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Test zu Earth Atlantis - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Earth Atlantis
  • USA USA: Earth Atlantis
  • Japan Japan: Earth Atlantis
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
05.10.2017
Vertrieb
Headup Games
Entwickler
Pixel Perfex
Genre
Shooter, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Der Klimawandel ist keine Lüge!

Von Tim Czerwinski ()
Wir schreiben das Ende des 21. Jahrhunderts und das Klima der Erde hat sich massiv gewandelt. Die Nachfahren vom aktuellen Präsidenten der USA werden sich vermutlich für die Aussagen der Vorfahren schämen, der Klimawandel sei eine Lüge, denn nun ist die Erdoberfläche zu 96 % mit Wasser bedeckt. In der Ferne hört man Link aus The Legend of Zelda: The Wind Waker gelangweilt gähnen. Doch ist die Überflutung der Welt nicht das einzige Übel. Die Maschinen erheben sich zudem aus den Trümmern der versunkenen Welt, um als allerlei nautisches Getier euren Weg zu blockieren und euch den Garaus zu machen.

Die Erde ist überflutet, was nun?!

In Earth Atlantis seid ihr als Jäger in einem Unterseeboot unterwegs, mit dem Ihr euch gegen die Kreuzungen aus Monster und Maschine wehren und die größten dieser Vertreter ausschalten müsst. Die verfügbaren U-Boote reichen dabei von einem U-Boot, das Captain Nemo würdig wäre, bis hin zu U-Booten, die sowohl Captain Nemo als auch aktuelle Atom-U-Boote vor Neid erblassen ließen. Letztere schaltet ihr jedoch erst nach mehrmaligem Spielen der Kampagne frei. Dies steigert den Wiederspielwert und fühlt sich durch die unterschiedlichen Attribute des jeweiligen U-Boots auch immer anders an.

Durch das Besiegen von Gegnern erhaltet ihr Power-ups (P) und Lebensenergie (+).

Bei Earth Atlantis handelt es sich um ein Shoot 'em up, was bedeutet, dass ihr während eurer Reise durch die ehemals sieben Weltmeere, die jetzt nur noch ein Weltmeer sind, haufenweise Gegner erledigen müsst. Diese treten in den unterschiedlichsten Gestalten auf, orientieren sich aber stets an vorhandenen Originalen aus dem Ozean. So gibt es Quallen, Schwertfische, Mondfische, Krabben, Kraken und vieles mehr zu entdecken. Diese Gegner erscheinen regelmäßig neu, um euch die Möglichkeit zu geben, Power-ups zu sammeln oder auch Lebensenergie wiederherzustellen, vorausgesetzt ihr besiegt sie zuvor. Die in diesem Fall angesprochenen Power-ups betreffen dabei eure primäre Waffe. Diese ist, abhängig vom jeweiligen Schiff, zunächst einmal keine große Bedrohung, wird aber mit jedem aufgesammelten Power-up gefährlicher. Sekundäre Waffen könnt ihr ebenfalls finden, allerdings nur in Kisten und Fässern oder durch das Besiegen von Endbossen. Diese erweitern euer Arsenal zum Beispiel um zielsuchende Raketen, Torpedos, Elektroschocks und mehr. Von diesen Upgrades könnt ihr allerdings immer nur eines haben, das dann durch ein jeweils Neues ersetzt wird. Aber hier solltet ihr taktisch wählen, denn auch diese sekundären Waffen lassen sich stapeln und so aus einer zielsuchenden Rakete auch gern mal vier machen. Und nicht jede dieser Waffen ist gut geeignet, das nächste Ziel auszuschalten. Torpedos beispielsweise, die unterhalb des Schiffes abgefeuert werden, sind bei einem Gegner, der euch aus dem Boden attackiert und selbst auf dem Boden sitzt, vermutlich keine gute Idee.

Die Bosse sind hart zu knacken, aber nicht unfair!

Um die Kampagne zu beenden, müsst ihr bis zu 38 Ziele besiegen, das heißt 38 Endbosse! Diese sind auch teilweise wirklich hart zu knacken, werden aber zu keiner Zeit unfair. Ähnlich wie bei einem Monster Hunter muss man sich hier die Movesets einprägen, was bei den einen mal mehr und bei anderen mal weniger einfach ist. Viele Bosse sind lediglich größere Varianten der normalen Gegner, legen dann aber nochmal eine ordentliche Portion an Gewaltbereitschaft und Waffenausstattung zu. Da man selten einen Boss beim ersten Versuch schafft, ist es hinterher schon ein gutes Gefühl, wenn man das Ziel dann besiegt hat. Vor allem, da man nach einem Bildschirmtod sämtliche Power-ups und sekundäre Waffen wieder einsammeln muss. Das zerschlägt ein wenig den Rhythmus, den man sich im Kampf gegen den Gegner erarbeitet hat. Sollte man die Items jedoch nicht aufsammeln, sind die Bosse relativ schmerzlos dabei, euch erneut auszuschalten.

Hier eines der Ziele: Siren.

Die Ziele werden auf der Minikarte im oberen linken Bildschirmrand mit einem Kreuz gekennzeichnet, während die sekundären Waffen mit einem Kreis markiert sind. Habt ihr eins der Ziele besiegt, tauchen auf der Karte die nächsten auf. Ihr seid demnach dauerhaft und ohne Unterbrechungen durch Ladebildschirme in der Welt aus Earth Atlantis unterwegs, in der ihr euch frei bewegen könnt. Zumindest so frei, wie das eure Widersacher zulassen. Hierbei werden bei einem Sieg gegen einen Boss weitere Gebiete zugänglich gemacht, indem Wände gesprengt werden. So habt ihr während des Spiels eine Mischung aus Backtracking und Fortschritt zu bewältigen, da die Ziele teilweise auch erst später in bereits bereisten Gebieten auftauchen. Um nicht immer am Anfang der Welt zu starten, gibt es verteilt im Ozean verschiedene Startpunkte, die man in Abhängigkeit zur Nähe des nächsten Ziels aktivieren kann.

