Test zu Rubik's Puzzle World - Wii
Unser Test zum Spiel: Rubik's Puzzle World
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17. Januar 2011 um 20:22 - Daniel Pohl
Jeder von euch wird diesen zauberhaften Würfel schon mal in der Hand gehabt haben und ist daran mehr oder weniger gescheitert. Der bekannte Rubikwürfel. Mit seinen sechs verschiedenen Farben und vielen Kombinationsmöglichkeiten lässt er zig Köpfe qualmen. Nun haben sich Two Tribes und The Game Factory zusammen getan und den Würfel virtuell auf die Wii gebracht. Der Würfel und viele seiner Gattung sollen nun auf der Wii für Spielspaß sagen. Wie gut sich der Titel geschlagen hat, könnt ihr im folgenden Testbericht nachlesen.
Kaum ist das Spiel gestartet, gelangt ihr ohne große Umwege zum Titelscreen. Habt ihr diesen genug bestaunt, gelangt ihr zum Profil-Auswahlbildschirm, auf dem es schon eine kleine Besonderheit gibt. Üblich ist es ja, dass ihr euren eigenen Namen eintragen dürft, um somit euren eigenen Spielstand zu sichern. Diesmal gibt es aber schon eine Liste an "Titeln", von dem ihr euch einen aussuchen müsst. Darunter sind Namen wie "Sohn", "Tochter", "Vater" und "Mutter". Wie ihr seht, ist das Spiel vollkommen auf die Familie ausgerichtet und soll jeden vor die Konsole locken. Habt ihr euch für den passenden Namen entschieden, gelangt ihr ins Hauptmenü, das die Quelle aller unterschiedlichen Spielmodi darstellt. Doch alles der Reihe nach. Ihr werdet darauf aufmerksam gemacht, dass die Cubies, die einzelnen kleinen Würfel, aus dem ein Rubik besteht, recht scheu sind und uns Menschen erst im Spiel kennen lernen müssen. Dies geschieht in Form von Spielminuten sowie -stunden. Aber mit welchen Spielmodi könnt ihr die Scheu von den Cubies nehmen?
Das Spiel bietet euch mehrere Spielmodi, die sich vom Prinzip her alles andere als ähneln. Angefangen mit dem Spielmodus, der den Würfel berühmt gemacht hat. Hier könnt ihr virtuell Rubikwürfel nach Herzenslust drehen und wenden und euch daran probieren, ob ihr sie knacken könnt. Dies aber natürlich nicht das einzige Spielelement. Ein weiterer Modus ist das Führen der Cubies. Ihr müsst Pfeilaufkleber anbringen, um die erwähnten Würfelchen zum Ziel zu leiten. Anders geht es im Modus "Kreieren". Im späteren Verlauf des Titels zeigen die kleinen Dinger immer mehr Interesse am wirklichen Leben und ihr müsst mittels einer bestimmten Anzahl von Würfeln ein vorgegebenen Objekt wie zum Beispiel eine Wolke oder einen Baum bauen. Wer jedoch mehr Spaß am Abreißen als am Aufbauen hat, kann im "Abreißen"-Modus so einiges kaputt machen. Ihr zielt mittels Pointer-Funktion auf einen oder mehrere Steine, feuert einen Cubie ab und hofft, dass die richtigen gen Abgrund landen. Denn nur bestimmte, farbliche Quadrate bringen euch Pluspunkte. Wer die falschen erwischt, bekommt massig Minuspunkte auf sein Konto gutgeschrieben. Habt ihr eine bestimmte Anzahl von Punkten erreicht, ist das Level beendet und euch werden Bonuspunkte geschenkt; je nachdem, wie gut ihr abgeschnitten habt. Wer lieber auf Musik steht, kann mit den Cubies musizieren. Jeder von ihnen erzeugt einen anderen Ton und eine Tonleiter lässt euch die Höhe festlegen. Mit Vorgaben sollt ihr den Spielkameraden zeigen, wie vielleicht ein glückliches oder ein trauriges Lied klingen wird. Ein letzter, erwähnenswerter Modus ist der Puzzle-Modus. Euch wird ein bestimmtes Bild angezeigt, und ihr müsst mit einer bestimmten Anzahl von Zügen das komplette Bild auflösen. Dies wird nach und nach nicht nur richtig knifflig, sondern sorgt auch für einigen Spielspaß sowie qualmende Köpfe.
Eines trifft jedoch auf alle Spielmodi zu. Der Schwierigkeitsgrad. Jeder Modus besitzt erst ein kurzes Tutorial, in dem euch erklärt wird, wie ihr die Wii-Remote nutzen müsst, um diverse Aktionen auszuführen. Habt ihr das Training erfolgreich bestanden, so wagt euch an die Schwierigkeitsgrade Mittel und Schwer. Hier geht es dann direkt richtig zur Sache und sofort wird eure volle Aufmerksamkeit verlangt. Die Anzahl der Aufgaben liegt dann je nach Modus zwischen 5 und 20 Abschnitten. Aber je weiter ihr vordringt, desto schwerer und interessanter wird es. Steuerungsmäßig habt ihr die Wahl zwischen der Wii-Remote allein oder der Fernbedienung in Zusammenhang mit dem Nunchuk. Die meisten Spielmodi nutzen den Nunchuk dafür, die Kamera besser auszurichten, und das ist auch besser so. Die Kameraführung über die Wii-Remote allein läuft etwas mühselig und unschön ab. So könnt ihr mit dem Stick des Nunchuks problemlos das Objekt aus allen Lagen betrachten. Leider wird die innovative weißen Fernbedienung wenig genutzt. Gerade einmal die Pointerfunktion wird unterstützt. Wurfbewegungen wie in EAs Boom Blox fallen komplett weg. Weitere Eingaben folgen über die Tasten A und B. Wollt ihr den aktuellen Abschnitt einmal neu starten oder komplett beenden, gelangt ihr über die Plus-Taste ins Pausenmenü. Ein Teil der Modi können auch mit bis zu vier Leuten an einer Wii gespielt werden, somit wird der Spielspaß noch ein wenig in die Höhe getrieben.
Wie schon anfangs erwähnt, richtet sich der Titel mehr an die Familie. Auch deswegen gibt einen Grafik-Stil, der sowohl Kindern als auch Erwachsenen gefallen wird. Natürlich gibt es hier keine High-End Effekte, aber insgesamt ist alles recht ansehnlich geworden. Die Würfel erstrahlen in tollen Farben, und das Hauptmenü ist ein tolles Gimmick. Je weiter ihr kommt, desto farbenfroher und lebendiger wird es. Somit haben selbst ältere Menschen daran ein wenig Freude, den Titel des Öfteren mal zu spielen. Auch die Umgebungen in den jeweiligen Abschnitten der Spielmodi sind recht farbenfroh gestaltet und dem Spieler wird keine triste Grafik geboten. Ingesamt solide Grafikkost.
Wenn etwas auf die Familie abgestimmt ist, dann muss natürlich alles passen. Neben der Grafik gibt es natürlich eine passende Soundkulisse. Wo das Hauptmenü noch schön und unterhaltsam klingt, wirken die Passagen in den einzelnen Levelabschnitten ein wenig trist und farblos im wahrsten Sinne des Wortes. Dort wirkt es dann ein wenig wie dahingeklatscht. Aber vielleicht es von den Entwicklern so gewollt, damit die Spieler sich in aller Ruhe auf die eigentliche Aufgabe konzentrieren können. Somit bleibt letztendlich jedem selbst überlassen, ob der Ton bleibt oder nicht.
Unser Fazit
5
Für Genre-Fans