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Test zu L.A. Noire - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: L.A. Noire
  • USA USA: L.A. Noire
  • Japan Japan: L.A. Noire
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
14.11.2017
Vertrieb
Rockstar Games
Entwickler
Rockstar Games
Genre
Adventure, Action, 3D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Mörderisch guter Crime-Thriller!

Von Daniel Busch ()
Es erfüllt mich mit einem freudigen und doch etwas seltsamen Gefühl, das Rockstar-Logo bei einem Nintendo Switch-Spiel zu sehen. Beim Starten der Software erstreckt sich doch wirklich das bekannte R mit dem Stern auf dem Bildschirm, welches uns bereits auf anderen Plattformen legendäre Perlen wie die Grand Theft Auto-Reihe oder das Western-Epos Red Dead Redemption bescherte. Wirklich keinen anderen Publisher habe ich sehnlicher auch auf Nintendo-Konsolen herbeigesehnt als Rockstar Games. Rockstar ist wirklich eine besondere Marke, die sich seit jeher durch hohe Qualität, massiven Spielspaß, sozialkritischen Realismus und ruchlose Gewalt in ihren Titeln auszeichnet. Es sollte jedem klar sein, dass die Spiele von Rockstar weit entfernt sind von Nintendos Credo der Kinderfreundlichkeit. Und doch bekommen wir auf der Nintendo Switch nun einen Rockstar-Titel spendiert. Der düstere Crime-Thriller L.A. Noire schlug bereits bei der Erstveröffentlichung im Jahre 2011 hohe Wellen, wurde mehrfach ausgezeichnet und avancierte schnell zum Klassiker. Nun erlebt L.A. Noire sein Revival auf den Konsolen der aktuellen Generation und damit auch sein Debüt auf der Nintendo Switch.

In L.A. Noire werdet ihr in eine Reihe krimineller Vorfälle verwickelt.

Mit L.A. Noire wagten sich Rockstar Games und Team Bondi an einen Detective Thriller, der euch in die kriminelle Unterwelt des Los Angeles der 1940er Jahre entführt. Ihr erlebt die Geschichte des dekorierten Kriegsveteranen Cole Phelps, der nun als frisch gebackener Detektiv in eine Reihe von Fällen verstrickt wird. Ihr werdet zu Beginn in eurem Streifendienst mit eher kleiner anmutenden Fällen beauftragt. Doch schon bald landen die ersten Verbrecher dank euch hinter Gittern, sodass ihr die Karriereleiter des LAPD emporklettert. Während des Spiels erstrecken sich die Beförderungen anschließend zu anderen Verbrechenskategorien (von Verkehrsdelikten bis zum Mord) und bieten alles in allem 26 Fälle, die ihr in der Hauptstory lösen sollt. Die goldene Ära Hollywoods beherbergt ein düsteres, kriminelles Herz der Nachkriegszeit und jeder hat eine dunkle Wahrheit zu verbergen. Da muss selbst der rechtschaffene Polizist Phelps die dünne Grenze zwischen Gerechtigkeit und Recht unterscheiden lernen. Im Laufe der Handlung holt ihn auch immer mal wieder die Vergangenheit ein. Diese Filmausschnitte gewähren uns Einblicke in die Jahre der Ausbildung von Cole und seinen früheren Kameraden und zeigen, wie er zu dem Mann wurde, der heute das Abzeichen des LAPD auf der Brust trägt.

Die Stadt der Engel birgt düstere Geheimnisse


Wie ihr es von GTA oder Red Dead Redemption gewohnt sein dürftet, spielt sich die Geschichte von L.A. Noire in einzelnen Episoden ab. Diese Handlungsabschnitte unterteilen sich zwar nicht in einzelne „Missionen“, sondern verlaufen nach einer bestimmten, nicht wählbaren Reihenfolge, aber ihr werdet mit einer Reihe von eigenständigen, kurzweiligen Geschichten konfrontiert. Ich finde es immer sehr spannend einen Tatort vorgesetzt zu bekommen, der auf den ersten Blick nicht viel an Hinweisen hergibt.

Dieses Messer bringt eine überraschende Wende in den Fall. Anstatt eines Unfalls haben wir es mit kaltblütigem Mord zu tun!

Doch nach und nach fügt sich das Hinweis-Puzzle immer mehr zusammen und offenbart eine Wahrheit hinter dem Fall, die weitaus größer ist, als ich es anfangs vermutet hätte. So gibt es in dem Fall „A Marriage made in Heaven“ (zu Deutsch: Eine himmlische Ehe") einen Mann, der scheinbar beim Verlassen einer Bar von einem Auto tödlich erfasst wurde. Von den Hinweisen her sah alles nach einem tödlichen Unfall aus. Das Opfer wurde nach dem Aufprall etwa 10 Meter weggeschleudert und lag blutüberströmt auf der Straße. Der Fahrer des Wagens gestand sich die Schuld des Unfalls ein. Nach einer akribischen Suche des Tatorts wurde ich aber fündig. Ein Puzzlestück, das eine Wende in den eigentlich so simpel anmutenden Falls brachte.

In einer Seitengasse in einem Mülleimer lag ein blutverschmiertes Messer. Das Messer passt zu Einstichwunden am Körper des Verstorbenen, bei denen zuvor der Verdacht bestand, von den spitzen Kühlergrillverzierungen des Unfallwagens zu stammen. Aus dem Unfall entwickelt sich ein kaltblütiger Mord und ebenso ein Ehedrama. Viele der Fälle beherbergen eine dunkle Wahrheit, die erst nach und nach ans Licht kommt und die ganze Sachlage umkrempeln kann. An sich sind die Fälle größtenteils sehr spannend und abwechslungsreich gestrickt. Krimi und auch Noir-typisch ist die Geschichte dabei recht komplex erzählt. Ihr bekommt keinen leichten Actionkracher vorsetzt, bei dem die Story leichte Kost nebenbei ist, ihr müsst der Geschichte aktiv folgen und auch mit der Erzählweise zurechtkommen. Einige Handlungselemente sind wie gesagt lose in die Haupthandlung eingebettet. Dazu gehören die Einblicke in die Vergangenheit, aber auch einige Schlüsselmomente, die durch Zeitungsausschnitte gezeigt werden. Diese Zeitungsschlagzeilen gilt es aber auch erstmal zu finden und sie beherbergen kurze Cutscenes.

