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Test zu Landwirtschafts-Simulator: Nintendo Switch Edition - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Landwirtschafts-Simulator: Nintendo Switch Edition
  • USA USA: Farming Simulator: Nintendo Switch Edition
  • Japan Japan: Farming Simulator: Nintendo Switch Edition
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
07.11.2017
Vertrieb
Focus Home Interactive
Entwickler
GIANTS Software
Genre
Simulation
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Moderne Landwirte spielen unterwegs!

Von Dennis Gröschke ()
Nun ist es wieder soweit, ein neuer Teil des Landwirtschafts-Simulators steht an, dabei sind meine Wunden vom letzten Test doch noch gar nicht verheilt. Schon seit einiger Zeit war klar, dass ich wieder den neuen Teil testen darf. Also habe ich schon vorher Ausschau gehalten und unsere News auf ntower zum kommenden Ableger für die Nintendo Switch verfolgt. Das was ich dort, auch in Videoform, zu sehen bekam, sah allerdings im Gegensatz zum letzten Ableger für den Nintendo 3DS gar nicht so schlecht aus. Im Gegenteil, das gezeigte Material sah sogar sehr ansprechend aus und schien sich eher an den Versionen für die stationären Konsolen zu orientieren. Einer meiner größten Kritikpunkte beim Landwirtschafts-Simulator 18 waren die fehlenden Tutorials. Ob diese nun beim Landwirtschafts-Simulator: Nintendo Switch Edition enthalten sind, lest ihr im folgenden Test.

Ein stimmungsvolles Intro macht Lust auf mehr

Das Spiel begrüßt euch mit einem schön gestalteten Intro, welches einige Umgebungen und Fahrzeuge des Spieles mit real gefilmten Szenen zeigt. Zusammen mit der guten Musikauswahl hinterlässt das Intro einen tollen ersten Eindruck. Nach einer kurzen Ladesequenz offenbart das Spiel sein Hauptmenü und es sind tatsächlich die bereits angesprochenen Tutorials enthalten. Zur Verfügung stehen euch Ackerbau, Düngen, Ballen pressen, Schweine, Kühe und Forstwirtschaft, wobei ich mich als erstes auf das letzte Tutorial stürze. Nach einer kurzen Ladezeit, die mit Tipps zum Spiel garniert sind, stehe ich auch schon auf einer Wiese, nicht weit von meinem Traktor entfernt.

Ihr startet gemütlich mit dem ersten Tutorial.

Das Spiel steuert sich aus der Ego-Perspektive, ganz so wie man es aus beispielsweise aus Action-Adventures gewohnt ist. Mit dem linken Analog-Stick bewege ich meinen Landwirt, mit dem rechten kann ich mich derweil umsehen. Den „Lumberjack Song“ von Monty Python auf den Lippen fordert mich das Spiel auf, die Kettensäge hervorzuholen. Rhythmisch knattert meine „Holzschneide“ vor mir auf und ich muss unweigerlich an Ash aus „Tanz der Teufel“ denken, bin halt schon ein älterer Landwirt, was will man machen. Schritt für Schritt führt das Tutorial mich durch die ersten Herausforderungen und ich lerne, dass sich das Spiel Zeit nimmt, mir alles in Ruhe zu erklären, was mich positiv stimmt und entspannt. Also auf zum ersten Baum und los geht´s!

