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Test zu Cars 3: Driven to Win - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Cars 3: Driven to Win
  • USA USA: Cars 3: Driven to Win
  • Japan Japan: Cars 3: Way to Victory
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
14.07.2017
Vertrieb
Warner Bros. Interactive Entertainment
Entwickler
Avalanche Software
Genre
Rennspiel, Action, 3D
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 0
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Fährt Lightning McQueen aufs Podium?

Von Holger Wettstein ()
Vor wenigen Tagen war ich mit meinem Sohn im aktuellen Pixar-Film Cars 3: Revolution im Kino. Wir hatten einen großen Spaß, da er nach unserer Meinung einer der besten Filme der Serie ist. Doch die sprechenden Autos sind kommerziell gesehen nicht unbedingt die erfolgreichste Filmreihe von Pixar, trotzdem ist der Merchandise-Markt von Cars einer der lukrativsten im gesamten Filmbusiness. In der Regel fährt ein Cars-Film bereits vor Filmbeginn eine dreistellige Millionensumme in die Disney-Kasse ein. Ohne Zweifel einer der Gründe, warum man sich nach 6 Jahren Abstinenz zu einem dritten Teil durchgerungen hat. In so einem gigantischen Merchandise-Portfolio dürfen natürlich auch nicht die dazugehörigen Videospiele fehlen, besonders wenn es um Autorennen geht. Umso mehr freuten wir uns auf die dazugehörige Videospieladaption Cars 3: Driven to Win, die vor einigen Tagen in unsere Testgarage gefahren ist.

In Cars 3: Driven to Win wird auch mal geballert.

Startet man Cars 3: Driven to Win auf der Nintendo Switch, merkt man sofort, dass die Entwickler von Avalanche Software augenscheinlich nicht eine billige Lizenzschlacht auf den Markt werfen wollten. Immerhin haben sich die Entwickler in den letzten Jahren mit der Disney Infinity-Reihe einen guten Ruf erarbeitet. Der erste Eindruck ist qualitativ mehr als der übliche Lizenzbrei.

Storytechnisch geht es in dem Film ums älter werden, dass man irgendwann von jüngeren Generationen überholt wird und trotzdem aus dieser Erfahrung enorm wachsen kann. Doch leider wird die gelungene Geschichte des Films nur wenig in das eigentliche Spiel übertragen. Die Story wird stark verdünnt und nur durch einige kleine Zwischensequenzen und markante Sprüche transportiert.

In Cars 3: Driven to Win geht es stattdessen viel mehr ums Fahren, schließlich ist es auch ein Autorennspiel. Wenn man es ganz genau nimmt, geht es primär um viele kleine Herausforderungen, die man im Alltag als Cars-Auto meistern muss. Das Achievement-System des Spiels ist eines der Kernelemente. Das fängt bei ganz kleinen Dingen wie Rückwärtsfahren an und hört bei großen Pokalsiegen oder harten Zeitvorgaben auf. Anfänglich werden die Erfolge sehr schnell erzielt, im späteren Verlauf wird es aber immer schwieriger, alle Herausforderungen zu meistern. Bei einigen Erfolgen schaltet man neue Fahrzeuge, Strecken und Modi wie Pokalrennen oder Stuntrennen frei.

Speed. Ich bin Speed!

Die Zielgruppe des Rennspiels ist eindeutig: Junge Zocker und Fans der Filme. Alle Charaktere sind 1:1 vertreten und werden mit den deutschen Original-Synchronsprechern perfekt zum Leben erweckt. Manchmal nervt aber auch die ständige Laberei während der Rennen. Mein Sohn fand es dagegen mehr als witzig, wenn Hook vorbeidüst und seine dusseligen Sprüche ablässt. Selbst der angenehme Soundtrack fällt durch die ständigen Dialoge komplett in den Hintergrund zurück.