Das gezeigte Los Angeles birgt eine filmreife Kulisse im Flair von Hollywoods Golden Age.

Je weiter ihr also in das Spiel eintaucht, desto mehr Facetten des düsteren Los Angeles der 1940er Jahre falten sich vor euch auf. Der Geist dieser Zeit und Stadt wird extrem authentisch eingefangen. Ich erblickte während meiner Fahrten durch das damalige Los Angeles und der Besichtigungen der zahlreichen Orte immer mehr Detailverliebtheit in dem Spiel. Auch im Hinblick auf die Geschäfte, Architektur oder auch die Mode hatte ich das Gefühl in einen Film dieser Epoche abzutauchen. Das Setting von L.A. Noire liegt mitten im so genannten „Golden Age“ von Hollywood, welches vom Anfang der 1930er Jahr bis zum Ende der 1950er Jahre reichte. Einer Zeit, der nachgesagt wird, viele der weltbesten Regisseure, Schauspieler, Autoren oder Filmkomponisten nach Hollywood gelockt zu haben – erinnern wir uns bloß an Filmgrößen wie Humphrey Bogart oder Alfred Hitchcock und das Monumentalepos Ben Hur.

Es entstand die „Traumfabrik“, die die Stummfilmzeit hinter sich ließ, Genres und Stars prägte und dem Kinozeitalter eine kommerziell und künstlerisch ergiebige Epoche bot. Los Angeles wurde somit zu einem Herzstück der Filmindustrie. Aber auch wenn diese Zeit als die Goldene Ära Hollywoods gilt, so war Los Angeles selbst keinesfalls die aufblühende filmreife Stadt, wie wir uns sie heute vorstellen würden. Die so genannte Stadt der Engel war auch damals durchzogen von Mördern, Vergewaltigern, Psychopathen und Rassisten. Hinter den magischen Kinokulissen war es blutig und düster. Dahingehend präsentiert sich L.A. Noire auch als erwachsener Thriller, der kein Blatt vor den Mund nimmt und die sozialkritische Seite der Medaille beleuchtet. In dieser filmreifen Inszenierung, die uns mit L.A. Noire geboten wird, muss ich besonders die Darsteller ehren – ja, ich rede von Darstellern, auch wenn es sich um ein Videospiel handelt. Denn das Entwicklerstudio Team Bondi und Publisher Rockstar schlugen damals zur Erstveröffentlichung des Spiels im Jahre 2011 hohe Wellen mit dem eingesetzten Motion Capturing.

Für die zahlreichen Charaktere in L.A. Noire agierten richtige Schauspieler, deren Gestiken und Mimiken per Motion Capturing ins Spiel übertragen wurden. Damals war diese technische Rafinesse revolutionär, heute wirken die Animationen nicht mehr ganz so modern, aber immer noch ansehnlich.

Das heißt, dass reale Schauspieler ins Studio eingeladen wurden, deren Bewegungen, Mimik und Stimme auf die virtuellen Charaktere im Spiel übertragen wurden. Für L.A. Noire schauspielerten sie also die Spielcharaktere "in echt". Und es handelt sich nicht nur um ein paar Dutzend Charaktere, sondern hunderte, denen ihr im Spiel begegnet. Heutzutage ist die Technik des Motion Capturing natürlich weitaus fortgeschrittener wie man an aktuellen Beispielen wie Uncharted 4 erkennen kann. Dennoch bin ich angenehm überrascht davon, wie ausdrucksstark die Charaktere hinsichtlich ihrer Gestik und Mimik auch heute noch sind, sodass sich L.A. Noire noch lange nicht hinter aktuellen Veröffentlichungen zu verstecken braucht.

Die Leistung der Schauspieler sticht sehr positiv hervor und verleiht den Charakteren vielfältige Nuancen. Sprachlich muss man als Spieler mit der englischen Sprachausgabe zurechtkommen. Eine deutsche Vertonung gibt es nicht. Dies sind wir bei Rockstar-Titeln allerdings auch gewohnt. Schließlich bieten GTA und Red Dead Redemption auch nur eine englische Sprachausgabe. Ohne Vergleiche anstellen zu wollen, will gesagt werden, dass ich eine deutsche Sprachausgabe auch bei L.A. Noire gar nicht vermisse. Die Originalschauspieler bzw. Synchronsprecher verleihen den Charakteren ein amerikanisches Flair, ohne welches die Atmosphäre eines amerikanischen Film Noir nur halb so überzeigend wäre. Die Vielfältigkeit der Charaktere hinsichtlich ihres sozialen Status oder ihrer Herkunft wird stimmlich wunderbar eingefangen. Die Sprecher passen allesamt wunderbar und machen einen wirklich guten Job. Zudem bietet L.A. Noire deutsche Untertitel, falls doch nicht alles verstanden werden sollte. Alles in allem wäre eine wählbare deutsche Synchronisation natürlich trotzdem willkommen gewesen.

