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Test zu Green Game: TimeSwapper - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Green Game: TimeSwapper
  • USA USA: Green Game: TimeSwapper
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
17.11.2017
Vertrieb
iFun4All
Entwickler
iFun4All
Genre
Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Bird out of Time

Von Daniel Busch ()
Ein Name macht viel aus, um ein Spiel an den Kunden zu bringen. Oftmals mehr als der Inhalt an sich. Lockt der Name, so steht dieser sinnbildend für die Qualität eines Videospiels. Der Name muss nicht einmal viel mit dem Spiel an sich gemeinsam haben. Im Besonderen klammern sich lizensierte Spiele oder Kinofilm-Versoftungen an den Namen eines Franchises. So auch Reboots oder Nachfolger von beliebten Spielereihen. Wir kaufen ein Spiel, weil ein bestimmter Name darauf steht. Wir besitzen eine gewisse Erwartungshaltung aufgrund des Namens des Spiels. Nun befassen wir uns mit einem Spiel, dessen Name wirklich Programm ist! Der Name „Green Game: TimeSwapper“ fasst nämlich alles zusammen, was eben jenes Spiel zu bieten hat. Es sind genau zwei Dinge: Grüne Farbe und eine Zeitschalt-Mechanik. Mehr gibt es nicht – und glaubt mir, so spannend sich die Zeitschalt-Mechanik (bzw. „TimeSwapper“-Mechanik) anhört, sie ist nichts anderes als frustrierend und langweilig. Schon der Name „Green Game: TimeSwapper“ lässt keine Erwartungshaltung aufkommen. Und obwohl der Name schon alles aussagt, was das Spiel zu bieten hat, so lässt sich doch nicht im Geringsten erahnen, was uns erwartet. Und genau da schauen wir jetzt mal hinein.

In "Green Game: TimeSwapper" versucht ihr den Vogel sicher durch insgesamt 50 Level zu lotsen.

Green Game: TimeSwapper ist ein Geschicklichkeitsspiel, irgendeine Handlung braucht ihr also nicht zu erwarten. Viel mehr als eine einfache Prämisse wird auch nicht geboten: Ein Wissenschaftler experimentiert an einem Vogel, wodurch dieser zwischen verschiedenen Zeitphasen hin- und herwechseln kann. Diese wären Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Was genau diese Zeitphasen sind, spielt jedoch keine sonderliche Rolle, denn im Grunde dient diese Prämisse nur dazu, die Spielmechanik zu begründen. Euch erwarten 50 Level mit Geschicklichkeitseinlagen, die alle auf die gleiche Weise aufgebaut sind. Ihr steuert den Vogel durch die Sidescrolling-Level. Jedoch interagiert ihr nicht direkt mit dem Flattervieh. Dieses fliegt nämlich immer stur in eine Richtung, bis er im Zeifelsfall gegen ein Hindernis kracht – oder im Ziel ankommt. Damit er überhaupt ins Ziel ankommt, ist es eure Aufgabe, den Vogel immer auf den richtigen Weg zu befördern. Dies tut ihr durch das hin- und herwischen des grünen Scheinwerferlichts, das auf eurem Bildschirm zu sehen ist. Das ist so ziemlich eure einzige Möglichkeit überhaupt mit dem Spiel zu interagieren: Auf dem Touchscreen nach links und nach rechts wischen, um dieses grüne Scheinwerferlicht zu bewegen. Alles andere in dem Spiel geschieht dann von selbst.

Der Vogel wäre wohl lieber in seinem Käfig geblieben

Durch das Bewegen des Scheinwerfers wird die Zeit verändert. Im Grunde heißt das aber eher, dass alle änderbaren Objekte auf einmal variiert werden. So lassen sich die Richtungen von Luftdüsen verändern oder Blöcke zerstören und sich wiederaufbauen. Die Zeit-Mechanik besteht also darin, den Lichtstrahl hin und her zu wischen, um die Umwelt zu manipulieren – mehr an Steuerungsmöglichkeiten gibt es nicht. Durch zeitlich geschicktes Wischen, weist ihr dem Vogel gefahrlos den Weg ins Ziel. Anschließend geht’s dann mit dem nächsten Level weiter. Das Gameplay wirkt dahingehend ziemlich repetitiv. Zwar steigt die Schwierigkeit der Level stetig an, doch die gebotenen Hindernisse bieten zu wenig Vielfalt, um wirklich motivierenden Spielspaß aufkommen zu lassen. Ihr erlebt leider nur selten neue Gameplay-Mechaniken, bei dem Versuch, das Flattervieh sicher ins Ziel zu bringen.

