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Test zu Fire Emblem Warriors - New Nintendo 3DS

  • Deutschland Deutschland: Fire Emblem Warriors
  • USA USA: Fire Emblem Warriors
  • Japan Japan: Fire Emblem Musou
Plattform
New Nintendo 3DS
Erscheinungsdatum
20.10.2017
Vertrieb
Nintendo
Entwickler
KOEI Tecmo
Genre
Action, 3D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Die Helden der Fire Emblem-Spiele auf zwei Bildschirmen

Von Marco Kropp ()
Soldaten! Unser Königreich Aytolis wurde von unbekannten Monstern angegriffen! Den Thronfolgern Rowan und Lianna folgend ist es unsere Aufgabe, diese zu beschützen, nachdem unserer Königin Yelena der Fluchtweg abgeschnitten wurde. Ihr aktueller Zustand ist ungewiss und wir müssen das schlimmste befürchten. Doch verzagen werden wir nicht, haben wir nicht nur mit dem Prinzen Darios des Königreiches Griston einen fähigen Mann, der unseren beiden Herrschern zur Seite steht, sondern auch Verbündete aus anderen Welten. Wir sind derzeit auf der Suche nach den Pyroxen der Helden, um den Schild wiederherzustellen und den Chaosdrachen zu bannen! Männer: Auf in den Kampf! Für unser Königreich Aytolis!

Dies ist die allgemeine Handlung des neuesten Nintendo-Kollaborationstitels Fire Emblem Warriors, welcher die Charaktere sowie weitere Spielelemente aus den Fire Emblem-Spielen, vor allem aus den drei Titeln Fire Emblem Awakening, Fire Emblem Fates und Fire Emblem: Shadow Dragon, mit den Mechaniken der Warriors-Spiele von Omega Force, hauptsächlich dem Gameplay dieser, kombiniert. Ähnlich wie bei Hyrule Warriors wurde dabei eine neue Geschichte erdacht, welche ich oben versucht habe kurz zu umreißen. Diese werdet ihr im Story-Modus spielen, wo ihr die Schicksale der Zwillinge Rowan und Lianna miterlebt, als ihr Königreich vom Chaosdrachen angegriffen wurde. Im Auftrag ihrer Mutter begleitet der Prinz Darios sie auf den Weg zum Tempel, um den Schild, welchen Königin Yelena den Zwillingen bei ihrer Flucht mitgab, wiederherzustellen und so den Chaosdrachen zu bannen.

Auf dem Wege zum Tempel begegnet das Team den Hirten um Chrom und dessen Gefolgsleuten Lissa, Frederik und Cordelia. Fire Emblem-Fans dürften schnell die Charaktere erkennen und sich auf allerhand Gespräche, wie sie auch in den Fire Emblem-Titeln zu finden sind, freuen. Im Laufe der Geschichte begegnet ihr weiteren Charakteren. Nachdem ihr ein Kapitel der Handlung beendet habt, könnt ihr dieses im sogenannten freien Spiel erneut spielen, um so eventuell vergessene Objekte zu holen.

Das Spiel ähnelt Hyrule Warriors – bloß mit mehr Fire Emblem-Anstrich

Spieler, die bereits Hyrule Warriors oder Hyrule Warriors: Legends gespielt haben, dürften sich schnell mit dem Titel vertraut fühlen. Aber auch andere Veteranen der Warriors-Serie dürften sich schnell im rasanten Action-Gameplay des Titels zurechtfinden. Das Spielprinzip baut auf die typischen Warriors-Elemente auf: Pro Karte gibt es mehrere Festungen, die es einzunehmen und zu verteidigen gilt. Dabei gilt es aber auch, Missionsziele zu erfüllen. Diese Missionsziele erstrecken sich von „Halte den Boten auf, damit keine Verstärkung auftaucht“ bis hin zu „Besiege den Helden“. Auf dem Schlachtfelde werdet ihr eine Vielzahl an meist gleich aussehenden Gegnern sehen, welche in großen Massen, geführt durch eine stärkere Einheit (meist Kommandant genannt) samt Lebensanzeige, unterwegs sind. Diese stehen entweder auf der Karte in Bereitschaft oder versuchen eine eurer Festungen beziehungsweise einen eurer Helden anzugreifen. Neben den Hauptmissionszielen gibt es auch einige Nebenmissionsziele, welche sporadisch auftauchen und meist einige kleinere negative Effekte bei Nicht-Erfüllung verursachen, aber nicht wichtig zum Bestehen der Mission sind. Die Niederlagenbedingung ist meist der Tod eines bestimmten Helden oder die Einnahme des Hauptquartiers.

