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Test zu UNO - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: UNO
  • USA USA: UNO for Nintendo Switch
  • Japan Japan: UNO
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
07.11.2017
Vertrieb
Ubisoft
Entwickler
Ubisoft
Genre
Kartenspiel
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 4
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Gute Karten gegen Langeweile

Von Roman Dichter ()
UNO ist eine Variation des Spiels Mau-Mau, welches mit herkömmlichen Skat-Karten gespielt wird. Für UNO wurden dagegen eigene Karten entwickelt, die den Spielern etwas deutlicher ihre jeweiligen Funktionen zeigen, was das Spiel insgesamt leicht zugänglich macht. Jetzt könnt ihr UNO auch digital auf eurer Nintendo Switch spielen, müsst also keine Befürchtung haben, dass einzelne Karten fehlen oder kaputtgehen könnten. Außerdem könnt ihr die faulen Familienmitglieder einfach weiter „Bauer sucht Frau“ gucken lassen und stattdessen online nach Mitspielern suchen. Sehen wir uns also das Spiel etwas näher an und überlegen, ob sich der Kauf im Nintendo eShop lohnt.

Das klassische UNO-Spiel: Ihr seht nur eure Karten und wollt diese schneller loswerden als eure drei Kontrahenten.

Werfen wir zunächst einen kurzen Blick auf die Spielregeln, damit auch Anfänger wissen, worum es eigentlich geht. Bei UNO erhält jeder Spieler zufällig verteilte Spielekarten und hat das Ziel, alle Karten als erster wieder loszuwerden. Das funktioniert so, dass es in der Mitte einen Stapel gibt, auf den jeder Spieler abwechselnd je eine Karte für alle sichtbar ablegen darf. Allerdings könnt ihr nicht beliebige Karten auf den Stapel donnern, sondern müsst bestimmte Regeln beachten. Die Karten haben eine von vier Farben und zusätzlich Zahlen oder Symbole. Eine Karte, die ihr ablegt, muss zumindest in einem Punkt mit der obersten Karte übereinstimmen. Liegt also eine gelbe 3 oben auf dem Stapel, könnt ihr beispielsweise eine rote 3 darauf ablegen oder auch eine gelbe 4. Dagegen ist das Ablegen einer blauen 4 nicht möglich. Habt ihr keine Karte auf der Hand, die ihr ablegen könnt, müsst ihr eine neue Karte ziehen und entfernt euch wieder vom Ziel, als erster alle Karten loszuwerden.

Aufgepeppt wird das Spielprinzip durch besondere Karten, die bestimmte Ereignisse auslösen. So gibt es beispielsweise Karten, die den nächsten Spieler aussetzen lassen oder die ihn zwangsweise zwei Karten ziehen lassen. Andere Karten ändern die zu spielende Farbe nach euren Wünschen oder die Richtung, die bestimmt, wer als nächstes an der Reihe ist. So wechseln sich die zumeist vier Kartenspieler mal im Uhrzeigersinn, mal entgegengesetzt, ab. Im Großen und Ganzen handelt es sich bei UNO um ein Glücksspiel, bei dem jeder mal gewinnt oder verliert, abhängig davon, ob man viele gute Karten für die jeweilige Situation bekommt. Das macht dieses Spiel ideal für eine schnelle Runde, egal mit wem. Trotzdem gibt es auch taktische Aspekte, die euch Vorteile bringen und somit den Sieg wahrscheinlicher machen können. Wenn ihr gerade keine oder nur eine bestimmte Karte ablegen könnt, spielt das keine Rolle. Aber wenn ihr die Wahl zwischen verschiedenen Karten habt, wird es interessant. Ein Beispiel: Vielleicht habt ihr ja in der letzten Runde beobachtet, dass ein anderer Spieler, der kurz vor dem Sieg steht, seine letzte Karte nicht ablegen konnte, als eine rote Karte in der Mitte lag. Dann ist es schlau von euch, möglichst dafür zu sorgen, dass weiterhin rote Karten gespielt werden müssen, denn dann kann er seine Karte wahrscheinlich auch beim nächsten Mal nicht loswerden.

2 gegen 2 im Rayman-Stil: Hier seht ihr auch die Karten eures Team-Partners.

Wer sich die Regeln noch einmal in Ruhe vom Spiel erklären lassen möchte, kann das dank Einführungen problemlos tun. Außerdem dürfen einige spezielle Regeln ganz nach euren Wünschen aktiviert oder deaktiviert werden. Beispielsweise könnt ihr bestimmen, dass eine 7 bewirkt, dass ihr eure Karten mit denen eines anderen Spielers tauscht, während beim Ablegen einer 0 alle Spieler ihre Karten weitergeben müssen. Noch mehr Abwechslung bringen verschiedene Karten-Sets ins Spiel. Hier merkt man direkt, dass Ubisoft die Finger im Spiel hat, denn neben dem Standard-Design dürft ihr auch die Rabbids, Rayman oder Just Dance in Kartenform wiedersehen. Diese Sets bringen nicht nur optische Abwechslung, sondern auch spezielle Karten mit, die bestimmte Effekte haben. Beispielsweise könnt ihr (immer optional) eine Karte im Rabbids-Set aktivieren, durch die alle Spieler nur noch drei Sekunden Zeit für ihre Aktionen haben. Dabei flitzen tatsächlich Rabbids umher, was eine lustige Erfrischung ins sonst ja eigentlich eher eintönige Kartenlegen bringt. Nicht unerwähnt bleiben sollte auch die Möglichkeit, 2 gegen 2 zu spielen. Dabei seht ihr die Karten eures Mitspielers und könnt so taktieren. Wenn einer von euch zuerst alle Karten loswird, gewinnt euer Team.