Ich stehe also an meinem ersten Baum und versuche die Kettensäge anzusetzen, finde aber nicht die richtige Position. Moment mal, was stand da eben noch? Ich muss die Kettensäge erst neigen, damit ich sie in den Baum treiben kann. Eigentlich logisch, denke ich mir und säge meinen ersten Baum ab. Glücklicherweise fällt er auch einigermaßen günstig und erschlägt mich nicht. In den folgenden Schritten muss ich noch ein Stück vom liegenden Baum abschneiden, damit ich es auf meinen Anhänger laden kann. Das Abschneiden gelingt mir dabei noch mühelos, meine Kettensäge ist halt immer noch hungrig, ein wenig schwieriger gestaltet sich das Aufladen des Baumstammes. Dazu muss ich zunächst zu meinem Traktor laufen, der samt Anhänger mit Greifarm in der Nähe steht und mit diesem zum Baumstamm hinfahren. Habe ich Traktor samt Anhänger gut positioniert, wechsele ich das „Fahrzeug“, steige also auf den Anhänger um mit dem Greifarm den Baumstamm aufzuladen. Dabei fällt mir auf, dass sich mit jeder neuen Tätigkeit der Kontext ändert. Die Schultertasten sind im Landwirtschafts-Simulator sehr wichtig und werden häufig in Verbindung mit einer weiteren Taste verwendet, um eine Aktion auszuführen. Dabei ändert sich der Kontext je nach Verwendung des Gerätes oder Fahrzeugs. Zum Beispiel konnte ich als Landwirt mit der Kettensäge in der Hand durch Betätigung und Halten der linken Schultertaste inklusive Neigung des rechten Analog-Sticks die Kettensäge in eine horizontale Position bringen. Sitze ich dann im Anhänger und möchte den Baumstamm mittels Greifarm aufladen, steuere ich durch dieselbe Tastenkombination den Schwenkarm nach rechts.

Technisch gesehen gilt der Baumstamm doch als aufgeladen, oder?

Weiterhin stehen mir mit den Schultertasten jede Menge Optionen zur Verfügung: den Schwenkarm senken, den Greifer, der letztendlich den Baumstamm greifen soll, öffnen oder schließen oder auch den Schwenkarm verlängern, weil ich zum Beispiele nicht nah genug rangefahren bin. Ich möchte hier natürlich nicht auf jedes einzelne Detail eingehen, aber das hat mir dann schon ein wenig die Augen geöffnet und steuert sich ziemlich gut. Jede Aktion ist gut verständlich erklärt und lässt sich völlig unproblematisch ausprobieren. Dabei sind auf der linken Schultertaste andere Aktionen abgelegt, als auf der rechten Schultertaste. Haltet ihr beide gedrückt, ändert sich nochmals die Auswahl.

Ich musste mich erst einmal daran gewöhnen, aber eigentlich liegt es auf der Hand. Es handelt sich um eine Simulation. Das bedeutet, jede Aktion und jeder Handlungsschritt muss einzeln ausgeführt werden. In der Realität, und die soll eine Simulation ja abbilden, muss ich auch jeden Handgriff einzeln tätigen und mich an eine gewisse Reihenfolge halten, sonst komme ich nicht zum Erfolg. Schlussendlich machte mir das Aufladen des Baumstammes viel Spaß und ich konnte das Tutorial erfolgreich abschließen. Da ich mit dem letzten Tutorial begonnen hatte, blieb es nicht aus, mich auch mit den anderen Einführungen zu beschäftigen.

Beim Ackerbau gestalten sich die Tätigkeiten ein wenig anders, ganz einfach, weil man dort viel mehr mit großen Maschinen zu tun hat. Ich glaube hier merkt man am ehesten noch die Liebe zum Detail, finden sich doch jede Menge Fahrzeuge im Spiel, über 250 möglichst akkurat gestaltete Fahrzeuge und Geräte, wenn man nach Presseaussagen geht. Sitzt ihr in einem dieser Fahrzeuge, könnt ihr die Kamera frei um euch umher schwenken lassen und somit auch eine exakt über dem Traktor sitzende Vogelperspektive einnehmen. Selbstverständlich könnt ihr auch näher heranzoomen, um Details am Fahrzeug oder den angehängten Geräten zu erkennen (beispielsweise ob das Gerät sich auch korrekt bewegt, auch wenn dies häufig akustisch schon gut zu hören ist).

Ihr könnt die Fahrzeuge auch aus der Ego-Perspektive steuern und euch darin auch umsehen. Klasse!

