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Test zu Time Recoil - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Time Recoil
  • USA USA: Time Recoil
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
26.10.2017
Vertrieb
10tons
Entwickler
10tons
Genre
Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Eine Zeitreise in die Vergangenheit, um den Diktator vor seiner Machtergreifung umzubringen

Von Ilja Rodstein ()
Time Recoil spielt in einer dystopischen Parallelwelt, in der sich eine rebellische Organisation gegen den Diktator Mr. Time organisiert hat. Die Superwaffe der Organisation ist eine Zeitmaschine. Während nur wenige Menschen die Zeitreisen überleben und meistens nicht heil zurückkehren, schafft es die Protagonistin dieses Spiels durch die Zeit zu reisen, ohne gesundheitliche Schäden zu nehmen. So versucht die rebellische Organisation diese Protagonistin als ihre Geheimwaffe zu nutzen. Ihr Ziel ist es, in die Vergangenheit zu reisen, Mr. Time dort ausfindig zu machen, um ihn dann umzubringen, bevor er die Rebellion vernichtet. Der Protagonistin steht aber noch eine Superfähigkeit zur Verfügung, sie hat die Möglichkeit, die Zeit zu verlangsamen und kann diese im späteren Spielverlauf sogar komplett anhalten. Wie das alles in einem Spiel funktioniert?

Die Dialoge langweilen wohl eher... Ach ja, sie sind übrigens nur auf Englisch!

Time Recoil ist ein Top-Down Shooter der Spieleschmiede 10tons, die nicht nur Spiele wie Neon Chrome, King Oddball oder JYDGE für die Nintendo Switch veröffentlicht haben, sondern viele mehr. Somit sind diese sehr aktiv an der Nintendo Switch-Entwicklung beteiligt. In Time Recoil könnt ihr euch mit dem linken Analog-Stick in der Top-Down-Ansicht in alle Richtungen bewegen, mit dem rechten Analog-Stick legt ihr die Zielrichtung eurer Schüsse fest. Die Steuerung funktioniert nach dem Twin Stick-Prinzip gut und präzise. Mit "ZR" könnt ihr schießen, während ihr mit "ZL" eure Spezialfähigkeit aktiviert. Die Spezialfähigkeit wird nach und nach im Spielverlauf freigeschaltet. Sie wird aufgeladen, wenn ihr mehrere Gegner in einer Trefferserie von kurzen Zeitabständen besiegt habt. Es hängt davon ab, ob es zwei, vier, sechs oder mehr Gegner hintereinander sind, denn mit mehr Gegnern erhaltet ihr eine bessere Spezialfähigkeit. Mit dieser Spezialfähigkeit könnt ihr beispielsweise einen Dash in eine bestimmte Richtung machen und so Wände sowie Gegner zerstören. Weiterhin ist es möglich, durch freigesetzte Explosionen Gegner zu beseitigen und Wände zu zerstören. Im besten Fall erhaltet ihr die Fähigkeit die Zeit anzuhalten, um so die Gegner entspannt zu vernichten. Sobald ihr einen Gegner trefft, wird die Zeit verlangsamt, sodass euch die Kombo erleichtert wird. Dies fügt sich gut in den Spielfluss ein und gibt dem Ganzen ein gutes Spielgefühl.

Monotoner Spielablauf, aber das Spiel macht überraschenderweise großen Spaß

Der Spielablauf ist recht monoton. Ihr habt eure „Hub-Welt“ in der die Zeitmaschine platziert ist. Die Hub-Welt spielt im Jahre 1987 und ihr macht euch mittels Zeitreisen auf den Weg in unterschiedliche Jahre der Vergangenheit. Der Spielablauf geht folgendermaßen: Ihr sprecht eine markierte Person in der Hub-Welt an, dann öffnet sich das Wurmloch, ihr reist in die Vergangenheit und erledigt eure Mission, die sich über "besiege bestimmte Gegner" bis "finde die Geiseln" erstreckt. Das Missionsdesign der insgesamt fünf Kapitel ist zwar relativ abwechslungsreich, reißt einen aber nicht wirklich vom Hocker. Hinzu kommen noch die unterschiedlichen Waffen, die an der Zahl viel zu wenige sind. Durch die relativ unspektakulären Dialoge und die monotone Story seid ihr außerhalb der Missionen recht gelangweilt. Selten passieren kleine Überraschungen in der Handlung, die einen mitfiebern lassen.

Man sieht es zwar recht undeutlich, aber dieser Schuss fliegt quer in den Gegner hinein. Volltreffer!

Das Gameplay macht aber an sich großen Spaß. Die Zeitlupenmechanik funktioniert wunderbar und so bewegt ihr euch schleichend durch die unterschiedlichen Level. Wünschenswert wäre ein optischer Unterschied zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit gewesen, denn es fühlt sich eher an, als wäre man an Orte und nicht in der Zeit gereist. Auch die Optik lässt zu wünschen übrig, denn das Spiel sieht keinesfalls wie ein modernes Spiel aus. Eine Art Cartoon-Look hätte dem Spiel sicherlich gut getan. Der Schwierigkeitsgrad hat einen angemessenen Anstieg. Ihr habt kein Limit an Versuchen und seid immer beim ersten Treffer tot. Sobald ihr gestorben seid, startet das Spiel nur die aktuelle Ebene von vorne. Somit funktioniert dies ganz gut nach einem "Trial & Error-Prinzip". Die Gegner werden mit dem kontinuierlichen Spielablauf zunehmend stärker und bekommen mehr Rüstung und neue Waffen. Dies lässt die Herausforderung kontinuierlich ansteigen.

Der futuristische Soundtrack bleibt zwar nicht im Ohr, harmoniert aber gut mit dem Gameplay. Ein "Time Attack"-Modus wurde ebenfalls integriert, in dem ihr jeden einzelnen Missionsabschnitt auf Zeit spielen könnt und eure Zeit mit einer Online-Rangliste vergleichen könnt. Auch ein kleines Achievement-System wurde in das Spiel integriert.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Time Recoil

Meinung von Ilja Rodstein
Time Recoil ist ein interessantes Spiel mit einer interessanten Zeitlupenmechanik. Es steuert sich recht gut und ermöglicht spannende und actionreiche Gefechte. Nur die Story ist teils langweilig erzählt, sodass es einen nicht vom Hocker haut. Die Grafik ist nicht wirklich ansprechend, doch wird dies ausgeglichen durch eine sehr intuitive Steuerung und einen angenehm ansteigenden Schwierigkeitsgrad. Ich kann das Spiel Fans von Actionspielen weiterempfehlen, denn trotz der oben genannten Schwächen, geht der Spielspaß nicht so schnell verloren.
Mein persönliches Highlight: Als die Charaktere auf einmal in der Hubwelt ermordet wurden und ich diese in der Vergangenheit retten musste.

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