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Test zu Monster Jam: Crush It! - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Monster Jam: Crush It!
  • USA USA: Monster Jam: Crush It!
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
31.10.2017
Vertrieb
GameMill Entertainment, Maximum Games
Entwickler
Team6
Genre
Rennspiel, 3D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Wenn der Titel zum Programm wird...

Von Dirk Apitz ()
„Monster Jam Crush it!“ erschien bereits für andere Plattformen und nun erscheint auch ein Port für die Nintendo Switch. Eigentlich sollten wir uns ja freuen, dass solche Spiele auch für die Nintendo Switch erscheinen und wir alle sind wohl auch der gleichen Meinung, dass die Konkurrenz eher dürftig ist. Nun, so einfach ist es leider nicht. Denn nach nur ein paar Minuten fragte ich mich: Wer hat denn danach gefragt? Gibt es Spiele, auf die man verzichten kann? Definitiv! Nach diesem Spiel hat keiner gefragt, dieses Spiel will auch keiner und Erwartungen werden definitiv nicht erfüllt.

Auch das Shopping-Center in der Wüste bleibt nicht verschont.

Natürlich will ich nicht behaupten, dass die Erwartungen hoch waren, eher im Gegenteil. Ich persönlich wollte nur ein kurzweiliges Rennspiel für zwischendurch und bekam ein Spiel, was schnell wieder von der SD-Karte verschwindet und meinen Speicherplatz schont. Ist das Spiel, warum auch immer, aber installiert, fällt schon das sehr unscharfe Logo auf, aber was soll schon passieren? Also los geht das Spiel und wir wählen den ersten Modus, Arena, aus und der Spaß kommt schon. Mit ZR geben wir Gas, mit ZL bremsen wir den Truck. Weitere Knöpfe sind auch belegt, spielen aber kaum eine Rolle. Nur das schnelle Driften, mit Y, ist in manchen Modi noch wichtig. Mit dem rechten Stick könnt ihr zudem noch Stunts ausführen. In dem ersten Modus habt ihr es auch mit einem klassischen Rennen zu tun. Den richtigen Weg zu finden ist dabei allerdings nicht so einfach. Die Markierungen sind etwas durcheinander und nur mit Glück finde ich dann den richtigen Weg. Dies wird auch später etwas einfacher, da die meisten Strecken nicht so verzweigt sind. Schnell werdet ihr mit der schwammigen Steuerung vertraut und auch die Fahrphysik lässt zu wünschen übrig. Wenn ihr glaubt das wäre alles, dann muss ich euch enttäuschen.

Tatsächlich legt das Wert keinerlei Wert auf Realismus. Ihr könnt eigentlich zu steile Berge erklimmen, was im Modus Bergsteigen dann auch noch einmal zum Tragen kommt, und ihr kippt fast nie zur Seite oder auf den Kopf. Ihr könnt einfach drauf los düsen, ohne euch Gedanken zu machen. Da kommt der Knackpunkt. Dieses Spiel hat keinerlei Tiefe. Die katastrophale Physik lässt euch das Spiel schnell durchschauen. Besser gesagt: Es gibt nichts zu durchschauen. Im Grunde müsst ihr einfach nur losfahren und der Rest wird schon. In Bergsteigen, eine Art Trail-Modus, wird dies erst richtig deutlich. Hier müsst ihr einfach nur das Ziel erreichen. Das Ganze wird in einer halben 2D-Optik präsentiert und es ist nur in eine Richtung möglich. Die Herausforderung besteht eigentlich darin, dass man das Ziel erreicht und sich nicht verheddert. Üblich in so einem Modus ist es, immer das Fahrzeug perfekt auszubalancieren. Hier ist es allerdings gar nicht notwendig. Einfach aufs Gas drücken und es klappt schon, wenn die Strecke nicht gerade verbuggt ist. Dies ist tatsächlich nämlich die größte Herausforderung. So gibt es relativ früh eine Klippe, die ihr anspringt um sie dann mit viel Gas zu erklimmen. Das ist so allerdings gar nicht möglich, da das Spiel euch suggeriert, dass ihr abgestürzt seid. Eine Klippe vorher oder später, war das noch möglich. Aber dank der „Physik“ ist es möglich, diese Klippe zu umgehen, wenn auch nicht so vorgesehen. Neben dem Wald gibt es hier zum Beispiel noch eine Schneelandschaft. Dort gibt es ansonsten noch einen Untermodus, bei dem ihr einfach nur überleben sollt, denn auf der Strecke sind explosive Fässer, die ihr lieber nicht berühren sollt. Dass das alles aber sehr sinnlos ist, liegt daran, dass diese Fässer genau da stehen, wo ihr eh drüber springt. Clever ist das nicht...