Mein Highlight ist jedoch die Möglichkeit sein Fahrzeug aus der Fahrerkabine zu steuern. Hier könnt ihr euch auch unabhängig von der Fahrtrichtung umsehen und die komplette Erfahrung aus Sicht des Landwirtes genießen – großartig! Doch die Immersion ist dadurch noch nicht perfekt, auch wenn die (wahrscheinlich akkurate) akustische Untermalung mit den Geräuschen des jeweiligen Fahrzeuges dies nahelegt. Wer hätte das gedacht, aber auch ein Landwirt muss nicht auf Musik verzichten, so findet sich in den meisten Fahrzeugen auch ein Radio was ihr anschalten könnt. Zur Auswahl stehen ein Sender für Rockmusik, einer für Electro-, einer für Pop- und schließlich ganz klassisch für Country-Musik. Hier findet sich für unterwegs immer ein passender Song und auch wenn keine bekannten Songs dabei sind und auch keine Ansager die die musikalische Beschallung unterbrechen, ich hätte nie gedacht, dass ich in einem Test zum Landwirtschafts-Simulator mal eine Parallele zur Grand Theft Auto-Reihe ziehen könnte.

In den Tutorials kratzt das Spiel allerdings nur an der Oberfläche, auch wenn einige weiterführende Tätigkeiten, wie Schweine kaufen, dort bereits auf ein Wirtschaftssystem schließen lassen. Bis zum Abschluss der zur Verfügung stehenden Tutorials habt ihr bereits 2-3 Stunden mit dem Spiel verbracht und sowohl die grundlegenden Elemente der Steuerung, als auch die audiovisuelle Untermalung kennengelernt. Die Umgebungen im Spiel sind dabei sehr liebevoll und detailreich gestaltet, je nach Szenario finden sich Felder, Bäume, Gebäude, Straßen und auch Tiere in eurer Umgebung. Ihr könnt mit eurem Landwirt die Gegend eigenständig zu Fuß erkunden, euch hinhocken, rennen und springen. Die Umgebungsgeräusche der jeweiligen Landschaft tragen da natürlich zu bei, auch hier fühlt ihr euch direkt an den jeweiligen Ort versetzt, teilweise seht ihr auch die Pollen durch die Luft fliegen. Grafik und Akustik sind also sehr schön ausgestaltet und lassen vergessen, dass es sich hierbei „nur“ um eine portable Version handelt. Hier verschwimmen die Grenzen zwischen den stationären Konsolen und der Nintendo Switch. Es ist wirklich ein massiver Schritt in die richtige Richtung, weg von den massiv gestutzten Fassungen eines Nintendo 3DS. Genug von den offensichtlichen Neuerungen und der audiovisuellen Umsetzung, das Kernstück des Spieles bildet natürlich die Karriere, die wir uns nun genauer ansehen werden.

Die Karriere bildet den Kern des Simulators

Neben den bereits vorgestellten Tutorials, die wirklich einen guten Einblick in die Steuerungsmechaniken und Basistätigkeiten geben, steht euch auch noch der „Karriere-Modus“ zur Verfügung. Startet ihr diesen Modus, stehen euch 6 Speicherplätze zur Verfügung und ihr könnt aus drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden wählen. Der einfache Schwierigkeitsgrad macht es euch insbesondere zu Beginn sehr einfach. Ihr startet mit einem ordentlichen Startkapital, die Preise, die ihr auf dem Markt erzielen könnt, sind höher und einige Spielelemente sind noch vereinfacht. Die Standardeinstellung von Seiten des Spieles stellt der normale Schwierigkeitsgrad dar, den auch ich für meine Karriere ausgewählt habe. Der Kredit bei der Bank ist noch im Rahmen und die Preise für eure Erträge sind akzeptabel, ihr habt also noch Luft zum Atmen und agieren. Für Profis und solche, die das Spiel bzw. seine Vorgänger bereits gut kennen, stellt der schwere Schwierigkeitsgrad eine ausreichende Herausforderung dar. Euch wird nichts geschenkt, im Gegenteil, euer Kredit bei der Bank ist erdrückend und ihr erhaltet wenig Geld für eure eingefahrenen Produkte. Hier wird so gut wie möglich die Realität abgebildet. Ich würde euch hier dringend den einfachen bzw. maximal den normalen Schwierigkeitsgrad ans Herz legen, da ihr euch insbesondere zu Beginn erst einmal einen Überblick über eure Länder und Geräte verschaffen solltet.

