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Test zu ACORN Tactics - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: ACORN Tactics
  • USA USA: ACORN Tactics
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
30.11.2017
Vertrieb
TACS Games
Entwickler
TACS Games
Genre
Strategie
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Eine Sintflut und außerirdische Invasoren? Wo bin ich denn hier reingeraten...

Von Niels Uphaus ()
Strategiespiele haben ihren ganz eigenen Charme. Statt ständiger Action und schnellem Reaktionsvermögen erfordern Titel dieses Genres einen kühlen Kopf und eine genaue Planung, um den Sieg davon zu tragen. Nintendos bekannteste Strategieserie ist ohne Frage Fire Emblem, doch auch andere Entwickler wollen diesen Markt mit ihren Spielen bereichern. So geschehen mit ACORN Tactics, welches ihr im Nintendo eShop der Nintendo Switch erwerben könnt. In diesem Test schauen wir uns den Titel genau an.

Die Welt von ACORN Tactics spielt in der Zukunft. Der gesamte Planet wurde geflutet, die letzten Überlebenden haben sich auf mechanischen Eilanden angesiedelt, die aussehen wie Bohrplattformen. Doch der neue Frieden ist trügerisch. Außerirdische, die Blobs, greifen unter Führung von King Blob (das Spiel hat keine deutsche Übersetzung bekommen) den Planeten an. Als Commander ist es eure Aufgabe, die Invasion zu stoppen und die Welt vor einer zweiten Katastrophe zu schützen. Das war im Großen und Ganzen die Geschichte, die in Textblasen im Laufe der 25 Missionen immer weitererzählt wird. Wirklich relevant ist die Geschichte nicht, das Gameplay ist hier der Star der Show.

Ein typisches Schlachtfeld: Gleich beginnt der Krieg um den Planeten.

Die Blobs, schleimige Wesen, greifen eure Heimat an. Um sie abzuwehren habt ihr verschiedene Panzer, die auf Beinen laufen. Da sie in Kämpfen rein theoretisch dauerhaft zerstört werden können, habt ihr die Chance, ständig neue Militärgeräte nachzukaufen. Der Clou an der Sache: Sollte ein Vehikel über mehrere Schlachten intakt bleiben, steigt die Erfahrung des Piloten und das Fahrzeug wird widerstandsfähiger. Doch wie läuft eine übliche Schlacht eigentlich ab? Nachdem ihr eure Fahrzeuge auf den „Bohrinseln“ abgesetzt habt, geht die Action gleich los. Platziert ihr die Fahrzeuge in Sichtweite der Feinde, erkennen sie euch und steuern euch bereits in der ersten Runde an. ACORN Tactics hat verschiedene Gegner, die unterschiedliche Schwächen haben. Manche von ihnen haben nur reine KP, andere nur Schutzschilde und die wirklich mächtigen Feinde kombinieren beides. Eure Waffen sind gegen unterschiedliche Elemente effektiv, sodass ihr euch entscheiden solltet, mit welchem Fahrzeug ihr welchen Gegner ansteuert. Neben Maschinengewehren und Snipern habt ihr aber auch fliegende Einheiten, die euch heilen können. Das Spiel ist jedoch recht simpel gehalten, die Auswahl an Feinden und Panzern ist limitiert. Damit schafft es ACORN Tactics, auch Anfänger des Genres zu motivieren, weiterzuspielen, die von anderen und komplexeren Ablegern des Genres abgeschreckt werden könnten. Veteranen hingegen werden sich wohl recht schnell langweilen.