GLITCH! Zack sind wir unter der Arena und freuen uns über zusätzliche Punkte...

Ansonsten gibt es noch die Möglichkeit zum Freestyle! In diesem Modus müsst ihr, wieder in der Arena, einfach in einer bestimmten Zeit verschiedene Tricks ausführen. Wer jetzt das nächste Tony Hawk erwartet, wird wieder enttäuscht. Mit dem rechten Stick führt ihr, wie bereits gesagt, die Tricks aus. Also fahrt einfach auf eine Rampe, bewegt mehrfach den Stick und das war es. Hier ist die größte Herausforderung, dass die entsprechenden Rampen auch gefunden werden. Das war es. Doch der vierte, damit auch letzte Modus, ist an Sinnlosigkeit kaum zu toppen. Hier müsst ihr einfach nur alles zerstören und so damit so viele Punkte wie möglich erzielen. Also ihr müsst einfach über Schrottautos, Pflanzen oder Ähnliches drüberfahren. Fertig! Die größte Herausforderung hier? Naja, zu wissen wo die Grenze ist. Denn wenn man zu weit wegfährt, ist man raus. Das Problem daran ist, dass diese Grenzen nicht ausgeschildert sind und sehr nah dran am eigentlichen Geschehen. Zudem, egal über welchen Modus wir reden, sind die jeweiligen Welten nicht wirklich Abwechslungsreich: Stadion, Schnee, Wald und Wüste – fertig.

Auf den ersten Blick sieht es auch so aus, als wäre das Spiel sehr umfangreich. Doch dazu sollten wir bedenken, dass jede Strecke oder jedes Zeitrennen sehr schnell platiniert werden kann. In jedem anderen Spiel hätte ich auch positiv erwähnt, dass es lange dauert, eh wir eben diese Medaillen bekommen. Nur die meisten Strecken sind schon nach nur einem Versuch gemeistert und mit Platin versehen. Das liegt an der fehlenden Spieltiefe. Es ist meistens wirklich nur stumpf auf Gas drücken, die Strecke sehen und fertig. So hatte ich schon nach nur einer Stunde alle Trail-Strecken zum Beispiel geschafft und das mit Platin. Na gut, das ist etwas gelogen. Eine Strecke konnte ich gar nicht starten, da hier das Spiel sofort abstürzt. Wer jetzt meint, dass das Spiel wenigstens zu zweit Spaß macht, der wird auch hier eines Besseren belehrt. Dieses Spiel hat keinen Multiplayer. Das einzige Feature dazu sind die Ranglisten, mit denen ihr online alles abgleichen könnt. So habt ihr nur nach wenigen Stunden im Grunde alles gesehen und freigeschaltet.

Zugegeben, die Autos sehen wenigstens ganz cool und lustig aus.

Da sind wir auch schon beim nächsten Thema. Das Spiel ist technisch nicht nur schlecht, es ist auch unsauber programmiert. Grafisch reißt dieses Spiel keine Bäume heraus und schon gar nicht in Sachen Soundtrack. Die rockigen Songs sind noch halbwegs in Ordnung, die Soundkulisse ist aber ein richtiger Unfall. Besonders wenn ihr eine Strecke spielt, wo es Zuschauer gibt, empfehle ich euch sofort den Ton zu deaktivieren, ansonsten kauft euch eine Menge Aspirin. Wenn ihr dann das Ziel erreicht und ein Gekreische simuliert werden soll, dann wollt ihr am liebsten fluchtartig das Zimmer verlassen. Dazu kommen eben die wirklich unsauberen Geschichten dazu. Eine Strecke kann gar nicht angewählt werden und auch sonst stürzt das Spiel ganz gern ab. Crush it! Das Spiel nimmt seinen Titel diesbezüglich etwas zu ernst. Auch der eine oder andere Bug, den ich hier schon beschrieben habe, kommt immer wieder gern vor. Ansonsten solltet ihr euch nicht wundern, wenn ihr euch plötzlich durch den Boden glitcht. Dies ist scheinbar so gewollt…

Einzig positiv ist das Design der Autos, die wirklich abgefahren sind. Ein ganz normaler Monstertruck oder doch lieber ein Laster? Eine Hai-Karosserie? Alles kein Problem in diesem Spiel. Unterschiede sind allerdings nicht zu bemerken und so bleibt es eine optische Verbesserung.