Ein Kriegerspezialangriff von Takumi, den Fans aus Fire Emblem Fates kennen sollten.

Die Karten sind ordentlich groß und bieten genügend Spielraum. Dabei gibt es nicht nur Unterschiede in den Anordnungen der Festungen, sondern auch diverse Eigenschaften. So können Feldeffekte wie Nebel oder ein Sandsturm die Sicht verdecken, sodass Einheiten darunter nicht sichtbar sind, aber auch nicht kommandiert werden können. Auch gibt es unterschiedliche Geländearten wie Lava, welche den Einheiten Schaden bei Benutzung dieser Passagen zufügen. Diese können aber mit Drachenadern zugänglich gemacht werden. Dazu müsst ihr die Drachenaderfestung einnehmen und mit Y aktivieren, sodass beispielsweise die Lava nicht mehr vorhanden ist. Es gibt auch einen Pfad der Lüfte, wo nur Flugeinheiten durchkönnen. In manchen Missionen kann man durch Aktivierung einer entsprechenden Drachenaderfestung diese Wege auch für andere Einheiten passierbar machen. Neben den Festungen auf einer Karte gibt es aber auch noch eine Reihe an Vorposten. Durch das Besiegen eines Vorpostenkommandanten erhaltet ihr diesen Vorposten, was jedoch kaum große Vorteile, außer Verzögern des Vormarsches des Gegners auf dieser Route mit sich bringt. Durch das Erledigen diverser Gegner oder das Zerstören von Vasen/Töpfen könnt ihr auch Items ergattern, welche direkt das Leben heilen oder aber den Kriegerspezialangriff oder die Erweckung auffüllen.

Die Steuerung im Spiel ist die normale Warriors-Steuerung: Mit Y führt ihr normale Angriffe, mit X Kraftangriffe aus. Um zu Blocken, muss man L drücken. Das Anvisieren eines Gegners (mit Lebensanzeige) erfolgt mit ZL, das Wechseln des Anvisierten Gegners mittels des C-Sticks. Mit A löst ihr einen Kriegerspezialangriff aus, wenn die Leiste unterhalb eurer Lebensanzeige entsprechend gefüllt ist. B ist für das Ausweichen bestimmt. Die Kamera bewegt ihr mit dem C-Stick, während ihr das Schiebepad zum Laufen nehmt. Für das Steuerkreuz gilt: Mit Oben oder Unten wechselt ihr zwischen den Charakteren, mit Rechts zoomt ihr in die Minikarte rein oder raus und mit Links blendet ihr die Hilfe ein. ZR dient zur Erweckung, einem bestimmten Zustand ähnlich der Magie aus Hyrule Warriors, welche euch stärker macht, mehr Schaden austeilen lasst und mehr Gold, bessere Waffen und mehr Erfahrung bei zunehmenden K.O.s der Gegner bringt. Enden tut sie mit einer speziellen Attacke ähnlich eines Kriegerspezialangriffes. Diese könnt ihr auch mit A auslösen, was aber die Erweckung beendet und die Leiste lehrt. Ausführen könnt ihr die Erweckung bei ungefähr einer halb gefüllten Anzeige, welche links eures Charakterbildes auf den oberen Bildschirm zu finden ist. R ist ein Multifunktionsknopf, welcher in Kombination mit einer anderen Taste diverse Aktionen ausführen kann, welches ich aber noch weiter unten im Text erkläre. Die Steuerung könnt ihr aber auch je nach Bedarf in den Spieleinstellungen bearbeiten sowie die Kamerasteuerung invertieren.

