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Test zu Inversus Deluxe - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Inversus Deluxe
  • USA USA: Inversus Deluxe
  • Japan Japan: Inversus Deluxe
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
28.09.2017
Vertrieb
Hypersect
Entwickler
Hypersect
Genre
Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 4
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Minimalismus auf sehr hohem Niveau

Von Ilja Rodstein ()
Inversus ist ein Spiel, welches bereits letztes Jahr auf Steam und PlayStation 4 von dem unabhängigen Entwickler Hypersect veröffentlicht wurde. Ende September erschien nicht nur das Spiel für Xbox One und Nintendo Switch, sondern auch ein kostenloses Update für Steam, welches die Inversus Deluxe-Version einführte. Mit dabei waren viele neue Karten, Power-ups, Online Ranglisten und einiges mehr. Das Spiel ist im Nintendo eShop für 14,99 € erhältlich.

Ein recht minimalistisches Spiel, welches zwar sehr kurzweilig ist, aber vom Umfang nicht aus sich herauskommen kann

Eine etwas kleinere Arena. Es gibt auch größere Arenen und solche, bei denen man vom linken Bildschirmrand in den rechten springen kann.

Die große Besonderheit an dem Spiel ist die Unterstützung für Online-Mehrspieler. Während viele Indie-Titel auf Steam einen Online-Modus noch angeboten hatten, wurde dieser auf der Nintendo Switch gestrichen. Bei Inversus Deluxe gibt es jedoch einen Online-Modus, der entweder global oder auch privat mit Freunden gespielt werden kann. Doch trotzdem haben wir hier ein recht minimalistisches Spiel, welches zwar sehr kurzweilig ist, aber vom Umfang nicht aus sich herauskommen kann. In dem Spiel steuert ihr eine quadratische Figur, auf der ihr eine Munitionsanzeige in Form von Punkten sehen könnt. Dies ist sehr clever gelöst, denn so habt ihr keine nervige Pop-Up-Anzeige und habt immer die Anzahl der Schüsse im Überblick. Die Munition wird übrigens immer mit der Zeit nachgeladen. Das Spielfeld ist zweifarbig und ihr könnt euch nur auf Feldern der entgegengesetzten Farbe bewegen. Es spielt immer schwarz gegen weiß, wobei sich schwarz nur auf weißen und weiß nur auf schwarzen Feldern fortbewegen kann. Ihr könnt die gegnerischen Felder mit euren immer gradlinigen Schüssen in eurer Farbe einfärben. Der Schuss fliegt unuterbrochen geradeaus, bis er entweder das Ende der Karte erreicht, von einem für den Gegner bereitstehenden Power-up unterbrochen wird oder einen Gegner trifft und aus dem Spiel wirft.

Emotes sind wirklich eine coole Funktion. So interagiert ihr auf Knopfdruck mit den Online-Spielern. Doch auch die Computerspieler werfen euch Emotes zu.

Die Steuerung ist einfach und wird sehr gut vom durchdachten Tutorial erklärt. Ihr bewegt euch mit dem Analogstick und schießt mit den ABXY-Tasten, wobei ihr mit diesen die Richtung des Schusses bestimmt. Haltet ihr die Taste, lädt sich der Schuss auf und schießt dabei drei parallel laufende Schussprojektile ab. Ihr findet außerdem zufällig spawnende Power-ups, die euch beispielsweise explodierende Schüsse oder schnell fliegende Projektile geben. Die Auswahl an Power-ups ist zwar ziemlich überschaubar, jedoch ist die Einführung von Power-ups sehr sinnvoll. Was schade ist, ist dass Power-up-Schüsse immer automatisch als nächstes abgeschossen werden und nicht manuell gezündet werden können. Die Power-ups können aber auch auf Wunsch komplett aus der Partie verbannt werden.

Bei Inversus Deluxe gibt es insgesamt zwei spielbare Modi. Ihr könnt den Versus-Modus spielen, in dem es darum geht, eine bestimmte Anzahl an Punkten zu sammeln. Man erhält einen Punkt, sobald alle Gegner ausgeschaltet wurden. Den Modus könnt ihr entweder in der Formation 1 gegen 1 oder in der Formation 2 gegen 2 auf insgesamt 39 Karten bestreiten. Als zweiter Modus steht euch Arcade zur Verfügung. In diesem könnt ihr alleine oder zu zweit endlose Gegnerwellen bezwingen. Es ist quasi ein Zombiemodus, der auf unterschiedlichen Karten gespielt werden kann. Sobald ihr eine gewisse Punktzahl in dem Modus erreicht habt, schaltet ihr die nächste Karte dafür frei. Der Modus ist zwar nicht das Herzstück des Spiels, macht aber Spaß, denn mit der Zeit findet man seine eigene Taktik, um sich nicht von fremden Farben einsperren zu lassen.

