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Test zu Crimsonland - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Crimsonland
  • USA USA: Crimsonland
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
24.11.2017
Vertrieb
10tons
Entwickler
10tons
Genre
Action, Shooter, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 0
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Willkommen in der roten Hölle!

Von Max Kluge ()
Crimsonland ist ein Top-Down-Shooter von 10tons Ltd., welcher euch in das Szenario einer Alien-Invasion versetzt. Wow, schon wieder. Man, das wird echt nie langweilig! Gut, wo das nun endlich raus ist, kommen wir zu den grundlegenden Dingen, die den Titel ausmachen: In einer „Kampagne“, die komplett ohne Story auskommt, ballert ihr euch in verschiedenen Abschnitten durch die unterschiedlichsten Aliens, Riesenspinnen und andere Kreaturen. Jeder Abschnitt ist dabei in kleine Level unterteilt, die meist recht kurz daherkommen, weshalb es nicht lange dauert, das komplette Szenario durchzuspielen. In etwa drei Stunden könnt ihr dafür einplanen.

Crimsonland stattet euch mit vielen verschiedenen Waffen aus.

Die meisten Level variieren dabei in ihrem Schwierigkeitsgrad stark. Während euch eine Herausforderung mehrmals ins Gras beißen lässt, ist die nächste wiederum so leicht, dass ihr kaum HP verliert. Auf lange Sicht steigt die Schwierigkeit zwar stetig, zwischen den Missionen gibt es hier aber immer wieder leichte Ungereimtheiten, die einem ein wenig seltsam vorkommen.

Während man seinen Frust an den schier endlosen Horden von Aliens und anderem Gewürm auslässt, kann man bei einem Level-Up, und diese werden in Crimsonland ganz schön flott vergeben, einen aus vier verschiedenen Perks auswählen, mit denen man seine Spielfigur stärken möchte. Hierbei ist wirklich eine ganze Menge an Fähigkeiten vorhanden: schnellere Ladezeit, größeres Magazin, Schilde für den Nahkampf oder auch passive Mali für eure Gegner, damit diese sich langsamer bewegen oder weniger Schaden schlucken können.

Grundsätzlich ist das ziemlich cool, wirkt allerdings ein wenig repetitiv, da man die freigeschalteten Perks nicht in die nächste Mission mitnehmen kann, sondern diese immer wieder auf null gesetzt werden, sobald man ein Level geschafft hat. So geht das Gefühl verloren, seine Spielfigur würde mit der Zeit wachsen und besser werden. Das ist natürlich dem Spielprinzip geschuldet, kommt einem aber zumindest für den Kampagnen-Modus trotzdem nicht wie die beste Lösung vor.

Auch in Sachen Waffen gibt es Einiges zu bestaunen. Von Miniguns über Flammenwerfer bis hin zu zielsuchenden Raketen ist so ziemlich alles vorhanden, was man sich von einem Action-Titel wünscht. Leider kann man sich diese nicht frei auswählen, sie werden zufällig von den Feinden fallen gelassen. Auch das ist ein Gameplay-Element, was einen nur bedingt zufriedenstellt. Warum kann ich nicht einfach mit der Waffe spielen, die ich am meisten mag? Warum muss ich warten, bis sie zufällig auf dem Schlachtfeld erscheint? Zudem sind manche Missionen mit bestimmten Waffen nur schwer durchführbar. Es kann also sein, dass ihr einfach Pech habt und ein Level nicht schafft, weil das Spiel euch nicht mit dem richtigen Werkzeug versorgt.

Das Gameplay ist repetitiv, kann aber in einigen Modi durchaus unterhalten

Zwischendrin lassen Gegner auch immer mal wieder kleine „Power-Ups“ fallen, die euch entweder mit passiven Boni versorgen oder einmalige Effekte auslösen. Zum Beispiel könnt ihr so Bomben zünden und eine Menge Feinde in die Luft sprengen. Das ist ein interessantes Element, da die Power-Ups meistens inmitten von Feinden liegen und ihr euch, um sie aufzusammeln, in Gefahr begeben müsst. Leider kann man sie dadurch nicht sonderlich strategisch einsetzten, sondern muss halt mit dem spielen, was man bekommt.

Der Titel von 10tons Ltd. spart definitiv nicht mit dem roten Lebenssaft.

Anders sieht das Gameplay in den Survival-Modi aus. Spielt ihr hier ein klassisches Survival-Match, beginnt ihr als kleiner Soldat und endet als mächtige Kampfmaschine, da ihr so lange zockt, bis die Alienhorden euch den Garaus gemacht haben. Hier merkt man, dass das Spiel gleich vielmehr Spaß macht. Es ist zwar immer noch sehr zufällig, bietet aber eine motivierende Charakterentwicklung. Der „Rush-Modus“ hingegen ist nur für Puritaner: Keine Perks, keine besonderen Powerups und nur eine Assault Rifle als Waffe.