Die Entwickler wollten wegen der Strategie in den Fire Emblem-Spielen auch einige strategische Dinge einbauen, welche sehr hilfreich sind. So kann man, ähnlich wie bei Hyrule Warriors: Legends für Nintendo 3DS-Systeme auch bei Fire Emblem Warriors zwischen den Charakteren wechseln. So ist es pro Schlacht möglich, zwischen maximal vier festgelegten Helden zu wechseln. Diese sind zum Beispiel die oben erwähnten Zwillinge, Chrom, Cordellia, Sakura, Camilla und noch viele mehr. Doch es können auch weitere Helden auf dem Spielfeld sein, mit denen man sich zu einer Kombi verbinden kann (Durch Drücken der Tasten R und B, wenn man in Reichweite zu einem verbündeten Helden ist). Dadurch gibt es einige Vorteile: So wird ein Bund zwischen den Charakteren geschmiedet und dadurch die Beziehung verbessert. Der zweite Charakter, den ihr dabei nicht spielt, wird Unterstützer genannt und schützt euch beispielsweise automatisch, oder ihr könnt einen Angriff von ihm kurz ausführen lassen (mit dem Drücken der Tasten R und Y, wenn eine entsprechende Anzeige gefüllt ist). Zum Wechseln des Vorreiters (des Charakters, den man aktiv spielt) betätigt man R und X. Jedoch klappt dies nur, wenn beide Charaktere zu den vier spielbaren Charakteren pro Schlacht gehören. Wenn die Kriegerspezialangriff-Leiste beider Helden, also die des Vorreiters und die des Unterstützers gefüllt sind, werden bei Betätigung von A beide einen gemeinsamen Kriegerspezialangriff ausführen, sodass mehr Schaden erteilt wird und das Unterstützungslevel steigt. Dieses schaltet einige Fibeln (siehe weiter unten im Text) und weitere Materialien frei.

Dies ist das Befehlsmenü, wo ihr die Befehle an eure Helden verteilt. Die Pfeile symbolisieren, ob der ausgewählte Held im Vor- oder im Nachteil gegenüber dem jeweiligen Gegner ist.

Eine weitere Neuerung gegenüber Hyrule Warriors ist das Erteilen von Befehlen an die auf dem Schlachtfelde befindlichen Helden, egal ob sie zu den vier gehören, die man pro Schlacht ausgewählt spielen kann oder nicht. Dieses erfolgt auf der Karte im Menü (mit START oder SELECT aufrufbar), wo ihr in einem Feld voller Kacheln – Fire Emblem-Spieler wird dies vertraut vorkommen – die jeweiligen Personen anklickt und auf anderen Felder schickt. Dabei kann man diese den Angriff auf Feinden, den Schutz eigener Festungen sowie die Kombi mit anderen Helden befehligen. Dies kann man auch vor Kampfstart durchführen, sodass man bereits zu Beginn der Schlacht den Helden Befehlen erteilt hat. Wenn man den Helden keine Befehle erteilt, agieren sie automatisch, je nachdem wie man dies bei dem Menü Auto-Kampf eingestellt hat. Jedoch können Helden, welche als grüne Punkte dargestellt werden, weder befehligt noch gesteuert werden. Helden, die man Steuern kann, werden als Charakter-Grafik angezeigt. Helden, denen man nur Befehle erteilen kann, als große blaue Punkte. Der Gegner wird in der Regel rot oder teilweise auch gelb auf der Karte angezeigt. Außerdem wurde auch wegen des Fire Emblems im Titel das Waffen-Dreieck eingearbeitet. Dieses kurz erklärt: Die Klasse Schwert schlägt Axt, Axt schlägt Lanze und Lanze schlägt Schwert. Demzufolge sind beispielsweise Axtkämpfer schwächer gegen Schwertkrieger, aber stärker gegen Lanzensoldaten und so weiter. Dies wird auch durch Pfeilsymbole in der Schlacht visualisiert. Abseits davon gibt es noch weitere Klassen, wie zum Beispiel berittene Einheiten, Magier und geflügelte Einheiten, genannt Pegasusritter. Letzte sind beispielsweise stark im Nachteil gegenüber Schützen. Dieses wird mit Ausrufezeichen im Kampf und auf der Karte verdeutlicht (schwarzes Ausrufezeichen auf Rot: stärker als der gewählte Charakter, rotes Ausrufezeichen auf Weiß: schwächer). Somit sollte man überlegen, welche Einheit man wohin schickt und gegen welche Klasse gekämpft wird. Allgemein kann man bereits vor Kampfbeginn durch die Anzeigen und durch das Tauschen der Positionen der Helden entscheiden, was die effektivsten Wege für die ausgewählten Helden und zum Sieg sind. Dieses strategische Spielelement vereinfacht eine Vielzahl an Kämpfen, kann aber bei entsprechender Stärke der eigenen Helden auch teils ignoriert werden. Außerdem können vor dem Kampf die Einheiten, welche man kontrollieren oder befehligen kann, austauschen, wenn sie nicht als Bedingung festgelegt wurden.

