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Test zu Knight Terrors - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Knight Terrors
  • USA USA: Knight Terrors
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
24.10.2017
Vertrieb
Nicalis
Entwickler
Nicalis
Genre
Adventure, Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Der gruselige 8-Bit Endless-Runner mit Flappy Bird-Genen

Von Holger Wettstein ()
Halloween ist zwar schon wieder vorbei, aber der Zeitpunkt für die Veröffentlichung von Knight Terrors am 24.10.2017 konnte von dem Publisher und Nintendo nicht passender gewählt worden sein. Nicalis, die den neuen Retrohorror vertreiben, sind unter anderem für Hits wie The Binding of Isaac: Rebirth oder Cave Story bekannt. Dieses Mal bringen sie aber, zusammen mit dem Entwickler FreakZone Games (Angry Video Game Nerd Adventures), mit Knight Terrors ein ziemlich blutiges, trashiges und sehr simples Spiel für die Nintendo Switch für schlappe 2,99 Euro in den Nintendo eShop.

Düster und trotzdem bunt - Der Pixelritter kämpft gegen heranfliegende Totenköpfe.

Ein mittelalterlicher Ritter mit mysteriöser Rüstung namens „The Knight“ bestreitet dieses Abenteuer. Er ist bewaffnet mit einem glorreichen Schwert und bestückt mit rotglühenden Gargoyle-Schwingen, die ihm das Fliegen ermöglichen. Er rennt und rennt ohne Pause durch die düstere Welt, um die nicht enden wollende Gegnerschaft niederzustrecken. Flammende Schädel, grausame Monster, fliegende Ufos und spitze Holzpfähle stehen ihm im Weg und machen ihm und letztendlich auch euch das Leben schwer.

Knight Terrors ist eine Verbindung aus Flappy Birds und einem klassischen Endless-Runner mit vielen Elementen aus der DNA eines Sidescrollers. Kompromisslos, minimalistisch und hart, so kann man das sehr reduzierte Gameplay auf drei Schlagwörter reduzieren. Denn ihr rennt ohne Ende durch immer wieder zufällig generierte Level, die stetig eure Reaktionsfähigkeit herausfordern. Der Ritter in der Nacht rennt ohne euren Einfluss mit voller Geschwindigkeit von links nach rechts über den Bildschirm, während ihr blitzschnell mit dem Pixel-Schwert die Gegner zerschmettert, durch die Gegend flattert, um Hindernisse zu überwinden und somit den Highscore nach oben schraubt. Der Schwierigkeitsgrad fängt hier bei „normal“ an und kennt Genre-typisch natürlich keine Grenzen. Bleibt ihr dreimal an einem Hindernis hängen, oder lasst einen herankommenden Gegner an euch vorbeischreiten, dann ist euer Marathon schnell vorbei und ihr fangt von vorne an. Doch den Dämonen sei Dank werden eure drei Leben nach jeder Levelstufe wieder aufgefrischt. Genau hier steckt auch die höchst frustrierende Herausforderung. Anfänglich werdet ihr immer wieder euren ehrenhaften Ritter ins Jenseits schicken und ständig dazu lernen, um besser zu werden und euch ins die nächste Stufe retten. Dieses Gameplay hat man entweder gerne oder man hasst es. Zwischendrin gibt es nach meiner Meinung nichts.

Netter Retro-Trash im 8-Bit Gewand

Insgesamt erwarten euch fünf Spielmodi, die nach und nach per erreichtem Highscore freigeschaltet werden. Jeder der Modi stellt allerdings nur eine sehr leichte Variation des eigentlichen Spielprinzips dar. Im normalen Modus rennt ihr durch die Levels, füllt per Hack’n’Slay eure Level-Leiste auf, steigert euren Highscore und beschützt dabei eure drei Lebensherzen. Eine Flappy Bird-Variante ist ebenso mit im Paket enthalten, bei dem ihr ständig auf die Taste B hämmert, um den fliegenden Ritter am Himmel zu halten. Ein weiterer Modus steigert den Flugmodus, bei dem ununterbrochen Messer durch die Gegend wirft. Zusätzlich erwartet euch noch ein richtiger Endless-Modus, der ohne Level-Unterbrechung daherkommt.

