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Test zu Octodad: Dadliest Catch - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Octodad: Dadliest Catch
  • USA USA: Octodad: Dadliest Catch
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
09.11.2017
Vertrieb
Young Horses
Entwickler
Young Horses
Genre
Adventure, Action, 3D
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 0
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Octodad: Ein Leben voller Chaos, Krawatten und einem gefährlichen Koch

Von Sabrina Schewe ()
Wolltet ihr schon immer mal wissen, wie es abläuft, wenn ein Oktopus sich als Mensch ausgibt? Dann ist Octodad: Dadliest Catch genau das Richtige für euch, denn hier schlüpft ihr in die Rolle von Octodad, einem Oktopus der sich als Mensch ausgibt und versucht, ein ganz normales Familienleben mit Frau und zwei Kindern zu führen.

Ungewohnte Steuerung

Octadad: Dadliest Catch beginnt mit der Hochzeit von Octodad und seiner Liebsten, Scarlet. Octodad ist spät dran, doch Scarlet hat damit nicht direkt ein Problem, da dies wohl typisch für Octodad ist. Nachdem ihr informiert werdet, dass ihr eigentlich schon vor dem Altar stehen und euch endlich anziehen solltet, geht es los und euch wird die Steuerung nähergebracht.

Sie kann ihrem Liebsten einfach nicht böse sein, egal wie groß das Chaos ist.

Die Steuerung scheint dabei im ersten Moment sehr kompliziert, man gewöhnt sich aber relativ schnell daran und die Schwierigkeit, die die Steuerung mit sich bringt ist beabsichtigt – immerhin spielt ihr einen Oktopus und keinen Menschen. Um zu laufen, müsst ihr die ZR- und ZL-Trigger verwenden, um einen von Oktodads Füßen zu heben. Wenn einer der Füße in der Luft ist, könnt ihr mit dem linken Analogstick bestimmen, in welche Richtung sich dieser bewegt, bevor ihr ihn durch loslassen des Triggers wieder absetzt. Je nachdem wie lange ihr den Trigger drückt unterscheidet sich außerdem die Höhe in der sich der Fuß befindet. Wenn ihr mit beiden Füßen mehr oder weniger sicher auf dem Boden steht, könnt ihr mit dem linken Analogstick euren rechten Arm bewegen während ihr mit dem rechten Analogstick bestimmt in welcher Höhe sich der Arm befindet. Mit der A-Taste oder der R-Schultertaste könnt ihr das aktuell ausgewählte Objekt, gekennzeichnet durch einen grünen Umriss, greifen.

Da man am Anfang noch vollkommen unbeobachtet ist, kann man so viel Chaos anrichten wie man möchte oder muss, während man durch mehrere Räume hindurch läuft versuchen, sein Outfit zu vervollständigen. Um voranzukommen, müsst ihr dabei zunächst einmal alles vom Tisch wischen oder durch greifen an einer anderen Stelle wieder absetzen. Türen werden durch eine Kombination aus greifen und in die Richtung laufen, in die die Tür aufgehen soll, geöffnet. Wer sich genau umsieht, kann außerdem neben dem Hochzeitsoutfit in diesem Abschnitt auch drei Krawatten finden.

Zwischen Krawatten und einem mörderischen Koch

Diese verschieden gefärbten und gemusterten Sammelkrawatten gibt es in jedem Spielabschnitt und wenn ihr alle 39 einsammelt, erhaltet ihr einen der 26 Erfolge. Neben dem typischen „Schließe das Spiel ab“-Erfolg erhaltet ihr die anderen Erfolge größtenteils, indem ihr die euch gestellten Aufgaben auf unterschiedliche, ungewöhnliche Arten erfüllt.

Wer ist denn hier Kart gefahren?

Die Spielabschnitte nach der Hochzeit zu Beginn behandeln den Alltag von Octodad, inklusive „langweiligem“ Rasenmähen, Unkraut jäten und Burger braten. Doch die ungewohnte Steuerung macht auch diese eigentlich einfachen Tätigkeiten etwas schwieriger. Wenn ihr beobachtet werdet, solltet ihr übrigens ganz besonders vorsichtig sein, denn wenn den Bobachtern etwas an euch zu seltsam vorkommt, füllt sich eine Leiste, die, sobald sie voll ist, zu einem Game Over führt. Auch ein Antagonist ist in diesem eigentlich lockeren Spiel enthalten. Der Koch Fujimoto hat Octodad nämlich durchschaut und versucht nun fieberhaft, ihn in der Öffentlichkeit als Oktopus zu entlarven. Dabei greift er gerne auch zu brutalen Mitteln, also macht euch möglichst schnell aus dem Staub, wenn er da ist. Diese „Renn weg“-Abschnitte sind dabei mitunter die kompliziertesten, da ihr mit der nach wie vor untypischen Steuerung nun auch noch möglichst schnell vorankommen und Hindernissen ausweichen müsst. Der ein oder andere neue Versuch könnte also durchaus nötig sein, um diese Abschnitte abzuschließen.