Vor dem Starten eines neuen Spieles in Fire Emblem Warriors wählt man zwischen dem Klassischen Modus und dem Anfänger-Modus aus. Ersteres erinnert an die Fire Emblem-Spiele. Denn nachdem einer der Helden des Spielers besiegt ist, gilt dieser als gefallen. Doch diese Gefallenen kann man Wiederbeleben, worauf ich später im Text komme. Durch den Wechsel auf den Anfänger-Modus in den Einstellungen werden diese sofort nach der Schlacht wiederbelebt, jedoch ist ein Zurückwechseln vom Anfänger zum Klassischen nicht mehr möglich. Dadurch ist noch einmal ein Stück Schwierigkeit gegeben bei einem teils etwas einfachen Spiel, je nachdem, wie stark die eigenen Einheiten sind.

Historischer Modus, Annas Andenken und Extras

Wenn ihr eine Pause vom Story-Modus benötigt oder diesen durchgespielt habt, könnt ihr euch in einem weiteren Modus austoben. Dieser wird „Historischer Modus“ genannt, da man dort Schlachten aus Fire Emblem-Spielen nacherleben kann. Wenn man eine bestimmte Stelle in der Handlung erreicht hat, wird dieser freigeschaltet, beginnend mit „Unsichtbare Bande“.

Auch im Historischen Modus schnetzelt ihr euch durch Gegnermassen.

Beim Starten des jeweiligen Szenarios seht ihr zuerst eine typische Karte im Stile eines Fire Emblems. Wenn ihr jedoch einen Gegner anwählt, kommt es nicht zum Zweikampf, sondern zu einer Schlacht im Stile des oben beschriebenen Geschehens. Welche Schlacht es ist und welche Bedingungen gelten, wird auf dem unteren Bildschirm dargestellt. Entweder muss man eine gewisse Anzahl an Festungen erobern, Gegner besiegen und seine Festungen verteidigen, in der Arena bestimmte Gegner besiegen, feindliche Kommandanten erledigen oder in einem Zeitlimit möglichst viele Gegner besiegen. Das jeweilige Szenario verhindert aber, dass ihr direkt zum Kartenendgegner kommt. So behindern Verstärkungen, Barrikaden oder Barrieren euer Vorrücken. Wenn ihr die jeweilige Einheit, die diese aufrecht hält, besiegt, wird diese Barriere entfernt und ihr könnt weitere Einheiten hinter der ehemaligen Barriere angreifen. Jedoch benötigt ihr einen speziellen, vorher definierten Abschlussrang, um die Barriere zu entfernen. Hier könnt ihr auch bei den Einzelschlachten jeweils wie oben alle Aktionen ausführen: Helden Befehle erteilen, Feinde niedermetzeln, Waffen austauschen und so weiter.

