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Test zu King Oddball - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: King Oddball
  • USA USA: King Oddball
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
30.10.2017
Vertrieb
10tons
Entwickler
10tons
Genre
Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Zunge raus, Steine schmeißen!

Von Roman Dichter ()
Kleine Spiele, die ihren Weg aus dem Smartphone-Sektor in den Nintendo eShop machen, sind manchen Spielern ein Dorn im Auge. Wenn ihr zu diesen Skeptikern gehört, dann braucht ihr eigentlich gar nicht weiterzulesen. Allerdings ist das auch etwas schade, denn unter der Flut an Indie-Titeln finden sich auch recht viele unterhaltsame Spiele, die vielleicht nicht besonders komplex sind und nicht besonders lange fesseln, aber dafür doch für eine gewisse Zeit wirklich Spaß machen. So ging es mir auch mit King Oddball, das ich in den letzten Tagen sogar mehr gespielt habe als Super Mario Odyssey. Naja, das gehört aber auch dazu, wenn man einen Spieletest durchführen muss.

Mit drei Steinwürfen müsst ihr hier vier Panzer und einen Hubschrauber besiegen. Vielleicht hilft euch der explosive Block in der Mitte.

Das Spielprinzip ist extrem einfach und schnell erklärt: Ihr übernehmt die Rolle von King Oddball, der die Welt erobern will. Das funktioniert allerdings nicht wie üblich durch Armeen und Kriegs-Szenarien, sondern eher in einer ziemlich abgedrehten Art und Weise. King Oddball ist eine Art Ball, der oben am Bildschirm platziert ist. Zwar hat er keine Arme, dafür aber eine extrem lange Zunge, die selbst Gene Simmons vor Ehrfurcht erstarren lassen würde. Mit dieser schnappt er sich einen Stein und pendelt ihn automatisch von links nach rechts und wieder zurück, bis ihr per Knopfdruck veranlasst, dass der Stein losgelassen wird. Damit fällt er nun auf eure Gegner, die ihr alle auf diese Weise zerstören müsst. Das ist tatsächlich eure einzige Aufgabe: Drückt im richtigen Moment einen einzigen Knopf!

Natürlich wäre das noch zu einfach, denn die Gegner wehren sich dabei nicht. Die Zielübung, bei der Timing das A und O ist, muss mit begrenzter Munition bewältigt werden. In der Regel habt ihr drei Steine pro Level zur Verfügung. Sind nach diesen drei Würfen noch Gegner übrig, müsst ihr es erneut versuchen. Neben recht einfachen Leveln gibt es auch ziemlich harte Brocken zu bewältigen. Während ich einige Herausforderungen im ersten Versuch meistern konnte, ging es bei manchen Leveln geschätzt (ich habe nicht mitgezählt, aber übertreibe auch nicht) in den dreistelligen Bereich, was meine Anläufe betrifft, bis ich erfolgreich war. Das habe ich insgesamt als positiv empfunden, denn neben den angenehm einfachen Aufgaben, die schnelle Erfolgserlebnisse liefern, konnte ich mich immer wieder echten Herausforderungen stellen, ohne jedoch den Controller frustriert in die Ecke zu schmeißen.

In Bonus-Leveln im Halloween-Stil erscheinen die Gegner optisch gruseliger. Hier steht sogar alles Kopf, das macht es nicht leichter.

Die Schwierigkeit eines Levels ergibt sich aus Art, Anzahl und Positionierung der Gegner. Relativ leicht vorstellen kann man es sich, wenn es drei Gegner gibt und für jeden ein Stein da ist. Allerdings müsst ihr auch mit vier, fünf, zehn und sogar deutlich mehr Gegnern zurechtkommen – die ihr immer mit der begrenzten Anzahl von drei Steinen besiegen müsst. Das funktioniert mithilfe von Kettenreaktionen, die gut geplante Würfe auslösen. So sorgt etwa das Zerstören eines Panzers für eine kleine Explosion, die den Stein weiterschleudert, welcher dann für ein weiteres Ziel gefährlich wird. Mit einer solchen Explosion kann ein einfacher Soldat nicht dienen. Er sorgt sogar noch für das Abbremsen des Steins, macht euch die Aufgabe also eher schwerer. Zudem gibt es Gegner, die von einer, zwei oder sogar drei Schutzschichten umgeben sind, die ihr alle erst durch jeweils einen Treffer zerstören müsst, bevor der Gegner selbst verwundbar wird.