„Weapon Picker“ und „Nukefism“ gehen ebenfalls eigene Wege: Ersterer stattet euch mit begrenzter Munition aus, sodass ihr euch immer auf die Suche nach neuen Waffen begeben müsst, während euch letzterer komplett ohne Schießeisen in den Kampf schickt und ihr euer Schicksal mit den zufällig erscheinenden Powerups entscheiden müsst. Die Auswahl ist wie gesagt eine schöne Abwechslung zum doch recht langweiligen Kampagnen-Gameplay und kann euch zumindest dazu motivieren, Crimsonland ein wenig länger zu spielen.

Grafisch gesehen ist das Spiel wahrlich keine Augenweide. Zwar sind die Explosions- und Bluteffekte ganz nett, das war's dann aber auch schon. Die Animationen wirken so, als kämen sie direkt aus der GTA2-Ära und die Monster-Modelle gleichen sich bereits nach den ersten paar Missionen. Zudem kommen diese auch nicht mit sonderlich vielen Eigenheiten daher. Manche können schießen, manche halten mehr Schaden aus, wieder andere sind unsichtbar. Abseits davon darf man keine Überraschung erwarten.

Grafik und Leveldesign sind mehr als spartanisch

Die Umgebungen, in denen ihr kämpft, ändern sich ebenfalls nur minimal. Ganz zu schweigen vom Leveldesign, welches beinahe nicht existent ist. Zwar kommen immer unterschiedliche Feinde auf euch zu, die Umwelt bleibt aber absolut plan. Es gibt keinerlei Elemente, hinter denen ihr euch verstecken könntet. So bleibt das Gameplay über große Strecken hinweg ziemlich repetitiv und wird mit zunehmender Spielstundenzahl immer uninteressanter. Auch spannende und cool inszenierte Bossfights sucht man vergebens.

Ist also nun alles schlecht an Crimsonland? Nein, ist es in der Tat nicht. Wenn man sich mit der Zufälligkeit des Gameplays arrangieren kann und einfach ein paar Zombies, Spinnen und Aliens zu Brei ballern und dabei alles in die Luft fliegen sehen möchte, kann man an dem Titel durchaus Spaß haben. Auch ist es möglich bis zu drei Freunde einzuladen und so zu viert auf Monsterhatz zu gehen.

Redaktionswertung

5

Für Genre-Fans

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Unser Fazit zu Crimsonland

Meinung von Max Kluge
Crimsonland ist in optischer Hinsicht ein sehr spartanisch ausgestatteter Acrade-Action-Titel, welcher seinen Spielspaß damit generiert, dass man unzählige Horden von Feinden in relativ zufälligen Szenarien niedermäht. Wer Gefallen daran findet, kann sicherlich einige spaßige Stunden alleine oder zusammen mit seinen Freunden vor dem Bildschirm verbringen. Vor allem die vielen verschiedenen Modi laden dazu ein, immer mal wieder eine kleine Runde zu spielen. Da das Gameplay allerdings wirklich mehr als rudimentär ist und niemanden vom Hocker hauen dürfte, kann ich Crimsonland „nur für Genrefans“ empfehlen.
Mein persönliches Highlight: Die verschiedenen Survival-Modi

Kommentare 4

  • Dominator Turmknappe - 05.12.2017 - 11:56

    Das Front-Cover erinnert ja mal sowas von an Doom! ^^
  • MetaKnightXL Turmheld - 05.12.2017 - 14:43

    Alter das Cover ist ja mal sooooo von Doom 1 geklaut!
  • piy Turmknappe - 05.12.2017 - 15:55

    Hab das Spiel auf meinem ersten selbstgekauften PC anno 2003 vorinstalliert gehabt. Hab ich sehr gesuchtet, hab sogar die Spielstände/Highscores immernoch. Wie viele Stunden ich damals Level wiederholt hab, um wieder 1/10 Sekunde schneller zu sein... Nostalgie pur! Schöne Unsetzung. Es geht ein nur sehr wenig verloren, ich kann mir aber vorstellen, dass der Einstieg für neue Spieler etwas holprig ist.
  • Wowan14 Gamer aus Leidenschaft - 05.12.2017 - 23:21

    Ihr solltet echt mal das Spiel Furi antesten damit es eventuell bekannter wird :thumbsup:
    Da ich normalerweise gegenüber indies eher abgeneigt bin soll es was heißen wenn mir welche gefallen.
    Leider gab es komischerweise keine News dazu, dass es für die Switch erscheinen wird, aber jedes andere Furz Indie Spiel hier ankündigen und testen...