Die Gegner werden blutig in alle Einzelteile verpixelt.

Neben den freischaltbaren Spielmodi, schaltet ihr auch noch Power-Ups frei, die eure Lebens- und Waffenkraft erweitert. Besonders die Waffenupgrades, wie fliegende Äxte oder eine umher schwingende Eisenkugel, erweitern den Spielspaß. Dies macht natürlich den endlosen Reaktionslauf etwas leichter, was die Motivation etwas am Leben erhält. Mehr wird euch allerdings nicht geboten.

Visuell ist der blutrünstige Titel im sehr authentischen 8-Bit-Look gehalten, was der eine oder andere Videospieler mittlerweile unter Umständen als ausgelutscht empfinden könnte. Immerhin ist fast jeder zweite Indie-Titel momentan in der noch trendigen Retro-Optik gehalten. Trotzdem passt der gruselige Halloween-Style mit pechschwarzem Hintergrund und knalligen Pixel-Grafiken enorm zu dem erwünschten Setting. Es sieht sehr alt aus, wirkt aber trotzdem irgendwie modern. Vielleicht, da zwischendurch auch hier und da mal moderne Zoom-Effekte platziert wurden und alles dank der hohen Auflösung gestochen scharf aussieht.

Der dazugehörige Chiptune-Soundtrack geht direkt ins Ohr, hat stets einen treibenden Beat, ist aber auch kein herausragendes Werk. Da habe ich schon coolere Musikstücke in diesem Stil gehört. Cool sind die sehr trashigen Sound-Effekte, die direkt aus der Hölle eines 80er-Horrorspiels stammen könnten. Noch auffälliger sind dagegen die recht langen Ladezeiten, die anscheinend für die Generierung für die Random-Levels benötigt werden. Aber wem tut das schon weh, wenn das Spiel zum Schnäppchenpreis angeboten wird.

Redaktionswertung

6

Überzeugend

Zum Wertungssystem

Unser Fazit zu Knight Terrors

Meinung von Holger Wettstein
Die mittelalterliche Retro-Monsterjagd erinnert stark an die Einfachheit eines typischen Smartphone-Games. Ein ganz einfach gehaltener Endless-Runner mit Flappy Bird- und Sidescroller-Genen. So liegt auch der Preis bei 2,99 Euro, was Knight Terrors derzeit zu einem der günstigsten Spiele im Nintendo eShop für die Nintendo Switch macht. Für mich eines der Kern-Argumente für die kurzweilige und blutrünstige Highscore-Jagd. Ansonsten muss man einfach Endless-Runner mögen, dann hat man mit Knight Terrors sicherlich Spaß. Dank des günstigen Preises dürfen aber auch andere Gamer gerne hineinschnuppern. Das Spiel ist aber kein Must-have, da es solche Titel in einer unzähligen Vielfalt und Masse auch auf dem Smartphone gibt.
Mein persönliches Highlight: Das gruselig trashige Setting und die coolen 8-Bit Horrorsounds

Kommentare 7

  • prog4m3r Nintendo I've come to bargain - 02.11.2017 - 17:23

    Also mal ganz unabhängig vom eigentlichem Test, was wirklich ins Auge springt: Der Grabbeltisch (und die entsprechende - wirklich miese - Beschreibung) ist weg. Befürworte ich und ergibt nun in seiner Gänze auch mehr Sinn, wäre sauber wenn ihr eure Beschreibungen mal komplett überarbeitet, dann gibt es vllt. auch weniger hate wegen Wertungen ;)
  • Holger Wettstein Administrator - 02.11.2017 - 17:26

    @prog4m3r
    Ist bereits passiert ;)
  • prog4m3r Nintendo I've come to bargain - 02.11.2017 - 17:32

    @Holger Wettstein
    Also ich weiß zwar nicht bei allem was da ursprünglich stand, aber ins Auge springen halt primär 3 und 6. Die Beschreibung von 7 wurde wohl auch geändert, aber teilweise wirken manche Punkte doch deutlich überarbeitet, während andere - ob sie nun verändert wurden oder nicht - eben nicht den Eindruck machen.
  • Roman Dichter Redakteur - 02.11.2017 - 17:44

