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Test zu Serial Cleaner - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Serial Cleaner
  • USA USA: Serial Cleaner
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
30.11.2017
Vertrieb
Curve Digital
Entwickler
iFun4All
Genre
Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Durchgewischt!

Von Dirk Apitz ()
Auf der Nintendo Switch gibt es gefühlt jede Woche einen neuen Top-Down-Shooter, allerdings meistens ohne neue Ansätze. Egal! Einfach ballern und killen und das auch noch unterwegs. Aber wer räumt denn dann die Sauerei weg? Überall liegen Leichen, das Blut klebt auf dem Boden und wer entsorgt eigentlich die Beweise am Tatort? Hier kommt Serial Cleaner und nein dies ist nicht das Spiel zur Serie „Tatortreiniger“.

Was für eine Schweinerei! Ja, ihr habt Recht, also putzen!

Ihr seid auch auf der anderen Seite. Der „Cleaner“ wird angerufen, wenn etwas „schiefgegangen" ist. Mit anderen Worten: Ihr macht die Drecksarbeit, damit die Täter nicht überführt werden. Dabei wohnt ihr noch im Haus eurer Mutter, liebt Boxkämpfe, Wetten und sammelt gern vom Tatort kleinere Erinnerungen (also Beweise…). Geld verdient ihr eben mit eurem Job als Beweisvernichter und düst so von Tatort zu Tatort und versucht, nicht von der Polizei erwischt zu werden. Natürlich hat ein gescheiter Tatortreiniger, egal auf welcher Seite er steht, immer einen Schrubber dabei, damit das Blut entfernt werden kann.

Ja, das war es auch schon. Die Story ist damit sehr minimalistisch und der Hauptprotagonist besitzt nicht einmal einen richtigen Namen. Das tut auch gar nichts zur Sache, denn die Geschichte dient natürlich nur dazu, das Spielsystem zu etablieren. In der Top-Down-Ansicht müsst ihr in jeder Welt die Leichen entsorgen, einen bestimmten Prozentsatz Blut wegschrubben und Beweise sichern. Das Ganze gestaltet sich dabei schwieriger, als es sich anhört. Denn der Tatort ist immer schon von Polizisten bewacht. Nur gut, dass ihr die Möglichkeit habt zu sehen, in welche Richtung er guckt, dank eines Sichtkegels. Zudem könnt ihr euch in Schränken verstecken oder hinter einem Auto. Nicht immer ist der Weg auch so einfach, da auch Türen oder andere Blockaden noch verschlossen sind und nicht immer ist der Schalter, mit denen ihr diese Blockaden öffnet, dann auch leicht zu finden.

Doch damit nicht genug. Ihr könnt, wie bereits erwähnt, das Blut putzen. Doch dabei macht ihr viel Lärm und allgemein solltet ihr auf eure Lautstärke achten, da sonst ganz schnell die Wache kommt und euch festnimmt. Aber auch das ist nicht das Schlimmste. Ihr müsst ja die Leichen entsorgen und diese passen bekanntlich in keine Hosentasche. Deswegen müsst ihr diese tragen und dann entsorgen. Dabei bewegt ihr euch natürlich sehr langsam und müsst genau aufpassen, dass euch weder jemand sieht, noch hört. Dazu sei gesagt, dass die Entsorgung immer wieder anders ablaufen kann. In den meisten Fällen müsst ihr die Leiche zum Auto tragen und in den Kofferraum packen. Aber es gibt auch andere Welten, da müsst ihr andere Wege zur Entsorgung finden. Auch das ist nicht immer so einfach und ihr müsst ganz schön die Augen offen halten, um zum Beispiel eine gebrochene Scheibe zu finden, damit ihr die Leiche einfach dort hinauswerft.

Das Licht, wie auch die Dunkelheit, könnt ihr nicht nutzen. Sieht dafür aber gut aus!