Beim Besiegen eines Gegners auf der Karte des Szenarios erhaltet ihr eine Bewertung, wie ihr euch geschlagen habt, ähnlich wie in Hyrule Warriors. Der S-Rang ist dabei der Beste. Aber man erhält auch diverse Belohnungen durch das Absolvieren einer Schlacht mit A- oder mit S-Rang. Und auch in diesem Modus taucht Anna auf, um euch Annas Andenken für ein spezielles Bild zu geben. Natürlich nur, wenn ihr ein bestimmtes Ziel erreicht habt. Im Story-Modus ist dies meist das Besiegen von 1.000 Gegnern. Diese Bilder, fünf insgesamt, könnt ihr in der Ruhmeshalle unter Extras bestaunen. In dieser tummeln sich auch Charaktermodelle, die Tutorial-Texte, Filmszenen, Belohnungen für das Erreichen diverser Ziele im Spiel und die im Spiel befindlichen Musikstücke. In den Extras findet ihr neben den Einstellungen aber auch amiibo-Geschenke. Ihr könnt täglich bis zu fünf verschiedene amiibo-Figuren auf das NFC-Feld auf dem unteren Bildschirm eures New Nintendo 3DS-Systemes einlesen, um diverse Belohnungen wie Materialien, Waffen oder Gold zu erhalten.

Helden müssen auch außerhalb des Kampfes gestärkt werden

Wer denkt, man könne einfach so in eine Schlacht ziehen, der irrt. Zwar kann man dies tatsächlich tun, also stur ohne weitere Beachtung der in den nächsten Zeilen erklärten Dinge eine Schlacht auswählen und loslegen, jedoch ist dies nicht ratsam. Denn eure Helden steigen zwar in typischer Fire Emblem-Manier auch im Level auf und ihre Werte verbessern sich, was im Kampf durch eine Einblendung angezeigt wird, welche man auch bei Bedarf ausschalten kann, jedoch ist dies nicht das einzige, was man aufwerten kann. Im Vorrat könnt ihr so den Helden Items zuweisen, welche mittels der Tasten R und A im Kampf eingesetzt werden. Dies können Stäbe oder Heil-Items sein. Weiterhin ist im Vorrat die Waffenauswahl möglich. Mit dieser könnt ihr euren Helden im Kampf erbeutete Waffen desselben Typs (es ist nicht möglich, einem Schwertkämpfer eine Axt zu geben) zuweisen. Diese haben einen Zahlenwert für die Stärke und oft auch Felder für diverse Effekte, welche euch Vorteile verschafft, beispielsweise stärkere Angriffe bei einer bestimmten Angriffskombination oder die Möglichkeit, höherstufige Waffen zu erbeuten. Auch gibt es einen Rang bei den Waffen. So erbeutet ihr zu Anfang meist nur Waffen mit einem E-Rang. Dabei sind die Waffen mit beispielsweise einem D-Rang stärker, während die mit einem C-Rang stärker als die D-Rang-Waffen sind und so weiter. Auch signalisiert eine Anzahl an Sternen, wie gut diese Waffe im jeweiligen Rang ist. Der Vorrat an Waffen beziehungsweise an Items ist jedoch begrenzt.

Die Zwischensequenzen sehen recht gut aus, sind aber leider nur vorhandene Videos der Nintendo Switch-Version.

Neben diesen beiden Dingen kann man im Vorrat auch den Status der Helden ansehen oder die Ausrüstung optimieren. Letzteres passt die Dinge so an, dass es optimal für die Helden ist. Jedoch kann man nicht einfach so feuchtfröhlich die Waffen verteilen. Dies wird durch Fibeln verhindert. Hat euer Held nicht die entsprechende Fibel, so könnt ihr beispielsweise Waffen mit einem D-Rang noch nicht ausrüsten, sondern erst beim Herstellen dieser Fibeln. Dafür gibt es den Menüpunkt Feldlager. Geleitet durch einen eurer Helden, könnt ihr auf dem Fibelmarkt Angrifffibeln herstellen, welche euch mehr Angriffsketten erlauben, die Starreanzeige des Gegners (Zeitraum, wo der Gegner besonders anfällig für eure Angriffe ist und bei Leeren dieser Anzeige mit einer speziellen Attacke erheblichen Schaden nimmt) länger erscheinen lässt, das Hinzufügen weiterer Kriegeranzeige für den Kriegerspezialangriff, eine längere Dauer der „Erweckung“ und das Ermöglichen, die beiden erwähnten Anzeigen schneller zu füllen. Die Verteidigungsfibeln bestimmen, wie viel Heil-Items oder Stäbe der Held tragen kann und wie wenig Schaden er gegenüber einer speziellen Gruppenklasse nimmt. Außerdem kann noch die Stärke der Heilung durch diverse Fibeln verbessert werden.