Im Anschluss an den Schwierigkeitsgrad wählt ihr noch aus zwei zur Verfügung gestellten Szenarien, hier Karten genannt, aus. Zum einen „Goldcrest Valley“, was wie der Name schon verrät in den USA angesiedelt ist, zum anderen „Sosnovka“, welches auf eine russische Ortschaft hindeutet. Unabhängig von eurer Wahl startet ihr auf eurem Hof und könnt euch zunächst einmal zu Fuß umsehen. Je nach Schwierigkeitsgrad stehen euch bereits einige Fahrzeuge und Gerätschaften zur Verfügung und auch ein gewisses Startkapital für Investitionen.

Neben der klassischen Feldwirtschaft stellt euch das Spiel auch Nutztiere zur Verfügung.

Ich bin zunächst einmal mein Gelände abgelaufen und habe mich mittels jederzeit einblendbarer Karte orientiert. An meinen Feldern stehen bereits die jeweiligen Fahrzeuge, jederzeit fertig zum Bewirtschaften des jeweiligen Feldes, inklusive eines Pick-up direkt vor meinem Gebäude. Mittels des Steuerkreuzes könnt ihr euch durch die verschiedenen Fahrzeuge durchschalten, im Goldcrest Valley stehen auch dabei schon ein beachtlicher Fuhrpark zur Verfügung, inklusive zweier Lokomotiven! Zunächst habe ich meinen Mähdrescher gestartet um mein Getreide zu bearbeiten, doch wie soll ich mich gleichzeitig um meine anderen Felder kümmern, die ebenfalls bestellt werden wollen? Ganz einfach, ihr könnt dazu einen Helfer einstellen. Dies funktioniert ganz einfach und wird euch vom Spiel als Option zur Verfügung gestellt, wenn ihr in einem eurer Fahrzeuge sitzt und eine Aktion gestartet habt.

Also besetzt ein Helfer meinen Mähdrescher, den nächsten setze ich in meinen Traktor, um die Aussaat auf meinem anderen Feld auszubringen. Die Helfer kosten euch selbstverständlich Geld, aber das ist ja auch verständlich, schließlich arbeitet auch virtuell niemand umsonst. In der Zwischenzeit habe ich mir mal die beiden zur Verfügung stehenden Lokomotiven angesehen und auf dem Gelände doch tatsächlich ein Goldnugget gefunden! Weitere sollen laut Spiel in der Gegend verteilt sein, na dann mal auf! Mit den Lokomotiven kann man zu Beginn des Spieles allerdings noch nicht viel anfangen, in den Silos bei denen sie „geparkt“ sind, befindet sich ja noch keine Ware. Aber im Führerhaus einer Lokomotive sitzt man ja auch nicht alle Tage, also fahre ich mit dem Zug eine kurze Strecke auf und ab. Wie gut, wenn man seine eigenen Schienen hat und sich nicht verfahren kann.

Missionen bringen euch schnell Geld ein

Um nicht vollständig den Überblick zu verlieren, erhaltet ihr rechts oben eine schriftlich eingeblendete Nachricht, wenn bei einem eurer Helfer eine unvorhergesehene Situation (Fahrzeug blockiert) stattfindet oder eines der Fahrzeuge nahezu voll oder leer ist, je nach Aufgabe. Nach kurzer Zeit meldet also mein Mähdrescher, dass er fast vollständig gefüllt ist. Ich wechsele also von der Lokomotive umgehend in meinen Traktor samt Anhänger neben dem Weizenfeld und positioniere mich entsprechend für den Mähdrescher gut erreichbar. Nun wechsele ich in den Mähdrescher (entlasse den Helfer, bezahlt wird er ja automatisch) und fahre neben meinen Traktor, um das Korn mittels Rohr in den Anhänger laufen zu lassen. Zum Traktor gewechselt liefere ich das Korn dann in meinem Silo ab und lasse den Mähdrescher den Rest des Feldes beackern, selbstverständlich wieder mittels Helfer.

Um im Spiel an Geld zu kommen, bleibt es nicht aus, Missionen anzunehmen.

