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Test zu Pankapu - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Pankapu
  • USA USA: Pankapu
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
28.09.2017
Vertrieb
Plug In Digital
Entwickler
Plug In Digital
Genre
Action, Platformer, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Pankapu ist schön, wie ein Pancakeu lecker ist

Von Sebastian Schewe ()
Die Welt der Träume ist in Gefahr! Nur der Traumwächter Pankapu kann sie retten in diesem Sidescrolling-Abenteuer. Kämpft euch durch diverse Level, gegen verschiedene Gegner und erlangt neue Kräfte, die euch auf eurem Weg helfen. Die Alpträume dürfen den Kampf nicht gewinnen!

Ein malerisches Abenteuer erwartet euch!

Was als erstes heraussticht, ist die Grafik des Spiels. Man bewegt sich durch wunderschöne Gegenden mit vielen, starken Farben. Hierbei sind die Farben der Dinge im Hintergrund nicht ganz so kräftig, wodurch es immer gut erkennbar ist, mit was man interagieren kann und mit was nicht. Auch im Vordergrund zwischen dem Spieler und der Spielfigur findet man Dekorationen wie Blätter, welche allerdings ein zweischneidiges Schwert sind. Manchmal werden sie genutzt um Geheimgänge zu verdecken, welche man nur erkennt, wenn man genau aufpasst, was gut ist, da es zur Erforschung der Level anregt, aber andere Male sind diese Dekorationen schlicht und ergreifend im Weg und stören nur die Sicht. Das erzeugt maximal eine künstliche Schwierigkeit, die das Spielen eher nervig als schwer macht. Allerdings passiert das nicht so häufig, dass es das Spiel gänzlich kaputt machen würde, lediglich kleinere Teile des Spiels werden damit verunreinigt. Nichtsdestotrotz nehmen diese Dinge dem Spiel viel von der Qualität weg, die es hätte erreichen können, was wirklich schade ist, denn das Potenzial ist absolut vorhanden, nur leider nicht vollends ausgeschöpft. Für alles, was das Spiel wirklich gut macht, macht es leider eben auch etwas anderes weniger gut, wobei die guten Dinge durchaus überwiegen.

Was bedeuten diese Erinnerungen?

Das wahre Frustpotenzial haben hier die Level selber, die bereits innerhalb der ersten Level schon viel von dem Spieler verlangen. Es ist zwar nur stellenweise der Fall, aber immer wieder werden pixelperfekte Sprünge verlangt, blitzschnelle Reaktionen und man findet sich zigmal am letzten Checkpoint wieder. Das wäre ja alles gar nicht so schlimm, wenn es in späteren Leveln passieren würde, wo man die leicht gewöhnungsbedürftige Steuerung verinnerlicht hat, aber bereits im zweiten oder dritten Level sorgt es für eine negative Stimmung. Zum Glück gibt es relativ viele Checkpoints, und dadurch, dass es keine Leben und somit kein Game Over gibt, hat man endlos viele Versuche. Dadurch werden diese schwierigen Passagen aber auch einfach nur zu einer Frage der Zeit, denn es steht absolut nichts auf dem Spiel und sterben hat keinerlei negative Auswirkungen, außer eben dem Fortschrittsverlust bis hin zum letzten Checkpoint. Checkpoints heilen den Spieler übrigens komplett und können auch in aktiviertem Zustand zur Heilung verwendet werden. Kehrt man, falls möglich, zu vorherigen Checkpoints zurück, so kann man diese erneut als den letzten Checkpoint setzen.

In welcher Haut wollt ihr stecken?

Trotz all dieser Abstriche bleibt Pankapu ein spaßiges und vor allem schönes Spiel. Das zeigt sich auch in der ruhigen, zu den Leveln passenden Musik. Zudem habt ihr die Wahl zwischen drei Skins für Pankapu, die mehr als nur farbliche Veränderungen mit sich bringen: "Keine", "Traum" und "Alptraum". Diese Skins sind rein optischer Natur und haben keine Auswirkungen auf das Spiel selber. Was jedoch Auswirkungen auf Aussehen und Fähigkeiten hat, sind die Ägiden, die euch im Verlauf des Spiels gegeben werden. Anfangs erhaltet ihr die Ägide des Mutes, die euch ein Schwert und ein Schild verleiht. Mit dem Schild lassen sich Angriffe abwehren, was auch eure magische Energie wiederherstellt. Neben den Ägiden gibt es noch die Nebula, welche die Form und Fähigkeiten eurer Ägiden verändern können. Bei diesen handelt es sich mehr um Zusätze als direkt um neue Waffen, da die Grundfähigkeiten gleichbleiben und nur erweitert werden, wie zum Beispiel dadurch, dass ein Schlag eine Erdwelle auf die Gegner schleudert. Auch ein Auflade-Angriff wird euch später zur Verfügung stehen, der sehr mächtig ist, aber auch viel magische Energie verbraucht. All diese Angriffe und Fähigkeiten zu meistern ist eine kleine Herausforderung, sollte nach einer Weile aber vom Spieler verinnerlicht werden.

