liebt sie nicht?

Kommentare 1

  • TheLightningYu Grim Dawn'er - 06.10.2017 - 15:16

    Übertreibt ma xD Ich komm scho nicht mehr mit dem Lesen der Tests hinterher. Aber Spiel sieht interessant aus, auch wenn ich nach dem Test grad ne Bock auf ein weiteres frustiges Jump'n'Run habe dank Cuphead^^