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Test zu VVVVVV - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: VVVVVV
  • USA USA: VVVVVV
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
17.11.2017
Vertrieb
Nicalis
Entwickler
Nicalis
Genre
Platformer, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 0
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Kopfstehen und Stacheln ausweichen in VVVVVV

Von Niels Uphaus ()
Ich bin eigentlich ein guter Spieler. Mega Man 9? Zu einfach. Kid Icarus: Uprising auf der Schwierigkeitsstufe 9,0? Mach ich mit links. Nichts ahnend lud ich mir damals also VVVVVV aus dem Nintendo eShop des Nintendo 3DS herunter und freute mich auf ein kreatives 8 Bit-Spiel. Und was passierte? Ich spielte das Spiel innerhalb von 2 1/2 Stunden durch. Nicht besonders lang. Wie oft bin ich gestorben? 1.337 Mal. Wie oft ich davor war, meinen Nintendo 3DS an die Wand zu werfen? Zu oft. Und jetzt schicken mich meine geschätzten Kollegen wieder zu diesem Spiel, dieses Mal jedoch auf der Nintendo Switch. Aber kommen wir jetzt erst einmal zu den näheren Details dieses durchaus anspruchsvollen Titels.

Manchmal ist die Decke eben doch der sicherere Ort.

In VVVVVV spielt ihr Viridian, ein 8 Bit-Figürchen, das auf einer Raumstation arbeitet. Dort kommt es zu einem tragischen Unfall und ihr und eure fünf Kollegen werdet in die Weiten des Weltraums verstreut. Nun ist es eure Aufgabe, eure Freunde zu finden und zu retten. Nachdem ihr aus einem Teleporter ausgespuckt werdet, seid ihr in einem von vielen One-Screen-Levels. Ihr werdet schnell feststellen, dass ihr nicht springen könnt. Wie sollt ihr also nun über die kleine Erhebung auf dem Boden kommen? Ganz einfach: Ihr könnt die Schwerkraft verändern. Dafür müsst ihr nur einen Knopf drücken und schon steht ihr an der Decke. Drückt ihr erneut die Taste, seid ihr wieder unten. Das ist eigentlich schon das komplette Spielprinzip. Nachdem ihr nun kopfüber den Bildschirm verlassen habt, befindet ihr euch auf dem nächsten Screen. Jeder dieser Bildschirme hat einen eigenen Namen. Diese sind zumeist sehr lustig und erinnern an andere berühmte Videospiele. Dabei ist es auch nicht schlimm, dass das ganze Spiel auf Englisch ist. Bei einer Lokalisierung wäre viel Charme verloren gegangen.

Kurz darauf tauchen das erste Mal eure Erzfeinde auf: Stacheln. Eine Berührung und ihr seid tot. Toll, denkt ihr, ich gehe einfach an die Decke und weiche aus. Das funktioniert auch anfangs, doch spätestens, wenn überall Nadeln sind, steht ihr vor einem Problem. Denn ihr könnt nur die Gravitation ändern, wenn ihr auf festem Boden steht. Und genau dies macht das Spiel so unglaublich schwer. Gott sei Dank gibt es sehr, sehr viele Checkpoints im Spiel, sodass ihr bei schweren Stellen sofort wieder von vorne anfangen könnt. Ihr habt auch keine Lebensanzeige. Das heißt, ihr könnt den Level so oft probieren, wie ihr wollt. Damit ihr auch immer wisst, wo ihr gerade in der Welt seid, könnt ihr euch eine Karte einblenden lassen.

VVVVV ist ein kurzes, aber anspruchsvolles Spiel!
Innerhalb der Levels trefft ihr auf kleine leuchtende Kugeln, die sogenannten Trinkets. Diese schalten einige nette Goodies frei. Zu diesen komme ich später noch. Ein Wort zur Musik: Der Soundtrack ist fantastisch. Die 8 Bit-Lieder sind wunderschön und motivieren ungemein. Eines der Lieder hatte ich zeitweise sogar als Handyklingelton. Ihr braucht aber nicht unbedingt alle Trinkets zu suchen, um alles freizuschalten. Erstens sind diese extrem schwer zu erreichen und zweitens könnt ihr sämtliche Unlockables im Optionsmenü freischalten. Und damit meine ich alles. Ihr könnt sämtliche Time Trials absolvieren, besitzt sämtliche Soundtracks und auch alles andere. Dies ist eher unüblich, aber bei dem Schwierigkeitsgrad wahrscheinlich notwendig, da die wenigsten alle diese Kugeln kriegen werden. Nachdem ihr allen Hindernissen ausgewichen seid, findet ihr euer erstes Teammitglied wieder und reist zurück auf das Raumschiff. Ab jetzt habt ihr die Möglichkeit, die ganze Oberwelt zu erkunden. In dieser Oberwelt sind auch direkt die Levels integriert. Bei manchen Teammitgliedern, die ihr findet, müsst ihr nach einem erfolgreichen Warp in die graue Welt. Dort sind die einzelnen Screens besonders hart.

Die Story wird in den Leveln per Textboxen erzählt.

Das Spiel erschien bereits vor einiger Zeit auf dem PC und dem Nintendo 3DS. Die Nintendo Switch-Version hat neben von Fans erstellten Leveln auch einen neuen Grafikfilter, der das Spiel zum Beispiel schärfer wirken lässt. Gerade die zusätzlichen Level sind schön, da das Hauptspiel recht kurz ist. Nachdem ich weiter oben über den großartigen Soundtrack gesprochen habe, möchte ich an dieser Stelle auch die Grafik erwähnen. Diese ist komplett Retro und an alte 8 Bit-Spiele angelehnt.

Bisher habe ich das Spiel nur gelobt, aber es gibt etwas, das ich ihm ankreiden möchte. Manche Stages sind einfach unfair. Da gibt es zum Beispiel einen Tunnel, an dessen Wänden man immer wieder abprallt. Durch diese Röhre schießen immer wieder Kugeln, die euch bei einer Berührung sofort töten. Und diese Hölle müsst ihr 60 Sekunden lang überleben. Alle 5 Sekunden wird ein Checkpoint eingerichtet. Trotzdem starb ich über 100 Mal.

Exklusiv in der Nintendo Switch-Version des Spiels habt ihr zudem einen Zweispielermodus, mit dem ihr lokal zusammen mit einem Freund die Weltraumstation unsicher machen könnt. Ich bevorzuge jedoch auch weiterhin in Einzelspielererfahrung. Dennoch ist es eine interessante Funktion, die man dank des Konzepts der Hybridkonsole überall ausprobieren kann.

Redaktionswertung

8

Spiele-Hit

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Unser Fazit zu VVVVVV

Meinung von Niels Uphaus
Das Konzept von VVVVVV ist so simpel und doch kann es extrem fordernd sein. Durch den simplen Grafikstil legt das Spiel seinen Fokus auf das reine Gameplay. Der Soundtrack ist fantastisch und auch das Leveldesign kann überzeugen. Auch wenn der Titel relativ kurz ist, sollte man VVVVV in seiner Spielebibliothek haben. Solltet ihr jedoch den Titel bereits für PC oder Nintendo 3DS besitzen, dürfte sich nur der Mehrspielermodus als erneuter Kaufgrund anbieten.
Mein persönliches Highlight: Die Musik von VVVVVV gehört zu den besten 8-Bit-Tracks überhaupt.

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