Auch ein großer (oder vielmehr kleiner?) Kritikpunkt ist die Schriftgröße. Was die Story-Sequenzen selber angeht, ist diese vollkommen okay, doch die Tutorial-Texte sind sehr klein. Selbst auf einem 55"-Fernseher konnte ich diese nur schwer lesen. Im Handheld-Modus sind diese weniger ein Problem, da sie dort genauso groß sind wie auf dem TV, also nicht in Relation, sondern tatsächlich gleichgroß, nur hat man sie natürlich viel näher an sich dran. Glücklicherweise lassen sich die Tutorials im Menü jederzeit erneut lesen, was, falls man mal etwas vergessen hat, wirklich nützlich ist.

Alles hat ein Ende, und ihr seid das der Bosse!

Was die Level selber angeht, gibt es dort einiges zu entdecken. Vor dem Betreten der Level sieht man auch, was es dort alles gibt. Zum einen gibt es die Mudjins, Lichtgestalten, von denen es pro Welt 100 gibt. Sammelt man 25 davon, erhält man ein Lutanit-Fragment. Diese kann man auch in manchen Leveln finden, und hat man vier zusammen, erhält man einen weiteren Lutanit, also einen weiteren Trefferpunkt. Neben Lutanit gibt es auch Nagito, welches einem einen weiteren Anima-Punkt, also magische Energie gibt. Sehr hilfreich sind auch die Itopischen Schmieden, welche eure Ägide verstärken. Hier gilt, dass eine Schmiede immer die Ägide derselben Farbe verstärkt. Nicht aufgeführt sind die Anima-Punkte, welche ihr allerdings auch nicht einsammelt: an diesen wird euer Anima schrittweise wiederhergestellt. Ab und an findet ihr auch seltsame Erinnerungen, doch was bedeuten diese Bilder?

Pankapu besticht mit seiner wunderschönen Grafik, doch leider läuft es nicht ganz so rund wie es laufen könnte. Wenn der Entwickler die ganzen frusterzeugenden Dinge entfernen würde, dann hätten wir sicher ein Sidescrolling-Meisterwerk vor uns, welches große Wellen schlagen könnte, aber so wie es jetzt ist, macht es sich selbst leider kleiner, als es sein müsste. Sidescroll-Fans bekommen eine definitive Empfehlung, allen anderen würde ich zwar nicht abraten, aber sie sollten sich einen Kauf gut überlegen. Komplett bereuen sollte es aber niemand.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Pankapu

Meinung von Sebastian Schewe
Pankapu lädt mit seinem schönen Stil wirklich ein, und auch wenn es seine Macken hat, kann es sehr viel Spaß machen. Man legt es zwar nach frustrierenden Leveln erstmal weg, doch kehrt man auch wieder zurück, zumindest wenn man Sammelwahn hat oder einfach wieder Lust auf das Spiel kriegt. Nichts ist vollkommen zerstörerisch an all den negativen Sachen, welche zwar dennoch ins Gewicht fallen, aber eher minimal. Es könnte so viel mehr sein als "nur" gut, aber es ist definitiv gut, das ist schon viel wert.
Mein persönliches Highlight: Niemand dankt dem Begleiter Chii, was diesen aufregt. Aber eigentlich tut er auch nicht wirklich etwas, außer er wird zum Boot...

Kommentare 2

  • Troplay Turmritter - 16.10.2017 - 11:36

    Ich kann dem Test nicht so ganz zustimmen. Der Schwierigkeitsgrad ist sehr normal, da sind Passagen zu Mario Games teilweise schwerer. Bezüglich der Texte stimme ich zu, ich hätte dme Spiel 8/10 gegeben.
  • WiiSwitchU Liberté, égalité, fraternité pour TOUTE l'humanité! - 17.10.2017 - 22:34

    Persönlich hätte ich Pankapu eine höhere Wertung gegeben, aber eine 7 kann man eben auch noch vertreten. ^^

    edit:
    Zitat:,,(...)leicht gewöhnungsbedürftige Steuerung (...)"
    Hier kann ich übrigens überhaupt nicht zustimmen. Für meine Begriffe ist die Steuerung sehr genau und die Figur somit exakt zu bewegen.