Um das Spiel durchzuspielen, braucht man nicht allzu lange, wenn man nicht im ersten Durchgang versucht, das Spiel zu 100% abzuschließen. Wenn man nicht zu viele Probleme mit der Steuerung hat, kann man in maximal drei Stunden das Ende des Spiels erreichen. Danach gibt es noch die sogenannten „Shorts“ die noch einmal zusätzliche Abschnitte, in denen man Octodad spielt mit sich bringen.

Insgesamt läuft das Spiel relativ flüssig und die Ladezeiten sind ebenfalls annehmbar. Auch die Musik ist passend. Was jedoch wirklich ärgerlich ist, ist, wenn man einen Abschnitt neu starten muss, weil man in einem Objekt oder Charakter festhängt, da sich etwas durch eine Cutscene oder einfache Physik bewegt und man dort, egal, wie man die Tentakel bewegt, nicht wieder herauskommt. Auch unschön ist, dass nach dem Neustart eines Abschnitts eine Cutscene nicht mehr stattfindet und man dadurch eine benötigte Verkleidung nicht mehr erhalten kann. Die einzige Möglichkeit an diesem Punkt ist dann, zu versuchen so schnell wie möglich an allen Personen vorbei zu kommen, bevor der Game Over-Balken voll ist.

Abgesehen von diesen Unschönheiten ist Octodad: Dadliest Catch ein schönes Spiel, mit dem man ein bisschen Zeit verbringen kann. Wenn man versucht das Spiel zu 100%, also mit allen Krawatten und Erfolgen, abzuschließen, kann es jedoch durchaus mehr Zeit in Anspruch nehmen, je nachdem wie man sich dabei anstellt.

Redaktionswertung

6

Überzeugend

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Unser Fazit zu Octodad: Dadliest Catch

Meinung von Sabrina Schewe
Octodad: Dadliest Catch besitzt zwar eine sehr ungewohnte Steuerung, hat dies aber größtenteils gut umgesetzt und die Seltsamheit der Steuerung macht aufgrund der Tatsache, dass man einen Oktopus steuert, der sich als Mensch ausgibt, absolut Sinn. Hat man sich einmal an die Steuerung gewöhnt, kann man die üblichen Aufgaben, die man so erhält, relativ problemlos ausführen und hat eigentlich nur noch Probleme, wenn man unter Zeitdruck unaufmerksam ist. Die auftretenden Fehler sind zwar ärgerlich, machen das Spiel aber nicht total unspielbar.
Mein persönliches Highlight: Als *Spoiler* nach dem *spoilerhaften Spoiler* verrät, dass *Spoiler* schon die ganze Zeit Bescheid wusste.

Kommentare 4

  • MAPtheMOP Besserwisser-Boy - 16.11.2017 - 14:04

    Hatte mit einer "ungewöhnlichen Steuerung" schon bei Snake Pass keinen Spaß. Solche Experimente erspare ich mir in Zukunft lieber. ^^
    Find hier aber auch die Grafik einfach viel zu schlecht. Mag sein, dass man damit einen comicartigen Look erzeugen will. Auf mich wirkt das total abstoßend so.
  • Zyraxx Turmheld - 16.11.2017 - 14:13

    Ich habe bei dem Spiel so viel gelacht wie schon lange nicht mehr. Ich fands mega unterhaltsam.
  • Zarathustra Handheld-Enthusiast - 16.11.2017 - 14:25

    Trotz jeder verständlichen Kritik am Spiel ist das für mich ne klare 10 (zumindest die PS4 Version), noch nie so gelacht über ein Spiel.
  • HonLon1 Turmbaron - 16.11.2017 - 14:45

    "Je nachdem wie lange ihr den Trigger drückt unterscheidet sich außerdem die Höhe in der sich der Fuß befindet."

    Danke analoge Schultertasten...

    Hab es schon auf Xbox gespielt und ich fand es einfach nur zu lustig, gerade zu zweit, viert oder auch zu dritt einfach nur lustig. Hab es also auch schon mehrmals durch und dabei nie Solo. Wer nur die Switch hat und offen für alternative Konzepte ist, dem würde ich das zu 100% empfehlen. Sobald eines der beiden Kriterien nicht mehr zutrifft...na ja, lieber lassen oder auf der anderen Plattform mit analogen Schultertasten holen, ins Besondere die Xbox One Schultertasten sind unfassbar gut, präzise und haben sogar eigene Vibrationsmotoren.

    Wer auf lokalen Multisplayer steht, muss es dagegen fast schon kaufen ;)