Besondere Präzision und taktische Überlegungen erfordern auch Gegner, die sich nicht einfach in freier Schussbahn aufhalten, sondern sich hinter robusten Felsen oder unter zerstörbaren Plattformen verstecken. Und während die meisten Gegner bewegungslos auf euren Steinwurf warten, bewegen sich einige Hubschrauber in festen Bahnen auf und ab. Bei all diesen Variationen von Gegnern, Schutzschichten, Hindernissen und anderen Besonderheiten in der Umgebung (wie Explosionsfeldern oder Bällen, die die Steine wie Flummis abprallen lassen) entwickelt ihr durch Überlegungen und Ausprobieren eure Taktiken, wie ihr wohl mit eurer begrenzten Munition das aktuelle Level meistern könnt. Trotz der Begrenzung stellt euch das Spiel unter bestimmten Umständen Hilfen zur Verfügung: Wenn ihr es schafft, drei Gegner mit einem Wurf zu besiegen, dann bekommt ihr einen Extra-Stein. Und wenn euer Stein so durch die Luft geschleudert wird, dass er wieder zu King Oddball zurückfliegt, dann hat er ihn praktisch gefangen und kann ihn erneut verwenden. Das kann manchmal sogar taktisch genutzt werden, wenn man darauf spekuliert, den Stein bei einem Wurf auf einen günstig platzierten Gegner wieder einzufangen.

Ausnahmsweise wirft King Oddball Handgranaten statt Steine. Wie ihr euch denken könnt, endet das mit einer Explosion.

Natürlich gelingt nicht jeder Wurf so, wie man es geplant hat. Wird der Stein ein paar Millisekunden zu früh oder zu spät losgelassen, nimmt das Geschehen einen anderen Lauf. Das ist aber kein Problem – dann beginnt ihr halt von vorn, denn drei Würfe sind schnell gemacht. Insgesamt sind manche Aufgaben, besonders wenn viele Ziele zu treffen sind, im ersten Augenblick scheinbar unmöglich, doch man nähert sich schrittweise dem Ziel und irgendwann klappt es dann doch wie erhofft. Die wirklich schwierigen Aufgaben findet ihr in den späteren der über 120 Level und besonders bei den zahlreichen Bonus-Aufgaben. So dürft ihr beispielsweise die Herausforderung annehmen, bekannte Level mit nur zwei Steinen abzuschließen. Auch spezielle Halloween-Level haben es in sich. Ebenfalls unterhaltsam ist die „Bomb Challenge“, bei der ihr Handgranaten statt Steine werft, was dem Spielprinzip – sagen wir mal – etwas mehr „Wumms“ verleiht.

Grafisch präsentiert sich King Oddball einfach und leicht abgedreht. Obwohl es sicher nicht hässlich ist, kann sich das Spiel keines besonderen Variantenreichtums rühmen. Es gibt nicht sonderlich viele Gegnertypen und auch Hindernisse sind in den verschiedenen Leveln einfach nur unterschiedlich angeordnet. Umso überzeugender erklingt der wirklich schöne Soundtrack in den Ohren, der mir zwischenzeitlich den Eindruck vermittelte, es würde gerade ein Spiel der Professor Layton-Reihe laufen, während ich im Menü (einer Art Weltkarte, die King Oddball Feld für Feld erobern will) das nächste Level auswähle. In den Leveln selbst begleitet eine eher dezente Hintergrundmusik das Geschehen. Abschließend kann man noch erwähnen, dass ihr für bestimmte Ereignisse (zum Beispiel ein Level mit nur einem Steinwurf abschließen oder fünf Extra-Steine in einem Level verdienen) Achievements erhaltet, euch Statistiken über Spielzeit, Würfe und mehr ansehen könnt und geheime Zusatzlevel entdecken könnt.