Durch das Hin- und Herwischen auf dem Touchsreen könnt ihr den grünen Lichstrahl bewegen, der die Hindernisse und Objekte im Level steuert.

Die Level an sich sind im Grunde nicht so kompliziert. Sie bieten meist einen Weg direkt ins Ziel, den man eigentlich auch ohne Probleme erkennt. Es geht bei TimeSwapper eher um das Geschick, dieses Level auch zu meistern, als denn zu rätseln, wie man mit der Zeit-Mechanik ans Ziel kommt. Die Steuerung mit dem Lichtkegel gestaltet sich ab und zu als recht hakelig. Denn neben dem nach links und rechts wischen, müsst ihr den Lichtkegel ab und zu auch relativ genau ausrichten, beispielsweise gerade nach unten oder in einem bestimmten Winkel, um die Hindernisse zu aktivieren oder den Vogel in eine ganz bestimmte Richtung zu lenken. Ihr habt oft nicht viel Zeit dafür, denn der Vogel bleibt nicht stehen oder wird langsamer und die hakelige Steuerung erschwert euch das genaue Ausrichten des Lichtstrahls. Dies erzeugt leider oft Frustmomente, da der Vogel dann schneller in den Tod fliegt, als euch lieb ist. In jedem Level gibt es drei Münzen zu sammeln, die jedoch nur dazu dienen, euch nach dem Abschließen des Levels ein paar Sterne als Bewertung anzeigen zu lassen. Ein Stern pro gesammelter Münze. Einen richtigen Nutzen durch das Einsammeln der Münzen für das Spiel habt ihr jedoch nicht. Innerhalb von zwei Stunden könnt ihr alle Level durchqueren. Wollt ihr noch die Münzen einsammeln, so könnt ihr mit mehr Spielzeit rechnen.

Es grünt so grün

Grafisch präsentiert sich Green Game: TimeSwapper, wie eingangs angesprochen, komplett in Grün. Dazu gibt es schwarze Silhouetten als dezente Details. Das gesamte Spiel ist in einer platten 2D-Ansicht gehalten ohne nennenswert ansprechende Animationen. Man könnte sagen: Ihr bekommt das dezenteste, was das Grafikdesign hergibt, zu sehen. Einerseits ist dies wohl auch ganz hilfreich, um euch nicht zu sehr von den Hindernissen der Levels abzulenken und einen gewissen Grad an Charme kann man dem Stil auch nicht absprechen. Der Soundtrack trällert mit jazzigen Einlagen, die jedoch nicht im Ohr bleiben und weitestgehend belanglos sind, unterlegen das repetitive Gameplay jedoch auf passende Weise.

Alles in allem, erwartet euch ein Geschicklichkeitsspiel von vielen, dass leider nicht wirklich heraussticht und schnell an Spaß verliert. Die hakelige Touch-Steuerung führt obendrein zu einigen Frustmomenten

Redaktionswertung

4

Erträglich

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Unser Fazit zu Green Game: TimeSwapper

Meinung von Daniel Busch
Man merk sofort, dass Green Game: TimeSwapper vorrangig als mobile Game konzipiert ist. Darum benötigt ihr auch keine Tasten, um das Spiel zu spielen, sondern nur den Touchscreen. Außerdem lässt sich das Spiel dadurch nur im Handheld-Modus der Nintendo Switch spielen und nicht am TV. Euch wird ein generisches Geschicklichkeitsspiel geboten, das mit nichts Neuem oder wirklich Spannendem aufwarten kann. Liebhaber von solchen Geschicklichkeitsspielen werden dennoch auf ihre Kosten kommen. Green Game: TimeSwapper ist für Nintendo Switch für nur ein paar Euro zu haben und erweist sich damit als relativ günstig. Wer auf solche Geschicklichkeitsspiele steht kann bei dem Preis daher nicht viel falsch machen. Alle anderen werden sich mit dem Spiel eher nicht anfreunden können.

Kommentare 1

  • lyle Turmheld - 29.11.2017 - 20:22

    Guter Test. Aufschlussreich und fair.
    Die Zeitmanipulation ist leider anders als ich mir vorgestellt hatte. Scheint auch nicht wirklich interessant zu sein.