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Test zu Xenoraid - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Xenoraid
  • USA USA: Xenoraid
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
17.11.2017
Vertrieb
10tons
Entwickler
10tons
Genre
Shooter, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 0
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Odyssee im Weltraum

Von Max Kluge ()
Xenoraid kommt mit der rudimentärsten Shoot 'em Up-Prämisse daher, die das Genre zu bieten hat: "Aliens bedrohen die Erde! Knall sie alle ab!". Nachdem ihr dieses kreative Meisterwerk erst einmal verdaut habt, geht's dann auch gleich los. Im Kampagnen-Modus dürft ihr in eurer ersten Mission zeigen, wie ihr den Außerirdischen so richtig Feuer unterm Hintern macht.

Dabei dürfte euch gleich auffallen, dass euch nicht ein Schiff, sondern gleich vier zur Verfügung stehen. Diese könnt ihr mit einem Klick auf A,B,X oder Y wechseln. Tut ihr dies, werdet ihr für eine kurze Zeitspanne unverwundbar und seht, wie euer altes Schiff das Weite sucht, während ein neues herangeflogen kommt. Dies könnt ihr zu eurem Vorteil nutzen, wenn ihr zum Beispiel großen Feinden ausweichen möchtet oder ihr euch durch ein Meteoritenfeld manövriert.

In Xenoraid könnt ihr die Alien-Invasion mit vielen verschiedenen Waffen stoppen.

Fortan geht es darum, pro Mission eine gewisse Anzahl von Feinden zu erledigen. Dabei helfen euch eure Waffen und die verschiedenen Raumschiff-Typen. Während das eine, wie ein Maschinengewehr, Projektile auf den Gegner ballert, schießt das andere in Schrotflinten-Manier auf eure Gegner und macht so vor allem großen Feinden massig Schaden. Andere wiederum sind mit Laserwaffen oder Flammenwerfern ausgerüstet. Die unterschiedlichen Schiffe machen allesamt Spaß zu spielen, sind vielseitig einsetzbar und haben alle ihre Vorzüge und Schwachpunkte, die wohl überlegt eingesetzt werden wollen.

Ähnlich sieht es bei den Feinden aus. Diese sind zwar nicht sonderlich vielfältig, allerdings kommen mit der Zeit immer mehr dazu und erfordern von euch spezielle Manöver oder Ausrüstung. So gibt es zum Beispiel Gegner, die sich beinahe unsichtbar auf dem Schlachtfeld bewegen können, während andere wiederum sofort auf euch schießen, wenn ihr euch ihnen nur nähert. Auch hier gilt es wieder abzuwägen, welches Schiff am besten geeignet ist. Das Ganze klingt zwar stressig, geht nach einer kleinen Eingewöhnungsphase aber locker in Fleisch und Blut über und ist eigentlich sogar eine ziemlich interessante Neuerung, welche die abgedroschene Handlung nicht erwarten lässt.

Das Wechseln der Raumschiffe macht Spaß und fügt dem Gameplay ein gewisses taktisches Element hinzu

Kämpft ihr mal nicht im Weltall, könnt ihr mit den Ressourcen, die ihr aufgesammelt habt, verschiedene Dinge tun. Entweder ihr repariert eines oder alle eure Raumschiffe, rüstet diese mit verschiedenen Fähigkeiten auf, oder schaltet passive Boni frei, die für alle eure Einheiten gelten. Hier offenbart das Spiel eine weitere interessante und strategische Komponente. Je nachdem, was ihr hier auswählt, verändert sich euer Spielerlebnis ein wenig. Geht ihr auf volles Risiko und pumpt ausschließlich Ressourcen in euren Waffenschaden oder geht ihr auf Nummer sicher und rüstet eure Schiffe mit Rettungskapseln und extra Schilden aus?

In der Werkstatt könnt ihr eure Raumschiffe aufwerten.

