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Test zu The Mummy Demastered - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: The Mummy Demastered
  • USA USA: The Mummy Demastered
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
24.10.2017
Vertrieb
WayForward
Entwickler
WayForward
Genre
Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Auf den Spuren von Simon Aran!

Von Max Kluge ()
The Mummy Demastered ist ein Metroidvania-Adventure von WayForward Games, die bereits mit den Shantae-Spielen ihre Expertise in diesem Genre beweisen konnten. Der Titel basiert dabei lose auf dem Film mit Tom Cruise, der dieses Jahr auf der großen Leinwand ausgestrahlt wurde. Abseits von ein paar Charakteren und der Rahmenhandlung gibt es zwischen den beiden medialen Werken allerdings keine Parallelen.

In Räumen mit Statuen ergattert ihr neue Fähigkeiten.

Das Gameplay gestaltet sich ziemlich typisch für ein Spiel dieses Kalibers. Ihr untersucht verschiedene Räume, versucht euch bis zur nächsten Speicherstation durchzuschlagen und ballert dabei mächtig viele Feinde ab. Diese verlieren bei Zeiten Items, wie zum Beispiel bestimmte Munition oder Lebenspunkte, die ihr einsammeln solltet, damit ihr nicht zu früh ins Gras beißt. Tut ihr das, kommt eine besondere Mechanik zum Einsatz, die ich unten genauer thematisiere.

Im Laufe eures Abenteuers schaltet ihr so Metroidvania-typisch immer mehr Waffen und Subwaffen, wie Granaten oder C4, sowie Munitionsgürtel und HP-Container frei. Die meisten verbergen sich dabei in mehr oder weniger gut versteckten Räumen, für die ihr manchmal eine besondere Waffe benötigt, um sie zu öffnen. Das Gleiche gilt im Übrigen auch für Schriftrollen, die euch mit weiteren Fähigkeiten versorgen. Seid ihr in einem Abschnitt weit fortgeschritten, kommt es schließlich wohl oder übel zu einem Bosskampf.

Das Gameplay geht dabei wunderbar von der Hand. Ihr schaltet allerhand Neuerungen frei, die euch das Spiel erleichtern, oder euch an Orte bringen, die ihr zuvor nicht erreichen konntet. Auch die Bossfights sind ziemlich gut designt, weisen stets eine gewisse Mechanik auf und erfordern von euch ein hohes Maß an Konzentration. Manche der großen Gegner schicken euch so öfter über den Jordan, als euch lieb ist. Trotzdem wirken sie nie unfair, sondern fordern euch stets heraus und motivieren euch zu einem neuen Versuch.

Hinzu kommt ein wunderbares Design der verschiedenen Umgebungen. Von Waldgebiet über verlassene Stadt, bis hin zu Uhrturm, der ziemlich an diverse Castlevania-Spiele erinnert, wird euch einiges geboten. Die Hintergründe sind stets detailreich und geben ein stimmiges Bild ab. Auch eure Gegner sind vielseitig und erfordern teils besondere Herangehensweisen. Die speziellen Waffen, wie zum Beispiel ein Flammenwerfer, sind gegen bestimmte Gegnertypen effektiver, sodass ihr einfacher vorankommt, wenn ihr diese effektiv nutzt.

Auch hinsichtlich des Soundtracks kann ich absolut nicht meckern. Dieser erinnert in manchen Momenten schon ziemlich an andere Vertreter des Genres und untermalt die bedrohliche und actiongeladene Stimmung wunderbar. Einzig die Technik lässt kurioserweise ein wenig zu wünschen übrig: In Gebieten, in denen es von Feinden nur so wimmelt, sinkt die Framerate schon merklich. Das ist recht seltsam, da das Spiel nicht sonderlich ressourcenhungrig sein dürfte. Hier kann man hoffen, dass dieses Problem per Patch behoben wird. Der Umfang von The Mummy Demastered ist mit rund 7-10 Stunden zwar nicht gigantisch, in der Preisklasse aber absolut solide.