Der Wahrheit auf der Spur

Kommen wir nun zum eigentlichen Herzstück des Spiels: dem Gameplay. Ihr werdet, wie eingangs erwähnt, in eine Reihe krimineller Vorfälle verwickelt, die es zu lösen gilt. Das heißt: Hinweise finden, Zeugen/Verdächtige befragen und die Täter schließlich auch dingfest machen! In der Regel läuft die Prozedur auch weitestgehend ähnlich ab. Den Anfang eurer Ermittlungen bildet immer die Untersuchung des Tatorts. Euch wird die Situation erläutert und ihr begebt euch auf die Suche nach Hinweisen, die euch auf eine erste Spur führen sollen.

Bei der Spurensuche wird der Tatort genau unter die Lupe genommen. Nicht jeder Hinweis ist dabei für den Fall relevant.

Während ihr in dem abgesperrten Bereich umherwandert, werden euch ab und zu eine kleine Lupe am Bildschirmrand und eine Vibration am Controller signalisieren, dass es an dem Ort etwas zu untersuchen gibt. Die Steuerung erweist sich allerdings manchmal als etwas ungenau, wenn ihr Cole so positionieren wollt, dass er den gesuchten Gegenstand aufhebt. Einige Gegenstände könnt ihr in der Hand auch noch umherschwenken, um den Blickwinkel auf bestimmte Facetten des Gegenstands wie zum Beispiel einen Herstellernamen fokussieren. Die meiste Zeit habe ich mit dem Pro Controller gespielt, wodurch ihr die Objekte mit dem Analogstick dreht, wie auch bei den Versionen für PlayStation 4 oder Xbox One. Der Nintendo Switch-Version wurden jedoch von Rockstar konsolenspezifische Besonderheiten verpasst. Mit den Joy-Con könnt ihr nämlich die Bewegungssteuerung während eurer Detektivarbeit nutzen. Dies funktioniert um TV-Modus und im Tabletop-Modus und klingt zunächst intuitiver als die herkömmliche Tastensteuerung mit dem Nintendo Switch Pro Controller – ist es bis zu einem gewissen Grad auch. Einziges Manko ist, dass sich bei beiden Steuerungsvarianten die Objekte nur bis zu einem gewissen Winkel bzw. in bestimmte Richtungen drehen lassen könnt.

Zudem treten störende Verzögerungen auf. Das Spiel reagiert nämlich immer eine Sekunde nach eurer Handbewegung. Die Kamera lässt sich außerdem simultan mit der Bewegung des rechten Joy-Con drehen. Natürlich nur soweit, wie ihr auch eure Hand drehen könnt. Für weitergehende Kameraschwenks muss dann doch wieder auf den rechten Joystick zurückgegriffen werden. Zwar ist die Bewegung eine intuitive Steuerungsmöglichkeit, jedoch nicht wirklich nützlich – außerdem empfinde ich sie als relativ störend, da ihr eure rechte Hand stets stillhalten müsst, um nicht versehentlich die Kameraposition zu ändern. Ich empfehle daher dann doch die Tastensteuerung mit dem Nintendo Switch Pro Controller. Spielt ihr im Handheld-Modus, könnt ihr auch Gebrauch von der Touch-Steuerung, die die Nintendo Switch-Version exklusiv spendiert bekam. Durch Tippen auf dem Bildschirm der Konsole, könnt ihr Cole an einem Tatort oder einer Wohnung wie bei einem Point & Click-Adventure navigieren. Die Kamera lässt sich mit einfachem Wischen auf dem Bildschirm drehen. Das funktioniert wesentlich besser als die Bewegungssteuerung und hat auch definitiv seinen eigenen Oldschool-Charme, jedoch dauert es auch länger Cole Phelps zu den gewünschten Positionen zu navigieren als bei der klassischen Tastensteuerung – zumal ihr auch nicht rennen könnt. Außerdem hinterlässt das andauernde Herumtippen auf dem Bildschirm auch Fettflecken bzw. Fingerabdrücke.

In den Verhören gilt es, den Verdächtigen und Zeugen die Wahrheit zu entlocken. Seid ihr dabei guter Cop oder böser Cop?

Sind genug Hinweise gesammelt (dies wird durch eine besondere Musik verdeutlicht, sobald der letzte Hinweis an einem Ort begutachtet wurde) oder findet sich schon eine erste Spur, so geht es vom Tatort zu den ersten Verdächtigen oder Zeugen, um dieser Spur nachzugehen. In den Befragungen entdecken wir das Spielelement, das zur Erstveröffentlichung von L.A. Noire im Jahre 2011 für mächtig Aufsehen erregt hatte. Denn ihr bekommt es nicht einfach nur mit virtuellen Charakteren zu tun, denen am Computer versucht wurde, Leben einzuhauchen. Entwickler Team Bondi und Publisher Rockstar Games haben sich nicht lumpen lassen, um das Spielgefühl so realistisch wie möglich zu vermitteln. Wie bereits angesprochen: Die über Hundert Charaktere in dem Spiel wurden von richtigen Schauspielern verkörpert und Gestiken und Mimiken nachträglich digitalisiert. Und vor allem in den Verhören kommt diese technische Raffinesse zum Tragen. Ihr sollt nämlich – als der Detektiv, der ihr nun einmal seid – die Lügen und Täuschungen der Verdächtigen entlarven.

