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Test zu Teslagrad - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Teslagrad
  • USA USA: Teslagrad
  • Japan Japan: Teslagrad
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
07.12.2017
Vertrieb
Rain Games
Entwickler
Rain Games
Genre
Platformer, Puzzle, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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In der Ruhe liegt die Kraft

Von Ilja Rodstein ()
Teslagrad ist ein Spiel, welches für Ruhe sorgt, oft ohne jegliche Action. Es nimmt euch lediglich entspannt auf eine Reise mit kleinen Rätseln und Plattformer-Passagen mit und erzählt euch beherzt eine Hintergrundgeschichte. Der Titel ist bereits auf vielen anderen Konsolen erhältlich, darunter auch auf der Wii U. Die erste Veröffentlichung startete auf Steam zum Ende des Jahres 2013.

Ein friedliches Abenteuer in einer alles anderen als friedlichen Welt

Die Story des Spiels ist simpel erklärt, denn ihr seid ein Junge, der durch Zufall in einen Turm, mitten in der Stadt Teslagrad, eintritt. Dort entdeckt dieser den Ursprung der Geschichte der Stadt, in der ein machtbesessener und reicher König eine Stadt in ihr Elend regiert. Dabei wird die Geschichte oft durch Zeichnungen im Hintergrund erzählt oder besonders aktiv in Form eines Theaters mit Pappfigürchen dargestellt. Dies wird wirklich sehr einzigartig und liebevoll dargestellt. Es werden keine Wörter benutzt, sodass die Geschichte viel Raum für Interpretationen lässt, wobei sie im Groben recht eindeutig ist. Durch die malerische Grafik des Spiels wird außerdem diese ruhige Atmosphäre bestätigt, denn das Spiel hat einen wirklich beachtlichen Zeichnungsstil. Auch die Musik ist sehr angenehm und passt ganz gut zum Gameplay.

Die malerische Grafik kommt besonders bei dieser Passage zum Vorschein

Das Spiel ist kein klassischer Plattformer, sondern eher ein Puzzler. Man könnte es sogar fast als ein Metroidvania bezeichnen, wobei dies bei nur vier erlernbaren Fähigkeiten schon fast übertrieben ist. Nach und nach erlernt ihr neue Fähigkeiten. Dies fängt damit an, dass ihr bestimmte Blöcke blau, beziehungsweise rot färben könnt. Hier beginnen auch die Puzzles, denn wie bei einem Magneten stoßen sich zwei Objekte gleicher Farbe ab und zwei Objekte mit unterschiedlichen Farben ziehen sich an. Durch die Fähigkeit, die Farbe der Objekte zu verändern, könnt ihr die Magneträtsel lösen. Diese sind mal leicht, mal schwer, aber nie frustrierend, denn die Rücksetzpunkte sind fair gesetzt. Bei manchen Passagen kommt es dennoch zu einem Trial & Error-Prinzip, welches aber nur selten für Frustmomente sorgt. Doch sind diese Rätsel wirklich sehr abwechslungsreich und kreativ und dabei gleicht keines dem anderen. Trotzdem ist der Spielverlauf sehr linear, auch wenn dies auf den ersten Blick gar nicht so wirkt. Zum Anfang des Spiels ist es etwas verwirrend, doch wenn man nach und nach die Karte aufgebaut hat, wird einem klar, dass es nur einen Weg gibt, den man gehen kann und zwar den Turm hinauf. Das gesamte Abenteuer dauert dabei etwas mehr als fünf Stunden, je nachdem wie gut ihr euch anstellt. Dies ist schon recht wenig und zwar für ein Spiel, welches knapp 15 Euro kostet.

Auch wenn es hier nicht so aussieht, dies ist der erste Bosskampf des Spiels

Dennoch bleibt das Spiel nicht immer ruhig und gelassen, denn mehrere Male werdet ihr euch in einem Bosskampf wiederfinden. Die Bossgegner kommen dabei meistens ohne Ankündigung und damit überraschend, doch sind diese oftmals wirklich knackig. Die größte Schwierigkeit ist dabei, dass der Protagonist nur ein einziges Leben zur Verfügung hat. Sobald ihr einen kleinen Fehler im Bosskampf gemacht habt, dürft ihr von vorn starten. Dies frustriert einen sehr, denn stellenweise macht ihr einen Bosskampf zwanzig Mal. Manchmal ändert der Boss sein Angriffsschema, welches ihr erstmal nicht durchblickt und dann mit einer hohen Wahrscheinlichkeit getroffen werdet. So wird der Spielfortschritt zurückgesetzt und ihr könnt wieder vom Anfang starten. Die Bosskämpfe sind wirklich gut, doch diese Tatsache macht das Ganze echt frustrierend. Während eures Abenteuers habt ihr die optionale Möglichkeit insgesamt 36 Schriftrollen zu sammeln. Diese sind teilweise ziemlich gut versteckt, doch zumindest 15 solltet ihr finden, um die Story abschließen zu können. Ihr braucht aber dennoch alle Schriftrollen, um das richtige Ende freizuschalten. Die Suche nach den Schriftrollen erfordert aber oft viel Backtracking, sodass ihr am Ende des Spiels nochmal alle Räume durchlaufen müsst.

Insgesamt ein guter Nintendo Switch-Port
Die Nintendo Switch-Version läuft sehr flüssig und hat sogar einige kleine Zusätze erhalten. Darunter eine optionale Touchscreen-Steuerung, mit der ihr euch durch Menüs durchklicken könnt, außerdem wurde ebenfalls die HD-Vibration bestens umgesetzt. Viele Aktionen und Objekte vibrieren sehr angenehm, sodass dies sehr gut zur Atmosphäre des Spiels passt. Dennoch hat die Nintendo Switch-Version einige Bugs, die zufällig auftauchen, so wie beispielsweise Bildschirmflackern oder auch Komplettabstürze. Durch Neustart können die Fehler behoben werden. Durch die fairen Rücksetzpunkte, wirken sich solche Fehler meist nicht auf den Spielverlauf aus. Aufgrund dessen und wegen der Tatsache, dass diese wirklich selten sind, gibt es keinen Abzug in der Wertung.

Redaktionswertung

8

Spiele-Hit

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Unser Fazit zu Teslagrad

Meinung von Ilja Rodstein
Teslagrad ist ein wirklich friedliches und entspanntes Abenteuer. Die knackigen und abwechslungsreichen Rätsel, die schön erzählte die Geschichte und die schöne musikalische Untermalung machen das Spiel zu einem beruhigenden Erlebnis. Nur die Bosskämpfe sind oftmals sehr frustrierend, da es innerhalb des Kampfes keine Rücksetzpunkte gibt. Die Story ist zwar mit knapp über fünf Stunden ausgesprochen kurz, dennoch hält es mich nicht davon ab, dem Spiel eine Kaufempfehlung zu geben.
Mein persönliches Highlight: Die Erzählung der Story in Form von Pappfigürchen

Kommentare 2

  • Tarik Turmheld - 04.12.2017 - 15:39

    Ich hoffe es meckern nicht wieder Leute rum, dass ein Wii U-Release auf die Switch kommt.
    Denn wie immer gilt: Ist doch nice, ein weiteres Spiel "mitnehmen" zu können.
    Idealerweise erscheinen alle Wii U-Spiele auf der Switch.
    Doof ist einzig die Tatsache, dass man sie nochmal erwerben muss.
  • Lockenvogel Dumm aber klug! - 04.12.2017 - 18:15

    @Tarik

    Brauch ich nicht, zum "mitnehmen" habe ich aber schon die PS Vita Version! ;)