Navigiert ihr euch in eine unglückliche Situation, findet euer Spielspaß leider ein jähes Ende


All das klingt nun vermutlich ziemlich gut und das ist es in der Tat auch. Jedoch gibt es eine entscheidende Mechanik in The Mummy Demastered, die das Ganze in ein anderes, negativeres Licht rückt: Wenn ihr sterbt, verwandelt ihr euch in einen Zombie, der eure derzeitige Ausrüstung übernimmt – sowohl Waffen als auch Lebenscontainer. Um euer wertvolles Gut wiederzuerlangen müsst ihr mit einem maximalen Leben von 99 HP den Untoten besiegen. Soweit gibt es damit noch kein Problem.

Seid ihr allerdings sehr weit in ein Gebiet vorgedrungen und habt vergessen zu speichern, dann wird das Ganze richtig kompliziert. Die Wechselwirkung ergibt sich darin, dass die Gegner in den späteren Abschnitten wesentlich mehr Schaden machen, als die am Anfang. Werdet ihr dort von einem brennenden Totenkopf attackiert, kann es sein, dass ihr mal gut 50 HP einbüßen müsst. Sprich: Ihr müsst die gesamte Passage auswendig lernen, macht ihr den kleinsten Fehler, sterbt ihr erneut. Hinzu kommt, dass es Gebiete gibt, die vor Gegnern nur so wimmeln.

Die Umgebungen von The Mummy Demastered sind vielseitig und detailreich gestaltet.

Nach eurem ersten Dahinscheiden könnt ihr euch noch zu einem Munitionslager retten und euch mit anderen Waffen bestücken. Diese sind natürlich aber auch begrenzt und können ebenso bei einem Tod verschüttgehen. Habt ihr schließlich all eure Waffen an die Untoten verloren, steht ihr nur noch mit einer normalen Maschinenpistole da, die nicht wirklich viel Schaden macht.

Ich habe mich so in einen Zustand manövriert, in dem ich gut zwei Stunden versucht habe, meine Ausrüstung wiederzuholen – erfolglos. Das liegt vor allem auch daran, dass man keinen früheren Speicherstand laden kann. Die Speicherräume dienen ausschließlich als Wegpunkte, an denen man bei einem Tod respawnt. Der Titel ist so, wenn ihr euch durch einen blöden Zufall in diese Situation versetzt, schlicht unspielbar und benötigt theoretisch einen Neustart des gesamten Abenteuers.

Das bringt mich in eine unheimlich schwierige Situation, was die Zahlenwertung dieses Spiels angeht. An sich macht es Spaß, sieht gut aus und kann ein interessantes Gameplay aufweisen, wird halt nur durch diese eine Mechanik extrem nach unten gezogen. Daher bleibt mir leider nichts anderes möglich, die Wertung dementsprechend anzupassen.

Redaktionswertung

5

Für Genre-Fans

Zum Wertungssystem

Unser Fazit zu The Mummy Demastered

Meinung von Max Kluge
The Mummy Demastered ist ein Metroidvania-Abenteuer mit einer interessanten Gameplay-Prämisse, tollen Umgebungen und spannenden Bossfights. Die Steuerung geht locker von der Hand und die Fähigkeiten, die ihr im Verlauf des Spiels bekommt, lassen einen den Fortschritt der Spielfigur spüren. Leider verwandelt die Todes-Mechanik das komplette Gameplay in ein extrem frustrierendes Spielerlebnis und bietet einem keinerlei Entkommen, wenn man sich erst einmal in einer gewissen Situation festgefahren hat. Das ist meines Erachtens nach für jedes Videospiel ein absolutes No-Go.
Mein persönliches Highlight: Die vielseitigen Umgebungen und die spannenden Bossfights

Kommentare 15

  • DatoGamer1234 Odyssee,ya see! - 17.11.2017 - 11:05

    Wird wohl eher nicht geholt, wenn man bedenkt wie viele Meisterwerke in letzter Zeit auf der Switch erschienen sind.
  • EdenGazier Turmbaron - 17.11.2017 - 11:07

    Ich bin nicht ein einziges Mal gestorben im Spiel hab noch ein Screenshot, weil Kollege mir nicht glaubte. Man bekommt eine Statistik am Ende des Spiels

    Das Dpiel ist einfach der Hammer. Geiler Soundtrack gute Kopierte Elemente aus Metroid und Cadtlevania.
    Bissle teuer für gerade mal 5 Stunden Spielspaß.
    Das wie gesagt mit den Tod und beschaffen kenne ich nicht.