Das hört sich bisher doch nach einer gelungenen Umsetzung an, oder? Ja, das kann man so sagen, aber jetzt kommen wir zu einigen Punkten, die doch schon etwas ärgerlich sind. Kartenspiele sind ja klassischerweise Gesellschaftsspiele, die man also mit anderen zusammen spielt. Ein Vorteil der Videospiel-Version ist es, dass man auch allein Spaß haben kann, wenn sonst niemand Zeit hat. Trotzdem: Letztlich geht nichts über eine Partie gegen Freunde, oder? Und da sind wir an einem heiklen Punkt angelangt. Nehmen wir zuerst den Offline-Modus. Das ganz klassische Duell mit Freunden ist leider nicht möglich! Bis zu einem gewissen Grad ist dies nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass alle Spieler den Bildschirm und damit auch die Karten der anderen sehen könnten, was dem Spielprinzip widersprechen würde. Allerdings bedarf es nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, dass man zumindest mobil, also mit der Nintendo Switch in der Hand, den Bildschirm vor den anderen verdecken könnte wie beim Kartenspiel. Dann müsste man nur die Konsole im Kreis herumreichen. Das geht leider nicht.

In Online-Matches spielt ihr gegen zufällige Gegner, leider nicht gegen Freunde.

Was allerdings möglich ist, ist zumindest das Spiel zu zweit, wenn man im gleichen Team 2 gegen 2 spielt. Da ist es ja (wie oben erwähnt) vorgesehen, dass man die Karten des Mitspielers sehen kann. Außerdem könnt ihr mehrere Nintendo Switch-Konsolen miteinander verbinden und so mit bis zu vier Spielern gegeneinander antreten. Dafür ist aber natürlich auch für jeden Spieler eine Konsole und die Software Pflicht. Nun sind nicht immer gerade Mitspieler zur Stelle, zum Glück gibt es einen Online-Modus. Dieser verspricht auch im Menü das Spielen gegen Freunde, aber das entpuppt sich schnell als Lüge – oder um es freundlicher zu sagen – als Fehler. Leider ist es nicht möglich, gegen Personen aus der Freundesliste anzutreten, es werden nur zufällige Mitspieler gesucht. Die Suche gestaltete sich bei mir recht seltsam. Jedes Mal, wenn ich einer Partie beitreten wollte, kam nach nicht einmal einer Sekunde der Hinweis: „Partie kann nicht beigetreten werden“. Ich konnte keine konkreten Partien sehen oder auswählen, sondern wurde stumpf rausgeschmissen. Dass es theoretisch aber klappen muss, sah ich an der zweiten Möglichkeit, nämlich selbst eine Partie zu erstellen. Andere schafften es offensichtlich, dieser beizutreten und schnell war eine Viererrunde zusammen, die auch saubere UNO-Runden spielen konnte, ohne Verbindungsabbrüche oder sonstige Ärgernisse. Diese Erlebnisse wiederholten sich auch bei weiteren Versuchen an verschiedenen Tagen.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu UNO

Meinung von Roman Dichter
UNO für Nintendo Switch ist eigentlich eine überzeugende, unterhaltsame und abwechslungsreiche digitale Umsetzung des beliebten Kartenspiels. Mit unterschiedlichen Karten-Sets und optionalen Regelvarianten ist für UNO-Freunde eigentlich alles geboten, was das Herz begehrt. Zudem entfallen Mischen, das Suchen von Karten und deren Abnutzung im Vergleich zu Papierkarten. Man muss nicht einmal motivierte Freunde haben, denn gegen den Computer oder Online-Kontrahenten ist immer eine Partie möglich. Wirklich schade ist es darum, dass es nur so eingeschränkt möglich ist, auch mit der digitalen Version gegen Freunde anzutreten. Online werden nur Zufallsgegner zusammengebracht und vor dem Fernseher ist nur das Spiel zu zweit möglich, sofern man im selben Team spielt. Einzig das Verbinden mehrerer Konsolen ermöglicht es, vor Ort mit mehreren Spielern gegeneinander anzutreten, aber diese Voraussetzungen müssen halt erst einmal gegeben sein. Trotzdem macht UNO Spaß – auch auf der Nintendo Switch.
Mein persönliches Highlight: Als mich die Rabbids mit ihrem liebenswerten „BWAAAAH“ begrüßten
Meinung von Dirk Apitz
UNO ist und bleibt UNO. Für eine nette Onlinepartie ist es wirklich ganz gut geeignet und die Aufmachung passt. Dazu auch die verschiedenen Decks und den einen oder anderen zusätzlichen Modus. Dennoch ist UNO nicht immer sauber programmiert und warum ich keine Partie gegen Freunde spielen kann, obwohl es in der Beschreibung steht, ist wieder eine Frage für sich. Dennoch ist der Preis fair und vielleicht wird ein Patch nachgeschoben.
Mein persönliches Highlight: Das Just Dance-Deck!

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