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Test zu The Count Lucanor - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: The Count Lucanor
  • USA USA: The Count Lucanor
  • Japan Japan: The Count Lucanor
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
18.10.2017
Vertrieb
Merge Games
Entwickler
Ratalaika Games, Baroque Decay
Genre
Action, RPG, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Hänschen klein im Gruselland

Von Sabrina Schewe ()
Hans, der in einer ärmlichen Umgebung aufgewachsen ist, möchte zu seinem Geburtstag gar nicht viel. Ein kleines Geschenk oder vielleicht etwas Süßes würde ihm schon reichen. Doch auch an seinem 10. Geburtstag, auf den er sich so sehr gefreut hat, geht er leer aus. Wütend über diese Enttäuschung beschließt er, sein Zuhause zu verlassen und die weite Welt zu bereisen. Seine Mutter würde ihn zwar lieber bei sich behalten, versorgt ihn jedoch mit allem, was sie entbehren kann, damit es ihm möglichst gut geht: dem Gehstock seines Großvaters, dem letzten bisschen Käse und den letzten drei Goldstücken. Ganz im Stile von Hänschen klein aus dem bekannten Kinderlied.

Hänschen klein ging allein...

The Count Lucanor beginnt mit einer aufwendigen Sequenz in Pixel-Grafik, die einen ersten Eindruck von Hans und der Umgebung bietet. Das Spiel selbst ist in einer schlichten Pixel-Grafik gehalten, wobei die Charaktere nur wenige Pixel breit sind. Die Umgebung wirkt jedoch ganz und gar nicht leer. Überall gibt es Blümchen und das ein oder andere Tierchen. Auch die Räume sind nicht einfach nur mit Möbeln ausgestattet, sondern man findet immer wieder gedeckte Tische und ähnliches.

Abenteuer erleben – Hans' großer Traum.

Schon direkt zu Beginn, wenn man das Adventure-Spiel zum ersten Mal selbst mit dem Analog-Stick steuert, kann man weitere Items finden und auch die erste Kiste lässt nicht allzu lange auf sich warten. Der Weg, den man gehen soll, ist im ersten Moment nicht sofort ersichtlich, wenn man sich jedoch ein wenig umschaut, wird sofort klar, dass es eigentlich nur einen Weg gibt. Denn Hans möchte Abenteuer erleben und Schätze finden, was man in der Stadt, welche über den zweiten Weg zu erreichen ist, nicht kann. Schon bald trifft man auf eine alte Frau, die sich auf einem Stein ausruht, nachdem ihr Gehstock zerbrochen ist und man muss die erste Entscheidung treffen.

Die alte Frau fragt, ob man nicht einen Stock oder etwas Ähnliches hat, den man ihr geben könnte, damit sie es in die Stadt schafft. Je nachdem, ob man ihr den Gehstock des Großvaters gibt, oder nicht, wird sie im weiteren Spielverlauf zurückkehren und dem Spieler helfen. Der Händler, den man kurze Zeit später trifft, hat ebenfalls ein Problem. Sein Wagen ist kaputt und sein Esel davongelaufen – er bittet um etwas Geld, um seinem Herrn den kaputten Wagen zu bezahlen. Und auch er könnte sich, wenn man ihm hilft, noch als nützlich erweisen.

Der Albtraum beginnt

Auch ein Hirte mit seinen Ziegen ist auf dem Weg zu finden. Der Hirte, den der Hunger plagt, könnte für einige etwas schwerer zu verstehen sein, da er im Dialekt spricht. Danach kommt man zu einem Friedhof, auf dem man von einem Raben angegriffen wird. Erst mitten in der Nacht wacht Hans wieder auf, neben ihm eine Kerze, die etwas Licht spendet. Da sich der Friedhof als eine Sackgasse herausstellt, die aber natürlich trotzdem untersucht werden sollte, begibt sich Hans wieder auf den Weg zurück. Hier sollte man die Kerze mitnehmen, da man sich sonst ohne sie in völliger Dunkelheit bewegen müsste.

Manchmal nicht ganz so einfach zu verstehen.

Als man nun wieder bei dem Hirten mit seinen Ziegen vorbeikommt, fällt Hans auf, dass irgendetwas nicht stimmt. Kurz darauf kann man den Hirten sehen, dessen Kopf von seinen nun sehr aggressiven Ziegen abgerissen wurde. Doch das hindert den Hirten nicht daran, weiter fröhlich zu sein, immerhin hat er nur ein paar Kilo abgenommen. Und auch die Fortbewegung ist gar nicht so schwer, wenn ihn seine Ziegen tragen, auch wenn er dann keinen Einfluss darauf hat, wo es denn hingeht. Auf dem Weg zurück begegnet man einem blauen Kobold, der Hans in die Richtung der zuvor noch undurchdringlichen Schlossmauern führt und dort in einem Riss verschwindet.

