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Test zu Kid Tripp - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Kid Tripp
  • USA USA: Kid Tripp
  • Japan Japan: Kid Tripp: RUN!
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
23.11.2017
Vertrieb
Four Horses
Entwickler
Four Horses
Genre
Platformer, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Ein Tripp von 3DS auf Switch

Von Dennis Gröschke ()
Mein diesjähriger Sommerurlaub sollte etwas ganz Besonderes werden, die Planungen liefen bereits seit Herbst und ich hatte mir extra drei Wochen freigenommen. Warum nicht mal mit dem Flugzeug eine Weltreise machen? Sicher, den Auto-Führerschein habe ich als Kid natürlich noch nicht, das hielt mich aber nicht davon ab, den Pilotenschein zu machen. Der ließ sich ganz einfach als Kurs im Internet bestellen, die Praxisstunden absolvierte ich im Flugsimulator auf dem PC, was sollte da schon schiefgehen? Ich flog da also so vor mich hin und dachte mir nichts Böses, als ich auf einmal einen Giraffenhals vor mir erblickte. War ich doch zu niedrig geflogen? Gibt es Giraffen in Nordeuropa? Scheinbar vom Kurs abgekommen, kollidierte ich mit der Giraffe und stürzte ab. Ich überlebte knapp, befand mich aber seitdem auf der Flucht, da die einheimischen Tiere es auf mich abgesehen hatten und mich verfolgten.

Die Tierwelt hat es auf euch abgesehen!

Da ich zu lange im Flugzeug saß, mussten sich meine Beine erst einmal wieder an die ungewohnte Situation des Stehens gewöhnen und gehorchten mir noch nicht wieder. So kam es, dass ich gefühlt automatisch loslief und nicht mehr stoppen konnte. Zu allem Überfluss führte mich mein Weg allerdings über Stock und Stein, sodass ich gezwungen war, meine Sprungkraft einzusetzen und kleine Steine als Waffen einzusetzen, um mich den Gegnern auf meinem Weg zu widersetzen. Ich konnte also nicht aufhören zu laufen, immerhin war es mir möglich, die Geschwindigkeit zu reduzieren, sodass ich mich zwar bewegen musste, aber die Wahl zwischen gehen und laufen hatte. Würde ich es nicht besser wissen, würde ich behaupten, ich befände mich in einem Smartphone-Spiel auf einer bekannten Plattform mit einem Apfel als Logo. Weiterhin schien mein Kopf beim Absturz nicht ganz unversehrt geblieben zu sein, ich nahm meine Umgebung nun sehr grob, um nicht zu sagen pixelig wahr. Weiterhin schien ich von etwas oder jemandem beobachtet zu werden, denn ich wurde das Gefühl nicht los, dass mir jemand bei meinem Abenteuer zusieht. Dabei war unter mir nur eine große schwarze Leere, lediglich in dem Bereich wo ich und meine tierischen Gegner sich befanden, spielte sich das Geschehen ab. Zu allem Überfluss stellten sich bei mir zwischendurch auch weitere Wahrnehmungsstörungen ein, als ob jemand mit einem Regler die Umgebung, in der ich mich bewegte, plastischer erschienen ließ. Immerhin bekam ich von der plastischeren Umgebung keine Kopfschmerzen, im Gegenteil, ich fand mich in beiden Umgebungen gut zurecht.

Unterwegs trefft ihr auch auf sonderlich dreinschauende Tiere.

Doch wie kam ich nun zurück von meinem Abenteuer wollt ihr wissen? Nun ja, ich habe es irgendwann geschafft, sonst könnte ich euch davon ja nicht berichten. Aber es war wirklich nicht einfach, das kann ich euch sagen. Auf meinem Weg durch die Wildnis, der mich über Seen, Lavalandschaften und durch Höhlen führte, stolperte ich über Münzen, die ich im Vorbeigehen einsammelte. Jedes Mal wenn ich 100 Münzen eingesammelt hatte, fühlte ich mich stärker und quasi wie Neugeboren. Jedoch gab es durchaus Passagen auf meiner Reise, die sich mir nicht sofort erschlossen. So kam es, dass ich nach gefühlten 10 Leben, die mir zur Verfügung standen, alle bereits eingesammelten Münzen abgeben musste, wollte ich meine Reise fortsetzen. Nicht weiter schlimm, wollte ich doch lediglich aus dieser Misere entkommen. Allerdings startete ich wieder zu Beginn des Abschnitts, ich dachte erst ich hätte ein Deja-vu, doch es war tatsächlich so. Ich malte mir bildlich aus, dass es bestimmt auch Menschen geben würde, die in dieser Situation alle Gegner erledigen und alle Münzen einsammeln würden – pfft Nerds!