Nachdem sie auf eine eurer Fragen eine Aussage gemacht haben, stehen euch drei Bewertungen auf diese Aussagen zur Verfügung. Einerseits könnt ihr dabei einen Blick auf eure Beweise und Hinweise werfen, um herauszufinden, ob mit der Aussage etwas nicht passt. Ebenso sollt ihr aber auch auf das Verhalten des Verdächtigen achten – speziell die Mimik. Wirkt er oder sie nervös? Schaut er verängstigt zur Seite? Verzieht er merkwürdig das Gesicht? Dann hat euer Gegenüber wohl etwas zu verbergen. In der Neuauflage von L.A. Noire wurde eure drei Bewertungs-Optionen etwas modifiziert. Glaubt ihr an den Wahrheitsgehalt der Aussage, so könnt ihr dies mit der Option „Guter Cop“ kundtun und eurem Gegenüber so mitteilen, dass ihr helfend auf seiner Seite steht. War dies die richtige Option, so wird es euch vielleicht mit einigen weiteren Hinweisen gedankt. Hat der Verdächtige aber etwas zu verbergen, was euch vor allem im Fall weiterbringen würde, so müsst ihr andere Mittel auffahren, und zwar auf die grobe Art. Zweifelt ihr an einer Aussage, habt jedoch keine Beweise, die ihr dem Verdächtigen vorlegen könnt, so könnt ihr ihn mit „Böser Cop“ unter Druck setzen. Solltet ihr aber bereits passende Beweise haben so könnt ihr den Verdächtigen mit „Beschuldigen“ den Beweis vorlegen und in die Enge treiben. Dieses System wirkt in der Theorie spielerisch innovativ, jedoch gibt es hier einige Kritikpunkte. Vor allem in der heutigen Zeit wirkt die Technik – also das Motion-Capturing – natürlich nicht mehr auf aller Höhe. Nicht immer kann man die Mimik richtig deuten, aber obwohl die Animationen und Texturen (trotz der überarbeiteten Neuauflage) nicht mehr ganz zeitgemäß aussehen, brauchen sie sich dennoch nicht zu verstecken. Zur Technik des Spiels gleich mehr.

Schießereien oder Verfolgungsjagden sorgen für actionreiche Momente in den sonst eher gemächlicheren Tatortdurchsuchungen.

Zudem ist das Verhörsystem recht geradlinig. Denn oft ist es egal, ob ihr auf Aussagen von Verdächtigen oder Zeugen richtig oder falsch reagiert. Ihr bekommt die nötigen Hinweise in der Regel trotzdem. Die Anzahl der richtig beantworteten Fragen wirkt sich eher auf die Anzahl an Sternen in der abschließenden Fallbewertung aus. Spielrelevant ist dies aber nicht. Dies gilt auch im Rest des Falls. Nicht immer müssen alle Hinweise gefunden werden. Ob ihr in den Verhören bzw. Fällen gut kombiniert oder deduziert ist meist recht belanglos, um den Fall trotzdem mehr oder weniger gut abzuschließen. Zudem könnt ihr im Laufe des Spiels so genannte Intuitionspunkte verdienen. Setzt ihr diese ein, lassen sich automatisch noch nicht gefundene Hinweisgegenstände auf der Karte markieren oder falsche Antworten in den Verhören streichen. Dadurch wird die Schwierigkeit in den ohnehin schon geradlinigen Spielelementen nochmals heruntergeschraubt. Wiederum Rockstar-typisch und auch bei mir eine sehr gern gesehene Sache ist, dass stets eingeblendet wird, mit welchen Tasten die gerade gewollte Aktion ausführt wird oder was es zurzeit zu tun gibt. Das war schon in GTA und Red Dead Redemption nicht anders und lässt euch das Spiel auch gerne für einige Tage pausieren, ohne komplett den Faden zu verlieren oder die Steuerung zu vergessen.

So eignet sich L.A. Noire perfekt für zwischendurch. Das Spiel speichert auch automatisch. Dank der eigentlich recht kurzen verschiedenen Spielphasen, die je einige Minuten dauern, lässt sich L.A. Noire auch bequem unterwegs genießen. Ich habe diverse Spielelemente in den einzelnen Fällen zwar als „geradlinig“ bezeichnet, dies trifft aber nicht in Gänze auf die Fälle an sich zu. Ja, sie laufen recht monoton und nach einem Vorgegeben Muster ab, was ich dem Spiel auch ankreide, jedoch gibt es einige Details, die euch Freiraum lassen. So führen bekanntlich mehrere Wege nach Rom und so geschieht dies auch in der Detektivarbeit. Denn es gibt verschiedene Ansätze, um auf die Lösung und damit den gesuchten Täter zu kommen. Dies verleiht dem Spiel trotz der eigentlich recht monotonen Fälle und der gefühlten Schnitzeljagd, die man abhält, ein Gefühl, dass man doch selbst seinen eigenen Weg geht – wenn auch nur etwas. Entweder könnt ihr die benötigten Hinweise direkt selbst dem Verdächtigen entlocken (dies erfordert manchmal eben eine nette oder eine grobe Verhaltensweise) oder ihr findet die Hinweise selbst. Andererseits könnten euch gewisse Zeugenaussagen ebenso zur Goldspur führen, sofern ihr es schafft, sie den Personen zu entlocken. Ihr müsst nicht jeden Zeugen befragen, um die Wahrheit zu finden. Am Ende eines jeden Falls werden euch alternative Lösungswege oder einige Fehler aufzeigt, die euch unterlaufen sind. Dadurch wird ein gewisser Wiederspielwert geboten, denn in einem zweiten Anlauf könnt ihr dann andere Lösungswege testen.

Filmreife Krimiatmosphäre

Am Anfang noch ziemlich aufregend und mit gutem Unterhaltungsfaktor, wirken die Fälle im Laufe des Spiels jedoch vermehrt monotoner, da ihr im Groben immer mit der sich wiederholenden Spielweise konfrontiert werdet. Die einzelnen Fälle bieten aber auch stets einige Besonderheiten oder Adrenalinmomente wie Schießereien oder Verfolgungsjagden, die die Detektivarbeit deutlich aufwerten und actionreich gestalten. So stellt ihr den Täter inmitten einer kolossalen Tempelkulisse, nur um kurz darauf von bewaffneten Gangmitgliedern umzingelt zu sehen. Bei der Flucht wird natürlich viel Blei verschossen und Blut spritzen – aber niemand hat gesagt, dass ein Detektiv nur mit dem Kopf arbeitet. Nach Abschluss eines Falls winkt die bereits angesprochene Sternewertung von 1 bis 5 Sternen. Diese ist recht irrelevant für den weiteren Spielverlauf und sichert bei gutem Abschneiden höchstens neue Outfits oder Fahrzeuge. Das ist natürlich dennoch eine nette Dreingabe. Die meisten Outfits lassen euch nicht nur mit der Mode der damaligen Zeit gehen, sondern besitzen spezielle Eigenschaften. So könnt ihr mit einem bestimmten Anzug z.B. härter Zuschlagen und mehr einstecken oder aber eure Fähigkeiten bei den Schießeisen verbessern.