    @prog4m3r
    Kannst du konkreter werden, wo du ein Problem siehst? Du schreibst, dass dir 3 und 6 ins Auge springen. Warum?
  • Tarik Turmbaron - 02.11.2017 - 20:21

    Off Topic:
    Ich staune, dass er gefühlt jeden Tag 1 bis 3 Switch-Tests raus knallt! Einerseits, dass die Switch so viele Spiele hat/bekommt (auch wenn es meist "nur" (N)indies sind), andererseits aber auch, dass ihr quasi Tag und Nacht daddelt und schreibt (denn man schreibt einen Test ja nur, wenn man ein Spiel wirklich "durch gespielt" hat.), also alle Achtung und weiter so! ;)
  • prog4m3r Nintendo I've come to bargain - 02.11.2017 - 20:28

    @Roman Dichter

    6 natürlich primär wegen der Änderung weg von der "für 5€"-Phrase, gerade 3 und 7 stechen aber aufgrund der "z.B." doch recht deutlich heraus, hier vllt. mal einfach in ganzen Sätzen ausformulieren. Ob man jetzt zu jeder Wertung (die 1 an sich ist halt schon in sich selbst Aussage genug) eine ellenlange Beschreibung haben muss, darüber lässt sich sicher streiten, aber so wie es ist wirkt es momentan noch etwas willkürlich. Vllt. einfach mal versuchen alle Beschreibungen auf ein ähnliches sprachliches und optisches Niveau, mit entsprechend Textlänge zu bringen.
  • Roman Dichter Redakteur - 02.11.2017 - 20:45

    Zitat von prog4m3r:

    6 natürlich primär wegen der Änderung weg von der "für 5€"-Phrase

    Mit anderen Worten: Es ist dir positiv aufgefallen, also keine Kritik daran?


    Zitat von prog4m3r:

    gerade 3 und 7 stechen aber aufgrund der "z.B." doch recht deutlich heraus, hier vllt. mal einfach in ganzen Sätzen ausformulieren.

    Ich denke nicht, dass man ein paar Beispiele durch Ausformulieren in die Länge ziehen muss... An diesen Stellen habe ich übrigens bewusst Beispiele genannt, da die früheren Formulierungen teilweise zu konkret waren. Da passten die Formulierungen zwar grundsätzlich, aber halt nicht zu jedem Spiel. Die Beispiele zeigen hier, an welchen Stellen etwas den Ausschlag geben kann, aber das muss halt nicht auf jedes Spiel zutreffen. Etwa bei der 3: Eine "tolle Story" könnte so ein Spiel haben, aber es muss nicht auf jedes Spiel zutreffen, das eine 3 erhält.


    Zitat von prog4m3r:

    Ob man jetzt zu jeder Wertung (die 1 an sich ist halt schon in sich selbst Aussage genug) eine ellenlange Beschreibung haben muss, darüber lässt sich sicher streiten, aber so wie es ist wirkt es momentan noch etwas willkürlich.

    Das verstehe ich nicht. Ellenlang ist da nichts, das sind 1-2 knackige Sätze zur groben Erläuterung. Nicht mehr und nicht weniger wollen wir an der Stelle. Was soll da willkürlich sein?


    Zitat von prog4m3r:

    Vllt. einfach mal versuchen alle Beschreibungen auf ein ähnliches sprachliches und optisches Niveau, mit entsprechend Textlänge zu bringen.

    Auch das erschließt sich mir nicht. Das sprachliche Niveau sehe ich nicht als so uneinheitlich, auch wenn einige (wenige) Formulierungen, die nicht schlecht waren, vom alten Text übernommen wurden. Und die Textlänge entspricht wie gesagt genau dem, was wir wollen.

    Insgesamt lesen sich deine Empfehlungen eher wie Wünsche, die du persönlich hast (Geschmacksfrage), nicht unbedingt so, als wäre es grundsätzliche Kritik aus konkreten Gründen. Intern haben die neuen Formulierungen viel Zuspruch erfahren und die öffentlichen Reaktionen waren bisher auch positiv. :) Insofern sind wir zufrieden mit dem, was wir jetzt erarbeitet haben. Natürlich kann man es nicht jedem Recht machen, aber insgesamt wirkt es jetzt runder und schlüssiger als zuvor.