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Test zu Super Beat Sports - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Super Beat Sports
  • USA USA: Super Beat Sports
  • Japan Japan: Super Beat Sports
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
02.11.2017
Vertrieb
Harmonix
Entwickler
Harmonix
Genre
Musik
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 4
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Dirk bounct zum Beat

Von Dirk Apitz ()
In Super Sports Beats kommt eine interessante Mischung zweier Genres zusammen, die man so nicht erwarten würde. Zum einen ist es eben ein Sportspiel, aber im Gegensatz zu den typischen Genrevertretern geht es dabei nicht um Sport, sondern eher um die Musik und ob ihr den richtigen Takt trefft. Schnell zeigt sich, dass der Sport nur eine Fassade für ein Rhythmusspiel ist, das aber überraschend funktioniert und mehr bietet, als ich auf den ersten Blick erahnen konnte. Als großer Fan von Rhythm Paradise komme ich hier voll auf meine Kosten!

Außergewöhnlich trifft es wohl, anders würde ich das Spiel nicht beschreiben.

Grundsätzlich muss man sagen, dass man nicht erwarten sollte, dass man hier sämtliche Sportarten neu aufgelegt hat, nur eben als Musikspiel umgesetzt. Allgemein ist das Wort Sport hier viel zu frei gewählt. Wenn man das Wort mit Baseball austauscht, dann ergibt das Ganze schon mehr Sinn. Denn darum geht es eigentlich fast immer. Ihr habt einen Schläger, damit müsst ihr Bälle, die ganz klar auch Baseballs sind, abwehren. Dass der Name sich nicht nur auf Baseball bezieht liegt wohl daran, dass der eigene Charakter verschiedene Schläger auswählen kann. So hat man neben dem Baseball-Schläger auch den Tennis-Schläger oder, immerhin ist es ja auch ein Musikspiel, eine E-Gitarre. Die Schläger, wie auch die Kleidung, könnt ihr freischalten, indem ihr einfach spielt. Einen Shop gibt es nicht, da es in diesem Universum auch kein Geld gibt, wie uns eine witzige Erklärung im Ladebildschirm erklärt.

So weit, so gut. Es wäre sehr leicht dieses Spiel zu zerreißen und wegen des Ersteindrucks durch den Fleischwolf zu ziehen. Da ist ja dann noch die eher simple und zweckmäßige Grafik. Hach, wie wenige Modi gibt es da eigentlich? Jede Disziplin hat das gleiche Gameplay? Schnell wird man das Spiel als ideenlos und auf Dauer langweilig abstempeln. Tatsächlich sollte die Faszination zu diesem Spiel auch deutlich später kommen. In jeder Diziplin bekommt ihr ein nettes Tutorial, was euch die Regeln erklärt. Die Gameplay-Mechanik muss dabei gar nicht erklärt werden, denn die ist im Grunde immer gleich. Mit dem Stick könnt ihr eine Richtung wählen, wenn eine gewählt werden kann, und mit A schwingt ihr euren Schläger, wahlweise könnt ihr auch den Joy-Con schwingen. Letzteres erweist sich als deutlich spaßiger, im Handheld ist natürlich die Bewegungssteuerung eher nicht geeignet. Grundsätzlich zeigt sich aber schon jetzt das Potenzial. Eine schnelle Multiplayer-Schlacht ist ganz einfach möglich, denn jeder wird diese Steuerung sofort beherrschen. Das einzige, woran es scheitern könnte? Euer Taktgefühl!

Zu zweit ist das Spiel schon ein Highlight...

Damit kommen wir dann auch zum Kern. Jede Bewegung oder Ausführung erzeugt einen Beat und das in einem bestimmten Takt. Sicherlich gibt es Modi, die ihr auch ohne Taktgefühl schaffen könnt, eine perfekte Punktzahl ist aber mit einem guten Ohr eindeutig einfacher. Dabei passt sich dieser Beat natürlich der restlichen Musik an und hier beginnt es dann schon, dass man sich in dieses Spiel verliebt und süchtig danach wird. Zwar sind die Ideen nicht so genial wie in Rhythm Paradise, sind aber dennoch kreativ umgesetzt und erzeugen einen Ohrwurm nach dem anderen. Dazu kommt auch das Erfolgserlebnis, das man spürt, wenn man immer perfekt den Takt trifft und so die Musik mitproduziert. Doch dazu muss man die jeweiligen Tutorials schaffen und damit auch die ersten Level der jeweiligen Disziplin. Dann erst merkt man, dass hinter diesem Spiel weit mehr steckt und es auch mehr Abwechslung bietet, welche aufgrund der verschiedenen Musikstücke schon einfach zu erzeugen ist. Ich jedenfalls hatte immer ein Lächeln auf den Lippen, als ich den Takt traf. Um es kurz zu machen: Das Spiel macht mit ganz einfachen Mitteln unfassbar viel Spaß!

Die einzelnen Disziplinen sind schnell erklärt. In Abgedrehte Schläger versucht ihr den Ball perfekt zu treffen, damit ein Homerun erzielt wird. Je besser der Ball getroffen wurde, desto mehr Punkte gibt es. In Netzball spielt ihr so etwas wie Tennis, allerdings zählt hier nur, dass ihr den Ball immer wieder trefft. Ihr tretet hier also nicht gegen jemand anderen an, sondern spielt für euch selbst. In Golfgelage müsst ihr die Aliens mit dem Ball treffen, wenn sie den Mund auf haben, um zu singen. Hier könnt ihr auch die Richtung auswählen, da mehrere Plattformen vorhanden sind. Dieser Modus, das gleich vorab, ist leider der langweiligste und nicht so spaßig. Die anderen zwei haben jede Menge Suchtpotenzial und gehen auch zu zweit. Pro Modus gibt es neun Stufen und dazu jeweils drei Level. Dazu könnt ihr den Profi-Modus auswählen, bei dem der Takt etwas schneller wird und allgemein das Spiel schwieriger. Schafft ihr ein Level, bekommt ihr Punkte und könnt den Highscore nach oben takten (HA!) und Geschenke freispielen, die wieder eben neue Schläger oder neue Kleidungsstücke für euch bereithalten. Auswirkungen auf das Gameplay hat das alles aber eher nicht.

Solo machen diese Modi jede Menge Spaß, aber sie sind im Multiplayer natürlich ein Stück witziger. Allein das reicht locker für den Multiplayer-Award, aber die Entwickler geben nicht nach. Da gibt es nämlich noch zwei weitere Modi, die dieses Spiel schon fast auf den Multiplayer-Olymp befördern. Die zwei folgenden Modi funktionieren mit bis zu vier Spielern oder gegen den Computer. Kumpelspiel kann man mit Squash vergleichen. Ihr versucht den Ball im richtigen Moment zu treffen und gegen ein Alien zu schleudern. Dieser bewirft dann euren Gegner, der darauf reagieren muss. Das Alien, was ihr anspielen wollt, könnt ihr selbst bestimmen. Dies ist taktisch wichtig, da jedes Alien eine andere Wurfgeschwindigkeit hat. Ist ein Alien vier Mal angespielt, wird es ausgetauscht. Sobald ihr oder euer Mitspieler aber den Ball nicht trefft, verliert der jeweilige Spieler ein Leben. Der letzte, der übrig bleibt, gewinnt. Spätestens in der Phase, wo nur noch die Speedbälle durch die Gegend fliegen, ist Chaos vorprogrammiert. Zu viert müsst ihr euch richtig konzentrieren und auch hier ist Taktgefühl hilfreich.

...zu viert ist Rhythmusschläger aber ein richtiger Geniestreich!