In Puncto Gameplay befinden wir uns dagegen in der Mittelklasse. Gegen ein Mario Kart hat dieser Funracer im direkten Vergleich kaum eine Chance. Es fehlt der nötige Feinschliff und die Raffinesse im Streckendesign, das zeitgleich auch die Achillesferse ist. Die Straßen sind zu breit, der Streckenverlauf oftmals zu langweilig und nur selten gibt es wirkliche Überraschungen. Sobald ihr einen Fahrfehler macht, werdet ihr schnurstracks auf die Strecke zurückteleportiert. Ihr beschleunigt mit ZR, driftet mehr oder weniger mit A und mit dem rechten Stick führt ihr zahlreiche Stunts und Attacken aus. Ihr fahrt rückwärts, rempelt andere Autos, zündet Turbos, fahrt auf zwei Rädern und springt durch die Gegend. Selten musste ich in einem Funracer so viele Funktionalitäten ausführen, wie bei Cars 3. Auch wenn genau dieser Aspekt am meisten Spaß macht, sind kleinere Cars-Fans damit hoffnungslos überfordert. Allerdings kann man auch ohne diese Zusatzgimmicks gewinnen, aber nicht alles freischalten. Auch finde ich den einstellbaren Schwierigkeitsgrad für die jüngere Zielgruppe ein wenig zu hoch angesetzt.

Auch die neue Akteurin Cruz Ramirez ist am Start.

Neben den unzähligen Fahreinlagen kommt auch noch ein „Waffen-/Itemsystem“ à la Mario Kart zum Einsatz. Diese werden im Kampfrennen-Modus eingesetzt. Es gibt unterschiedliche Waffen wie Öl, Elektro-Attacken, dass Abstechen von Reifen oder Raketenschüsse, die ihr alle nach vorne und nach hinten abfeuern könnt.

Generell kann sich Cars 3: Driven to Win auf der Nintendo Switch beim Umfang sehen lassen. Über 20 Charaktere, 20 Rennstrecken an bekannten Orten aus dem Film, wie Radiator Springs und dem Florida International Speedway, können ausgewählt werden. Es stehen euch insgesamt sechs Spielmodi zur Verfügung, die ihr auch teilweise bis zu viert im Splitscreen-Modus fahren könnt. So dürft ihr eure Trickkünste im Stuntmodus unter Beweis stellen, im Takedown-Modus so viele Gegner wie möglich platt machen, in Zeitrennen die besten Rundenzeiten fahren, im Rennmodus um die ersten Plätze kämpfen, im Kampfmodus euch gegenseitig von der Strecke fegen und im „Playground“ entspannt üben.

Wie beim eigentlichen Gameplay befindet sich das Rennspiel auch bei der Technik eher im Mittelfeld. Zwar steckt hier und da viel Liebe im Detail und auch teilweise sehr moderne Glanz- und Shader-Effekte werden genutzt. Doch diese Glanzpunkte werden durch die technische Gesamtumsetzung manchmal ordentlich ausgebremst. Oftmals ploppen Objekte direkt vor eurer Nase auf und höher aufgelöste Texturen werden extrem spät gerendert. So kann es auch mal vorkommen, dass eine Textur kurzzeitig wie auf dem Nintendo 64 aussieht, zu Gunsten des flüssigen Spielerlebnisses. Denn im Singleplayer-Modus, auf dem TV und auch direkt auf der Nintendo Switch im Handheld-Modus, läuft das Spiel stets flüssig. Nur wenn der Splitscreen in der Mehrspielervariante aktiviert wird, geht die Framerate an der einen oder anderen Stelle merklich in die Knie.

Redaktionswertung

6

Grabbeltisch

Zum Wertungssystem

Unser Fazit zu Cars 3: Driven to Win

Meinung von Holger Wettstein
Das von Avalanche entwickelte Cars 3: Driven to Win ist ein solider Racer, mit einigen netten Ideen und einer guten Steuerung. Allerdings bremsen kleinere Technikpatzer und das langweilige Streckendesign das Rennen aus. Trotzdem ist der teuer lizenzierte Funracer ein netter Zeitvertreib für die jüngere Generation, die gerne die Herausforderung in einem umfangreichen Achievement-System suchen. Ich bin mir sicher, dass man das Auto-Abenteuer in diesem Jahr unter dem einen oder anderen Weihnachtsbaum finden wird.
Mein persönliches Highlight: Die zahlreichen Stunts und Attacken während der Rennen

Kommentare 17

  • RhesusNegativ Meister des Turms - 11.10.2017 - 09:19

    Also besser als der Film :D
  • captn1ko Wakü-Guru - 11.10.2017 - 09:36

    Euer Wertungssystem ist schon lustig ^^ eine 7 ist ein ,,Spaßgarant,, eine 6 aber schon Grabbeltisch :D
  • lumpi3 Meister des Turms - 11.10.2017 - 09:37

    Nettes Game das ich gern immer wieder mal starte.