Bisher habe ich aber lediglich gearbeitet und Arbeiten lassen, aber noch kein Geld verdient. Das Korn lagert noch im Silo und die Helfer sind noch auf den Feldern beschäftigt und bekommen ihren Lohn dafür. Also schwinge ich mich in meinen Pick-up und fahre ein wenig durch die Gegend. Nach kurzer Zeit schon sehe ich ein Interaktionssymbol an einem der Felder an der Straße gelegen. Ich halte an und steige aus, um mir das mal aus der Nähe anzusehen. Tatsächlich, hier bittet ein anderer Landwirt mich darum, sein Feld zu Düngen und bietet mir dafür eine ordentliche Summe für meine Arbeit. Ich nehme das Angebot (im Spiel Mission genannt) an und mache mich an die Arbeit. Das entsprechende Fahrzeug für die Arbeit besitze ich bereits, brauche mir also darüber keine Gedanken machen. Wenn ich die Mission annehme steht mir mein Fahrzeug auch unmittelbar zur Verfügung und ich kann sofort loslegen. Für diese Arbeit kann ich keinen Helfer einstellen, hier fährt der Chef noch persönlich. Halte ich mich an die vereinbarte Zeit (ein Countdown wird euch eingeblendet und ist in der Regel großzügig bemessen) und erledige die Arbeit ordentlich, bekomme ich das versprochene Geld und kann mich zum nächstgelegenen Feld begeben. So verdient man also schnelles Geld im Landwirtschafts-Simulator.

Nun wird es Zeit sich mal in den Menüs umzusehen, die ihr jederzeit mit Hilfe der +-Taste aufrufen könnt. Spätestens jetzt wird einem klar, dass alles das, was ich bisher beschrieben habe, nur die Spitze des Eisberges darstellt. Im aufgeklappten Kartenmenü könnt ihr alle eure Ländereien ansehen und welche Fahrzeuge dort im Moment beschäftigt sind. Weiterhin ist dort ersichtlich, welchen Status das jeweilige Feld hat, ob es also erntereif ist, ob eine Aussaat getätigt werden sollte oder der Dünger aufgebracht werden muss. Schaltet ihr euch mittels Schultertasten durch die Menüs, findet ihr eine komplette Übersicht über die derzeitigen Preise am Markt für Produkte, die ihr anbaut, oder die Tiere, die ihr versorgt. Sämtliche Fahrzeuge, die sich in eurem Bestand befinden, wie alt diese sind und was für Unterhaltskosten anfallen, könnt ihr ebenfalls einsehen. Die Finanzen listen euch detailliert auf, welche Kosten derzeit entstanden sind und welche Einnahmen ihr generiert habt. Der nächste Reiter offenbart euch euren Tierbestand und alles was dazu gehört, wie die produzierte Wolle bei den Schafen oder wie sauber der Kuhstall ist. Futter ist hier selbstverständlich auch ein großes Thema, kein Tier lebt von Luft und Liebe allein. Schlussendlich könnt ihr euch in den Statistiken alle eure bisher erreichten und geleisteten Arbeiten ansehen und wieviel Zeit ihr dafür aufgebracht habt.

Es gibt unwahrscheinlich viele Statistiken, aber auch Hilfe-Menüs.

Abgerundet wird der Menüreigen mit den allgemeinen Einstellungen und den spielbezogenen Einstellungen. In den allgemeinen Einstellungen könnt ihr verschiedene Einheiten einstellen – Euro oder Dollar bzw. Kilometer oder Meilen – oder auch die Y-Achse invertieren, die Lautstärken des Spieles justieren, ob das Radio nur in den Fahrzeugen laufen soll oder auch allgemein im Spiel usw. Die „Spiel Einstellungen“ beziehen sich auf die Zeitskalierung im Spiel, ob die Gerätschaften langsam verschmutzen oder schnell, ob die Helfer automatisiert die Fahrzeuge mit Saatgut, Dünger oder Treibstoff betanken und wie schnell die Pflanzen im Spiel wachsen oder auch absterben dürfen. Ganz zum Schluss befindet sich noch das Hilfemenü, welches euch zu den Bauernhofgrundlagen, zu den Tieren, zur Forstwirtschaft, zu den Händlern und Geld verdienen allgemein oder zu den Produktionselementen mit erklärenden Worten mit Rat und Tat zu Seite steht.