Nachdem ihr nun also in die Schlacht gezogen seid und die ersten Gegner angegriffen habt, werdet ihr feststellen, dass sich die Blobs extrem weit in einer Runde fortbewegen können. Eigentlich schon zu weit. Oftmals erreichen euch die Gegner schneller, als ihr es abschätzen könntet. Zudem sind gerade im späteren Verlauf neue Fahrzeuge sehr anfällig gegen Angriffe. Sollte euch also durch ein Missgeschick ein Panzer eurer Flotte abhandenkommen, ist es durchaus sinnvoll, ältere Missionen erneut in Angriff zu nehmen, um die Talente der Piloten zu verbessern. Um noch mehr Taktik in das Spiel zu bringen, hat ACORN Tactics auch diverse Hindernisse auf den Karten platziert. Beispielsweise gibt es einige Bodenplatten, die verhindern, dass ihr in der Runde weiterfahren könnt. Ab und an müsst ihr auch Hindernisse zerstören, um andere Teile der Inseln zu erreichen. Auch gibt es in manchen Missionen NPCs, die selbst gegen die Blobs kämpfen. Oftmals sind sie jedoch nur dafür gut, um die Außerirdischen abzulenken.

Das Alles klingt momentan doch relativ simpel und ja, auch ein wenig einfallslos. Doch nachdem ihr die fünfte Mission abgeschlossen habt, kommt eine brandneue Mechanik dazu. Pro Runde erhaltet ihr eine Spielkarte, die verschiedene Effekte haben kann. Manche verbessern eure Zielgenauigkeit, andere reparieren Schaden. Besonders nützlich ist in meinen Augen die Disable-Karte. Diese lähmt den Gegner für einige Zeit. Die insgesamt zehn Karten bereichern das Gameplay des Titels durchaus. In den Missionen selber könnt ihr Upgrades finden, die die Eigenschaften der Karten dauerhaft verbessern. Es lohnt sich also, auch mal einen Umweg zu machen und eine Kiste zu zerstören.

Ab und an bekommt ihr auch alternative Kameraperspektiven, die die Action vom nahen zeigen.

Neben dem Aufrüsten der Karten habt ihr auch die Chance, neue Fahrzeuge und weitere Slots für zusätzliche Vehikel freizuschalten. Auch verbesserte Schilde warten darauf, von euch freigekauft zu werden. Für eine individuelle Note könnt ihr eure Panzer auch umfärben. Das ist eine nette Spielerei, die jedoch keinen Einfluss auf das Gameplay hat. Was hingegen einen Einfluss auf das Gameplay hat, sind die Random Missions. Diese Option generiert zufällig gestaltete Level. Diese sind deutlich anspruchsvoller als die Hauptmissionen und dienen eher dazu, euch auch nach dem Ende des Abenteuers zu unterhalten.

Als ich ACORN Tactics das erste Mal gestartet habe, sind mir zwei Dinge aufgefallen. Zum einen dauert es über eine halbe Minute, bis der Startbildschirm angezeigt wird. Zum anderen ist die Grafik dann doch sehr simpel. Mich erinnert das Ganze eher an ein Wii-Spiel, welches hochskaliert wurde. Besonders deutlich sieht man das, wenn Nahkampfszenen eingeblendet werden. Ich kann verstehen, dass die Entwickler ihren Fokus auf das Gameplay gelegt haben, eine zumindest etwas hübschere Grafik wäre jedoch wünschenswert gewesen. Die Musik hingegen ist durchaus gelungen. Gerade die Tracks im 8-Bit-Stil haben die Missionen schön untermalt.

Redaktionswertung

6

Überzeugend

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Unser Fazit zu ACORN Tactics

Meinung von Niels Uphaus
Nachdem mich ACORN Tactics am Anfang erst gelangweilt hat, wurde das Spiel mit der Zeit immer besser. Der Titel ist einfach nur ein simples Strategiespiel. Nicht mehr und nicht weniger. Das Battle-Card-System lockert das Gameplay auf und auch das automatische Aufleveln der Fahrzeuge ist eine sinnvolle Erweiterung. Die Schlachtfelder an sich und auch die Grafik konnten mich hingegen nur bedingt überzeugen. Somit ist ACORN Tactics weniger für professionelle Strategiefans, sondern vielmehr für Anfänger gedacht, die dem Genre eine Chance geben wollen, ohne von zu vielen Mechaniken überrollt zu werden.

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