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Test zu Sine Mora EX - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Sine Mora EX
  • USA USA: Sine Mora EX
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
10.10.2017
Vertrieb
THQ Nordic
Entwickler
Grasshopper Manufacture
Genre
Shooter
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 0
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Durch die Zeit von Boss zu Boss in Sine Mora EX

Von Niels Uphaus ()
Shoot ‘em Ups gehören zu den ältesten Videospiel-Genres, doch trotz ihrer wichtigen Bedeutung für die Branche gibt es immer weniger Titel dieser Art. Mein erstes Videospiel war übrigens auch ein Shoot ‘em Up, von daher habe ich eine gewisse Affinität dafür. Es war daher eine klare Sache, dass ich für euch Sine Mora EX für Nintendo Switch testen würde. Und hier ist nun endlich der langersehnte Test.

Sine Mora EX ist eine erweiterte Version des Originals Sine Mora, welches seinerzeit für etliche Plattformen erschien. Auch dieses Mal steuert ihr mit einem Flugzeug durch verschiedene Level und besiegt auf dem Weg etliche Feinde und große Bosse. Die Besonderheit des Spiels, welches im Übrigen von Grasshopper Manufacture kreiert wurde, ist die Option, für einige Sekunden die Zeit zu verlangsamen. Diese Mechanik ist auch ein Kernelement des Story-Modus, der eine überaus düstere Geschichte rund um Massenvernichtung, Rassismus und Rache präsentiert. Erzählt wird das Ganze in Textform mit englischer (und ungarischer) Sprachausgabe. Das Spiel an sich hat aber auch deutsche Bildschirmtexte.

Nein, das Spiel ist nicht immer so unscharf. Jetzt gerade halten wir die Zeit an.

Doch wie läuft das Ganze nun eigentlich ab? Nachdem ihr euch eine kurze Storysequenz durchgelesen habt, werdet ihr in ein Level geworfen. Die Level scrollen automatisch, ihr selbst seht euch von der Seite und habt volle Kontrolle in alle vier Richtungen. Ihr erhaltet Power-Ups, indem ihr etliche Gegner besiegt. Diese verstärken beispielsweise eure Waffen und sind gerade in späteren Phasen unersetzlich. Doch Vorsicht: Werdet ihr von einem Gegner verletzt, verliert ihr alle Upgrades. Ihr habt dann einige Sekunden Zeit, sie wieder einzusammeln, bevor sie verschwinden. Das Problem: Fliegt ihr zu nah am Rand, lösen sich die Upgrade-Kugeln unter Umständen sofort auf. Doch gerade in den späteren Leveln könnt ihr eigentlich schon aufgeben, solltet ihr nur mit eurer Standardwaffe feuern. Der Schwierigkeitsgrad ist genretypisch äußerst hoch, sodass normale Spieler wohl keine Freude an diesem Titel finden werden.

Sine Mora EX besticht mit einer sehr düsteren Geschichte.

Nun habt ihr euch schon einige Minuten vorgekämpft. Ab und an tauchen gigantische Bosse auf, die allerdings nur bestimmte Schwachpunkte haben. Diese sind oftmals in den Laserwaffen oder Raketenwerfern auszumachen. Indem ihr diese zerstört, verliert der Feind nicht nur Kraftpunkte, sondern auch die Möglichkeit, euch konstant anzugreifen. Oftmals werden jedoch so viele Kugeln verschossen, dass ein Ausweichen für euch fast nicht möglich ist. Da kommt eure Geheimwaffe ins Spiel. Per Tastendruck könnt ihr die Zeit fast vollständig anhalten und so einfach einen Weg durch den Kugelhagel finden. Diese Fähigkeit ist jedoch limitiert und es ist nicht einfach, sie innerhalb eines Levels mit Upgrades wiederherzustellen.

Es ist Zeit für eine Laserparty.

Nach einem größeren Levelabschnitt erreicht ihr Checkpoints. Solltet ihr danach besiegt werden, könnt ihr an dieser Stelle wieder starten, solltet ihr genug Continues haben. Doch wie viele KP hat euer Flugzeug eigentlich? Eigentlich gar keine. Stattdessen ist euer Überleben von der übrigen Zeit abhängig, diese läuft unerbittlich ab. Solltet ihr getroffen werden, verliert ihr wertvolle Sekunden. Sollte die Zeit aufgebraucht sein, ist eure Mission vorbei. Glücklicherweise wird eure Zeit etwas regeneriert, wenn ihr einen Checkpoint erreicht. Nach jedem großen Endboss endet dann ein Level und ihr bekommt eine Endabrechnung und eine Bewertung für eure Leistung.