GTA lässt grüßen!

Es stehen euch etwa 90 Fahrzeuge im Stil der 40er Jahre zur Verfügung, um frei durch die Straßen des damaligen Los Angeles zu fahren. Es bietet sich euch eine offen erscheinende Stadt, die jedoch nicht zu dem Grad einer Open World entspricht wie beispielsweise GTA. In L.A. Noire ist die Spielwelt etwas abgespeckter und fokussiert sich darauf, lediglich zum nächsten Ort des Falls zu fahren. Nichtsdestotrotz gibt es auch abseits der Fälle einiges zu Entdecken. Zum einen hätten wir da den Polizeifunk, der euch immer mal wieder auf eurem Weg eine Nebenmission anzubieten hat. Diese sind optional und bilden eine gute und actionreiche Abwechslung für zwischendurch. Einziges Manko: Oft müsst ihr lange Umwege in Kauf nehmen, wodurch die Spielzeit sich künstlich in die Länge streckt. Zum anderen gibt es aber auch viele Sachen zu finden. Dies erstreckt sich von Wahrzeichen, die ihr euch ansehen sollt, bis hin zu Sammelgegenständen wie Romanen, Filmrollen und Goldene Schallplatten. Diese sind überall in der Stadt verstreut und schalten u.a. neue Outfits frei, sofern ihr alle Gegenstände einer Sorte gefunden habt. In L.A. Noire seid ihr zwar auf der anderen Seite der Gerechtigkeitsfront und spielt einen rechtschaffenen Polizisten, doch wie auch bei GTA lässt sich jedes Auto von euch fahren. Ihr „klaut“ es dann nur nicht, sondern „beschlagnahmt“ es.

L.A. Noire bietet eine große freibefahrbare Stadt. Die 1940er Jahre wurden dabei authentisch in Szene gesetzt, jedoch wirkt die Stadt nicht so lebendig wie in vergleichbaren Open World-Titeln.

Im Effekt führt es zum Gleichen, ihr seid der neue Herr des Wagens – und könnt ihn auch schrotten. L.A. Noire bietet nämlich auch situationspassende Schadensmodelle. Auf den ersten Blick erscheint Los Angeles ziemlich leer – es ist nicht viel auf den Straßen los. Ganz anders also als man es von einem GTA gewohnt ist. Dies könnte man dem Spiel nun ankreiden, aber bei näherer Überlegung erscheint dies eigentlich nur logisch. In den 40er Jahren war halt weniger auf den Straßen los als heute. Nicht jeder konnte sich wohl ein Auto leisten. Zudem erscheint es oft recht praktisch, dass euch nicht viele Hindernisse auf der Straße in die Quere kommen. Einerseits kommt ihr so ohne große Verzögerungen an euer Ziel, andererseits bietet dies Platz für ein weiteres Feature in der Neuauflage.

Die Kamera in L.A. Noire bekam nämlich einige Kinoperspektiven verpasst. Diese lassen sich mit der Oben-Taste auf dem Steuerkreuz aktivieren und die Fahrten wie in einer Kinoszene erscheinen, was nur noch mehr an einen richtigen Film aus der Golden Age von Hollywood anmuten lässt. Dies reicht aber eher für das kurzweilige Vergnügen, da euch oft die Sicht nach vorn dadurch weggenommen wird und ihr nicht seht, ob ihr auf ein Hindernis zufahrt. Habt ihr keine Lust selbst zu fahren, könnt ihr auch euren Kollegen ans Steuer lassen. Dadurch lässt sich die Fahrt auf Knopfdruck auch überspringen. Ansonsten wirkt die Stadt aber vor allem abseits der Straßen ein bisschen zu steril. Weitere Interaktionen bietet das Spiel leider nicht und ein paar mehr Details in den Kulissen oder der Bevölkerung in der Neuauflage hätten auch nicht geschadet, um dem gebotenen Los Angeles mehr Leben zu verleihen. Immerhin wird die Film-Noire-Atmosphäre durch einen optional aktivierbaren Schwarzweiß-Filter weiter gesteigert. Auch die düstere und aufwendig ausgearbeitete Musik trägt einiges zur Atmosphäre bei. Es sind sowohl Songs zu hören, die auch damals durchs Radio trällerten, als auch passende und atmosphärische Eigenkompositionen.

Weitestgehend gute Umsetzung auf der Nintendo Switch

Technisch liefert die Nintendo Switch-Version einen sauberen Port. Rockstar stattet den Crime-Thriller auf Nintendos Hybridkonsole mit einer Auflösung von scharfen 1080p aus. Während ihr das Spiel am TV also in Full HD genießen dürft, seid ihr in der Handheld-Version mit einer HD-Auflösung von 720p ebenfalls gut bedient. Vom Alter her bedingt darf man natürlich nicht die modernsten Texturen erwarten, aber diese sind zum Großteil scharf und von Rockstar auch für die Neuauflage gehörig aufpoliert, nur bei Nahaufnahmen erkennt man dann doch recht gut das Alter des Spiels. Hier hätten die Entwickler gerne noch einige Texturen ersetzen dürfen.