Geht man hinterher, so erklärt der Kobold, dass er nach einem Erben für den Count Lucanor sucht. Um das Erbe erhalten zu können, muss man jedoch den Namen des Kobolds herausfinden. Durch die Aussicht auf Geld und Schloss angestachelt, versucht man nun, Hinweise auf den Namen zu finden. Im Inneren des Schlosses trifft man auch wieder auf alte Bekannte die, abhängig von den vorherigen Interaktionen, mehr oder weniger hilfsbereit sind.

Zu jeder Tür ein Schlüssel

Mit unterschiedlichen Schlüsseln kann man nach und nach die Räume erkunden, die mit farblich zu den Schlüsseln passenden Bannern gekennzeichnet sind. Indem man die Rätsel in den Räumen löst und die Fallen umgeht, kann man eine Reihe von Buchstaben erhalten, die Hinweise auf den Namen des Kobolds geben. Je mehr Items man findet, desto mehr Rätsel kann man lösen, doch auch die Beleuchtung sollte man nicht vernachlässigen.

Im Dunkeln lauern Gefahren.

Im gesamten Schloss findet man immer wieder Kerzen, die man so aufstellen sollte, dass man in den Gängen alles erkennen kann. Manch einer mag sich fragen wozu, wenn doch die Kerze in der Hand einen ausreichenden Teil der Umgebung erhellt. Doch wenn um 3 Uhr nachts die Glocken schlagen, erhält man die Antwort darauf. Denn ab dieser Zeit sind die Beamten unterwegs, die ohne Beleuchtung nicht zu erkennen sind, vor denen man sich jedoch in Acht nehmen muss, da sie Hans töten könnten. Um ungesehen zu bleiben, kann man sich unter Tischen und hinter Vorhängen verstecken oder einfach durch eine Tür gehen, wenn man bereits den passenden Schlüssel hat.

Man kann zwar HP mithilfe von Essen heilen, jedoch besitzt Hans nur wenige HP, immerhin ist er eigentlich nur ein kleiner Junge. Außerdem handelt es sich beim Essen, wie auch beim Geld und den Kerzen, um begrenzte Ressourcen, die an verschiedenen Orten gebraucht werden könnten. Dass das Geld begrenzt ist, stellt dabei ein kleines Manko dar, denn um zu Speichern, muss man dem Raben am Springbrunnen im Garten eine Goldmünze in den Brunnen werfen, damit dieser Hans‘ Seele bewahrt.

Rätsel über Rätsel

Die Rätsel in den Räumen des Schlosses sind abwechslungsreich und die Items, die man findet, werden kreativ eingesetzt. Auch Hinweise, welche Items man brauchen könnte sind verfügbar und leicht verständlich.Mit der Shortcut-Auswahl der Items über die L- und R-Tasten kommt man flott zum richtigen Item und kann es mit dem A-Knopf einsetzen, um weitere Rätsel oder einen Buchstaben aus dem Namen des Kobolds zu erhalten.

Am Anfang war alles noch schön bunt...

Nachdem am Anfang noch alles bunt und fröhlich wirkt, wird das Spiel der Zeit nach und nach gruseliger und schwieriger und man überlegt immer wieder, ob man die Goldmünzen jetzt zum Speichern verwenden sollte oder nicht. Versucht man geizig zu sein und die Goldmünzen lieber aufzuheben, kann es durchaus sein, dass man des Öfteren stirbt und zum letzten Speicherpunkt zurückgeworfen wird. Die Geschichte ist interessant und auch die überall verstreuten Hinweise sorgen dafür, dass man das Spiel weiterspielen und mehr Details erfahren möchte, selbst wenn man ein Rätsel eventuell dutzende Male machen musste, weil man immer wieder stirbt und zu geizig mit den Goldmünzen war. Es empfiehlt sich außerdem immer, sich überall umzusehen und mit allen Charakteren zu reden, wenn man sie trifft, da man so weitere Items oder Informationen erhalten kann, die sich im weiteren Spielverlauf als wichtig herausstellen.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu The Count Lucanor

Meinung von Sabrina Schewe
The Count Lucanor beginnt langsam und wirkt fröhlich, doch schon bald, noch bevor die Speichermöglichkeit erreicht ist, wird es mysteriöser und gruseliger. Die Entscheidungen, die man treffen kann, ändern den Verlauf des Spiels, was dafür sorgt, dass man nicht einfach willkürliche Entscheidungen trifft, sondern genau nachdenkt, was man tut. Dabei bleibt das Spiel spannend und wird nach und nach fordernder, was das Interesse weiter aufrechterhält und dafür sorgt, dass man, trotz eventuellem Frust durch wiederholte Game Over, weiterspielen möchte.
Mein persönliches Highlight: Die immer wieder eingestreuten Witze, die das mysteriöse etwas auflockern und die überall versteckten Items und Hinweise, die das Untersuchen spannend machen.

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