Die Steuerung ist eingängig und einige Aktionen sind doppelt belegt. So könnt ihr zum Beispiel sowohl mit dem A-Knopf schießen als auch mit ZR. Während ich für das Schießen die Schultertaste bevorzuge, so ist es für das Umdrehen des Bootes eher die B-Taste als ZL. Die Sekundärwaffen benötigen keine eigene Taste und werden beim normalen Angreifen zusätzlich mit abgeschossen. Als Ergänzung zur Kampagne gibt es noch einen Jagdmodus, in dem es nur um das Besiegen der Bossgegner geht.

Die Freiheitsstatue sieht auch nicht gerade glücklich über die neuen Umstände aus...

Optisch kommt das Spiel mit einer Art skizzenhaften Grafik daher, die ein steampunkähnliches Ambiente schafft und gut auf die Anfänge der nautischen Erkundungstouren anspielt. Diese Optik macht einiges her und konnte zumindest mich direkt packen. Was mich dann ein wenig in meiner Begeisterung zurückgeworfen hat, ist die Tatsache, dass die Umgebung im TV-Modus der Nintendo Switch anfängt zu flackern. Dies ist im Handheld-Modus nicht der Fall und stört am TV schon ein wenig. Besonders weil man dadurch das Gefühl hat, dass das U-Boot sich auch nicht flüssig bewegt, sondern immer mal ein paar Frames überspringt. Das sollte nicht passieren, vor allem, da man im Handheld-Modus dieses Problem nicht hat. Was das Ganze wieder ein wenig aufwiegt, ist der Soundtrack, der wirklich gut in das Ambiente passt und auch den Artstyle unterstützt. In Bosskämpfen wirkt die Musik bedrohlich und ist somit auch für diese Anlässe wunderbar geeignet.

Redaktionswertung

8

Spiele-Hit

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Unser Fazit zu Earth Atlantis

Meinung von Tim Czerwinski
Earth Atlantis ist ein Shoot 'em up, das mich direkt überzeugte, was andere Genrevertreter in der Regel nicht sofort schaffen. Die einzigartige Grafik und das transhumanistische Setting erzeugen eine postapokalyptische Stimmung, die für das Thema komplett stimmig ist. Die packenden Bosskämpfe sind herausfordernd, werden aber zu keiner Zeit unfair. Durch den erhöhten Schwierigkeitsgrad motiviert ein Sieg gegen die Bosse zum Weiterspielen, ebenso wie die Freischaltung der verschiedenen U-Boote. Fans des Genres können bedenkenlos zugreifen und auch Spieler, die eine Herausforderung und einen besonderen Grafikstil schätzen, sollten sich Earth Atlantis einmal anschauen. Die Schwächen im TV-Modus sind überschaubar und sicherlich durch einen Patch lösbar.
Mein persönliches Highlight: Das postapokalyptische Setting in Verbindung mit dem Grafikstil und der Musik

Kommentare 5

  • Lockenvogel Dumm aber klug! - 02.11.2017 - 09:13

    Ich finde den Grafikstil ja auch ziemlich nett, war mir aber noch nicht ganz sicher, ob er auch über die ganze Spiel zieht. Jetzt habe ich aber schon einige gute Reviews von Earth Atlantis gelesen und finde es sehr schade, dass Headup Games die PS4 Retail Version (ebenso wie die von Slime San) zumindest für's erste auf Eis gelegt hat. Vielleicht kommt da ja noch was für die Switch ;)
  • Herr von Faultier Turmbaron - 02.11.2017 - 09:52

    Das wird auf jeden Fall gekauft. Aber nach Odyssee muss ich dann noch mal mit Sine Mora EX weitermachen. Da gute Shoot 'em ups rar sind und ich ein großer Fan des Genres bin werde ich mir Earth Atlantis nicht entgehen lassen. Vielleicht kommt es ja wirklich Retail, wobei ich bei dem Preis nicht all zu große Hoffnung habe.
  • jettiblue Rider of the Storm - 02.11.2017 - 14:15

    Yo alles klar... Earth Atlantis kriegt 8 Punkte und Mario Odyssey 9 Punkte....
    Nix gegen Earth Atlantis aber Mario hat einfach ne 10 verdient. Zeigt sich an diesem Beispiel locker
  • mrboone Turmbaron - 02.11.2017 - 14:29

    das klingt doch super. hab es auf meiner liste (schon allein wegen dem soundtrack). hoffentlich patchen sie die grafikprobleme noch nach. ansonsten freu ich mich, dass es gut geworden ist!
  • Dennis Gröschke Anung un rama - 02.11.2017 - 15:32

    @jettiblue
    Meinst du nicht, es macht mehr Sinn, Earth Atlantis mit Sine Mora EX zu vergleichen, als mit Super Mario Odyssey? Ich vergleiche ja auch nicht Forrest Gump mit Pulp Fiction, weil beide Filme 1994 rausgekommen sind. Innerhalb desselben Genres sollte man schon bleiben.

    Dann wurde Earth Atlantis leicht besser bewertet als Sine Mora EX, was auch von verschiedenen Leuten getestet wurde. Ist dann eventuell auch ein wenig Geschmackssache...