Rockstar Games liefert mit L.A. Noire einen sauberen Port. Das Alter sieht man dem Spiel zwar an, aber ansehnlich ist es immer noch. Die Nintendo Switch-Version kann obendrein mit konsolenexklusiven Besonderheiten wie Touch- und Bewegungssteuerung aufwarten und ist die einzige Möglichkeit L.A. Noire auch unterwegs zu zocken.

Alles in allem sieht L.A. Noire aber auch heute noch recht hübsch aus. Nur stetig auftauchende Treppeneffekte trüben den Anblick. Die Framerate ist weitestgehend gut, fällt aber ab und an doch merklich ab und pendelt zwischen der PS3-Version des Spiels und der neuen Variante für PS4. Die Licht- und Wolkeneffekte wurden für die Neuauflage nochmal überabreitet und erstrahlen in neuem Flair und Glanz. Dennoch fallen des Öfteren der teils verzögerte Bildaufbau (vor allem während der Autofahrten) und Krümelschatten unschön auf. Kauft ihr die Nintendo Switch-Version als Retailfassung mit Modul, so erwartet euch beim ersten Spielstart ein verpflichtender Download von 14 GB. Dieser Download wird aber auch bei der PS4 oder Xbox One fällig, bei der Nintendo Switch wird der aber doch arg begrenzte interne Speicher schnell sein Limit erreichen, wodurch eine zusätzliche microSD-Karte angebracht wäre. Das mag für viele ärgerlich sein, an sich stört mich der Download aber gar nicht so stark. Es ist eher die Warnung auf der Packung, die mir sauer aufstößt. L.A. Noire hat ein tolles Cover zu bieten, das aber bei der Nintendo Switch durch einen weißen Textkasten verschandelt wird. Muss das wirklich sein, Nintendo? Ich hätte mir lieber einen Sticker gewünscht.

Dafür hat L.A. Noire ordentlich Inhalt zu bieten. Die insgesamt 26 verschiedenen und meist spannenden Story-Fälle unterhalten für etwa 30 Spielstunden. Dazu gibt es noch alle bisher erschienenen DLC-Fälle. Euch erwartet eine wahre Spieleperle, die auch heute noch überzeugen kann. Zwar schlafft das Spannungsniveau zum Ende des Spiels hin ab, doch mit der Nintendo Switch-Version werden exklusive Zusätze wie die neuen Steuerungsmöglichkeiten und die Möglichkeit, das Spiel unterwegs zu genießen, geboten.

Redaktionswertung

8

Spiele-Hit

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Unser Fazit zu L.A. Noire

Meinung von Daniel Busch
Ich bin wirklich unglaublich dankbar, dass Rockstar Games nun auch die Nintendo Switch unterstützt und uns mit L.A. Noire eine wahre Spieleperle in einer gelungenen Neuauflage präsentiert. Die Fälle begeistern trotz nach wie vor bestehender spielerischer Mankos und auf längere Sicht auftauchender Monotonie auch heute noch. Wir bekommen ein elegantes, filmreifes Abenteuer ganz im Flair des Golden Age von Hollywood geboten, welches in allen Bereichen authentisch umgesetzt ist. Ich bin überrascht wie gut sich L.A. Noire gehalten hat. Nach sechs Jahren darf man natürlich keine modernste Technik erwarten; das sollte klar sein. Die Motion Capture-Technologie, welche die Bewegungen und Mimiken realer Schauspieler ins Spiel überträgt, braucht sich nach wie vor nicht zu verstecken und beschert uns ein auch für 2017 ansehnliches Spiel – wie auch die aufpolierten Texturen und Lichteffekte. Mit einer Full HD-Auflösung von scharfen 1080p kann ich mich vollauf begeistert zeigen. Eine solche Auflösung ist auf der Nintendo Switch nämlich alles andere als selbstverständlich. Allerdings fallen die Treppeneffekte oft unschön auf. Dank der konsolenspezifischen Besonderheiten hat die Nintendo Switch-Version für mich im Vergleich zu PS4 und Xbox One sogar die Nase vorn. Denn nicht nur sind die Bewegungs- und vor allem Touch-Steuerung nette Dreingaben, das Spiel eignet sich wunderbar dafür, auch unterwegs im Handheld-Modus auf Spurensuche zu gehen. Kurz: euch erwartet ein mörderisch gutes Spiel! Für mich persönlich lässt diese gute Neuauflage eines Rockstar-Klassikers vor allem den Wunsch und die Hoffnung aufhorchen, bald noch weitere Spiele von Rockstar Games auf der Nintendo Switch zu erblicken. Insbesondere hoffe ich nach dem Durchspielen von L.A. Noire auf GTA V für die Nintendo Switch.
Mein persönliches Highlight: Wie ein Fall trotz klarer Indizien noch eine ungeahnte Wendung nimmt.

Kommentare 23

  • DerGom Gotta catch 'em all! - 03.12.2017 - 19:15

    Vielen Dank für den ausführlichen Test. Habe das meiste zwar eher überfolgen, da ich mich nicht spoilern will, aber das liest sich doch alles sehr gut. Vor allem die technische Umsetzung scheint für die Switch ja gut gelungen zu seín.
    Habe mir das Spiel selber letzte Tage im ANgebot gekauft und lasse es mir dann zu Weihnachten schenken. Ich freue moch schon sehr darauf, die Fälle zu lösen und endlich mal ein Rockstar Spiel zu spielen. :)
  • Ande Turmknappe - 03.12.2017 - 19:36