Redaktionswertung

2

Enttäuschend

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Unser Fazit zu Monster Jam: Crush It!

Meinung von Dirk Apitz
Davon abgesehen, dass das Spiel auch in Sachen Gameplay einfach nur schlecht und langweilig ist und nicht einmal einen Multiplayer liefert, ist es schlichtweg unsauber programmiert. Da haben sich die Entwickler wohl gedacht, dass die Situation auf der Nintendo Switch sofort ausgenutzt werden muss. Immerhin gibt es tatsächlich ganz wenige Arcade-Racer für die neue Konsole. Doch kurzweiliger Spaß will hier einfach nicht aufkommen. In diesem Spiel macht ihr nicht nur Sachen zu Schrott, das Spiel selbst ist Schrott. Harte Worte, aber anders will ich dieses Spiel nicht beschreiben.
Mein persönliches Highlight: Die unkomplizierte Löschung eines Spiels auf der Nintendo Switch! Danke, Nintendo!

Kommentare 9

  • Frank Drebin Spezielle Spezialeinheit - 21.11.2017 - 12:13

    Hmmmm..... Das Spiel war bei mir eigentlich relativ weit oben auf meiner Liste...... Denn sind wir ehrlich: Monstertrucks sind einfach cool.

    Aber jetzt überlege ich es mir zweimal ob ich das Spiel kaufe..... :(
  • MAPtheMOP Mamas Wunschkind - 21.11.2017 - 12:57

    What... Sah auf Bildern imer ganz gut aus und war sogar auf meiner Wunschliste. :O
  • Dirk Apitz Dr. Pepper - 21.11.2017 - 13:03

    @MAPtheMOP

    Vergleiche mal die Bilder im Test oder oben auf der Startseite mit der ps4. Sieht nicht mehr so gut aus, die Version ging aber nicht weniger schlecht weg. Das Spiel ist einfach eine Katastrophe
  • Ralf74 Turmritter - 21.11.2017 - 13:19

    Uuups, da hatte ich mir aber auch deutlich mehr erhofft.
  • Lazarus Turmbaron - 21.11.2017 - 13:22

    Verstehe nicht wie man sich viel von solchen kleinen Schrottspielen erhoffen kann. Ich habe mir schon bei den ersten Bildern gedacht dass das völliger Müll wird. Ist bei solchen Spielen ja nix ungewöhnliches.
  • GameKiller Game Killer - 21.11.2017 - 13:48

    Warum gibt es keine Videos in die Tests?
  • flxwitte Turmritter - 21.11.2017 - 13:58

    @Lazarus

    Hab jetzt keine Ahnung, was das Spiel kostet aber es wird wohl auch keine Hohen entwicklungskosten gehabt haben.

    Da reichen schon ein paar tausend Verkäufe weltweit um „schnelles“ Geld zu machen.
  • R4lph1 Turmritter - 21.11.2017 - 14:26

    Gestern mal wieder durch den Eshop gestöbert... holla die Waldfee kommt viel Murks in letzter Zeit raus, dieses Spiel eingeschlossen. Hätte keine Lust, dass die Switch zu ner Art Indie-Müllhalde verkommt... und dabei mag ich eigentlich meine kleinen Indieperlen... Ich hoffe, dass Nintendo den Shop bald etwas übersichtlicher gestaltet und vlt auch so was wie eine Wertungsfunktion einfügt, was sich wunderbar auch für einen vernünftigen Filter nutzen ließe.
  • Lockenvogel Dumm aber klug! - 21.11.2017 - 17:52

    Überrascht mich jetzt ehrlich gesagt wenig, die Monster Jam-Serie traumatisiert doch schon seit unseligen PS2-Zeiten (vornehmlich) kleine und etwas größere Jungs mit billig produzierten Lizenzgurken für die Schrottpresse. Ernsthaft, ich habe schon ein paar Monster Jam-Ableger für verschiedene Plattformen angespielt und die waren echt alle Mist. Warum sollte das bei Crush It anders sein...