Eine besondere Stärke von Sine Mora EX ist die Atmosphäre. Während die englische Sprachausgabe nicht immer die Beste ist, sind gerade die Kommentare anderer Charaktere innerhalb der Level sehr stimmig. Das liegt auch daran, dass ihr nicht nur mit einem einzigen Piloten und Flugzeug unterwegs seid. In anderen Leveln spielt ihr andere Charaktere und steuert andere Vehikel. Dadurch könnt ihr auch mit anderen Waffensystemen arbeiten, die allesamt beeindruckende Spezialangriffe haben. Das düstere Setting wird auch dadurch unterstrichen, dass die Piloten eben keine typischen Helden sind, sondern durch Schmerz und Trauer selbst zu Mördern werden.

Genretypisch ist auch dieses Spiel sehr anspruchsvoll.

Grafisch ist das Spiel durchaus hübsch anzusehen. Gerade die Hintergründe und Bosse sehen schick aus. Allerdings dürft ihr hier keine Grafik erwarten, die euch den Atem verschlägt. Es ist hübsch, aber nicht überragend. Das Wichtigste ist jedoch vorhanden. Fast durchgehend habt ihr 60 FPS. Gerade bei Spielen dieses Genres ist dies extrem wichtig. Die Musik hat mir durchaus zugesagt und auch die Soundeffekte sind ansprechend. Leider ist die Technik jedoch nicht fehlerfrei. Manchmal fällt die Musik aus, ein anderes Mal wurde ein Dialog des vorherigen Levels erneut abgespielt, was zur aktuellen Situation natürlich überhaupt nicht gepasst hat. THQ Nordic sollte da also mit einem Update nochmal nachbessern.

Auch unter der Erde ist eure Crew unterwegs.

Neben dem Story-Modus, der übrigens verschiedene Schwierigkeitsgrade hat, könnt ihr euch auch noch an einigen Nebenmodi versuchen. Im Arcade-Modus könnt ihr die Level in einem höheren Schwierigkeitsgrad und mit weniger Continues spielen. Damit sind die Level nochmals deutlich anspruchsvoller und zum Teil sogar unfair. Daneben habt ihr beispielsweise auch die Chance, nochmal alle Bosse herauszufordern oder in Punktejagd Highscores aufzustellen. Ihr habt auch die Möglichkeit, Herausforderungen mit bestimmten Voraussetzungen zu starten. Sie freizuschalten ist jedoch extrem schwer. Daneben gibt es auch einen Versus-Modus für zwei Spieler. In verschiedenen Modi könnt ihr eure Sitznachbarn abschießen. Die Umsetzung ist jedoch nur bedingt gelungen, da es bei den meisten Spielen keinen Split-Screen gibt.

Ihr könnt übrigens das Spiel auch mit einem Freund durchspielen, der dann eine kleine Drohne steuert. Diese kann euch vor Angriffen schützen oder selbst eine lächerlich schwache Waffe abfeuern. Gerade das Schutzschild ist bei schwierigen Sequenzen nützlich, ich persönlich habe den Titel jedoch lieber alleine gespielt.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Sine Mora EX

Meinung von Niels Uphaus
Sine Mora EX ist ein durchaus gelungenes Shoot ‘em Up. Genretypisch kann man die Hauptstory zwar in unter zwei Stunden durchspielen, doch gerade das Aufstellen von Highscores, die man auch online hochladen kann, ist für Fans solcher Spiele ein Muss. Der lokale, kooperative Zweispieler-Modus ist ebenfalls eine schöne Ergänzung. Die Herausforderungen und die Versus-Option sind die größte Schwäche von Sine Mora EX. Auch gibt es einige technische Patzer. Dafür sehen die Level und Bosse toll aus und auch die Story ist überraschend komplex und düster. Fans des Genres können zugreifen, alle anderen sollten sich bewusst sein, dass das Spiel sehr schwer ist und ab und an frustrieren kann.
Mein persönliches Highlight: Ein Boss hat mich zur Verzweiflung getrieben. Nach etlichen Fehlversuchen habe ich ihn jedoch endlich vernichtet.
Meinung von Dennis Gröschke
Sine Mora EX sieht wirklich gut aus, das muss man dem Spiel lassen. Alles läuft in flüssigen Bildern über den Bildschirm und lässt euch nur in den kleinen Pausen zwischen den Abschnitten verschnaufen. Ich persönlich finde die Geschichte im Spiel zu düster, die Prämisse hätte auch ohne diese Stimmung funktioniert. Ebenso stören mich die vielen Texte zwischen den Kapiteln, die zwar auch in englischer Sprache vertont sind, aber mein Spielgefühl eher gestört haben. Mir als Lektor springen dann auch die falsch gesetzten Absätze in den Texten ins Auge, die völlig unnötig sind. Insgesamt aber mag ich die Steampunk-Atmosphäre und das generelle Szenario sehr, weswegen ich mir das Spiel auch gekauft habe. Im Koop-Modus ist das Spiel auch gut spielbar, wenn auch, so wie Niels es schon richtig beschreibt, der zweite Spieler eine eher unterstützende Funktion hat und keine wirklich durchschlagenden Waffen. Spaß macht es dennoch und darauf kommt es ja an.
Mein persönliches Highlight: Für mich ganz klar die Steampunk-Atmosphäre.