Ich machte mir in meiner Not auf dieser Reise ein paar Gedanken, um mich abzulenken. Da ich gerne Nintendospiele mag, stellte ich mir vor, mein Abenteuer wäre ein Nintendo Switch-Spiel und ich wäre der Protagonist. Ja ich weiß, so ein Pixelabenteuer auf der neuesten Konsole von Nintendo? Im Handheld-Modus auf dem Bildschirm der Nintendo Switch selbst, wäre das gerade noch so in Ordnung, aber auf dem großen TV? Ich weiß nicht, das ist schon sehr pixelig und hart an der Grenze. Da muss der Spieler schon Fan von Retro-Pixel-Optik sein. Selbstverständlich würde eine Unterstützung des Nintendo Switch Pro Controllers da integriert sein, allerdings würde im Gegensatz zu einem Nintendo 3DS-Spiel der 3D-Effekt wegfallen. Da es sich um einen Auto-Runner handelt, bräuchte man sich um den Analog-Stick und das Steuerkreuz keine Gedanken machen. Lediglich zum Rennen müsste man eines von beiden nach rechts gedrückt halten. Das Springen würde ich auf die A-Taste legen, Steine schleudern könnte man mit der B-Taste. Richtig cool, wenn man beide Tasten gleichzeitig drücken würde, könnte man springen und den weiter entfernten Gegnern schon mal mit der Schleuder einen Stein vor den Kopf knallen. Die Level würde ich nicht länger als 30 Sekunden gestalten, ist ja immerhin ein Port vom Smartphone, da ist die Aufmerksamkeitsspanne nicht so hoch.

Die Kollisionsabfrage ist stets fair!

Meine Gedanken wurden jäh unterbrochen, als ich eine Lore bestieg, nun war ich auch noch Begebenheiten ausgesetzt, an denen ich nichts ändern konnte. Die Lore fuhr einfach so durch den Berg, ich konnte mich nur durch Sprünge in weitere Loren retten, um nicht gegen die Felsen zu stoßen, die sich mir in den Weg stellten. Immerhin gelang es mir den Kurs auswendig zu lernen und zu meistern, überhaupt gelang meine Flucht lediglich mit viel Trial & Error. In meinem Kopf machte sich zu allem Überfluss auch noch eine passende Retro-Musik breit, die ich nicht mehr aus den Hirnwindungen bekam. Sie änderte sich erst, als ich einen Abschnitt hinter mir ließ. Ich kann euch sagen, selbst die originellste Musik kann einem auf die Nerven gehen, wenn man diese einfach nicht vergessen kann. Als ich dann die Höhle wieder verlassen hatte und endlich wieder Tageslicht erblickte, fing es an zu schneien. Verrückt, oder?

Redaktionswertung

6

Überzeugend

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Unser Fazit zu Kid Tripp

Meinung von Dennis Gröschke
Die Umsetzung auf die Nintendo Switch sehe ich mit gemischten Gefühlen. Das alles funktioniert natürlich auch auf der neuesten Konsole aus dem Hause Nintendo, sieht aber im TV-Modus schon arg pixelig aus, das ist hart an der Grenze, selbst für einen Retro-Fan wie mich. Zusätzlich fällt der gelungene 3D-Effekt der Nintendo 3DS-Version unter den Tisch, da die Nintendo Switch keinen solchen implementiert hat. Im Handheld-Modus wird abermals keine Touch-Steuerung unterstützt, wohl aber die Möglichkeit, mit dem Nintendo Switch Pro Controller durch die Landschaften zu hechten. Kid Tripp fesselt nach wie vor an den Bildschirm, schnell stellt sich ein gewisses Suchtverhalten ein. „Das Level muss doch zu schaffen sein, das kann doch nicht wahr sein“ Die Präsentation minimalistisch pixelig, der Sound ebenso, aber der Schwierigkeitsgrad knackig. Wenn man ein Platformer-Profi ist, kann man das Spiel locker in unter 45 Minuten durchspielen. Das Spiel bietet dann noch einige Herausforderungen in den bestehenden Leveln, wie alle Goldmünzen einzusammeln oder bestimmte Achievements freizuschalten. Für eine höhere Wertung hätte ich mir noch ein wenig mehr Abwechslung und Umfang gewünscht. Spielerisch hat sich am Grundprinzip des Auto-Runners nichts geändert, das ist nach wie vor gelungen. Aufgrund der gelungenen aber lieblosen Umsetzung und dem Verlust des 3D-Effekts bekommt das Spiel auf der Nintendo Switch einen Punkt weniger in der Gesamtwertung. Die Screenshots in diesem Test stammen aus der Nintendo Switch-Fassung.
Mein persönliches Highlight: Das Gefühl, wenn man ein Level nach gefühlten 100 Leben endlich beendet hat.

Kommentare 5

  • Lockenvogel Dumm aber klug! - 23.11.2017 - 14:13

    Ich kann den Test nur bestätigen: auf dem 3DS hat mir Kid Tripp tatsächlich überraschend viel Spaß gemacht! Die Grundzutaten des Spiels sind zwar allenthalben zu Genüge bekannt und trotzdem hat mich der Runner mit seinem cleveren Design und den anspruchsvollen Sprungpassagen immer mal wieder an den Handheld gefesselt. Kid Tripp ist so ein typisches 'einmal versuche ich's noch, dass muss doch irgendwie zu schaffen sein' Spiel ;)
  • MAPtheMOP Besserwisser-Boy - 23.11.2017 - 14:19

    Das ist mir schon auf Bildern zuviel "Retro".
  • Lockenvogel Dumm aber klug! - 23.11.2017 - 15:03

    @MAPtheMOP

    Der Artstyle ist natürlich Geschmackssache, aber dank des guten Leveldesign ist es bei Kid Tripp eigentlich völlig unerheblich, ob die Grafik nur aus schwarz/weißen Linien und Punkten besteht oder in totschicker Vanillaware Optik daher kommt.
  • MAPtheMOP Besserwisser-Boy - 23.11.2017 - 16:00

    @Lockenvogel
    Ne, find ich gar nicht.
    "Das Auge spielt mit"
  • Blackstar Turmbaron - 23.11.2017 - 20:29

    Sieht für mich aus wie Mario :dk: