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Test zu Koi DX - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Koi DX
  • USA USA: Koi DX
  • Japan Japan: Koi
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
09.11.2017
Vertrieb
Circle Entertainment
Entwickler
Dotoyou Technology
Genre
Action, Puzzle, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Pure Entspannung oder gähnende Langeweile?

Von Max Kluge ()
Koi DX ist ein Spiel von CIRCLE Entertainment, die uns bereits mit Kamiko einen niedlichen kleinen Titel in Retro-Optik auf der Nintendo Switch präsentieren konnten. Doch geht es dieses Mal nicht um Schreinjungfern, sondern um einen Fisch, der seine Gewässer von einer seltsamen Bedrohung gefährdet sieht und schließlich auszieht, um die Ursache dafür zu finden und zu bekämpfen.

Kleine Fische findet ihr in allen Leveln. Ihr müsst sie zu den geschlossenen Blüten führen.

Der Titel ist dabei äußerst simpel gestaltet: In neun verschiedenen Leveln müsst ihr bestimmte Rätsel-Einlagen lösen sowie Sterne und Puzzleteile sammeln. Meistens geht es dabei darum, kleine Fische in verschiedenen Farben zu finden, um sie zur jeweiligen Blume zu bringen, die sich schließlich öffnet. Manchmal öffnen sich dann andere Wege, die euch weiter im Level voranbringen.

Der gesamte Umfang des Spiels ist nicht sonderlich groß. Die meisten Level habt ihr in rund 10-20 Minuten vollendet, womit ihr auf eine Gesamtspielzeit von rund drei Stunden kommen dürftet, vermutlich aber weniger. Einen wirklichen Wiederspielreiz bietet der Titel zudem nicht, es sei denn, ihr möchtet alle Puzzleteile sammeln, um euch in der Galerie schließlich verschiedene Artworks anzuschauen. Aber selbst diese sind nicht sonderlich zahlreich, da es pro Level nur vier Teile zu finden und somit ein Bild freizuschalten gibt.

Das Leveldesign von Koi DX kommt allerdings recht kreativ daher. So wird zum einen mit verschiedenen Rätseleinlagen gespielt, zum anderen aber auch mit physikalischen Eigenschaften. Ein Level versetzt euch zum Beispiel in eine strömungsreiche Umgebung, in der ihr genau abpassen müsst, wann ihr eure Bewegungen tätigt. Das ist zwar nicht bahnbrechend, lockert das Gameplay aber angenehm auf.

Generell ist der Titel keine Herausforderung und ziemlich leicht. Das ist aber definitiv so gewollt. Hört man sich einmal den Soundtrack an, merkt man schnell, dass es sich hierbei um pures Entspannung-Gameplay mit ein paar leichten Knobel-Passagen handeln soll. Und das schafft Koi DX eigentlich auch ziemlich gut. In dieser Hinsicht seien auch noch die Animationen der verschiedenen Fische erwähnt, die allesamt sehr liebevoll aussehen und realistisch daherkommen.

Koi DX ist eher ein sanfter Spaziergang statt einer hartnäckigen Herausforderung

Leider krankt das Spiel an anderer Stelle: Manche Texturen sehen sehr pixelig aus und scheinen eine andere Auflösung aufzuweisen, als andere Elemente in ihrer Umgebung. Zudem hat der Titel auch mit diversen Framerate-Einbrüchen zu kämpfen, die man sich, angesichts der doch sehr simplen Grafik, nicht wirklich erklären kann. Ein weiterer Minuspunkt sind die ewig langen Zwischensequenzen, die scheinbar bei jeder Interaktion mit der Spielwelt abgespielt werden und nicht übersprungen werden können.

Öffnet ihr die Blüten, schaltet ihr meist weitere Areale im Level frei.

Das wird vor allem dann nervig, wenn man gleich vier Fische im Gepäck hat, die man an vier nebeneinander liegenden Blumen abliefern möchte. Anschließend muss man sich dann auch vier Mal die gleiche Zwischensequenz anschauen, was das Gameplay unterbricht und keinen schönen Spielfluss aufkommen lässt. Warum man diese Entscheidung, vor allem für den späteren Spielverlauf, wo sich derartige Situationen häufen, übernommen hat, kann ich nicht verstehen.

Auch ist ein bestimmter Abschnitt im achten Level des Spiels etwas unglücklich gewählt. Hier verlangt das Spiel von euch still zu stehen, obwohl euch euer Instinkt eigentlich zur Bewegung drängt. Das ist definitiv kein intuitives Gameplay, da ihr euch mehrmals fragt, ob ihr irgendetwas falsch macht und was denn nun eigentlich die Lösung sein soll.

Abseits dessen gibt es noch die Möglichkeit euch verschiedene Skins für euren Fisch freizuschalten. Dies ist aber nicht unbedingt die sinnvollste Erweiterung der Spielzeit, da ihr, wenn ihr Koi DX ein Mal durchgespielt habt, nicht erneut ins Abenteuer springen möchtet. Im Gegenteil: Hat man das letzte Level komplettiert, fühlt ihr euch nicht so, als müsstet ihr jedes Level noch ein Mal von hinten bis vorne durchkämmen.

Redaktionswertung

5

Für Genre-Fans

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Unser Fazit zu Koi DX

Meinung von Max Kluge
Koi DX ist ein absolutes Gelegenheitsspiel. Es wirft euch simple Mechaniken und Rätsel vor die Füße und kann mit einem entspannenden und stilvollen Soundtrack punkten. Leider mangelt es dem Gameplay ein wenig an Feinschliff: Die oft auftretenden Zwischensequenzen unterbrechen den Spielfluss ungemein und die matschigen Texturen und gelegentlichen Framerate-Einbrüche lassen die ansonsten hübsche optische Präsentation ein wenig fade wirken. Hinzu kommt der geringe Umfang des Spiels: maximal drei Stunden könnt ihr für die Kampagne einplanen, danach ist Schluss – Einen Wiederspielwert sucht man vergebens.
Mein persönliches Highlight: Der entspannende Soundtrack

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