Redaktionswertung

6

Überzeugend

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Unser Fazit zu King Oddball

Meinung von Roman Dichter
King Oddball ist ein sehr leicht zu verstehendes und einfach gestricktes Spiel, das durchaus zu unterhalten weiß. Wie so oft bei kleineren Titeln aus dem Nintendo eShop gibt es keine komplexen Grafiken zu bestaunen und keine vielfältigen Modi zu entdecken. Alles ist sehr auf das Wesentliche reduziert. So geht es im Gameplay ausschließlich um Timing, wobei ihr zur rechten Zeit einen Stein fallen lasst, um alle Ziele zu zerstören. Das Ganze ist für einige Stunden sehr unterhaltsam und teilweise auch sehr herausfordernd, auf Dauer aber dann doch etwas zu monoton. Eine kleine Warnung zum Schluss: Wenn ihr mal einen echten Panzer seht, wird es euch nicht helfen, mit der Zunge einen Stein auf diesen zu werfen. Aber die meisten von euch haben sich das sicher schon gedacht – wer also auf abgedrehte Ideen steht, sollte King Oddball eine Chance geben.
Mein persönliches Highlight: Die speziellen und sehr herausfordernden Halloween-Level

Kommentare 6

  • WiiSwitchU Liberté, égalité, fraternité pour TOUTE l'humanité! - 03.11.2017 - 17:23

    "Wo steht der Panzer?"
    - "Ist nur einen Steinwurf weit entfernt."
    8|
  • Emme Words of wisdom - 03.11.2017 - 19:00

    Typische shovelware :/
  • Samus_Fan Metroid-Killer - 03.11.2017 - 19:44

    @Roman Dichter Hat zwar nichts mit diesem Test zu tun, aber habt ihr jemanden der Etrian Odyssey 5 testen wird? Reine Neugier als Überbrückung der Wartezeit, weil anscheinend irgendwas mit dem Release der Retail Version schief gegangen ist und Amazon nicht schicken konnte bisher.
  • Roman Dichter Meister des Turms - 03.11.2017 - 20:29

    @Samus_Fan

    Ja, die digitale 3DS-Version wird getestet. Wäre aber schön, wenn du das nächste Mal einen passenden Ort für deine Fragen findest. Ist hier schon ziemlich Off-Topic. :)
  • Samus_Fan Metroid-Killer - 03.11.2017 - 23:39

    @Roman Dichter Du hast Recht, entschuldige. Ich merk es mir. Danke jedoch für die Info.
  • Hirntot Turmknappe - 05.11.2017 - 16:48

    Tja das ist der Krebs des Interrnets. Artikel von Spielen die es selbst schon auf Windows Phone 8.0 gab nur um Klicks zu generien damit die Werbeeinahmen sprudeln. Soll keine Kritik an euch sein aber ist zu so einem Spiel echt ein Test nötig? Es wird zur Zeit jeder Rotz auf die Switch portiert nur um ein paar Cents mitzunehmen da fällt es mir sehr schwer über solche Artikel hinwegzulesen. Vielleicht kann man auch noch die Sims, Solitair oder vielleicht noch Minesweeper bringen natürlich EXTRA mit eigenem Lösungsheft.
    Manchmal schäme ich mich die Switch gekauft zu haben und würde sie am liebsten verscherbeln. Hält Nintendo und die Publisher uns Switchbesitzer wirklich für so saublöd? Das schlimme ist das Leute so einen Rotz wie Resident Evil Revelations 1 + 2 die gefühlt selbst schon für den Atari Lynx portiert wurden auch noch kaufen werden. Sorry das musste einfach mal raus. Ich hoffe nur dass die Leute mit ihrem Geldbeutel abstimmen und so einen Nepp nicht auch noch unterstützen.