    Fehlen halt wirklich Alternativen auf der Switch.
  • Holger Wettstein Administrator - 11.10.2017 - 09:39

    @captn1ko
    Ich empfehle dir unseren Wertungsartikel: :)
    ntower.de/rating/
  • captn1ko Wakü-Guru - 11.10.2017 - 09:49

    schon klar ^^ klingt aber trotzdem lustig.
  • Jonas31 Turmheld - 11.10.2017 - 10:42

    Ist das Spiel auf der Wii U identisch oder muss man da noch mehr (technische?) Einschnitte machen?
  • Holger Wettstein Administrator - 11.10.2017 - 10:58

    @Jonas31
    Inhaltlich sollen die Wii U und die Switch-Version angeblich identisch sein. Wir haben allerdings nur die Switch-Version zum testen erhalten. Grafisch sieht das Spiel auf der U natürlich etwas schlechter aus. Siehe:

  • Nemesistower Turmknappe - 11.10.2017 - 11:07

    @Holger Wettstein
    Oder kurz gesagt, euer Wertungssystem ist genauso dämlich nach oben verschoben.
  • Dirk Apitz Dr. Pepper - 11.10.2017 - 12:10

    @Nemesistower

    8. Ich bin nicht einverstanden mit eurer Wertung! Wo kann ich mich beschweren?

    Natürlich darfst du deine Meinung – aber bitte höflich und konstruktiv – in den Kommentaren eines Tests loswerden. Aber ganz ehrlich: Meckern über Wertungszahlen ist sinnlos und sorgt manchmal sogar für schlechte Stimmung. Und wenn du die anderen Fragen hier (besonders Punkt 6) gelesen hast, sollte dir das klar sein. Wir empfehlen einen positiveren Ansatz: Beschwere dich nicht über Wertungen und Meinungen anderer, sondern teile uns einfach deine eigene mit. Neben Kommentaren haben wir extra dafür auch Möglichkeiten bei ntower. Jedes getestete Spiel hat ein eigenes Profil in der Datenbank. Angemeldete User können dort ihre persönliche Wertungszahl angeben, die dann in die Durchschnittswertung aller Teilnehmer einfließt. Außerdem kannst du dort sogar einen ausführlichen User-Test schreiben. Hilf mit, vielfältige Meinungen über ein Spiel zu sammeln, damit wir alle einen umfangreichen und aussagekräftigen Gesamteindruck bekommen. Unsere Tests sind eine gute Quelle, um sich über neue Spiele zu informieren, aber wir behaupten nicht, dass es die einzige ist.
  • Jonas31 Turmheld - 11.10.2017 - 12:12

    @Holger Wettstein
    Im Trailer, den ich gerade gesehen habe, ist davon die Rede ,dass er vier Spieler Modus nicht bei der Wii U dabei ist , auf der Nintendo Seite ist aber was von bis zu zwei Spieler die Rede...
    Weißt du ob irgendwie der ganze Mehrspieler Modus nicht mehr oder nur 2 statt 4 Spieler möglich sind?
  • Holger Wettstein Administrator - 11.10.2017 - 12:27

    @Jonas31
    Du hast Recht. Die Wii U-Version unterstützt anscheinend nur 1-2 Spieler.

    Siehe auch: nintendo.de/Spiele/Wii-U/Cars-…-1227943.html#gameDetails
  • Knoso Turmknappe - 11.10.2017 - 13:54

    Mich interessiert nur eines:
    bezieht sich die Kritik an der Technik darauf, dass man das Spiel besser hätte machen können? Dann ist sie gerechtfertigt.
    Sollte es aber aufgrund der limitierten Hardware nicht besser gehen, muss das berücksichtigt werden. Weil sonst in Zukunft eigentlich jedes Spiel schlecht bewertet werden müsste - wir haben hier keine PS4 Pro vorliegen. Und das wäre ja unfair, denn eine Switch holt man sich nicht wegen konstanten 60 fps in 1080p.