Doch nun zum absoluten Highlight, Rhythmusschläger! Dieser Modus könnte auch einzeln für 10 Euro verkauft werden, ich würde eine absolute Empfehlung aussprechen! Dieser Modus vermischt Pinball, Airhockey und Super Beat Sports und geht ebenfalls mit bis zu vier Spielern. Jeder Spieler hat ein Tor zu verteidigen, indem er mit dem Stick nach rechts oder links sich bewegt. Er kann den Ball so blocken, wenn ihr im richtigen Moment A drückt, dann geht der Ball deutlich schneller zurück. Drückt ihr X, startet ihr einen Superschlag, wo ihr im richtigen Moment wieder A drücken müsst. Das Spielfeld selbst ist wie ein Flipperautomat und der Ball kann jederzeit ungeplante Richtungen vornehmen. Als wäre das noch nicht genug, befinden sich auf dem Feld wieder Aliens. Wer als letztes den Ball geschlagen hat, hat die Kontrolle über die Aliens. So könnt ihr, sollte der Ball ein Alien treffen, die jeweilige Richtung auswählen und wenn ihr wieder im richtigen Moment A drückt, ist der Ball beschleunigt. Manchmal taucht auf dem Spielfeld ein Saxophon auf, wird dieses getroffen, startet ein kleines Minispiel. Hier ist ein Herz in der Mitte, umzingelt von Blöcken. Wer als erstes an das Herz kommt, hat ein weiteres Leben. Denn auch hier gilt, solltet ihr den Ball ins Tor lassen, verliert ihr ein Leben. Dieser Modus kann teilweise auch sehr lange gehen, macht aber unglaublich viel Spaß und ist fast immer spannend. Zusammen mit einem guten Taktgefühl kann man aus dieser Spielidee wirklich alles herausholen! Ganz großes Kino!

Über den lokalen Modus ist es zudem wieder möglich, mehrere Konsolen zu verbinden. Einen Onlinemodus, und dies ist wohl der größte Kritikpunkt, gibt es leider nicht. Ob dieser allerdings auch gut wäre, bleibt fraglich. Denn dieses Spiel müsste absolut Synchron bleiben. Da sind wir auch schon beim nächsten Thema. Das Spiel bittet euch, die Einstellungen mit eurem TV zu überprüfen. Ihr könnt den Ton mit eurem Fernseher aber kalibrieren, falls der Ton nicht synchron läuft. Weitere Einstellungen sind nicht möglich. Über den Soundtrack selbst, habe ich ja schon einige Worte verloren, möchte dennoch erwähnen, dass dieser viel dazu beiträgt, dass dieses Spiel absolut süchtig macht! Die Grafik ist sehr zweckmäßig gehalten, hat dafür aber einen gewissen Charme. Das Spiel selbst läuft absolut flüssig, auch wenn es viele Effekte gibt. Die grafische Präsentation ist sicherlich nicht das absolute Highlight im Spiel und erinnert eher an ein Smartphone-Spiel. Davon sollte man sich aber nicht abschrecken lassen.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Super Beat Sports

Meinung von Dirk Apitz
Was für eine Überraschung. Selbst wenn das Spiel startet, kann man nicht viel erwarten und auch später bleibt ein nüchterner Eindruck. Doch sobald man alle Tutorials durchhat, entfaltet das Spiel sein ganzes Potenzial. Wenn dann noch der Multiplayer getestet wird, hat man wohl eines der besten Partyspiele überhaupt für die Nintendo Switch. Mit dem Modus Rhythmusschläger gibt es sogar mit den besten Multiplayer-Spaß. Dieses Spiel ist einzigartig, auch wenn der Sport nur eine Fassade ist. Eine Fassade für ein unglaublich lustiges Spiel, das nach einem Nachfolger schreit, denn weitere Modi wären dennoch wünschenswert gewesen.
Mein persönliches Highlight: Rhythmusschläger ist einfach nur genial!