Einzig die Umgebungen, durch die ihr euch bewegt und die Bosse, die es am Ende jedes Abschnitts zu bekämpfen gilt, hätten irgendwie ein bisschen spektakulärer ausfallen können. Der Hintergrund bleibt innerhalb eines Kampagnen-Kapitels immer gleich. Lediglich die Feinde ändern sich. Ab und zu schwirren einmal ein paar Kometen vorbei, das war's dann aber auch schon. Hier hätte man noch ein wenig mehr rausholen können. Die angesprochenen Endbosse machen zwar Spaß, hätten aber ebenfalls noch ein bisschen Feinschliff benötigt. Sie kommen als große Schiffe daher, die nicht wirklich viel Wiedererkennungswert bieten. Die Kämpfe an sich sind okay, meistens aber etwas zu schnell vorbei und einfach nicht sonderlich mitreißend.

Der Kampagnenmodus bietet insgesamt fünf Abschnitte, die euch jeweils rund für eine Stunde beschäftigen dürften. Danach ist aber noch nicht Schluss. Sobald ihr den Titel ein Mal durchgespielt habt, schaltet ihr einen weiteren Schwierigkeitsgrad frei, in dem ihr anschließend euer ganzes Können auf die Probe stellen könnt.

Übrigens müsst ihr dies in Xenoraid nicht zwangsweise alleine tun. Der Titel untersützt für jeden Spielmodus eine Coop-Option. Möchtet ihr euch also vor einer Konsole mit einem oder mehreren Freunden gegen die zahlreichen Alien-Schiffe behaupten, ist das gar kein Problem. Das Spiel unterstützt hierbei allerdings keine einzelnen Joy-Con, ausschließlich beide oder den Nintendo Switch Pro Controller. Anschließend werden euch eure Schiffe zugeteilt und ihr könnt wie gewohnt zwischen ihnen wechseln. In einem Spiel zu zweit stehen hierbei jedem Spieler zwei Schiffe zur Verfügung, mit mehreren Personen dementsprechend weniger. Das ist alles eine sehr schöne Sache und gibt dem Titel sogar einen kleinen Wiederspielwert.

Optik und Soundtrack sind zweckmäßig, machen aber einen guten Job

Ein weiterer Modus sollte hier auch nicht unerwähnt bleiben: Survival. Hier könnt ihr euch so lange gegen die Alien-Invasion behaupten, bis ihr den Löffel abgebt. Anschließend dürft ihr eure Punkte sogar auf globalen Leaderboards einsehen und vergleichen. Auch diese Variante funktioniert im Coop-Modus.

Hinsichtlich der Präsentation gibt es nicht viel zu meckern. Alles in allem hätte das Spiel ein wenig detailreicher ausfallen können, die Optik ist aber zweckmäßig und an vielen Stellen überrascht sie sogar mit schönen Explosionseffekten. Auch die Musik ist dezent und erfüllt ihren Job so, dass es nicht weiter negativ auffällt. Seichte Weltraum-Klänge, wie man sie bereits aus anderen Titeln gewohnt ist. Nichts Aufregendes, aber absolut in Ordnung.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Xenoraid

Meinung von Max Kluge
Xenoraid ist ein perfektes Shoot 'em Up für zwischendurch. Es kommt mit der denkbar simpelsten Handlung überhaupt daher, kann aber mit einer interessanten Gameplay-Variante des traditionsreichen Genres aufwarten. Durch das taktische Wechseln eurer Raumschiffe, navigiert ihr euch durch dichte Meteoritenfelder oder weicht tödlichen Angriffen eurer Gegner aus. Auch das Aufrüsten eurer Crew oder der einzelnen Einheiten gibt euch interessante Optionen, die sich auf euer Spiel auswirken. Einzig die Umgebungen und Bosskämpfe sowie die übergreifenden Details hätten noch ein bisschen Feinschliff benötigt. Davon abgesehen ist Xenoraid für das, was es sein möchte, aber ein ziemlich rundes Ding.
Mein persönliches Highlight: Das Wechseln und Aufrüsten der Raumschiffe

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