    Bosse waren schon gemacht. Aber allesamt zu einfach

    Für mich ne glatte 8
  • mrboone Turmbaron - 17.11.2017 - 11:08

    Schade, ich hatte mir hier viel erhofft von. Der Hauptkritikpunkt wäre auch für mich ein NoGo, wenn er sich tatsächlich in dieser Form häufen sollte...
  • Max Kluge Damn Good Coffee... - 17.11.2017 - 11:11

    @EdenGazier

    Das ist natürlich auch eine Möglichkeit :D In der Tat glaube ich dir, dass das Spiel für dich eine wirklich tolle und runde Sache war. Ich bin schon fast glücklich, dass ich den "Bug" herausgefunden hab, ich bin auch nicht all zu oft gestorben (außer beim ersten Boss..), aber das eine Mal war dann der ausschlaggebende Punkt :(
  • otakon Ssssswitch - 17.11.2017 - 11:24

    Oje das mit dem sterben und Items zurückholen klingt ätzend... denke ich verzichte, gibt eh genug andere interessante Spiele... ist nur schade weil ich WayForward Spiele sonst immer sehr mag.
  • EdenGazier Turmbaron - 17.11.2017 - 11:27

    @Max Kluge

    Ich glaube wenn ich dich richtig verstanden habe. Hast du die sw kurz nach dein ableben beendet und neu gestartet?

    Das geht auch bei has been Heroes. Da hab ich es genutzt
  • Max Kluge Damn Good Coffee... - 17.11.2017 - 11:33

    @EdenGazier

    Helf mir mal kurz auf die Sprünge, was meinst du mit sw? xD

    Edit: Falls du Software meinst: Nein, habe ich nicht und ich bin mir auch nicht sicher, ob das funktionieren würde. Das Spiel speichert die ganze Zeit automatisch. Die Speicherstationen sind daher eher als Wegpunkt zu verstehen. Ein bisschen, wie bei Dark Souls die Bonfire.
  • EdenGazier Turmbaron - 17.11.2017 - 11:53

    @Max Kluge

    Ach so dann hab ich das mit dem bug es nicht verstanden
    Ja sw = Software
  • Joe Schippert Loading... - 17.11.2017 - 12:00

    Ich hätte es gern gehabt, aber das mit der Todesmechanik is bescheuert!
    Btw RIVE ist direkt mal mit Angebot erschien, ist das ne News wert, klar!
    Aber ich bin auch off. Switch nehm ich aber mit!
  • Troplay Turmritter - 17.11.2017 - 12:31

    Also ich fand genau das mit den Toden am besten und es ist authentisch. Sind wir mal ehrlich, früher war Tot auch Tot. Hier wird eine Lösung zwischen Speichern und Permadeath gefunden. Wayforward hat hier wie ich finde und auch meine Zuschauer ein solides Spiel abgeliefert, das mich komplett eingenommen hatte, obwohl ich mit dem Film nichts am Hut hatte.

    Ich muss hier wirklich das erstmal ntower für die Bewertung kritisieren. Das hier ein Spiel mit Logik veröffentlicht wurde, ist also nun ein NoGo ? Der ursprüngliche Held ist tot. Das hier dann ein neuer Agent erscheint und dann den alten der zu einem Untoten wurde vernichten muss, der nebenbei gemerkt nicht gerade stark ist, finde ich als geilste Lösung ever.

    Ich kann das Spiel für Metroid Fans empfehlen.
  • air Turmritter - 17.11.2017 - 13:36

    Hört sich für mich nach einem "zu" schweren Spiel an, dass deshalb abgewertet wird. Die Jugend von heute ist nichts mehr gewohnt. :)
  • Booyaka Ƭнє Ɯιтcн ιѕ ση тнє Sωιтcн !!! - 17.11.2017 - 13:38

    @air Wollte ich auch grade schreiben ich finds schrecklich wie verweichlicht die Gamer heute sind wegen mir hätte das Game gerne noch ne Ecke schwerer sein dürfen.
  • Oblomov nichts ist real - 17.11.2017 - 14:13

    Am meisten stört mich an dem Titel wenn überhaupt die kurze Spieldauer. Ist sicherlich kein Meilenstein des Genres, aber die Wertung wirkt schon ein wenig hart.
    Erinnert mich optisch übrigens stark an Aliens Infestation (ebenfalls von Way Forward entwickelt)
  • Max Kluge Damn Good Coffee... - 17.11.2017 - 16:19