    Ich habe das Spiel damals auf der PS3 gezockt und fand es wirklich gut.
    Man sollte bei L.A. Noire einfach kein GTA oder Red Dead Redemption in den 40ern erwarten. Es gibt zwar Verfolgungsjagden, Schlägereien und Schiessereien, die meiste Zeit untersucht man aber eher Adventuremässig Tatorte und verhört Zeugen. Wen das nicht abschreckt und wer Filme wie L.A. Confidential und Chinatown mag, der hat mit dem Spiel sicher viel Freude. Neben der Haupthandlung gibt es leider etwas wenig zu tun.
  • DLC-King No fear,drink Beer - 03.12.2017 - 19:37

    Man hätt noch erwähnen sollen das man das Spiel knappe 3-4 Stunden auch ohne den Download Spielbar ist.
    Erst an einer bestimmten Stelle des Spiel geht's nicht weiter.
  • Feena The Switcher - 03.12.2017 - 19:39

    Bin mit der 8 auch dabei, obwohl ich es bis jetzt nur 1-2 Stunden gespielt habe wegen Skyrim und XC2. Es ist ein abwechslungsreiches gutes Spiel für die Switch. :)
    Wenn ich mit XC2 und Skyrim fertig bin werde ich mich erstmal komplett mit L.A. Noire beschäftigen, egal was dann noch kommen sollte im neuen Jahr, weil es mich schon in den Fingern juckt es weiter zu spielen.
  • Raffael SAP Guru - 03.12.2017 - 19:42

    Alles in allem bisher sehr unterhaltsam, allerdings fallen mir die Einbrüche in der Framerate doch sehr negativ auf. Im Stadtverkehr ruckelt es sogar spielbeeinflussend und das Gelände wird ständig nachgeladen. Immerhin läuft es in Innenräumen flüssig.
  • BurningWave Feuer & Wasser - 03.12.2017 - 20:06

    Hab das Spiel bei den Cyber-Angeboten gekauft und bereue es kein bisschen. Es macht Spaß, sieht soweit gut aus (richtig, die Treppchenbildung ist das störendste im Gesamtbild) und bislang gab es oft noch nebenbei ein Straßenfall ist zu erledigen. Sicher, wie der Test schon richtig darlegt, man merkt das Alter bei der ein oder anderen Mechanik und sonderlich viel ist auf den Straßen nicht los. Dennoch: langweilig wird es so schnell nicht, wenngleich ein paar mehr Kombinationsaufgaben nett gewesen wären.

    Hat irgendwer eigentlich eine Übersicht der Erfolge gefunden? Immer wieder ploppen Erfolge auf aber einsehen geht nicht, oder?
  • MrWeasel Turmbaron - 03.12.2017 - 20:12

    Mich hat das Spiel leider nicht zum weiterspielen motivieren können und es ist auch das erste Switch Spiel, das ich nicht durchgespielt habe.
    Technisch fallen die Ruckler im Stadtverkehr und die fehlende Weitsicht für mich ins Gewicht und beeinflussen die Spielbarkeit nicht unerheblich.
    Nach zirka 2-3 Stunden hat mir einfach bereits die Abwechslung und der Spannungsbogen gefehlt. Von mir bekommt es nur 6 Punkte.
  • RhesusNegativ Meister des Turms - 03.12.2017 - 20:43

    @MrWeasel
    Du hast es nur 2 bis 3 Stunden gespielt und damit die ziemlich gute Story nicht mal ansatzweise erlebt und gibst eine Wertung ab?? :ugly:
  • MrWeasel Turmbaron - 03.12.2017 - 20:50

    @RhesusNegativ
    Wenn ein Spiel es nicht schafft mich bei der Stange zu halten, klar, warum nicht?

    Ein Spiel muss ja zum weitermachen motivieren, das hat es bei mir leider nicht geschafft. Die Story kann ja gut sein, bringt mir leider nichts, wenn diese in öde Mechaniken verpackt ist. Die technischen Mängeln kann man ja binnen weniger Minuten feststellen.

    Das ist jetzt meine absolut subjektive Meinung und ich habe ja wissentlich die Spielzeit dazu geschrieben, so dass man meine Meinung auch in den Kontext stellen kann.
  • kersey Meister - 03.12.2017 - 21:00

    Das Spiel ist toll macht viel Spass aber technisch nicht ganz rund und ich hatte schon mindestens 3 abstürze.
  • Atalantia III. Turmmaid - 03.12.2017 - 21:55

    Gutes Spiel, keine Frage, nur hatte ich mit Sherlock Holmes The Devils Daughter und Crimes and Punishment, und irgend einem Teil auf der Wii dessen Name mir grad entfallen ist mehr Spaß...kann aber auch an dem zeitgenössischem Setting liegen , Doyle ,Poe und Lovecraft sind so viel atmosphärischer als Hollywood der 30er , 40er und 50er Jahre
  • Lolvin Turmknappe - 03.12.2017 - 22:03

    Also ich hatte bisher in jedem Fall einen Stern :whistling:
  • BANJOKONG Turmfürst - 04.12.2017 - 00:50

    Werde ich mir irgendwann nachholen, aber ich zocke gerade xeno 2, skyrim, resi rev und resi rev 2 :awesome: :shigeru:
  • Albert Casual - 04.12.2017 - 04:48

    Für mich wird es ein Glückskauf. Bisher hat mir kein R Game gefallen. Aber: offen dafür bleiben.
  • Belphegor Ninty aus Leidenschaft! - 04.12.2017 - 07:01