Unter Stärkungsfibeln kann man die Klasse des Helden zu einer erfahrenen Klasse wechseln, wenn der Held mindestens Level 15 erreicht hat. Dadurch werden mehr erwerbbare Fibeln für den Charakter freigeschaltet. Jedoch benötigt ihr zum Klassenaufstieg Meistersiegel, welche es nur begrenzt gibt. Wenn man alle gefunden hat entspricht dies dann genau der Anzahl der spielbaren Charaktere. Mit den Fähigkeitfibeln können Waffen mit einem höheren Rang (beginnend mit der ersten Fibel für die Waffen mit dem Rang D) genutzt werden. Um die Fibel erwerben zu können, bedarf es nicht nur Gold, sondern auch diverser Materialien, welche ihr durch das Besiegen von Feinden in den einzelnen Schlachten erhaltet. Es gibt dabei Materialien unterschiedlicher Seltenheit, welche farblich gekennzeichnet sind. Am meisten gibt es bronzefarbene Materialien, danach silberne und schließlich findet man nur selten goldene Materialien. In der Schmiede im Feldlager könnt ihr diverse Attribute der Waffen – wenn entsprechende Felder vorhanden sind – von anderen Waffen hinzufügen, diese auch wieder entfernen, Waffen aus eurem Vorrat verkaufen und versiegelte Attribute einer Waffe bewerten lassen. Dies kostet Gold und letzteres lässt euch Effekte einsehen, die einer Freischaltbedingung (wie das Besiegen einer bestimmten Anzahl an Gegner) unterliegen. Im Tempel kann man diversen Helden durch Ausgabe von Gold und bestimmter Materialien einen Segen zukommen lassen, welcher Chancen zur Erbeutung von Waffen erhöht oder zum Erhalt von mehr Erfahrung bietet sowie weitere Effekte auslöst. Diese gelten jedoch nur für den nächsten Kampf. Auch kann man hier die Helden wiederbeleben, was jedoch pro Held zehn goldene Materialien und 300.000 Gold kostet, zumindest im Modus „Klassisch“.

Des Weiteren ist es möglich, auf dem Übungsplatz seine Helden trainieren zu lassen. Und zwar genauso wie in Hyrule Warriors: Durch die Ausgabe von Gold kann man deinen Helden auf ein bestimmtes Level bringen.

Flüssiges Spielerlebnis auf New Nintendo 3DS-Systemen

Zum Abschluss des Testes widme ich mich speziell der technischen und grafischen Seite der New Nintendo 3DS-Version, welche einige Tage nach Enthüllung des Spiels im Januar 2017 verkündet wurde. Diese auf einem New Nintendo 3DS, New Nintendo 3DS XL oder New Nintendo 2DS XL erlebbare Variante des Spieles ist dabei recht flüssig. Mir ist bislang kein störendes Ruckeln aufgefallen. Manche Verlangsamungen im Spiel stammen nicht von Einbrüchen der Bildfrequenz, sondern von der Ausführung diverser Angriffe, wodurch die Animationen der Gegner um einen verringert werden, weswegen ich sagen kann, dass ich das Spiel sehr geschmeidig spielen konnte. Doch auch Feinde werden in einer relativ hohen Zahl dargestellt, wodurch man mit einem Kriegerspezialangriff oft an die 50 oder mehr Gegner erledigen kann. Natürlich gibt es auch hier wieder das Problem, was andere Warriors-Spiele auch haben: Das Aufploppen von Gegnern. Oft ist es schon passiert, dass ich durch einen Kriegerspezialangriff alle Gegner in meiner Nähe erledigt hatte, kurz darauf schon neue da waren und ich wieder „umzingelt“ war. Dieses Aufploppen ist aber nicht nur bei Gegnern der Fall, sondern auch bei der Renderdistanz. Wenn man zum Beispiel auf einer Karte herum rennt, dann sieht man, wie in der Ferne nach und nach die Objekte aus dem nichts auftauchen oder wieder verschwinden. Doch meist ist dies bei den Gegnern auffällig, da ab und, an trotz lebender Gegner, diese vom Spiel ausgeblendet und andere Gegner an anderen Positionen in der Nähe eures Charakters erzeugt werden.