Mit dieser Information wisst ihr auch, dass sich das Spiel nicht immer so ernst nimmt. Tatsächlich gibt es immer wieder lustige Sprüche vom „Cleaner“ und skurrile Missionsaufgaben. Auch am Telefon, wo ihr eure Missionen durchgesagt bekommt, erhaltet ihr immer wieder die kleine Vorgeschichte zum Tatort, die euch einen kleinen Schmunzler ins Gesicht zaubert. Die lockere Art tut dem Spiel auch richtig gut, da es wirklich etwas an Spieltiefe und Abwechslung vermissen lässt. Tatsächlich sollte man dieses Spiel nur zwischendurch spielen und nicht am Stück, da es sonst schnell langweilig wird und der Ablauf im Grunde fast immer der Gleiche ist. So hat das Spiel zwar eine nette Idee und bringt etwas frischen Wind in den Nintendo eShop, wird dann aber doch selbst zu eintönig. Wenigstens lässt sich das Spiel leicht steuern. Mit "ZL" könnt ihr euch die Map ansehen, mit "A" hebt ihr die Fundsachen auf oder aktiviert die Schalter, mit "ZR" wischt ihr den Boden und mit "Y" legt ihr die Leichen ab oder hebt diese auf. Wie bereits erwähnt, das Spiel passt ganz gut für eine kleine Runde unterwegs. Ansonsten könnt ihr in jeder Welt noch Filmrollen finden, die euch zusätzliche Missionen freischalten, die sich an richtigen Filmklassikern orientieren. Allgemein scheinen die Entwickler große Filmfans zu sein, da auch die Missions-Titel oft gleichzeitig auch Filmtitel zitieren.

Ansonsten gibt es noch verschiedene Kleidungsstücke, damit der Cleaner auch immer wieder anders aussieht. Dabei ist der Schwierigkeitsgrad recht hoch, besonders wenn ihr eine Leiche auf den Schultern habt, ist Vorsicht geboten. Ihr könnt, falls ihr gesehen werdet, zwar auch schnell abhauen, doch die Polizei ist immer schneller und wenn ihr eine Leiche dabei habt, habt ihr eigentlich so gut wie gar keine Chance. Ihr könnt euch allerdings jederzeit verstecken und dann werdet ihr in Ruhe gelassen, selbst wenn ihr das noch vor ihren Augen schafft. An dieser Stelle würde ich die KI stark kritisieren, ist aber hier doch sinnvoll, da dieses Spiel ansonsten fast unmöglich wäre.

Ganz grobes Lob bekommt dieses Spiel von mir, wenn es um die Präsentation geht. Das Spiel selbst spielt in den 70ern und das ist zu jeder Zeit erkennbar. Denn der Artstyle erinnert an die typische Stilistik aus diesem Jahrzehnt und könnte auch ein kleines Gemälde sein. Darauf ruhen sich die Entwickler aber nicht aus. Obwohl die Farbgebung sehr minimalistisch gehalten wurde, sind die Welten wirklich abwechslungsreich gestaltet. Mal seid ihr in einer Turnhalle oder in einem Büro. Auch dürft ihr gern bei einem Camp die Leichen entsorgen oder an einem Hafen. Dabei sind die einzelnen Welten auch wirklich mit einigen Details ausgestattet und wirken sehr lebendig. Der Soundtrack passt ebenfalls dazu, wie auch die Soundkulisse selbst. Das Spiel läuft dabei immer flüssig und auch die Ladezeiten sind kurz, unterwegs wie auch auf dem TV-Bildschirm. Allein die Schrift der Sprechblasen wirkt sehr klein. Dazu sind die Farben der Schrift nicht immer gut gewählt und damit auch schwer leserlich. Von diesem kleinen Makel abgesehen, ist das Spiel technisch einwandfrei und gibt ihm die notwendige Besonderheit, was zu so einem Spielkonzept passt.

Redaktionswertung

6

Überzeugend

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Unser Fazit zu Serial Cleaner

Meinung von Dirk Apitz
Dank der gelungenen Präsentation, den tollen Kulissen und auch des interessanten Gameplays ist dieses Spiel wirklich interessant und fällt auf. Leider ist Serial Cleaner auf Dauer nicht so spannend und langweilt sehr schnell. Für unterwegs kann man sicherlich nichts falsch machen und durch die zusätzlichen Missionen, Kleidungsstücke und dem hohen Schwierigkeitsgrad, ist dieses Spiel auch nicht zu schnell durchgespielt. Ich selbst hatte auch viel Spaß damit, neue Wege zu finden, damit der Tatort wieder sauber ist und war sehr gespannt auf das neue Setting in der nächsten Welt.
Mein persönliches Highlight: Der gelungene Artstyle und die 70er!

Kommentare 1

  • Lockenvogel Dumm aber klug! - 06.12.2017 - 13:43

    Mir gefällt der 70s Look sehr gut, habe aber auch schon mitbekommen, dass er anderswo ziemlich kontrovers diskutiert wird... mich erinnert er sehr an das ebenfalls coole Dead Synchronicity.