Insbesondere die Statistiken und Menüs erschlagen den Spieler und machen Mühe alle Abläufe im Auge zu behalten. Aus diesem Grund habe ich diese auch ziemlich zum Schluss erst beschrieben und den Rest davor „beackert“. Im Spiel verhält es sich aber sehr ähnlich, wenn ihr zunächst in Ruhe alle Tutorials spielt und euch an die Mechanismen der Steuerung gewöhnt, seid ihr für die Karriere zumindest gut vorbereitet. Aber auch bei Karrierestart habt ihr bei entsprechendem Schwierigkeitsgrad ausreichend Zeit euch alles in Ruhe anzusehen und durchzulesen. Wenn ihr kein Landwirt seid und die entsprechenden Tätigkeiten nicht kennt, gibt euch das Spiel genug Informationen an die Hand, insbesondere die Hilfen in den Menüs sind dazu geeignet. Ihr solltet euch allerdings auch nicht scheuen, mal eine Internet-Suchmaschine oder YouTube zu konsultieren, auch dort finden sich jede Menge Tipps und Tricks für den Einstieg in das Spiel oder für den weiteren Fortschritt.

Unter der Oberfläche verbirgt sich ein ausgeklügeltes Wirtschaftssystem

Die grafische und akustische Gestaltung des Spieles konnte mich von Beginn an überzeugen, auch wenn weiter entfernte Texturen schon mal flach gehalten werden und erst nach und nach detaillierter werden. Es macht Spaß zu Fuß durch die Landschaften zu laufen, die Gegend zu erkunden und den Umgebungsgeräuschen zu lauschen. Das haben die Entwickler schon sehr gut hinbekommen und es steigert die Immersion ungemein. Die Schrift ist im Handheld-Modus gut zu lesen, am TV allerdings zu klein geraten, insbesondere wenn dort auch die entsprechenden Tasten zur Hilfe abgebildet sind. Die menschlichen Avatare in den Städten und allgemein einige Texturen sind nicht immer hübsch geraten und erscheinen in nächster Nähe etwas grob aufgelöst. Dafür verhält sich die künstliche Intelligenz der Tiere ihrer Gattung entsprechend und ist mit einem gesegneten Appetit ausgestattet.

Was ich zu Beginn des Testes nicht gedacht hätte: Der Landwirtschafts-Simulator: Nintendo Switch Edition macht Spaß und fordert sowohl die Geduld als auch die Multitasking-Fähigkeiten des Spielers heraus, beides aber in positiver Art und Weise. Das macht den Landwirtschafts-Simulator an sich nicht zu einem Spiel für Jedermann, bringt aber das Genre immer weiter auch in den Aufmerksamkeitsbereich der Core-Spieler und das wäre schon Erfolg genug.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Landwirtschafts-Simulator: Nintendo Switch Edition

Meinung von Dennis Gröschke
Ich gebe es offen zu, meine Freude hielt sich in Grenzen, als klar wurde, dass ich auch die Nintendo Switch Edition des Landwirtschafts-Simulators testen sollte. Jedoch war meine Skepsis unbegründet, unterscheidet sich das Spiel doch stark von den bisherigen Titeln für den Nintendo 3DS. Das Spiel nahm mich mit den Tutorials an die Hand und brachte mir nach und nach die erforderlichen Schritte bei. Oftmals musste ich lauthals lachen, als ich mich zum Beispiel wunderte, warum mein Traktor so langsam fuhr, nur um festzustellen, dass ich noch die Stützen des Anhängers ausgefahren hatte und diese auf dem Boden schleiften. Das Spiel ist halt eine Simulation, stellst du die Stützen in der Realität nicht auf, passiert dasselbe. Hat man sich daran gewöhnt, gehen die Steuerung und die Abläufe auch gleich schon flotter von der Hand. Die Präsentation des Spieles macht Spaß und kann begeistern, auch wenn sie den Vergleich mit dem PC natürlich nicht standhalten kann und auch nicht muss. Die Kritikpunkte aus dem vergangenen Test sind beseitigt, ich fühlte mich durch das Programm gut unterstützt und eingeführt. Alle Texte sind in Deutsch verfügbar und in der Regel gut und ausführlich formuliert. Ihr entschuldigt mich, mein Weizenfeld wartet auf mich und die Schweine haben Hunger!
Mein persönliches Highlight: In den Fahrzeugen zu sitzen und diese aus der Ego-Perspektive zu steuern, ist auf jeden Fall mein Highlight!

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