    Also ich kann derzeit wenig positives zu der Switch Umsetzung sagen. Satte 13 GB Download verschlingt das Game auf der Festplatte und „müllt“ somit die Switch voll. Und dabei habe ich die Retailversion. Grafisch ist es dann doch nicht ordentlich portiert und für eine Full-HD Konsole anno 2017 leider dann technisch ein Reinfall. Ruckler, fehlende Weitsicht und aufploppende Texturen sind einfach ärgerlich (Zelda lässt an der Stelle grüßen). Und wenn denn hier schon die ach so tollen „konsolenexklusiven Features“ extra angepriesen werden, dann muss man auch so fair sein und die „exklusiven Features der anderen Plattformen“ erwähnen, die es exklusiv auf der Switch nicht gibt (VR, 4k, 1080p ohne die grafischen Limitierungen der Switch). Ich hoffe einfach inständig das so ein großes Spiel wie GTA nicht auf die Switch kommt, da es technisch ebenfalls massiv Federn lassen müsste (s. aktuelle Beispiele bei Skyrim und Doom). Da muss Nintendo einfach auch mal wieder stärkere Konsolen bauen um uns Gamern grafische Leckerbissen mit zumindest Stand der Technik Grafiken zu bescheren aber das wollen sie ja nicht.
  • KingDDD Turmheld - 04.12.2017 - 07:22

    @Belphegor
    Die technischen Anforderungen von GTA V sind vergleichbar mit Skyrim, und das läuft gut auf der Switch
  • camora Werder + Hansa - 04.12.2017 - 07:52

    werd mir das spiel wohl mal günstig für die ps4 noch mal holen, falls mal softwaremangel herschen sollte. da ich jetzt aber xeno2 habe, könnte das wohl noch dauern.
  • BurningWave Feuer & Wasser - 04.12.2017 - 08:10

    @Belphegor Ich finde es durchaus beeindruckend, wie gut LA Noire im Handheldmodus aussieht und auch am TV sieht es gut aus. Klar, es ist nicht mit aktuellen Spielen auf der PS4 zu vergleichen. Es ist aber auch ein Remaster und keine aktuelle Entwicklung und so viel besser sieht es auf der normalen PS4 nun auch nicht aus. Ich weiß ja nicht, wenn es dir lieber wäre, drei ziemlich gleiche Hersteller auf dem Konsolenmarkt zu haben, bitte. Ich bin eher zufrieden damit, Nintendo als deutlich abweichenden Hersteller zu sehen und im Vergleich zur Wii und Wii U ist die Switch deutlich moderner und schlägt sich recht gut. Das zeigt auch der Erfolg am Markt und letztlich hat die Switch bereits jetzt mehr große 3rd Party Spiele als die U nach 4 Jahren.
  • Spriddi Turmknappe - 04.12.2017 - 08:13

    Mir gefällt das Spiel gut, hatte es 2011 verpasst. Finde es ist ein guter Port und das Spiel unterhält mich gut. Hoffe verkauft sich gut das Rockstar GTA 5 bringt.
  • Sakura Turmbaronin - 04.12.2017 - 08:17

    Schöner Test :) Falls mal kein Nachschub kommt, werde ich mir das Spiel noch mal genauer anschauen. Hoffentlich kommt noch mehr von Rockstar.
  • GoldenBoY Turmknappe - 04.12.2017 - 09:45

    Zitat von Belphegor:

    lso ich kann derzeit wenig positives zu der Switch Umsetzung sagen. Satte 13 GB Download verschlingt das Game auf der Festplatte und „müllt“ somit die Switch voll. Und dabei habe ich die Retailversion. Grafisch ist es dann doch nicht ordentlich portiert und für eine Full-HD Konsole anno 2017 leider dann technisch ein Reinfall. Ruckler, fehlende Weitsicht und aufploppende Texturen sind einfach ärgerlich (Zelda lässt an der Stelle grüßen). Und wenn denn hier schon die ach so tollen „konsolenexklusiven Features“ extra angepriesen werden, dann muss man auch so fair sein und die „exklusiven Features der anderen Plattformen“ erwähnen, die es exklusiv auf der Switch nicht gibt (VR, 4k, 1080p ohne die grafischen Limitierungen der Switch). Ich hoffe einfach inständig das so ein großes Spiel wie GTA nicht auf die Switch kommt, da es technisch ebenfalls massiv Federn lassen müsste (s. aktuelle Beispiele bei Skyrim und Doom). Da muss Nintendo einfach auch mal wieder stärkere Konsolen bauen um uns Gamern grafische Leckerbissen mit zumindest Stand der Technik Grafiken zu bescheren aber das wollen sie ja nicht.


    Sei doch einfach mal dankbar für das was Nintendo uns beschert. Nintendo selbst benötigt keine HighEndHardware für ihre Spiele, dass sollte man nie vergessen. Je besser die Hardware, umso teurer das Endgerät. Und niemand kauft sich eine Konsole für 600-900€, dafür haben Ramschpreise für Xbox und Co. gesorgt.
  • Tarik Turmheld - 04.12.2017 - 09:48

    Sehr schön Rockstar, und nun bringt bitte GTA V!
    (oder Vice City <3)
  • MAPtheMOP Mamas Wunschkind - 04.12.2017 - 09:52

    @GoldenBoY
    Dann sollte Nintendo aber auch einen guten Mittelweg finden. UNd da haperts bei der Switch dann doch an einigen Stellen, wenn man mal genau hin sieht. Denn das liegt nicht nur an den Entwicklern, dass jedes zweite Game keine 60 fps schafft oder sogar bei 30 fps schon nicht stabil läuft.
    Die Switch ist halt durch die Mobilität nur ein Tablet mit Controller und somit mit den Konkurrenz kaum zu vergleichen. Da hätte man aber wenigstens dafür sorgen können, dass es wenigstens die beste Tablet-Hardware erhält und man Luft nach oben hat. Einige Entwickler bemängeln ja jetzt schon, dass das Ende der Fahnenstange schon erreicht wurde.
    Nintendos eigene Games laufen ja auch nur flüssig, weil man grundsätzlich seit Jahren auf Kantenglättung vollkommen verzichtet. Das Ergebnis ist ja dann auch gleich unschöner, auch wenn die Spiele an sich Spaß machen.