Kommentare 10

  • Booyaka Meister des Turms - 11.11.2017 - 14:11

    Die 7 ist die neue 10 xD
  • Pixelheld Alter Pixelschubser - 11.11.2017 - 15:14

    @Booyaka Bin ich also nicht der einzige der sich über die ganzen 7er als Bewertung wundert :)

    Zum Test: Sieht für mich sehr Interessant aus ;D glaub da schau ich bald mal rein
  • Ilja Rodstein Redakteur - 11.11.2017 - 15:30

    habe mir mal die demo aus dem Eshop geholt und überlege mir echt das zu kaufen
    Das ist soo witzig :D
  • rongar Turmbaron - 11.11.2017 - 16:22

    @Ilja Rodstein Geht mir auch so....Nichts erwartet, Demo gespielt und das Spiel hat was - macht Spaß - besonders zu zweit!
  • Geit_de geit - 11.11.2017 - 16:58

    "Doch sobald man alle Tutorials durchhat"

    Ich könnte kotzen. Dieser Nintendoscheiss zieht jetzt schon in andere Spiele ein?

    Wie war das noch? Ich nehme mein Spiel und gehe auf eine Party? Ja genau. Habe ich gemacht. Mit 1-2-Switch. Wir durften nichts machen außer die beschissenen 5 Spiele die freigeschaltet waren jeweils dreimal zu spielen und erst wenn man sich durch die Spiele gequält hat darf man mit Freunden spielen. Da hatten die meisten aber bereits keine Lust mehr.

    Gleiches anscheinend hier.

    Gleiches bei Mario + Rabbids.

    Bei Pikmin 3 kann man das Tutorial nicht skippen und somit auch kein Multiplayer machen.

    Das nervt nur. Ich kaufe ein Spiel und mir wird direkt Unwissenheit unterstellt und Inhalte vorenthalten. Speziell wenn man das Spiel dann in eine neue Switch steckt geht der scheiss wieder von vorne los.

    Dieses "Ich bringe mein Spiel mit zur Party" kann man vergessen. Da muß man seine ganze Switch mitnehmen und dann am Besten auch noch alle Kontroller, weil der Kumpel zwar eine Konsole mit 4 Kontrollern hat, aber die erst mal Synchronisiert werden müssen. Und markiert, damit die nicht vertauscht werden.

    Unter Spass verstehe ich etwas anders.

    Danke für den Hinweis. Das kaufe ich nicht.
  • Dirk Apitz Dr. Pepper - 11.11.2017 - 17:36

    @Geit_de

    Das Tutorial kann man skippen aber im Grunde werden nur die Regeln des jeweiligen Modus erklärt und das ist nicht so verkehrt und dauert nicht einmal eine Minute. Danach taucht nie wieder ein Tutorial auf.
    Also man muss nichts durchspielen oder so. Es ist nichts weiter als eine Erklärung. Was ich genau meine ist, dass im Tutorial der Modus nicht so zur Geltung kommt und erst wenn man richtige Partien hat, merkt man den Spaß. Aber wie gesagt, das Tutorial dauert ne Minute und fertig. Es ist ansonsten alles schon frei.

    Die Synchro der Controller geht doch schnell, wenn die andere Konsole aus ist. Gibt schlimmere Probleme ;)
  • Limoncello Echt sauer! - 11.11.2017 - 20:14

    Das Spiel hatte ich ja mal gar nicht aufm Schirm. Lokale Multiplayerperlen gehören aber zum meinen Favoriten. Wird definitiv ausprobiert. Danke für den Test!
  • Dirk Apitz Dr. Pepper - 11.11.2017 - 21:00

    @Limoncello

    Gibt ja auch ne Demo laut den Usern (wusste ich jetzt nicht ehrlich gesagt). Denke da bekommt man nen guten Eindruck :)
  • Albert Turmfürst - 12.11.2017 - 00:50

    15€ kann man mal riskieren. Ich werd es also für den nächsten Spieleabend kaufen.
  • Mofinator Xenoblade-Fan - 04.04.2018 - 17:27

    Habe es kürzlich im Spring Sale für 12 Euro gekauft und habe seitdem schon ein Menge Spaß über Ostern gehabt. Die Multiplayer-Spiele sind richtig lustig und machen mega Laune. Aber auch im Singleplayer habe ich schon etliche Stunden verbracht und den Kauf keineswegs bereut.
    Eine Schande, wie wenig Aufmerksamkeit dieses Spiel erhält. Meiner Meinung nach ein Muss auf jeder Switch, die auch mal gerne für Party-Spiele-Abende benutzt werden will.