Zwar grafisch kein Meisterwerk, aber positiv hervorzuheben ist die Nutzung des unteren Bildschirmes.

Ansonsten sind die Modelle der Helden für die Leistung eines New Nintendo 3DS recht gut. Auch die Texturen sind ordentlich bei diesen. Anders sieht das jedoch bei den normalen Gegnern aus, die in einer Vielzahl erzeugt werden müssen. Diese Modelle sind recht einfach und mit nur wenig Details sowie einer sehr matschigen Textur ausgestattet, was aber der Anzahl an darstellbaren Gegnern zugutekommt. Ansonsten ist die Optik größtenteils stimmig, obwohl man keine großen grafischen Wunderwerke erwarten sollte, wie man an den Bildern in diesem Test bestimmt bereits sehen konnte. Jedoch merkt man davon im normalen Spiel recht wenig, nur ab und zu durch das Aufploppen, wie bereits beschrieben. Die zwei Bildschirme eines New Nintendo 3DS-Systems ermöglichen es, dass ihr fast komplett freie Sich auf das Kampfgeschehen habt. Während ihr oben das Spielgeschehen und euren gespielten Charakter in den Horden an Gegnern samt einiger Anzeigen seht, so wird unten die Karte dargestellt. Links davon, wie auf den Screenshots zu sehen ist, werden die spielbaren Helden angezeigt, welche ihr entweder mit dem Steuerkreuz wechseln könnt oder durch das Draufdrücken auf die einzelnen Schaltflächen. Rechts neben der Karte findet ihr die Auswahl für das Zoomen in diese und auch eine Schaltfläche für die Nutzung des Items. Oberhalb der Karte findet ihr die aktuelle K.O.-Anzahl, das bereits erhaltene Gold und das Charakter-Level. Beim Tippen auf die Karte gelangt ihr ins Befehlsmenü zum Erteilen der Befehle. Ansonsten wird der Touchscreen kaum weiter genutzt.

Die Zwischensequenzen im Spiel sind die gleichen wie bei der Nintendo Switch-Version, welche als vorgerenderte Videos abgespielt werden. Der Übergang von der Schlacht zum Abspielen ist aber nicht flüssig, so reagiert für teils eine Sekunde nichts mehr und danach spielt erst das Video ab. Weitere Dialoge, welche nicht als Zwischensequenz daherkommen, bilden bis zu vier Charaktere gleichzeitig ab, sodass diese in einer Unterhaltung zueinander stehen, mit den Dialogen auch auf dem oberen Bildschirmen. Standardmäßig ist der Dialogablauf automatisch, jedoch könnt ihr dies auch direkt im Dialog mit der Taste X ändern, sodass ihr A drücken müsst, um zum nächsten Satz zu kommen. Auch die Unterstützungsgespräche laufen so ab. Das Spiel ist im Übrigen in Deutsch mit englischer Vertonung. Die Musik sorgt mit einem Metal-Remix bekannter Fire Emblem-Titel für teils epische Momente auf dem Feld.

Redaktionswertung

8

Spiele-Hit

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Unser Fazit zu Fire Emblem Warriors

Meinung von Marco Kropp
Fire Emblem Warriors für New Nintendo 3DS-Systeme ist ein gutes Spiel mit einem spaßigen Spielprinzip. Dabei gibt es eine Reihe an Dingen zu erledigen und Fans von Fire Emblem dürften auch recht zufrieden sein. Die Grafik ist zwar nicht umwerfend, mindert aber nicht den Spielspaß auf den New Nintendo 3DS-Systemen. Die Handlung ist gut erzählt und auch die Schlachten machen Spaß und dank der Möglichkeit, seine Einheiten zu befehlen, wird mehr Strategie geboten. Das Spiel sollte man sich als Fire Emblem- oder Warriors-Fan nicht entgehen lassen, andere können aber auch genauso gut Spaß daran haben.
Mein persönliches Highlight: Eindeutig das Befehlen der eigenen Helden

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