Ein Online-Modus ist keine Selbstverständlichkeit für ein Indie-Spiel und ist hierbei das, was anderen Spielen voraus ist

Das wirklich sehr schlecht aufgebaute Menü. Es sieht tatsächlich so aus, als bräuchte man eine Computermaus dafür.

Wie ich vorstehend angedeutet habe, ist das Spiel ein großer Spaß im Multiplayer, weshalb dieses den Mehrspieler-Award erhält. Ihr könnt sowohl lokal, als auch online mit zufälligen Spielern und auch online mit Freunden spielen. Dies ist wirklich keine Selbstverständlichkeit für ein Indie-Spiel. Der Online-Modus erliegt zwar manchmal Einbrüchen der Framerate, spielt sich aber dennoch sehr gut. Das Problem ist jedoch, dass 2 gegen 2 Partien online nahezu nicht mehr gefunden werden können und schon nach einer Woche ist die Suche bei 1 gegen 1 Partien oft, aber nicht immer erfolgreich. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es in einem Monat nicht mehr möglich sein wird, Spieler online zu finden. Habt ihr aber Freunde, die das Spiel auch kaufen, könnt ihr spaßige Mehrspielermatches organisieren. Auch lokal ist das Spiel sehr spannend beim Spielen und Zuschauen. Der Arcade-Modus ist übrigens auch online zu zweit im Koop spielbar. Es können übrigens auch Emotes freigeschaltet werden. Mit einem Tastendruck auf eine der vier Schultertasten, wird dieses dem Gegner am Ende jeder Runde eingeblendet. Ihr könnt euch also ein Emote, welches sich freut, ein trauriges Emote, ein wütendes Emote und ein viertes Emote setzen. So könnt ihr immer bei den jeweiligen Situationen reagieren. Dies ist eine wirklich witzige Idee. Die Farben des Spielbretts und Spuren, die hinter eurer bewegten Figur hinterlassen werden, können übrigens auch freigeschaltet werden.

Einer der größten Schwachpunkte des Spiels ist die Steuerung durch die Menüs
Das Menü sieht zwar recht schön aus, doch beim Durchblättern merkt man, dass das Menü eher für eine Tastatur und Maus erschaffen wurde. Der Touchscreen wird nicht unterstützt, dafür müsst ihr euch mühselig mit den Richtungstasten durch die Auflistungen schlagen. Wenn ihr mehrere Menüpunkte überspringen möchtet, so könnt ihr nicht einfach den Analogstick nach rechts drehen, sondern müsst dies jedes Mal erneut tun. Das ist leider sehr nervig, da dies ein einfach zu vermeidender Schwachpunkt des Spiels ist. Alleine um eine Zufallsarena auszuwählen, müsst ihr euren Stick 13 Mal nach rechts bewegen. Dies hätte man wirklich besser lösen können.

Das Spiel ist dennoch ein wirklich spaßiger Titel, dem es leider an Abwechslung mangelt, die den recht hohen Preis von 15 € jedoch nicht rechtfertigt. Solltet ihr Freunde haben, die den Titel mit euch online spielen wollen, oder Freunde, die bei euch gerne lokal zocken möchten, so kann ich dem Spiel eine Kaufempfehlung aussprechen.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Inversus Deluxe

Meinung von Ilja Rodstein
Inversus Deluxe ist ein minimalistischer Titel, der aber trotzdem sehr kurzweilig ist. Der Umfang ist zwar nicht der größte, jedoch hat das Spiel eine entscheidende Funktion, nämlich den Online-Modus. Doch auch sonst kann das Spiel durch das sehr schnelle Spielprinzip und spannende kurze Partien begeistern. Meiner Meinung nach ist 15 Euro ein sehr stolzer Preis für das Spiel, doch solltet ihr Freunde haben, mit denen ihr online oder lokal spielen könnt, so könnte sich das Spiel für euch lohnen.
Mein persönliches Highlight: Spannende Online-Partien, bei denen es sehr knappe Ergebnisse gab

Kommentare 2

  • Juggi83 Werder! - 12.10.2017 - 10:46

    Ich find es ernüchternd, dass man erwähnen muss das man ONLINE mit Freunden spielen kann. Sollte ja eigentlich, sobald es eine Onlinefunktion gibt, eine Selbstverständlichkeit sein. Aber dank EA sollte man wohl in Zukunft genau hinsehen.

    Danke für den Test.
  • MAPtheMOP Mamas Wunschkind - 12.10.2017 - 11:56

    @OcRaM83
    Ich finde es ja auch seltsam, dass Indies eine Möglichkeit finden und EA dazu sagt, dass dies gar nicht möglich ist aufgrund Nintendos eigener Systemstruktur.