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Test zu Deemo - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Deemo
  • USA USA: Deemo
  • Japan Japan: Deemo
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
28.09.2017
Vertrieb
Flyhigh Works
Entwickler
Rayark
Genre
Musik
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Deemo: Die Erfahrung eines musikalischen Opus

Von Sabrina Schewe ()
Deemo ist ein wunderschön gestaltetes Rhythmus-Spiel, das neben den von vielen verschiedenen Komponisten zusammengestellten Liedern auch eine kleine Geschichte bietet. Die über 200 Lieder, sowie die Kollektionen in die sie sortiert werden, schaltet man dabei nach und nach über das Spielen der Lieder frei. Egal ob man Musik mit oder ohne Gesang, oder eher ruhige beziehungsweise actiongeladene Musik mag, für so ziemlich jeden Geschmack dürften Lieder dabei sein. Man sollte aber beachten, dass es sich bei Deemo um ein Touchscreen-only-Spiel handelt.

Immer noch ein Stückchen weiter...

Das Spiel beginnt mit einem schlichten, handgezeichneten Menü in dessen Mitte sich ein Klavier befindet. Mit jedem gespielten Lied wächst der Baum auf diesem Klavier weiter in die Höhe. Außerdem kann man nach und nach mehr Bereiche erkunden und dort ebenfalls neue Lieder finden. Hat der Baum eine Höhe von 20 Meter erreicht, ist vorerst ein Stop erreicht, jedoch gibt es dann ein neues Gebiet zu erkunden, das ihr aber besser selbst entdecken solltet.

Jedes Lied hat sein eigenes handgezeichnetes Bild.

Vom Hauptmenü aus kommt ihr auch zur Auswahl der Lieder. Diese sind in unterschiedliche Kollektionen unterteilt, die, wie die Lieder selbst, nach und nach freigeschaltet werden können. Die Kollektionen sind dabei zum Teil Mischungen aus Liedern von unterschiedlichen Komponisten, andere davon fokussieren sich jedoch auch auf einen einzelnen Komponisten und enthalten unterschiedliche Lieder von diesem. Jedes Lied und jede Kollektion hat dabei sein eigenes, ebenfalls handgezeichnetes Bild. Beim Spielen der Lieder kann man zwischen drei verschiedenen Schwierigkeitsstufen wählen: "Einfach, Normal und Schwer". Außerdem werden den Schwierigkeiten Level zugeordnet, sodass man daran erkennen kann, ob sich die Schwierigkeit eines normalen Liedes eher in Richtung "Einfach" oder "Schwer" einordnen lässt.

Während man sich ein Lied aussucht, ist ein Ausschnitt des aktuell ausgewählten Liedes zu hören, um auch einen Eindruck vom Lied selbst zu erhalten. Hat man sich dann für eines entschieden, kann man außerdem noch das Tempo und die Lautstärken anpassen. Über die Einstellungen im Hauptmenü kann man außerdem einstellen, wie genau das Timing der Animation mit dem Drücken auf den Bildschirm zusammenspielt, was in vielen Rhythmus-Spielen ein Problem darstellt, dessen Lösung hier sehr gut umgesetzt ist.

Spiel, so gut du kannst

Hat man ein Lied ausgewählt, startet auch schon die Musik. Bei den ersten paar Runden wird noch einmal das kurze Tutorial gezeigt, danach sollte man eigentlich alles wissen, was man braucht. Es gibt normale, schwarze Balken, die einfach angetippt werden müssen und gelb leuchtende Balken, die als Lauf gespielt werden, man fährt also mit dem Finger die Spur dieser Balken entlang, ohne abzusetzen.

Schlicht und übersichtlich – die Musik im Fokus.