    @air und @Booyaka

    Nein, das ist absolut nicht der Fall. Ich fuchse mich gerne durch schwere Spiele durch und finde es furchtbar, wenn mich Spiele an die Hand nehmen. Ich liebe die Dark Souls-Reihe und erkunde grade mit großer Freude die Welt von Nioh. Das Problem an The Mummy ist leider, dass es einen bestimmten Punkt gibt, ab dem es unfair wird. Und das ist der, an dem du mit 99%iger Gewissheit nicht mehr zu deinem Loot zurückkommst und auch nach stundenlangem Versuchen, nichts gebacken bekommst.

    Das Spiel gibt dir die Möglichkeit zu speichern. Wäre das nicht der Fall, könnte ich eure Perma-Death Logik nachvollziehen und dann wäre es für mich absolut in Ordnung. In den alten Castlevanias hat das ja auch super funktioniert. Allerdings ist dieses Spiel hier eher im Format von Dawn of Sorrow aufgebaut. Dass man nach 6 Stunden Spielzeit kurz vor dem Endboss steht, diesen aber nicht zu Gesicht bekommt, weil man sein Loot am anderen Ende der Welt verloren hat und es nicht wiederbekommt, weil die Mobs schlicht zu zahlreich (nicht schwer) sind, ist für mich leider "broken".

    @Troplay

    Ich kann verstehen, was du meinst. Ich kritisiere an dem Spiel auch nicht unbedingt die Mechanik, sondern eher die Situation, die daraus entstehen kann bzw. das fehlende Balancing. In Bloodborne isses ja z.b. auch so, dass du erst mal wieder deine Blutpunkte (oder wie auch immer die Dinger genannt werden) aufsammeln musst, indem du teilweise Gegner besiegst, die diese aufgenommen haben. Dort kannst du aber theoretisch auch ohne es zu schaffen diese wieder aufzunehmen weiterspielen, auch wenn es schmerzhaft ist. Ich mag das Konzept, in The Mummy ist es allerdings leider nicht durchdacht. Es kann halt soweit kommen, dass man das Spiel neustarten muss, und das empfinde ich in einem Spiel diesen Formats (siehe Antwort an air) einfach als absolut nicht angemessen. Hätte man zumindest einen weiteren Container behalten, sähe das schon ganz anders aus. Mit 99 Leben ist das Ganze bei einigen schweren Räumen schlicht sehr knapp bemessen und ich denke, dass ich da sicher nicht der einzige bin, der sich daran stoßen würde.


    Ergänzend zum Schluss:

    Die Wertung "5" bekommt bei uns den Untertitel "Für Genrefans". Ich glaube nicht, dass man mit dem Spiel absolut keinen Spaß haben kann, zumal es mir ja selbst über rund 80% der Spielzeit großen Spaß gemacht hat. Ich denke aber auch, dass es, genau wegen dem angesprochenen Problem, nicht für jeden geeignet ist. Von daher können eure persönlichen Wertungen natürlich abweichen. Diese Problematik kann man natürlich sehr schlecht in einer Zahl als Note zusammenfassen.
  • rongar Turmbaron - 17.11.2017 - 18:32

    Also ich hatte auch genau so einen Fall: In der Stadt an einem total von starken Feinden bevölkerten Platz gestorben. Um mit der Grundausrüstung dort wieder hinzukommen war fast unmöglich. Ich habe es nach ca. 40 Versuchen doch noch geschaft und mich natürlich gefreut wie ein "Großer" - war ein Highlight des Spieles, aber ob das von den Entwicklern so gewollt war, wage ich zu Bezweifeln. Jedenfalls kann ich mich dem Tester bezüglich der Kritik an diesem Spielelement nur zustimmen. Schade eigentlich, weil ansonsten das Spiel recht gut ist. Man muss halt im späteren Verlauf des Spieles ganz genau aufpassen, wo man stirbt, ansonsten wird es nicht nur hart, sondern schlicht und einfach Unfair! Von mir trotzdem 7 Punkte, weil ich jetzt einfach mal etwas über diesen "Fehler" hinwegsehe mit meiner rosaroten "Wayforward-Brille"!!!