Kommentare 12

  • Lockenvogel Dumm aber klug! - 23.10.2017 - 16:53

    Sine Mora hat es definitiv verdient mit einer Retail Version gewürdigt zu werden! Ich will mehr Ballerspiele!!!
  • Ralf74 Turmritter - 23.10.2017 - 17:10

    Für mich ein klasse Spiel welches ich bereits als Retail für die Switch besitze. Ich würde dem Spiel sogar eine 8-9 geben und bei rund 20 EUR für die Retail-Version bekommt es von mir eine 10 für das Preis-Leistungs-Verhältnis!
  • DerGom Gotta catch 'em all! - 23.10.2017 - 17:22

    Habe es mir auch Retail geholt (für 17€). Bin bislang allerdings noch nicht zum Spielen gekommen. Eine 7 hört sich aber gut an, hoffentlich schaffe ich es dann demnächst auch mal das Spiel auszuprobieren. :)
  • x Eviga x - 23.10.2017 - 17:26

    Das Spielt ist in der Tat gut.

    Hübsch anzusehen, spielt sich mega rund und hat diverse Modi.

    Einzig der Schwierigkeitsgrad schreckt ab.
  • Link86 Turmheld - 23.10.2017 - 17:40

    woher bekommt man das Spiel für 17/20 €
  • DerGom Gotta catch 'em all! - 23.10.2017 - 17:42

    @Link86 War ne Zeit lang, während der Vorbestellerphas,e bei Amazon für den Preis gelistet.
  • Knoso sTÜRMER - 23.10.2017 - 17:52

    Tja, leider sind SHMUPS inzwischen zur Nische verkommen. Früher gab es noch spielbare Ableger für Normalsterbliche, heutzutage gibt es nur noch schwer und schwerer.
  • DarkStar6687 Gamer since 1993 - 23.10.2017 - 18:38

    Wenn man Bullet Hell Shooter gewöhnt ist, ist das Spiel nicht so schwer. :ugly:
  • air Turmheld - 23.10.2017 - 19:09

    Habs auch bisher nur kurz angespielt. Jetzt noch nen freien Abend bis Freitag so dass ich es zumindest einmal durch hab bevor SMO jegliche Zeit in Anspruch nimmt.
  • Ralf74 Turmritter - 23.10.2017 - 19:10

    @Link86
    Ich habe es als Vorbesteller für 19,- EUR bekommen. Aktuell bekommt man es z.B. bei base.com für 20,53 EUR + 1,48 EUR Versand.
  • Herr von Faultier Turmbaron - 23.10.2017 - 19:33

    Als Jemand der solche Spiele seit über 20 Jahren mag, bin ich an Sine Mora natürlich nicht vorbei gekommen. Ja es ist auf jeden Fall fordernd und das liegt auch mitunter an Fehlern die man nicht machen sollte wenn man ein solches Spiel macht. So ist die Geschwindigkeit manchmal so hoch, dass es kaum möglich ist alle Gegner auf dem Bildschirm zu erwischen, teilweise reicht die Fähigkeit die Zeit zu verlangsamen nicht aus um auch allen Geschossen ausweichen zu können.
    Insgesamt ist dieses Spiel jedoch für Gengrefans zu empfehlen, man sollte jedoch nicht erwarten es sofort in einem Zug durchzuspielen. Aber Spiele wie z.B. R-Type waren auch nicht leicht. Der Wertung von 7 stimme ich auf jeden Fall zu.
  • Zettmaster Turmheld - 29.06.2018 - 16:22

    Viel zu hart. Wird wohl das letzte Spiel dieser Art sein was ich mir kaufe. Vielleicht noch Skyforce das wenigstens Leveln lässt.

    Wenn wenigstens die Waffenupdates bleiben würden könnte man das Spiel evtl. schaffen.

    Bin beim Endboss. Habe mir bei YT das Ende angesehen und das Modul weit weg gepackt.

    Leicht und für Anfänger ist bei weitem etwas anderes.

    Schade. Grafisch sehr toll aber spielerisch echt übertrieben...