Abhängig vom Timing des Tippens im Vergleich zum perfekten Timing, erhält man eine Wertung, die in die Komplettierungs-Prozentzahl einfließt. Ein perfekter Treffer gilt dabei als "Charming" und wird so auch unterhalb der Combo-Anzeige angezeigt. Die Combo-Anzeige zählt mit, wie viele Balken man in Folge getroffen hat. Schafft man es, alle Balken zumindest zu treffen, erhält man ein "Full Combo"-Abzeichen, trifft man alle mit "Charming", erhält man ein "All Charming"-Abzeichen. Beide Abzeichen werden dann bei der Liederauswahl angezeigt. Abhängig von der Endwertung ist auch das Wachstum des Baumes im Hauptmenü, je besser die Wertung, desto größer das Wachstum. Schafft man es ein "Full Combo"- oder "All Charming"-Abzeichen zum ersten mal für ein Lied zu erhalten, erhält man für diese Bonus-Wachstum für den Baum.

Die Balken-Positionen sind passend zu einem der Instrumente des Liedes, meistens ein Klavier, und die Anzahl und Spiel-Schwierigkeit sind über die verschiedenen Schwierigkeitsgrade gut geregelt. "Einfach" sollte eigentlich auch für nicht Rhythmus-Spiele-Fans machbar sein, "Schwer" erfordert einiges Können und Fingerspitzengefühl, ist aber auch nicht unfair.

Sanfte Farben, weiche Übergänge

Der Hintergrund ist während des Spielens in schlichtem Grau gehalten und zeigt einige Notenlinien, sowie den Titel des Liedes. Der Status-Balken am oberen Rand zeigt, wie lange das Lied noch geht und auch die aktuelle Wertung und Schwierigkeit werden am oberen Rand angezeigt. Am rechten Rand wird ab einer Fünfer-Combo angezeigt, wie hoch die aktuelle Combo ist, direkt darunter ist zu sehen, wann man einen "Charming"-Treffer geschafft hat. Alles ist dabei gut aufeinander abgestimmt und stört nicht beim Spielen.

Es gibt jede Menge zu entdecken.

Auch die handgezeichneten Bilder sind in wunderbar harmonierenden Farben gehalten und tragen zur allgemeinen Atmosphäre des Spiels bei. Je nachdem, wie weit das Wachstum des Baumes ist, erhält man außerdem Story-Sequenzen, in denen in Stop-Motion-Bildern die Geschichte rund um Deemo, das kleine Mädchen und die Frau mit der Maske erzählt wird. Ob das kleine Mädchen seine Erinnerungen zurückerhalten wird oder nicht, findet ihr aber am Besten selbst heraus. Die Umgebung im Hauptmenü ist im selben Stil gehalten und die später erkundbaren Bereiche bieten auch immer wieder etwas Neues. Klickt man auf bestimmte Objekte oder eine der Personen, bekommt man zum Teil weitere Lieder oder Eindrücke zur Geschichte. Die Personen sind dabei japanisch synchronisiert und die Sprechblasen dazu werden in einer wählbaren Sprache angezeigt, unter anderem Deutsch. Abgesehen von den Story-Texten ist das Spiel übrigens in Englisch gehalten.

Deemo ist ein meisterhaft umgesetztes Spiel, das die Probleme, die die meisten Rhythmus-Spiele mit sich bringen, intelligent gelöst hat und dabei mit über 200 Liedern aus den unterschiedlichsten Genres, die teilweise sogar von Musik-Größen wie Nobuo Uematsu (komponiert unter anderem für die Final Fantasy-Reihe) komponiert wurden, aufwarten kann. Sowohl Rhythmus-Spiel-Neulinge als auch alte Hasen und Profis sollten keinerlei Probleme haben, das Spiel inklusive der Musik genießen zu können und sich nach und nach mit höheren Schwierigkeiten herauszufordern.

Redaktionswertung

9

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Unser Fazit zu Deemo

Meinung von Sabrina Schewe
Deemo ist ein klasse Spiel, das abwechslungsreiche Musik aus verschiedenen Genres mit der Geschichte um ein kleines, verirrtes Mädchen, das seine Erinnerungen verloren hat, verbindet. Unabhängig vom Fähigkeitsgrad und Musikgeschmack sollte jeder Spaß damit haben können, der auch nur ein wenig Interesse an Rhythmus-Spielen hat. Die schlichte Grafik innerhalb des Rhythmus-Spiels selbst trägt dabei prima zur Konzentration auf das Wesentliche, die Musik, bei und doch kann man sich in Menüs und den Story-Sequenzen an den tollen Bildern erfreuen. Auch ist es toll zu sehen, dass bekannte Personen wie Nobuo Uematsu zu den Liedern im Spiel beigetragen haben, was zeigt, dass sie vom Konzept überzeugt sein müssen.
Mein persönliches Highlight: Ganz klar die Musik. Auch wenn vielleicht mal das ein oder andere Stück nicht ganz so mein Fall ist, handelt es sich trotzdem um sehr gut gemachte und schöne Lieder.

Kommentare 10

  • Cyd Turmheld - 11.10.2017 - 14:07

    Hater-Wertung, das Spiel ist mindestens eine 11/10 wert. :D ;) Schöner Test zu einem wunderschönem Spiel. Gehört zusammen mit dem Vorgänger für mich zu den Highlights der Switch.

    Wer will kann die kostenlose Smartphone Version erstmal ausprobieren und dann bei Gefallen die Vollversion mit allen Liedern auf der Switch kaufen. Der Preis ist mehr als fair. :)
  • Splatterwolf Super seit 1889 - 11.10.2017 - 14:08

    Das klingt natürlich nach Pflichtkauf.

    Leider bin ich nicht so der Rhythmus-Spiel-Fan, zudem finde ich den Preis etwas happig (gibt es davon irgendwo eine Retailfassung?) und die Beschränkung nur auf den Touchscreen sagt mir ebenfalls nicht zu, aber das ließe sich wahrscheinlich auch nicht anders lösen.

    Voez soll ja auch noch einen TV Mode bekommen, ggf. gäbe es dafür doch eine Lösung.
  • Kevinnet Turmheld - 11.10.2017 - 14:29

    Gibts ne Demo zu Deemo? :troll:
  • Cyd Turmheld - 11.10.2017 - 14:50

    @Kevinnet
    jep, auf dem Smartphone.
  • Tisteg80 Turmbaron - 11.10.2017 - 14:54

    Jedes Mal, wenn ich im Neuigkeiten-Bereich der Switch lese "Deemo jetzt erhältlich", klicke ich drauf und suche die Demo dazu. Mein Gehirn fällt immer wieder drauf rein.
  • camora Turmheld - 12.10.2017 - 11:15

    Mir isnd für das Genre 29,99 € einfach viel zu happig... Bei dem Preis wird das Spiel einfach untergehen.
  • Cyd Turmheld - 12.10.2017 - 11:19

    @camora
    wenn man bedenkt, dass man über 200 Lieder bekommt, relativiert sich das eigentlich. Aber das stimmt, es wird wohl leider untergehen (wohl auch wegen dem Preis).
  • Sebastian Schewe Best Match! - 12.10.2017 - 11:41

    @camora@'Cyd'
    200 Lieder unter anderem von Größen wie Nobuo Uematsu.
  • camora Turmheld - 12.10.2017 - 13:10

    es geht mir aber auch nicht um die menge der lieder. es sind 30 euro für ein rhythmusspiel. das ist mir eben zuviel. wer das genre mag, soll es kaufen. ich verstehe nur den hohen preis nicht. klar jeder will geld mit verdienen aber für 15 euro hätte ich es z.b. geholt. und das würden viele andere auch machen. naja gibt sicher irgendwann auch mal angebote...^^
  • Cyd Turmheld - 12.10.2017 - 13:23

    Zitat von camora:

    (...) ich verstehe nur den hohen preis nicht. (...)
    der "hohe" Preis erklärt sich eben, wie gesagt, wohl auch durch die Fülle an Liedern, über 200. Die müssen auch erst einmal finanziert werden, werden nicht einfach so und kostenlos aus dem Ärmel geschüttelt. Bei viel weniger Lieder/Aufwand, könnte es dann natürlich anders aussehen. Dass einem der Preis persönlich zu hoch ist, absolut verständlich. Nicht jeder mag das Genre so sehr, als dass er für Spiel Y x€ ausgeben würde.