    Grundsätzlich ist mir eine eher kritische Haltung aber sehr recht.
  • punica20 Herr der erfrischung - 11.10.2017 - 14:17

    @Dirk Apitz ich finde persönlich aber auch das eine 5er Wertung bei euch besser klingt als eine 6 :whistling:
  • Maeter Flora's secret - 11.10.2017 - 16:20

    @punica20
    Ist mir vorher nie aufgefallen, aber wo du es sagtest und ich mir das angeschaut habe, habe ich das im ersten moment auch gedacht.

    aber genauer genommen richtet sich 6. Grabbeltisch ja an die allgemeinheit die damit was anfangen könnte, während 5. Für genre-fans sich ja schon weniger an die allgemeinheit, sondern an eine bestimmte personengruppe richtet, die eher dann damit was anfangen kann, wenn sie franchise/genre liebt/bevorzugt.


    @Holger Wettstein
    Aus dem test erlese ich das auch Zeitfahrten bestritten werden.
    Mich würde da interessieren ob es auch generell einen Zeitfahr-modus gibt, oder ob das Karriere-intern ist?
    Und sollte es den modi geben, sehe ich das richtig das es keinerlei Onlinefunktionen gibt? Beispielsweise ranglisten?
  • Nemesistower Turmknappe - 11.10.2017 - 23:15

    @Dirk Apitz Dass man sich gleich angegriffen fühlt ist mal wieder typisch.
    Ich hab mich nicht mal beschwert, sondern das nur festgestellt, dass man hier halt auch eine er dämlich noch oben Verschobenes Punktesystem hat.
    Und um dir meine Meinung zu sagen, eine Wertung abzugeben ist für mich defacto unmöglich, da ich a) Das Spiel nicht besitze und b) Es auch nicht kaufen werde, man hat ja nicht nen Goldesel um just for fun Spiele, die einen nicht interessieren zu kaufen und zu testen, nur für eine Review.
    Aber nur an Hand von dem Wort Grabbeltisch wäre es bei mir etwas zwischen 3-4.

    Und da liegt das Problem: Ihr habt einerseitz ein nach oben Verschobenes Wertungssystem, zugleich bewerten bei euch einige sehr unterschiedlich. Ich hab bei euch schon mehrfach auch Bewertungen im 2,3 er Bereich gesehen. Diese waren dabei sogar sehr gerecht. Andererseits habt ihr im Prinzip von 0 bis 6 Punkte von der Bezeichnung, sorry für die Bezeichnung, eine Suggerierung von "das Spiel ist scheiße" . Kurz gesagt: Spiele die 6 Punkte verdient haben stehen fast gleich auf, wie 1er, 2er Spiele. Der Mittlere Bereich existiert gar nicht , oder gerade so zwischen 7 und 8 und gute bis sehr gute Spiele sind direkt 9 oder die Perfekte 10.
    Ist aber nicht nur bei euch so, bevor ihr noch meint, ich hätte es persönlich auf euch vom ntower abgesehen, das machen leider Viele so, bei einigen leider oft mals auch, da die Publisher regelrecht manchen Magazinen am Nacken hängen. Bethesda z.B ist einer der größeren Manipulatoren. (z.B. bei The Evil within) Bei euch ist der Grund eher, dass ihr euch an die anderen Seiten und Magazine angepasst habt.
  • Dirk Apitz Dr. Pepper - 12.10.2017 - 07:09

    Dann lies doch den Text den man hier verlinkte und schon wird aus einer 6 auch ein Verständnis.

    Manche suchen halt auch Kritik, wo keine ist.
  • Nemesistower Turmknappe - 13.10.2017 - 08:19

    @Dirk Apitz Ich kritisiere wenn überhaupt die ganze Punktevergabe (aber nicht nur hier, keine Sorge) Punkte verleiten leider zu gerne zu Vergleiche zwischen Spiele nur anhand ihres Scores.

    Nun mal meine Meinung zu ntower Tests:
    Eure Tests lese ich übrigens auch oft nicht ( den habe ich überflogen) da mir bei euch der technische Aspekt sehr oft fehlt, Sachen, wie Framerate, Einbrüche ect., könnt ihr nicht messen , oder z.T. habt ihr auch einfach auf dem Bereich scheinbar "keine Ahnung",und deshalb fließt das auch meistens nicht in die Tests ein.

    Mehr Kritik werde ich jetzt nicht schreiben, will ja nicht, dass mein Account wegen meiner Kritik gleich als Troll gesperrt wird. :shigeru: